Zeitleiste - Zweiter Weltkrieg

 

  1939   1940 II   1941 II   1942 II   1943 II   1944 II   1945 II  

  davor   1940 I   1941 I   1942 I   1943 I   1944 I   1945 I  

 

Quellen

   
     
28.10.1922   Auf Befehl von Mussolini beginnen etwa 40.000 Faschisten den "Marsch auf Rom". Da sich König Viktor Emanuel III. weigert, den Ausnahmezustand zu verhängen und das Militär einzusetzen, tritt Ministerpräsident Facta zurück. König Viktor Emanuel III. betraut am 30.10. Mussolini mit dem Amt des Ministerpräsidenten und übergeht damit eigenmächtig das italienische Parlament. Mussolini, der zusätzlich das Außen- und Innenministerium übernimmt, kommt den Machteliten entgegen und nimmt Nationalisten, Rechtsliberale und Katholiken in sein Kabinett auf.
27.12.1922   Die italienische Regierung unter Ministerpräsident Mussolini erlässt ein Dekret, das den Zusammenschluss von faschistischer Miliz und staatlichem Militär anordnet. Mit der Einrichtung des Faschistischen Großen Rats beginnt die Institutionalisierung von Mussolinis Diktatur.
     
21.01.1924   Tod des Gründers und Regierungschefs der Sowjetunion, Wladimir I. Lenin, in Gorki (bei Moskau). Josef W. Stalin, Grigori Sinowjew (1883-1936) und Leo Kamenew (1883-1936) übernehmen die Führung der Partei. Sie hatten schon während Lenins Krankheit die Regierungsgeschäfte übernommen.
27.01.1924   Freundschaftsvertrag zwischen Italien und Jugoslawien. Die von Italien beanspruchte Stadt Fiume (heute: Rijeka) kommt zu Italien.
     
     
05.10.1925   5.-16. 10.:  Internationale Konferenz von Locarno über ein Sicherheitsabkommen in Europa. Deutschland, Frankreich und Belgien verzichten auf eine gewaltsame Veränderung ihrer gemeinsamen Grenzen. Die deutsche Ostgrenze ist davon nicht berührt. Ferner werden Deutschland die Aufnahme in den Völkerbund sowie ein ständiger Ratssitz zugesichert.
05.11.1925   Nach einem Attentat auf den italienischen Ministerpräsidenten Mussolini werden die sozialistischen Parteien aufgelöst.
24.12.1925   Der italienische Regierungschef Mussolini erhält per Gesetz diktatorische Vollmachten
     
     
07.10.1926   Die faschistische Partei Italiens setzt sich mit dem Staat gleich. Alle anderen politischen Gruppen werden von der Macht ausgeschlossen.
     
     
16.08.1928   In der Sowjetunion wird mit einem neuen Wehrgesetz die allgemeine Wehrpflicht eingeführt.
     
     
21.12.1929   Zu seinem 50. Geburtstag lässt sich Josef W. Stalin als Alleinherrscher feiern. Damit setzt der Personenkult um Stalin ein.
     
     
22.04.1930   Die Seemächte Großbritannien, USA und Japan einigen sich in London nach dreimonatigen Verhandlungen auf eine Begrenzung ihrer Flottenbauprogramme.
     
     
02.09.1932   Italien und die Sowjetunion schließen einen Nichtangriffspakt.
     
     
14.10.1933   Goebbels verkündet den geplanten Austritt des Deutschen Reichs aus dem Völkerbund und den Verzicht auf weitere Abrüstungsgespräche.
19.12.1933   Die Sowjetunion beschließt eine neue Außenpolitik mit kollektiven Sicherheitsbündnissen und den Eintritt in den Völkerbund.
     
     
04.01.1934   US-Präsident Franklin D. Roosevelt betont, dass die USA sich nicht in die politische Entwicklung Europas einmischen werden.
26.01.1934   Das Deutsche Reich und Polen schließen einen Nichtangriffspakt.
09.02.1934   Griechenland, Jugoslawien, Rumänien und die Türkei schließen ein Balkanbündnis zur Sicherung ihrer territorialen Grenzen.
03.04.1934   Hitler fordert in einem Interview mit einer amerikanischen Nachrichtenagentur eine Verdreifachung des deutschen 100.000-Mann-Heeres.
06.10.1934   Nach Ausrufung des Generalstreiks und schweren Kämpfen zwischen rechten und linken Gruppen verhängt die spanische Regierung den Kriegszustand über das Land. In Barcelona rufen die Katalanen eine unabhängige Republik aus.
09.10.1934   In Marseille wird König Alexander I. (1888-1934) von Jugoslawien von mazedonischen und kroatischen Nationalisten ermordet. Auch der französische Außenminister Louis Barthou (1862-1934) kommt dabei ums Leben.
14.11.1934   Das britische Kriegsministerium kündet die Einrichtung von neuen Militärflughäfen an und schürt damit die kontroverse Debatte um eine Aufrüstung Großbritanniens.
16.12.1934   Auf italienische Einladung findet in Montreux (Schweiz) ein Kongress der faschistischen Parteien Europas statt.
     
     
17.02.1935   Mit Truppentransporten in die italienische Kolonie Somaliland beginnt Benito Mussolini die Vorbereitungen zum Krieg gegen Abessinien (heute: Äthiopien).
26.02.1935   Adolf Hitler beschließt den Aufbau einer Luftwaffe als dritte Waffengattung der künftigen Wehrmacht und verstößt damit gegen die Bestimmungen von Versailles.
16.03.1935   Hitler verkündet die Wiedereinführung der Wehrpflicht und den Aufbau der Wehrmacht mit einer Stärke von 580.000 Mann. Damit bricht das Deutsche Reich die Verpflichtungen zur Truppenbeschränkung des Versailler Vertrags. Da die Wiederaufrüstung den Westmächten bereits seit längerem bekannt ist, bleiben ihre Reaktionen verhalten.
02.05.1935   In Paris schließen Frankreich und die Sowjetunion einen Beistandspakt.
25.08.1935   Für den Fall von Sanktionen gegen Italien wegen des Abessinienkriegs kündigt Mussolini den sofortigen Austritt aus dem Völkerbund an.
31.08.1935   Mit dem Neutralitätsgesetz verpflichten sich die USA zu einem Waffenembargo gegen alle Krieg führenden Staaten.
27.09.1935   Unter dem Kommando von Karl Dönitz wird in Kiel der erste deutsche U-Boot-Verband nach dem Ersten Weltkrieg in Dienst gestellt.
03.10.1935   Italienische Truppen aus den Kolonien Eritrea und Somaliland marschieren in Abessinien ein. Damit beginnt der italienische Eroberungskrieg in Ostafrika.
11.10.1935   Die Reaktionen des Völkerbunds auf den Einmarsch Italiens in Abessinien bleiben gemäßigt und beschränken sich auf eine Kredit- und Rohstoffsperre.
01.11.1935   Der erste Rekrutenjahrgang tritt zur Ableistung seines einjährigen Militärdienstes an. Die gleichgeschaltete Presse feiert dies als großen Erfolg.
09.12.1935   Mit dem Beschluss, italienische Annexionen in Abessinien zu dulden, rufen die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens Empörung in der eigenen Presse und im Völkerbund gegen ihre Appeasement-Politik hervor.
     
     
07.03.1936   In der geheimen Denkschrift zum Vierjahresplan vom August 1936 hieß es kategorisch, die deutsche Armee müsse "in vier Jahren einsatzfähig, die deutsche Wirtschaft in vier Jahren kriegsfähig sein".
07.03.1936   Die Remilitarisierung des Rheinlands beginnt: Entgegen den Bestimmungen in den Verträgen von Versailles und Locarno marschieren deutsche Truppen in das entmilitarisierte Rheinland ein und beginnen mit dem Bau von Befestigungsanlagen an der Westgrenze. Eine militärische Gegenmaßnahme der Westmächte bleibt aus.
05.05.1936   Mit der Eroberung der Hauptstadt Addis Abeba erklärt Benito Mussolini den Krieg in Abessinien für beendet. Er ruft das "neue italienische Imperium" aus.
17.07.1936   Mit einem Aufstand in Spanisch-Marokko beginnt der Putsch faschistischer Militärs unter General Francisco Franco. In den folgenden Tagen brechen überall in Spanien rechte Aufstände aus.
23.07.1936   Die aufständischen Militärs bilden in Nordspanien eine Gegenregierung, der von Hitler und Mussolini Waffenhilfe zugesagt wird.
24.08.1936   Die Wehrdienstzeit in Deutschland wird von einem auf zwei Jahre verlängert.
21.09.1936   Die Wehrmacht hält ihr erstes großes Manöver nach dem Ersten Weltkrieg ab.
25.11.1936   Japan und das Deutsche Reich teilten eine antikommunistische Grundeinstellung. Auf japanische Initiative hin schlossen sie den auf fünf Jahre befristeten Antikominternpakt, der am 25. November 1936  in Berlin unterzeichnet wurde. In ihm vereinbarten die beiden Staaten die Bekämpfung der 1919 gegründeten Kommunistischen Internationale (Komintern).  In einem geheimen Zusatzprotokoll verpflichteten sie sich zu Neutralität im Fall eines nicht provozierten Angriffs der Sowjetunion und versicherten, keine Verträge mit der Sowjetunion abzuschließen, die dem antikommunistischen Geist des Abkommens zuwiderliefen. Ohne Kenntnis des geheimen Zusatzprotokolls traten dem Abkommen 1937 Italien, 1939 der japanische Satellitenstaat Mandschukuo, Ungarn und Spanien sowie 1941 Bulgarien, Kroatien, das besetzte Dänemark, Finnland, Nanking-China, Rumänien und die Slowakei bei.  Das Deutsche Reich brach den Antikominternpakt mit dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 23. August 1939. Die deutsch-japanischen Beziehungen verschlechterten sich daraufhin zunächst, bereits 1940 schlossen Deutschland, Japan und Italien aber den Dreimächtepakt.
     
