DIE VOLKSSCHULE  ST. NIKOLAUS

 

Die Anfänge des Schulwesens

Bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts besaß Innsbruck drei Stadtschulen und eine davon war in St. Nikolaus. So bestand also in unserem Stadtteil schon über 200 Jahre ein „Ein-Mann-Schulbetrieb“ bevor die allgemeine Schulpflicht im Jahre 1774 eingeführt wurde.

1775 wurde für St. Nikolaus und Maria-Hilf eine Schule mit zwei Klassen gegründet. Da in dieser älteren Phase des Schulbetriebes kein eigenes Schulhaus zur Verfügung stand, mietete die Stadtgemeinde private Räumlichkeiten an.(  u.a. „Brixihaus“heute Innstr.81, „Sternwirtshaus“ Innstr. 31, ..) Die letzte Station vor der Errichtung eigener Schulhäuser war das „Bruderhaus“ Innstr. 97.  Erst im Jahre 1854/55 bekam Maria-Hilf eine eigene Schule.

Die Geschichte der Knaben-und der Mädchenvolksschule

1864 wurde die neue Knabenvolksschule, ein wunderschöner Bau im Stil der Neogotik, errichtet. Heute ist dies die Berufsschule.

1873 baute man die Mädchenvolksschule in der Innallee 3. Bald jedoch war sie zu klein und musste vergrößert werden. So entstand unser jetziges Schulhaus.

1942 wurden die Schulen zusammengelegt, da viele Kinder in der Kriegszeit  in andere Länder verschickt wurden. Bald darauf wurde die Schule ganz geschlossen. Beim ersten großen Bombenangriff im Dezember 1943 wurde das Schulhaus schwer getroffen. Auch der Leiter der Knabenvolksschule Oberlehrer Rainer, der Initiator der Entstehung des Kaysergartens, starb bei diesem Angriff.

Zwei Jahre später begann der Schulbetrieb wieder. In der Knabenschule waren Flüchtlinge untergebracht und so wurde die beschädigte und geplünderte Mädchenschule für den gemeinsamen Unterricht hergerichtet. Bereits im Jahre 1948 war die Volksschule mit zehn Klassen wieder eine der größten des Landes. Bald besuchten die Knaben auch wieder ihre Schule und so konnte die Mädchenschule renoviert werden. 

1961 wurden die Schulen endgültig zusammengelegt, da die Schülerzahlen stark zurückgingen.

1983/84 wurde das Schulhaus umfassend renoviert und technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Unser Schulhaus

Es ist ein gut ausgestattetes Schulhaus mit allen Vorteilen, die ein Altbau zu bieten hat. Die großen,  hellen Räume schaffen eine freundliche Atmosphäre und ermöglichen es, den Raum in verschiedene Bereiche  zu unterteilen, um den vielfältigen Aufgaben eines modernen Unterrichtes gerecht zu werden. Die natürlichen Baustoffe schaffen ein gesundes Arbeitsklima und die frische Luft  wird beim Fenster hereingelassen und kommt nicht aus der Klimaanlage.

Unser Schulwart, Herr Tavella,  wohnt  seit August 2000 in der neurenovierten  Schulwartwohnung , die sich ebenfalls im Erdgeschoß befindet. Die Musikschule, Sprachkurse und Turngruppen finden ebenfalls noch Platz . So herrscht die ganze Woche geschäftiges Treiben von morgens um 8.00 Uhr  bis abends um 22.00 Uhr.