     
26.04.1937   Am 26. April 1937 wurde die baskische Kleinstadt Guernica von Bombern der „Legion Condor“ schwer getroffen. Der Angriff ist damals wie heute vielfach als „Meisterstück“ eines Terrorangriffes bezeichnet worden, eines Angriffes also, der nicht einem militärischen Ziel, sondern der wehrlosen Zivilbevölkerung gegolten habe.
11.12.1937   Mussolini verkündet den Austritt Italiens aus dem Völkerbund.
     
     
19.01.1938   Die deutsche Luftwaffeneinheit "Legion Condor" bombardiert Barcelona und tötet dabei 100 Menschen.
22.02.1938   Chamberlain erklärt, dass der Völkerbund kleinere Staaten nicht vor Angriffen schützen könne.
12.03.1938   Die deutsche Wehrmacht marschiert in Österreich ein, dessen Truppen von der Bundesregierung den Befehl erhalten haben, keinen Widerstand zu leisten. Hitler fährt in seine Geburtsstadt Braunau am Inn. Abends spricht er auf einer Großkundgebung in Linz. In ganz Österreich setzt eine Verhaftungswelle gegenüber politischen Gegnern ein.
24.04.1938   Auf einer Tagung der Sudetendeutschen Partei stellt ihr Vorsitzender Henlein ein Programm mit Autonomieforderungen an die tschechoslowakische Regierung vor.
29.04.1938   Auf einer gemeinsamen Konferenz erklären Daladier und der britische Ministerpräsident Chamberlain, dass die tschechische Regierung Zugeständnisse an die Sudetendeutschen machen müsse.
21.05.1938   Wegen deutscher Truppenbewegungen an der Grenze mobilisiert die tschechoslowakische Regierung Teile ihrer Armee. Als sich Frankreich, Großbritannien und Polen in die Krise einschalten, dementiert Ribbentrop einen Truppenaufmarsch.
24.09.1938   Wegen der Krise in der Tschechoslowakei reist der britische Ministerpräsident Chamberlain zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen nach Deutschland. Hitler fordert die Abtretung des Sudetengebiets bis Ende des Monats.
25.09.1938   In Frankreich und Großbritannien beginnen Vorbereitungen für den Kriegszustand.
28.09.1938   28. - 30. 9. Münchner Konferenz: Ein Krisentreffen von Hitler, Mussolini, Daladier und Chamberlain versucht den drohenden Krieg des Deutschen Reichs gegen die Tschechoslowakei abzuwenden. Die Beteiligung der tschechoslowakischen Delegation an den Beratungen wird von Hitler strikt abgelehnt. Die Westmächte geben nach und stimmen der Abtretung des Sudetengebiets zum 1. Oktober zu. Für die Regierung in Prag ist das Münchener Abkommen die "Wahl zwischen Ermordung und Selbstmord."
30.09.1938   Als England dann den "Anschluss" Österreichs hinnahm und im September 1938 auf der Münchner Konferenz mit Frankreich und Italien auch der Abtretung der Sudetengebiete an Deutschland zustimmte, verfügte Hitler über fast alle von ihm gewünschten strategischen Voraussetzungen zum Krieg gegen die Sowjetunion.
01.10.1938   Die Wehrmacht marschiert in das Sudetengebiet ein. Damit setzt die Auflösung der Tschechoslowakei ein: Einen Tag später wird einem polnischen Ultimatum entsprechend das Olsagebiet an Polen abgetreten. Kurz darauf tritt Präsident Beneš zurück. Die Slowaken ernennen eine eigene Teilregierung.
Okt. 1938   Im Oktober 1938 forderte Hitler von der polnischen Regierung erstmals die Überlassung Danzigs und eines schmalen Landstreifens durch Westpreußen ("Korridor"), auf dem eine Eisenbahn- und Autobahnverbindung gebaut werden sollte.
06.12.1938   Außenminister Ribbentrop unterzeichnet in Paris einen Nichtangriffsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich.
     
     
   
1939    
14.02.   In Hamburg läuft das Schlachtschiff "Bismarck" vom Stapel. Eine Woche später stellt Großbritannien das Schlachtschiff "King George V" in Dienst.
15.03.   Durch direkte Drohungen und unter Ausnutzung des tschechisch-slowakischen Gegensatzes gelingt Hitler die kampflose Besetzung der "Rest-Tschechei". Einen Tag zuvor war die Slowakei als selbständige Republik ausgerufen worden.
23.03.   Durch einen Vertrag mit Litauen wird das durch den Versailler Vertrag abgetretene und seit 1923 unter litauischer Verwaltung stehende Memelland wieder Bestandteil des Deutschen Reichs.
31.03.  

Weder die Briten noch die Franzosen waren an einer Eingliederung Polens in ihr Bündnissystem interessiert. Als Hitler von Polen Danzig und den Korridor forderte, waren sie erstmals dazu bereit, aber der Schutz Polens war nur zweitrangig; viel mehr wollte man Hitlers Vormachtstreben in Europa bremsen. Besonders die Briten wollten nicht für Polen in den Krieg ziehen, wie die Unterhaus-Rede des britischen Premierministers Arthur Neville Chamberlain vom 31. März 1939 beweist:
"Ihrer Meinung nach sollte es keine Frage geben, die nicht mit friedlichen Mitteln gelöst werden könnte, und sie könne keine Rechtfertigung dafür sehen, Gewalt oder Gewaltandrohung an die Stelle der Verhandlungsmethode zu setzen."

07.-08.04.   Italien überfällt Albanien und annektiert es nach der Flucht des Königs.
14.04.   US-Präsident Franklin D. Roosevelt fordert von Hitler und Benito Mussolini Nichtangriffsgarantien für 31 europäische Staaten.
28.04.   Am 28. April 1939 kündigte Hitler wegen einer englische und französische Garantieerklärung für Polen das deutsch-britische Flottenabkommen und den Freundschaftspakt mit Polen von 1934 und ließ nun den "Fall Weiß", den Überfall auf Polen, endgültig ausarbeiten.
19.05.   Frankreich schließt mit Polen einen geheimen Beistandspakt.
22.05.   Mit dem Stahlpakt vom 22. Mai 1939 schlossen Deutschland und Italien einen Bündnisvertrag. Der Pakt sah eine enge militärische Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Fall eines Angriffskriegs vor. Im Zweiten Weltkrieg unterstützte Deutschland den Verbündeten Italien militärisch im Rahmen des Balkanfeldzugs und des Afrikafeldzugs. Der Dreimächtepakt vom 27. September 1940 erweiterte die "Achse" um Tokio. Als Achsenmächte wurden im Krieg schließlich alle Verbündeten des Deutschen Reichs - Italien, Japan, Ungarn, Rumänien, Kroatien, Bulgarien, Slowakei, Finnland - bezeichnet.
26.05.   Die Westmächte Frankreich und Großbritannien bieten der Sowjetunion erstmals einen Pakt gegen Hitler an.
30.05.   Mussolini schließt in einem Brief an Hitler die Kriegsbereitschaft Italiens für die nächsten Jahre aus.
31.05.   Dänemark und das Deutsche Reich schließen einen Nichtangriffspakt.
07.06.   Das Deutsche Reich schließt mit Estland und Lettland Nichtangriffsabkommen.
24.07.   Nach langwierigen Verhandlungen einigen sich Frankreich und Großbritannien mit der Sowjetunion auf einen Beistandspakt, der auch für die baltischen Staaten gelten soll.
29.07.   Schon am 29. Juli 1939 begann Hitler, mit Stalin über einen Nichtangriffspakt zu verhandeln.
02.08.   Der in die USA emigrierte Albert Einstein warnt US-Päsident Roosevelt vor dem möglichen Bau einer Atombombe durch die Deutschen.
13.08.   Außenminister von Ribbentrop erklärt seinem italienischen Amtskollegen Graf Galeazzo Ciano, dass der Krieg gegen Polen unvermeidlich sei und vorbereitet werde.
21.08.   Die Verhandlungen der Westmächte mit der Sowjetunion werden ergebnislos abgebrochen. Polen weigert sich trotz westlichen Drucks, der Sowjetarmee im Falle eines Kriegs den Durchmarsch zu gestatten.
23.08.   In der Nacht vom 23. auf den 24. August 1939 unterzeichneten Ribbentrop, Stalin und Molotow den Nichtangriffspakt und das geheime Zusatzprotokoll, das bereits die Teilung Polens vorsah:
25.08.   Im Mai 1939 begannen Verhandlungen der polnischen Regierung mit dem französischen Generalstab über gegenseitige Militärhilfe im Kriegsfall. Frankreich verpflichtete sich zu Hilfeleistungen an Polen. Am 25. August wurde schließlich die britische Garantieerklärung zu einem britisch-polnischen Beistandsvertrag erweitert. Somit entstand eine Anti-Hitler-Koalition, und die Achsenmächte waren jetzt politisch völlig isoliert; diese Isolation wurde aber mit dem Abschluss des Hitler-Stalin-Pakts beendet.
Am Nachmittag gibt Hitler den Befehl zum Überfall auf Polen für den nächsten Tag. Wegen der italienischen Ablehnung eines Kriegseintritts und vor allem wegen der britischen Beistandsgarantie für Polen wird der Befehl am Abend widerrufen. Der deutsche Aufmarsch in den Grenzgebieten wird gestoppt.
30.08.   Polen ordnet die Generalmobilmachung an.
 
01.09.   Deutscher Überfall auf Polen. - Plötzlich, um 4.45 Uhr, zerreißt ein Donner die Luft: Die 'Schleswig-Holstein' eröffnet das Feuer... Der Zweite Weltkrieg hat begonnen. Ohne Kriegserklärung überfällt Hitler Polen.
Am 25. August 1939 lief das deutsche Linienschiff "Schleswig-Holstein" zu einem "Freundschaftsbesuch" in Danzig ein und fuhr am 31. August vor die Westerplatte, eine polnische Enklave im Danziger Hafen, auf der Waffen und Munition umgeschlagen und gelagert wurden. Am 1. September um 4.45 Uhr feuerte das Schiff die erste Salve auf die Westerplatte:

Hitler kam es in erster Linie auf die Vernichtung des polnischen Staates und auf dessen Eroberung an. Darüber hinaus wollte er die polnische Nation und vor allem das Judentum  liquidieren oder aus seiner Heimat vertreiben, um "Lebensraum" für das deutsche Volk zu gewinnen.
Die deutsche Luftwaffe fliegt bis zur polnischen Kapitulation schwere Bombenangriffe, die Tausende Ziviltote fordern und schwere Zerstörungen bewirken.

03.09.   Sofort nach dem Beginn des Überfalls warnten Frankreich und Großbritannien Hitler vor der Fortsetzung der Offensive und stellten ihm tags darauf ein Ultimatum, das am 3. September 1939 um 12 Uhr ablief. Da Hitler nicht reagierte, erklärten ihm beide Staaten den Krieg, nachdem ein letzter Vermittlungsversuch Mussolinis von Hitler nicht beantwortet wird. Die USA, Italien und Spanien erklären sich neutral.
Die deutsche Kriegsmarine beginnt den Seekrieg, der vor allem die Schiffsverbindungen Großbritanniens stören soll.
05.09.   Am 5. September überredete Hitler die slowakische Regierung zur Teilnahme am Polenfeldzug.
06.09.   Am 6. September marschierten französische Truppen ins südliche Saargebiet ein, aber diese "Offensive" war eher eine symbolische als eine strategisch notwendige Aktion.
Kapitulation der letzten polnischen Feldtruppen bei Kock und Lublin. Über 700000 Polen gehen in deutsche Kriegsgefangenschaft, 270000 in russische. Deutsche Verluste im Polenfeldzug: 10572 Tote, 3404 Vermisste und 30322 Verwundete
07.09.   Französische Truppen rücken in das Saarland ein. Die im Beistandspakt mit Polen vereinbarten Offensiven gegen die deutsche Westfront werden jedoch nicht durchgeführt. Dies erleichtert den deutschen Blitzkrieg gegen Polen.
12.09.   Auf der Konferenz von Abbéville (12. September) kam man schließlich zum Schluss, man könne den polnischen Streitkräften momentan nicht helfen. Also mussten die polnischen Soldaten alleine gegen eine Übermacht kämpfen. Hitlers Hoffnung, die Westmächte würden nicht militärisch eingreifen, erfüllte sich und verschaffte ihm einen raschen Sieg.
17.09.   Am 17. September 1939 um 3 Uhr früh erhielt der polnische Botschafter in Moskau, Wacław Grzybowski, von der sowjetischen Regierung eine provozierende Nachricht: .... "Auf Grund dieser Situation hat die sowjetische Regierung das Oberkommando der Roten Armee angewiesen, den Befehl zur Grenzüberschreitung zu erteilen."
Sowjetische Truppen marschieren in Polen ein. Die polnische Regierung flieht nach Rumänien.
28.10.   Nach einer Reihe von Verhandlungen wurde am 28. September in Moskau von Ribbentrop und Stalin ein "Freundschaftspakt" unterzeichnet, dem abermals ein Geheimprotokoll angeschlossen war. Darin wurde die Aufteilung Polens - die vierte innerhalb von 200 Jahren- nach der neuen Grenze fix verankert. Nun wurde die Sowjetunion für fast zwei Jahre der wichtigste Verbündete des Dritten Reichs.
06.10.   Kapitulation der letzten polnischen Truppenverbände. 123.000 polnische Soldaten waren gefallen und 133.700 verwundet. 911.000 Polen gerieten in Kriegsgefangenschaft; viele von ihnen starben später oder wurden ermordet. Die Wehrmacht beklagte 10.572 Tote, die Rote Armee nur 737. Polen wurde schließlich von den Nazis und den Sowjets aufgeteilt, aber eine Gesamtkapitulation wurde nie unterzeichnet.
n einer Rede vor dem Reichstag bietet Hitler den Westmächten einen Frieden an, der eine Revision des Versailler Vertrags vorsieht. Dies lehnen Frankreich und Großbritannien ab.
19.10.   Die französischen Truppen verlassen das von ihnen besetzte Gebiet im Saarland. An der deutschen Westfront bleibt es beim "Sitzkrieg".
04.11.   Die USA lockern ihre Neutralitätsbestimmungen und erlauben Krieg führenden Staaten auf Seiten der Alliierten den Kauf amerikanischer Waffen.
05.11.   Festsetzung des Angriffsbeginns im Westen auf den 12. November 1939. Der Termin wird bis zum 10. Mai 1940 neunundzwanzig mal verschoben.
23.11.   Der deutschen Militärführung erklärt Hitler seinen Willen zu einem Angriff im Westen und verschiebt damit den geplanten Überfall auf die Sowjetunion.
30.11.   Mit einer Armeeoffensive und mit Luftangriffen beginnt die Sowjetunion den Krieg gegen das neutrale Finnland.
14.12.   Hitler befiehlt die Planung für eine Eroberung Norwegens, um nicht von den schwedischen Erzlieferungen durch Norwegen abgeschnitten zu werden.
17.12.   In der Mündung des Río de la Plata versenkt sich das deutsche Panzerschiff "Admiral Graf Spee" wegen Schlachtschäden selbst.
27.12.   Die finnische Armee beginnt eine erfolgreiche Gegenoffensive. Finnland hat dem Angriff der Roten Armee bisher widerstanden.
28.12.   In Großbritannien wird der Lebensmittelverkauf rationiert.
     
     
   
1940 I    
08.01.   Mit zwei gewonnenen Schlachten gelingt es der finnischen Armee, den Vormarsch der sowjetischen Truppen zu stoppen.
01.02.   Die UdSSR versucht im finnischen Winterkrieg, das von Deutschland im deutsch-russischen Nichtangriffspakt zugestandene Terrain zu erobern, die Offensive scheitert. Zweite Offensive der russischen 7. Armee, welche die Finnen zum Rückzug auf Wiborg zwingt (11.-13.02).
11.02.   In Frankreich werden Planungen für eine Intervention in der Sowjetunion zur Zerstörung der Erdölzentren Baku und Batumi entworfen.
04.03.   Die deutsche Seekriegsleitung stoppt das Auslaufen weiterer U-Boote zwecks Verwendung bei der Unternehmung "Weserübung"
12.03.   Finnland und die Sowjetunion schließen einen Friedensvertrag, der den Finnen umfangreiche Gebietsabtretungen auferlegt.
02.04.   Hitler setzt den Termin für das Unternehmen "Weserübung" fest: 9. April
Italien ordnet die zivile Mobilmachung an. Damit können alle Einwohner ab dem 14. Lebensjahr zu Zivilverteidigungsaufgaben verpflichtet werden.
09.04.   Beginn der deutschen Operation "Weserübung" zur Eroberung von Dänemark und Norwegen.
Ohne Kriegserklärung marschiert die deutsche Wehrmacht in Dänemark und Norwegen ein. Dänemark kapituliert nach einem Tag, ohne ernsthaften Widerstand leisten zu können. Der norwegische König flieht aus Oslo in den Norden des Landes. Schweden erklärt seine Neutralität gegenüber dem deutschen Überfall.
14.04. Alliierte Truppen landen bei Narvik auf den norwegischen Lofoteninseln.
21.04. Auf einer Kundgebung in Rom gibt Mussolini mit der Parole "Arbeiten und Rüsten" den baldigen Kriegseintritt Italiens bekannt.
30.04. Zusammentreffen der von Oslo nach Norden und von Trondheim nach Süden vorstoßenden deutschen Truppen bei Dombaas. Die Niederlage der norwegischen Truppen und der gelandeten alliierten Truppen ist damit besiegelt.
10.05.   Die Westoffensive der deutschen Truppen beginnt mit dem Einmarsch in die neutralen Länder Niederlande, Belgien und Luxemburg. Eine Kriegserklärung gegen die BeNeLux-Staaten erfolgte nicht.
Vor allem wegen des Scheiterns seiner Appeasementpolitik gegenüber Hitler muss der britische Ministerpräsident Arthur Neville Chamberlain zurücktreten. Sein Nachfolger wird Winston Churchill.
11.05.   Die neue britische Regierung genehmigt die Bombardierung deutscher Städte.
Generalmobilmachung der Schweizer Armee
14.05.   Der Wehrmacht gelingt mit dem Durchbrechen der französischen Front bei Sedan die Abspaltung der französischen Truppen von Briten, Belgiern und Niederländern. Damit ist die Einkesselung der alliierten Truppen an der Nordseeküste möglich. Hitlers Planung einer offensiven Kriegführung im Westen (Operation "Sichelschnitt") hat sich als erfolgreich erwiesen.
15.05.   Die Niederlande kapitulierten. Verluste: 2890 Tote, 6899 Verwundete. Königin Wilhelmina bildet in London mit ihren Ministern ein Exilkabinett.
15.05.   Das Bomber Command eröffnet den strategischen Bombenkrieg gegen das Deutsche Reich mit dem Einsatz von 99 Maschinen, die Ziele in Westdeutschland bombardieren sollten.  Bis zum Jahresende werden die Luftangriffe kontinuierlich fortgesetzt.
24.05.   Wegen der deutschen Westoffensive beschließt Großbritannien, seine militärischen Operationen in Norwegen einzuschränken.
26.05.   Das britische Expeditionskorps zieht sich in die Küstenstadt Dünkirchen zurück. Die deutschen Panzerverbände erhielten vor der Einkesselung von Hitler den Haltebefehl. Die von Göring geplante Einschließung von der Seeseite aus durch die deutsche Luftwaffe erwies sich als undurchführbar. Von dort beginnt die Evakuierung von über 300.000 alliierten Soldaten über den Ärmelkanal. Neben dem Einsatz aller verfügbaren Boote und Schiffe durch die Briten gelingt die Absetzbewegung auch durch die vielfache Hilfe privater Bootsbesitzer.
28.05.   Belgien kapituliert. König Leopold III geht in deutsche Kriegsgefangenschaft. Belgiens Verluste: 7500 Tote und 15850 Verwundete.
29.05.   Arthur Seyß-Inquart wird zum Reichskommissar für die Niederlande ernannt.
03.06.   In dem Unternehmen "Paula" setzt die Luftwaffe 640 Bomber und 460 Jagdflugzeuge ein, um Paris sowie militärische und industrielle Ziel im Umfeld der französischen Hauptstadt anzugreifen.
04.06.   Der Kessel von Dünkirchen kapituliert. 338226 Engländer und Franzosen konnten über den Kanal nach England evakuiert werden.
05.06.   Beginn der "Schlacht um Frankreich".  Die Heeresgruppe B und die Panzergruppe  Kleist durchbrechen an der Somme die französische Front in Richtung auf die Seine.
07.-08.06.   Erster alliierter Bombenangriff auf Berlin: ein französischer Fernaufklärer wirft Bomben.
08.-10.06.   Räumung Narviks von alliierten Truppen, Kapitulation der norwegischen Streitkräfte.
10.06.   Italien erklärt Großbritannien und Frankreich den Krieg.
14.06.   Die Wehrmacht rückt in das zur "offenen Stadt" erklärte Paris ein.
15.-17.06.   Die Rote Armee besetzt die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.
18.06.   In London ruft General de Gaulle zur Fortführung des französischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung auf. Er erklärt die Gründung des "Nationalkomitees des Freien Frankreich".
22.06.   Abschluss der deutsch-französischen Waffenstillstands-Verhandlungen im Compiègne.
Zur Inszenierung der französischen Kapitulation wird in Compiègne der Eisenbahnwagen benutzt, in dem 1918 die Waffenstillstandsverhandlungen geführt worden sind.
25.06.   1.35 Uhr Waffenruhe in Frankreich. Deutsche Verluste: 27074 Tote, 111034 Verwundete. Französische Verluste: ca. 92000 Tote und 200000Verwundete. Englische Verluste:  68111 Tote und Verwundete.
28.06.   Italienische Flak schießt bei einem britischen Luftangriff auf Tobruk irrtümlich die Maschine des italienischen Gouverneurs in Libyen Marschall Balbos ab.
Mit der erzwungenen Abtretung rumänischer Gebiete setzt die Sowjetunion ihren Machtanspruch auf dem Balkan durch.
     
     
   
1940 II    
01.07.   Josef W. Stalin lehnt das Bündnisangebot Großbritanniens ab.
03.07.   Britischer Überfall auf einen Teil der französischen Flotte  in Mers-el-Kebir, um zu verhindern, dass die Schiffe in deutsche Hände fallen. 1147 Franzosen werden getötet.
10.07.   Deutsche Flugzeuge greifen erstmals mit stärkeren Kräften Ziele in Südengland an.
16.07.   In der "Weisung Nr. 16" befiehlt Hitler die Vorbereitung einer Invasion Englands (Unternehmen "Seelöwe").
19.07.   Hitler richtet ein "letztes Friedensangebot" an Großbritannien.
Aug.   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im August  mindestens 1.075 Zivilisten ihr Leben.
02.08.   Ein französisches Kriegsgericht verurteilt de Gaulle als Gründer des "Komitees Freies Frankreich" in Abwesenheit zum Tode.
05.08.   Ministerpräsident Churchill erlässt Anweisungen für den Kriegszustand, womit vor allem die Luftschutzmaßnahmen verstärkt werden sollen.
08.08.   Die britische Regierung schließt mit de Gaulle und dessen französischen Truppen ein Militärabkommen.
13.08.   Mit dem Unternehmen "Adlertag" eröffnet die Luftwaffe ihre verstärkten Angriffsoperationen gegen England, um die deutsche Invasion vorzubereiten. 
17.08.   Verhängung der Blockade  gegen England durch Deutschland. Italien folgt am 28. August.
25.08.   Nach einem irrtümlichen Bombenabwurf deutscher Maschinen auf London greift das Bomber Command mit 81 Flugzeugen erstmalig die Reichshauptstadt an.
02.09.   Für die Lieferung von 50 alten Zerstörern an Großbritannien erhalten die USA militärische Stützpunkte auf britischen Karibikinseln.
05.09.   65 deutsche Bomber unternehmen einen ersten Luftangriff auf Dockanlagen im Osten Londons.
07.09.   Schwerer deutscher Luftangriff auf London und britische Flugplätze. Es folgen 65 Tage lang deutsche Nachtangriffe auf London.
15.09.   Die schweren Verluste der Luftwaffe bei der "Battle of Britain" genannten Luftschlacht bedeuten praktisch die deutsche Niederlage im Kampf um die Luftherrschaft über England.
16.09.   In den USA wird erstmals die Wehrpflicht in Friedenszeiten eingeführt.
17.09.   Die geplante Invasion der britischen Insel wird von Hitler auf unbestimmte Zeit. verschoben. Nach einem Bericht des britischen Premier Churchill im Unterhaus sind in der ersten Monatshälfte etwa 2000 Zivilisten bei deutschen Luftangriffen getötet worden. 
19.09.   Die Vichy-Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs klagt den Ex-Ministerpräsidenten Daladier und dessen Kriegskabinett wegen der Niederlage an.
19.09.   Zwischen dem 6. und 19.9. haben Flugzeuge der deutschen Luftwaffe auf London insgesamt 5180 Tonnen Spreng- und 690 Tonnen Brandbomben abgeworfen.
27.09.   In Berlin unterzeichnen Deutschland, Italien und Japan das Dreimächteabkommen, das allen drei eine umfassende Expansion ermöglichen soll. Zugleich soll damit ein Kriegseintritt der USA verhindert werden.
27.09.   Zu den seinerzeit im Deutschen Reich ergriffenen zivilen Luftschutzmaßnahmen gehörte auch die durch einen „Führerbefehl“ Hitlers vom 27. September 1940 angeordnete „Landverschickung“ der Kinder und Jugendlichen aus den luftkriegsgefährdeten (Groß-)Städten.
Okt.   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im Oktober mindestens 6.334 Zivilisten ihr Leben, weitere 8.695 werden schwer verletzt.
10.10.   Hitler ordnet ein "Luftschutz-Sofortprogramm" zum Bau von "bombensicheren" Bunkern in 50 ausgewählten deutschen Städten an. Das so genannte "LS-Führerprogramm" muss bereits Ende 1941 weitgehend eingestellt werden, da die Versorgung mit Rohstoffen und Arbeitskräften für militärische Bauten ("Atlantikwall", "Führerhauptquartiere", U-Bootbunker) Priorität gegenüber Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung erhält.
26.10.   Die Umgruppierung des deutschen Heeres beginnt. Bis zum Jahresende werde 34 Divisionen  in Ostpreußen und dem Generalgouvernement stationiert.
28.10.   Italien erklärt Griechenland den Krieg und eröffnet von Albanien aus eine Offensive. Beginn des italienischen Angriffs auf Griechenland.
29.10.   Griechenland  wendet sich mit der Bitte um Hilfe  an England, worauf englische Truppen im Süden Griechenlands landen.
Nov.   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im November mindestens 4.588 Zivilisten ihr Leben, weitere 6.202 werden schwer verletzt.
04.11.   Hitler fasst den Entschluss, einen Entlastungsangriff über Ungarn, Rumänien und Bulgarien gegen Griechenland  zu unternehmen.
14.-15.11.   In der Operation "Mondscheinsonate" greifen über 440 deutsche Maschinen die Industriestadt Coventry an. In der Stadt entstehen schwere Verwüstungen, über 550 Menschen werden getötet.
16.-17.11.   Ein Luftangriff auf Hamburg bewirkt schwere Sachschäden im Hafenviertel und fordert 26 Todesopfer, die bisher höchste Zahl von Todesopfern nach einem britischen Bombardement. 
14.-22.11.   Griechenlands Gegenangriff wirft die italienischen Truppen auf albanisches Gebiet zurück.
20.11.   Ungarn tritt dem Dreimächtepakt bei.
24.11.   Die Vertreter der Slowakei unterzeichnen in Berlin den Beitritt zum Dreimächtepakt.
Dez.   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im Dezember mindestens 3.793 Zivilisten ihr Leben, weitere 5.244 werden schwer verletzt.
09.12.   Die britische Armee beginnt überraschend eine Gegenoffensive gegen die italienischen Truppen in Ägypten.
12.12.   In zwei Luftangriffen auf Sheffield am 12./13. und 15./16.12. werden mindestens 668 Menschen getötet und 512 weitere schwer verletzt. Etwa 75.000 Gebäude in der Stadt werden zerstört und beschädigt.
16.12.   Als "Vergeltung" für die Bombardierung von Coventry unternimmt das Bomber Command unter dem Decknamen "Abigail Rachel" mit über 140 Maschinen eine dreitägige Serie von Flächenangriffen auf Mannheim.
17.12.   In Nordafrika rückt die britische Armee in die italienischen Kolonien ein.
18.12.   Hitler zeichnet die "Weisung Nr. 21" (Unternehmen "Barbarossa") zur Vorbereitung eines Angriffs auf die Sowjetunion gegen.
19.12.   Italien bittet wegen der britischen Offensive in Libyen um Entsendung einer deutschen Panzerdivision.
20.-21.12.   504 deutsche Flugzeuge greifen Liverpool in zwei aufeinanderfolgenden Nächten an und werfen 485 t Sprengbomen und 1701 Brandschüttkästen. Im Hafen werden 20 Handelsschiffe  mit 122971 brt beschädigt.
29.12.   Durch einen Angriff von rund 130 Maschinen der Luftwaffe entstehen in London zahlreiche Großfeuer und Flächenbrände. Wieder finden Hunderte Einwohner den Tod.
     
     
   
1941 I    
Jänner   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im Januar mindestens 1.500 Zivilisten ihr Leben, weitere 2.012 werden schwer verletzt.
05.01. Die britische Armee erobert das libysche Bardia und nimmt 40.000 italienische Soldaten gefangen.
11.01.   Adolf Hitler befiehlt die Entsendung deutscher Truppen zur Unterstützung der italienischen Armee in Nordafrika.
19.01.   Hitler und Benito Mussolini beschließen, ihre bisherige Politik der getrennten Kriegführung aufzugeben und vor allem im Mittelmeerraum zu kooperieren.
19.01.   Britische Truppen beginnen eine Offensive zur Eroberung der italienischen Kolonie Abessinien (heute: Äthiopien).
22.01.   Das XIII. britische Korps erobert Tobruk. 225000 Italiener gehen in die Gefangenschaft. Die Engländer erobern 208 Geschütze und 87  Geschütze.
29.01.   Beginn englisch-amerikanischen Geheimverhandlungen über die gemeinsame Kriegsführung im  Falle eines amerikanischen  Kriegseintritts.
Februar   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im Februar mindestens 789 Zivilisten ihr Leben, weitere 1.068 werden schwer verletzt.
04.02.   Die deutschen Schlachtschiffe "Gneisenau" und "Scharnhorst" gelangen, von der britischen Marine unbemerkt, in den Atlantik. Sie versenken dort zahlreiche Handelsschiffe der Alliierten.
06.02.   Hitler befiehlt die Verlagerung der Kriegführung gegen Großbritannien auf den Handelskrieg.
08.-11.02   Eintreffen des ersten Geleitzugs mit deutschen Truppen in Tripolis. Nach der Niederlage italienischer Truppen in Tobruk greift die deutsche Wehrmacht mit dem am 18.2. gebildeten "Afrika Korps" in die Kämpfe auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz ein.
12.02.   Generalleutnant Erwin Rommel trifft in Libyen ein und übernimmt im Afrikafeldzug das Kommando über die Truppen.
27.02.   Das britische Parlament billigt mit großer Mehrheit die Politik Winston Churchills zur Fortführung des Kriegs.
28.02.   7.00 Beginn des  Brückenschlags über die Donau bei  Giurgiu als Vorbereitung des Einmarsches  deutscher Truppen in Bulgarien.
März   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im März mindestens 4.259 Zivilisten ihr Leben, weitere 5.557 werden schwer verletzt.
01.03.   Bulgarien tritt dem Dreimächtepakt bei. Daraufhin rücken deutsche Truppen am folgenden Tag in das Land ein.
01.-02.03.   Das RAF Bomber Command greift mit 100 Flugzeugen Köln an.
04.03.   Großbritannien beginnt mit der Stationierung von Truppen in Griechenland.
08.03.   Wegen der andauernden Proteste der Bevölkerung wird über Nordholland das Kriegsrecht verhängt.
09.03.   Die italienische Armee in Albanien beginnt eine neue Offensive gegen Griechenland, die jedoch in wenigen Tagen scheitert.
12.-13.03.   Angriffe des RAF auf Bremen und Hamburg.
15.03.   US-Präsident Franklin D. Roosevelt verspricht in einer Rede den europäischen Demokratien seine Hilfe.
24.03.   Das deutsche Afrika-Korps unter Rommel erobert die libysche Stadt El Agheila.
27.03.   Ein Staatsstreich der Armee in Jugoslawien bringt eine proalliierte Regierung an die Macht. Hitler befiehlt die Besetzung Jugoslawiens zusammen mit der geplanten Offensive gegen Griechenland. Mit antisemitischen Gesetzen ordnet Rumänien die Trennung der Juden von der übrigen Bevölkerung an.
31.03.   Zwischen dem 1.8.1940 und 31.3.1941 sind bei deutschen Luftangriffen rund 37.840 Tonnen Sprengbomben und 2.950.840 Brandschüttkästen abgeworfen worden. Mit einem Bombenabwurfgewicht von über 20.000 Tonnen führt London die "Erfolgsstatistik" der Luftwaffe an, gefolgt von Liverpool (2.400 Tonnen), Birmingham (2.000 Tonnen), Southampton (1.200 Tonnen), Bristol (1.000 Tonnen) und Coventry (900 Tonnen). 
April   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im April mindestens 6.065 Zivilisten ihr Leben, weitere 6.929 werden schwer verletzt.
05.04.   Die britische Armee erobert Addis Abeba, die Hauptstadt der italienischen Kolonie Abessinien.
06.04.   Die deutschen Truppen in Ungarn, Rumänien und Bulgarien beginnen den Überfall auf Griechenland und Jugoslawien. Deutscher Angriff auf Jugoslawien und Griechenland ohne Kriegserklärung. Die Bombardierung von Belgrad führt zu schweren Sachschäden und mehr als 1500 Todesopfern unter der Bevölkerung.
09.04.   Die deutsche Armee erobert das griechische Saloniki.
10.04.   Im italienisch und deutsch besetzten Zagreb wird der neue Staat Kroatien unter Führung der faschistischen Ustaschabewegung gegründet.
12.04.   Deutsche Einheiten nehmen die jugoslawische Hauptstadt Belgrad ein.
13.04.   Japan und die Sowjetunion schließen ein Neutralitätsabkommen.
17.04.   Die jugoslawische Armee kapituliert, am Monatsende ist das griechische Festland besetzt, der "Balkan-Feldzug" beendet. Durch den Balkankrieg, sowie den Krieg in Nordafrika verzögert sich der schon bereits seit Dezember 1940 generalstabsmäßig geplante Eroberungsfeldzug gegen die Sowjetunion.
24.04.   Die britische Armee beginnt ihren Rückzug aus Griechenland.
27.04.   Die deutsche Wehrmacht besetzt Athen.
01.-07.05.   In fünf Nächten werfen 625 deutsche Flugzeuge 805 t  Sprengbomben und 100 t Brandbomben auf Liverpool-Birkenhead. Im Hafen werden 18 Schiffe mit 35604 brt versenkt und 25 Schiffe mit 92964  brt beschädigt. Die Umschlagfähigkeit   sinkt auf ein Viertel ab.
02.05.   Mussolini propagiert die Annexion Sloweniens als italienische Provinz.
06.05.   Josef W. Stalin wird Vorsitzender des Rats der Volkskommissare und damit auch offiziell Regierungschef der Sowjetunion. Die amerikanische Regierung untersagt wegen der formellen Anerkennung der japanischen Expansion in Südostasien durch die Sowjetunion jeglichen Rüstungsgüterexport in die UdSSR.
08.-09.05.   317 britische Flugzeuge greifen Hamburg und Bremen an.
10.05.   Heß, Stellvertreter Hitlers in der NSDAP, fliegt nach Schottland, um mit der britischen Regierung über einen Friedensschluss zu verhandeln. Er wird als Kriegsgefangener interniert und kurz darauf von Hitler aus allen Parteiämtern entlassen.
10.-11.05.   Letzter schwerer Angriff der Luftwaffe auf London mit über 500 Maschinen. Es entstehen schwere Schäden, über 1.200 Menschen werden getötet. Insgesamt haben die deutschen Luftangriffe auf englische Städte bis zu diesem Zeitpunkt den Tod von mehr als 40.000 Menschen gefordert. Aufgrund der Vorbereitung für den Angriff auf die Sowjetunion wird die Angriffstätigkeit gegen Großbritannien weitgehend eingestellt. Danach wird ein Großteil der dt. Luftflotte nach Osten verlegt.
18.05.   Der Hauptteil der italienischen Streitkräfte in Ostafrika kapituliert vor der britischen Armee.
20.05.   Deutsche Fallschirmtruppen beginnen mit der Eroberung der von Großbritannien besetzten Mittelmeerinsel Kreta.
27.05.   US-Präsident Roosevelt verkündet den "Nationalen Notstand".
Das deutsche Schlachtschiff "Bismarck" wird im Atlantik von der britischen Flotte versenkt. Dabei sterben 2.000 Mann.
27.05.   Nach schweren Kämpfen zwischen deutschen und britisch-griechischen Kräften entscheidet sic die Lage auf Kreta zu Gunsten der deutschen Invasionstruppen. Die Engländer evakuieren 17000 Mann von der Insel.
30.05.   Abschluss der Besetzung des  griechischen Festlands einschließlich des Peloponnes. Insgesamt 223000 griechische und 21900  britische Soldaten gingen in Gefangenschaft. Deutsche Verluste während des Balkanfeldzuges: 2559 Tote, 5820 Verwundete und 3169 Vermisste.
20.05.   20.-27.5. - Luftlandeoperation deutscher Fallschirmjäger gegen die von britischen Truppen besetzten Insel Kreta. Ziel ist es, eine mögliche Luftbasis für die Bombardierung rumänischer Ölfelder zu erobern sowie gegenüber Großbritannien eine Hegemonialstellung im Mittelmeerraum zu gewinnen.
27.05.   Untergang des Schlachtschiffs Bismarck im Nordatlantik mit über 1200 Besatzungsmitgliedern nach heftigen Gefechten mit britischen Seestreitkräften. Die deutsche Kriegsmarine setzt nach dem Verlust ihres größten Schlachtschiffes fast vollständig auf den U-Bootkrieg. 
Juni   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im Juni mindestens 399 Zivilisten ihr Leben, weitere 461 werden schwer verletzt.
06.06.   "Kommissarbefehl" Hitlers zur Ermordung politischer Offiziere der "Roten Armee" bei ihrer Gefangennahme durch deutsche Truppen.
12.06.   Eine zusammengefasste Luftoperation von über 300 Maschinen gegen die wichtigen Eisenbahnknotenpunkte Hamm, Schwerte, Osnabrück und Soest führt zu keinen sichtbaren Ergebnissen, da die Angriffziele nicht getroffen werden. 
22.06.   Die deutsche Wehrmacht beginnt das Unternehmen "Barbarossa" gegen die Sowjetunion. Um 3.15 Uhr begann der deutsche Angriff auf die Sowjetunion  ohne Kriegserklärung. Rumänien und Italien nehmen am Feldzug teil und erklären Russland den Krieg. Im Gefolge der Wehrmacht befinden sich "Einsatzgruppen" des Sicherheitsdienstes der SS (SD), um Juden und "unerwünschte Elemente" im rückwärtigen Frontgebiet ermorden sollen.
26.06.   Finnland und Ungarn erklären der Sowjetunion den Krieg. Kriegserklärung Finnlands an  die UdSSR mit der Erklärung, durch sowjetische Luftangriffe auf finnische Städte sei der Kriegszustand faktisch schon eingetreten.
29.06.   Die sowjetische Regierung ruft den "Großen Vaterländischen Krieg" zur Verteidigung des Landes aus.
     
     
   
1941 II    
Juli   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im Juli mindestens 501 Zivilisten ihr Leben, weitere 447 werden schwer verletzt.
02.07.   Einheiten der SS ermorden bei einem Massaker in Lemberg 7.000 Menschen.
04.07.   Die Kommunistische Partei Jugoslawiens unter Führung von Josip Broz Tito beschließt einen Partisanenkrieg gegen die faschistische Besatzung.
08.07.   In der Doppelschlacht bei Bialystok und Minsk geraten über 320.000 sowjetische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft.
09.07.   In zwei erfolgreichen Kesselschlachten bei Bialystok und Minsk bricht ein Teil der sowjetischen Front zusammen. Über 300.000 Soldaten gehen in deutsche Kriegsgefangenschaft.
Der Staat Jugoslawien wird von der italienischen und deutschen Regierung für aufgelöst erklärt.
09.07.   Mit der "Transportation Directive" versucht das Bomber Command den Eisenbahnverkehr in Westdeutschland zu stören. Mit Hinweis auf die laufenden und geplanten Angriffe gegen Eisenbahnzentren sagt der britische Premier Winston Churchill dem sowjetischen Diktatur Joseph Stalin seine Unterstützung zu. Tatsächlich führen die Luftangriffe auf westdeutsche Bahnhöfe bis in das Frühjahr 1944 hinein zu keinen nennenswerten Störungen. 
10.07.   Die finnische Armee beginnt ihre Offensive in Nordrussland.
12.07.   Großbritannien und die Sowjetunion schließen ein Beistandsabkommen, das einen einseitigen Frieden mit dem Deutschen Reich nicht zulässt.
21.-22.07.   Erster deutscher  Luftangriff auf Moskau durch  rund 200 Bomber.
30.07.   Stalin empfängt den Sonderbeauftragten Roosevelts, Hopkins, der die Bereitschaft der USA ausdrückt,  der UdSSR Waffen zu liefern.
August   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im August mindestens 169 Zivilisten ihr Leben, weitere 136 werden schwer verletzt.
05.08.   Am Ende der Kesselschlacht von Smolensk befinden sich über 310.000 sowjetische Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft.
09.-12.08.   Auf der Atlantikkonferenz in der Bucht von Placentia (Newfoundland, Canada) prallen die unterschiedlichen Ansichten der westlichen Alliierten bezüglich der zukünftigen Kriegsführung gegen Deutschland aufeinander. Während Roosevelt einen Schlag aller Heereseinheiten vom Westen aus bevorzugt, plädiert Churchill dafür, Deutschland durch Blockade und durch Angriffe von der gesamten Peripherie sowie durch einen strategischen Bombenkrieg zu besiegen. Die "Atlantik-Charta", in der sich Churchill und Roosevelt zu gemeinsamen, allgemeinen Kriegszielen bekennen, wird am 14.8. veröffentlicht. 
11.08.   In Japan wird die Generalmobilmachung verkündet, nachdem sich der Konflikt mit den USA durch die japanische Expansion in Asien weiter verschärft.
12.-13.08.   Bei dem bisher schwersten Luftangriff auf Berlin werfen britische Bomber 82 t Bomben.
14.08.   US-Präsident Roosevelt und der britische Ministerpräsident Churchill verkünden die " Atlantik-Charta" mit Prinzipien für eine Nachkriegsordnung. Im amerikanischen Parlament wird die Verlängerung der Wehrdienstzeit um 18 Monate auf viereinhalb Jahre mit einer Stimme Mehrheit angenommen.
25.08.   Nach einer mehrmonatigen Vorbereitungszeit legt der zivile Angestellte des britischen Kriegskabinetts, Mr. Butt, eine detaillierte Studie über die Treffergenauigkeit der bisherigen Luftangriffe vor: der "Butt Report". Das Ergebnis dokumentiert den geringen "Erfolg" der bisherigen britischen Luftoffensive. In der Folge werden die Angriffe auf Einzelziele, wie Fabriken, Bahnhöfe und Depots, zu Gunsten von Flächenangriffen auf bebaute Stadtviertel eingestellt.
28.08.   Die sowjetische Regierung beschließt die Zwangsumsiedlung der Wolgadeutschen nach Sibirien. Auf ausdrücklichen Befehl Stalins wird der 1932 fertig gestellte Dnepr-Staudamm vor Ankunft der deutschen Armee gesprengt.
31.08.   Die deutsche Wehrmacht verzeichnet im "Ostfeldzug" bisher 84.354 getötete Soldaten, ca. 20.000 Vermisste und 292.680 Verwundete.
September   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im September mindestens 217 Zivilisten ihr Leben, weitere 269 werden schwer verletzt.
05.09.   Abschluss der Besetzung Estlands durch deutsche Truppen.
08.09.   Durch die Eroberung von Schlüsselburg (Petrokrepost) wird Leningrad (St. Petersburg) von der letzten Landverbindung abgeschnitten. Die Belagerung von Leningrad durch deutsche Truppen dauert bis Januar 1944 an, zwischen 800.000 und eine Million Einwohner finden während der Belagerung den Tod.
09.09.   Britische und kanadische Truppen besetzen die norwegische Inselgruppe Spitzbergen.
11.09.   US-Präsident Roosevelt befiehlt der Marine, deutsche und italienische Schiffe in amerikanischen Hoheitsgewässern sofort zu beschießen.
16.09.   OKW-Chef Wilhelm Keitel ordnet an, dass in den besetzten Gebieten für jeden getöteten deutschen Soldaten "die Todesstrafe für 50-100 Kommunisten als angemessen gelten" müsse.
22.09.   Zur Demonstration ihrer Bündnistreue lässt die britische Regierung alle in dieser Woche produzierten Panzer direkt in die Sowjetunion transportieren.
26.09.   Ende der Kesselschlacht von Kiew, über 660.000 sowjetische Soldaten geraten in deutsche Kriegsgefangenschaft.
29.-30.09.   In der Schlucht von Babi-Yar bei Kiew ermordet das Sonderkommando 4a der Einsatzgruppe C über 33.700 Menschen.
Oktober   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im Oktober mindestens 262 Zivilisten ihr Leben, weitere 361 werden schwer verletzt.
02.-20.10.   Beginn des Angriffs auf Moskau (Operation "Taifun"). In der Doppelschlacht bei Brjansk und Wjasma bereiten deutsche Truppen der sowjetischen Armee eine vernichtende Niederlage. Rund 670.000 sowjetische Soldaten geraten in Kriegsgefangenschaft. 
16.10.   Die 4. rumänische Armee besetzt mit Hilfe der Wehrmacht das von der Roten Armee geräumte Odessa.
19.10.   Stalin lässt in Moskau den Belagerungszustand ausrufen.
20.10.   Beginn der Planungen der japanischen Marine  für den Überfall   auf Pearl Harbour.
20.10.   Das in der Ukraine operierende Einsatzkommando 5 meldet bis zu diesem Datum die Exekution von insgesamt 15.110 Menschen. [Ereignismeldung Nr. 132 v. 12.11.1941]
26.-27.10   78 britische Flugzeuge werfen 103 t Bomben auf Hamburg.
30.10.   Die Belagerung der Hafenstadt Sewastopol auf der Krim durch die Wehrmacht beginnt.
November   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im November mindestens 89 Zivilisten ihr Leben, weitere 155 werden schwer verletzt.
07.-08.11.   Die RAF greift mit 400 Flugzeugen Deutschland an: Berlin, Mannheim, das Ruhrgebiet und Berlin werden bombardiert.
13.11.   Die USA beschließen die Bewaffnung von amerikanischen Handelsschiffen.
25.11.   US-Präsident Roosevelt bricht die Verhandlungen mit Japan über die Asienkrise ab.
Dezember   Durch deutsche Luftangriffe auf britische Städte verlieren im Dezember mindestens 34 Zivilisten ihr Leben, weitere 55 werden schwer verletzt.
01.12.   Zwischen dem 4.7. und 1.12.1941 sind vom Einsatzkommando 3 in Litauen mindestens 137.346 Menschen ermordetet worden. [Gesamtaufstellung der im Bereich des EK. 3 bis zum 1.12.1941 durchgeführten Exekutionen; Bundesarchiv - Zentrale Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, Ludwigsburg]
02.12.   Deutsche Truppen erreichen die Moskauer Vorstädte, werden von starken sowjetischen Verteidigungseinheiten jedoch am weiteren Vordringen gehindert.
05.12.   Die sowjetische "Kalininfront" unter  Generaloberst Konjew tritt zur Offensive an.
06.12.   Auf Drängen der Sowjets erklärt Großbritannien den Ländern Rumänien, Finnland und Ungarn den Krieg.
06.12.   Die sowjetische "Westfront" unter General Schukow tritt zur Offensive an.
07.12.  

Um 7.00 beginnt der Überfall der japanischen Marine auf den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbour.  19 Schiffe  werden versenkt   oder schwer beschädigt. 188 Flugzeuge werden zerstört, 2403 Offiziere und Mannschaften werden getötet, 1178 verwundet. Einen Tag darauf folgt die gegenseitige Kriegserklärung.

11.12.   Deutsche und italienische Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten von Amerika.
14.12.   Truppen der Wehrmacht müssen sich vor der vorrückenden Roten Armee aus der Stadt Kalinin zurückziehen.
19.12.   Hitler persönlich übernimmt die Führung des Oberkommandos des Heeres (OKH) und entlässt mehrere führende Militärs. Auslöser ist das Scheitern des seit Oktober laufenden Angriffs auf Moskau infolge des frühen Wintereinbruchs.
23.12.   Das Deutsche Afrika-Korps räumt Benghasi.
29.12.   Nach einer Offensive der Roten Armee müssen sich die deutschen Truppen von der Krim zurückziehen.
31.12.   Die deutsche Wehrmacht verzeichnet seit Beginn des "Unternehmen Barbarossa" rund 174.000 Tote, 36.000 Vermisste und 604.000 Verwundete.
     
     
   
1942 I    
01.01.   In Washington unterzeichnen 26 Staaten den "Pakt der Vereinten Nationen", der auf der " Atlantik-Charta" vom August 1941 beruht.
09.01.   Mit einer Offensive gelingt es der Roten Armee, die deutschen Heeresgruppen Nord und Mitte voneinander zu trennen.
11.-31.01.   Operation "Paukenschlag". Deutsche U-Boote versenken vor der Küste  der USA 49 Handelsschiffe mit 276173  brt.
12.01.   Rommel räumt mit dem DAK die Cyrenaika und zieht sich auf die Mersa-Brega-Stellung zurück.
20.01.   Auf der Wannsee-Konferenz wird die "Endlösung der Judenfrage" erörtert und die Grundlagen für den Mord an Millionen Menschen gelegt.
26.01.   In Nordirland treffen die ersten amerikanischen Truppen für den Einsatz in Europa ein.
29.01.   Das deutsche Kontingent in Nordafrika unter Erwin Rommel erobert mit einer Gegenoffensive die Stadt Bengasi.
03.02.   Deutscher Gegenangriff führt zur Einschließung der 33. sowjetischen Armee, des I. Garde-Kavallerie-Korps und des IV. Luftlande-Korps südöstlich  von Wjasma. Die Eingeschlossenen erliegen erst im April den deutschen Angriffen.
07.02.   Rommels Gegenangriff kommt vor Tobruk zum Stehen.
12.02.   Die deutschen Schlachtschiffe "Scharnhorst" und "Gneisenau" durchqueren unbemerkt von den britischen Streitkräften den Ärmelkanal. Wegen der andauernden Angriffe der Alliierten wurde die Verlegung der Großeinheiten von Brest (Westfrankreich) nach Wilhelmshaven angeordnet.
21.01.   Rommel greift mit dem DAK die britische 8. Armee zur Zurückgewinnung der Cyrenaika an.
22.02.   Auf einer Sitzung des britischen Verteidigungsausschusses erfolgt die Genehmigung von Flächenangriffen ("Area Bombing") auf Wohn- und Geschäftsvierteln deutscher Großstädte.
23.02.   Arthur Travers Harris übernimmt den Befehl über das britische Bomber Command.
02.03.   Die 50. sowjetische Armee versucht im Gegenangriff die Verbindung mit der von den Deutschen eingeschlossenen 33. Sowjetarmee herzustellen und zwingt dabei die 4. deutsche Armee zur Aufgabe von Juchnow.
03.-04.03.   235 britische Maschinen fliegen einen Einsatz gegen die Renault-Werke in Billancourt, die zu 40% zerstört werden. Über 340 französische Zivilisten fallen dem britischen Luftangriff zum Opfer. 
08.-09.03  

Mit einem Angriff auf Essen eröffnet das Bomber Command eine Serie von Flächenangriffen gegen diese Stadt im Ruhrgebiet, die als "Waffenschmiede des Reiches" galt. Mit Unterbrechungen werden die Luftangriffe auf Essen bis Juli des Jahres fortgesetzt. Die entstandenen Sachschäden und Personenverluste stehen allerdings in keinem "Verhältnis" zu der hohen Anzahl der eingesetzten Maschinen und Eigenverlusten des Bomber Command.

10.03.

 

Den französischen Truppen von General Charles de Gaulle gelingt der Vorstoß in das italienische Libyen.

13.03.   Auf der Halbinsel Kretsch beginnt der Angriff der sowjetischen "Krim-Front" gegen die deutsche 11. Armee.
23.-26.03.   Der britische Nachschubkonvoi MW10 für Malta wird von Maschinen des II. deutschen Fliegerkorps angegriffen, 4 Transporter mit 29244 brt wurden versenkt.
28.-29.03   Erster britischer Flächenangriff mit rund 230 Maschinen auf Lübeck. Die historische Altstadt wird durch den Massenabwurf von Brand- und Sprengmunition fast vollständig zerstört. Mindestens 312 Menschen finden den Tod. 
April   Beginn der Massendeportationen von Juden aus dem Deutschen Reich, später auch aus den von deutschen Truppen besetzten Ländern Westeuropas. Das bei der Deportation beschlagnahmte Eigentum wird unter anderem "Ausgebombten" und "Bombengeschädigten" in Deutschland zur Verfügung gestellt.
11.04.   Zur Entlastung der russischen Front kündigt der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt eine Offensive von US-Truppen an.
14.04.   Großbritannien und die USA einigen sich auf die Planung einer Invasion in Nordfrankreich für das Jahr 1943.
15.04.   Die Reste der Anfang Februar eingeschlossenen 33. sowjetischen Armee im Raum südlich Wjasma werden vernichtet.
17.04.   Ein Angriffsverband von 12 viermotorigen Lancaster-Bomber greift die MAN-Motorenwerke in Augsburg an, in denen Dieselmotoren u. a. für U-Boote gefertigt werden. Acht Maschinen bombardieren im Tiefflug die Stadt und die Werksanlagen.
18.04.   Mit Beginn der Tauwetterperiode kommen die Kampfhandlungen in Russland weitgehend zum Erliegen. Der deutsche Nachschub bricht fast völlig zusammen.
23.04.   23./24.-26./27.4. - Eine Serie von Flächenangriffen richtet sich in vier Nächten gegen Rostock, wo besonders in der letzten Angriffsnacht schwere Zerstörungen entstehen. Etwa 60% der bebauten Stadtfläche wird durch Feuer zerstört, mindestens 204 Menschen getötet.
25.04.   25./26.-26./27.4. - Die Luftwaffe fliegt mit über 240 Maschinen zwei Nachtangriffe auf die englische Stadt Bath, deren historische Altstadt schwer getroffen wird. Mehr als 400 Menschen werden getötet, über 850 schwer verletzt. Mit diesem Angriff beginnen die "Baedecker Raids" der Luftwaffe, die sich vor allem gegen kulturhistorisch bedeutsame Städte Englands richten.
03.-04.05.   Aus Anlass des 100-jährigen Jahrestags des "Großen Feuers" in Hamburg greift das Bomber Command die Hansestadt an, in der 54 Großfeuer entstehen und mindestens 77 Menschen getötet werden.
04.-08.05.   Seeschlacht im Korallenmeer zwischen amerikanischen und japanischen   Verbänden. Es  ist  die erste Trägerschlacht der Geschichte.
06.05.   Japanische Truppen erobern die Felseninsel Corregidor und schließen damit  die Eroberung der Philippinen ab.
10.05.   Der britische Ministerpräsident Churchill warnt in einer Rundfunkansprache die deutsche Armee vor dem Einsatz von Giftgas. Zuvor waren Gerüchte über ein solches Vorhaben in Russland bekannt geworden.
08.-18.05.   Die deutsche 11. Armee tritt an der Kretsch-Front zur Offensive zur Eroberung  der Halbinsel Krim an. Die 11. Armee  erobert Kretsch an der Ostspitze der Krim.
26.05.   Offensive der deutsch-italienischen Panzerarmee unter Rommel an der Ghsala-Front.
Der britische Außenminister Robert Anthony Eden und sein sowjetischer Amtskollege Wjatscheslaw M. Molotow unterzeichnen einen Bündnisvertrag beider Staaten gegen das Deutsche Reich.
28.05.   Abschluss der Kesselschlacht bei Charkow, bei der 239.306 sowjetische Kriegsgefangene in deutsche Hände fallen. 
28.05.   Mexiko erklärt Deutschland und Italien den Krieg.
30.-31.05.  

In der Operation "Millenium" greifen über 1000 Maschinen die Rheinmetropole Köln an. In der Stadt entstehen schwere Sachschäden, über 450 Menschen finden den Tod. Zwei weitere "1000-Bomber-Angriffe" in den folgenden Nächten gegen Essen und Bremen.

31.05.   Angriff der deutschen Luftwaffe auf Canterbury.
05.06.   Die USA erklären Rumänien, Ungarn und Bulgarien den Krieg.
07.06.   Beginn des deutschen Angriffs auf die Seefestung von Sewastopol auf der Halbinsel Krim. Bis zum 1.7. werden gegen die massiven Bunkeranlagen nicht nur schwere Luftangriffe geflogen, sondern auch Riesengeschütze eingesetzt. Rund 6.000 deutsche und 1.900 rumänische Soldaten finden den Tod, von der sowjetischen Besatzung überleben etwa 97.000 Soldaten, die in deutsche Kriegsgefangenschaft gelangen.
10.06.   Die  Panzerarmee in Afrika eroberte  Bir Hachim. Die Briten ziehen sich in Richtung auf die ägyptische Grenze zurück.
21.06.   Die  Panzerarmee in Afrika eroberte die Festung Tobruk. 33000 englische  und Commonwealth-Soldaten gingen in Gefangenschaft.
23.06.   Benito Mussolini stimmt dem Angriffsplan von Rommel zu, der mit deutschen und italienischen Einheiten in das britische Ägypten einrücken will. Mussolini reist nach Libyen, um sich auf seinen triumphalen Einzug in Kairo vorzubereiten.
25.06.   Generalmajor Dwight D. Eisenhower übernimmt den Oberbefehl über die amerikanischen Truppen in Europa.
27.06.   27./28.-28./29.6. - Zwei Bombenangriffe der Luftwaffe mit rund 100 Maschinen haben die englische Stadt Weston super Mare zum Ziel. Mindestens 102 Personen kommen ums Leben, weiter 400 werden schwer verletzt.
28.06.   Beginn der  deutschen Sommeroffensive an der Ostfront.  Die "Armeegruppe v. Weichs" trat um 2.15 Uhr aus dem Raum Kursk zum Angriff   auf die sowjetische Brjansker Front an.
30.06.   Der Nachschub der Panzerarmee in Afrika ist  erschöpft. Sie erreicht 100 km westlich von Alexandria die Enge bei El Alamein.
30.06.   Der amerikanische Kongress verabschiedet mit über 42 Milliarden Dollar den bisher größten Rüstungshaushalt der amerikanischen Geschichte.
     
     
   
1942 II    
01.07.   Die  11. deutsche Armee erobert die Seefestung Sewastopol.
03.07.   Generalfeldmarschall Erwin Rommel bricht den dreitägigen Versuch, durch die El-Alamein-Stellung der 8.britischen Armee zu brechen, ab.
04.07.   Nach Einnahme der Halbinsel Chersones ist die gesamte  Krim erobert.
06.07.   Die deutsche Wehrmacht erobert die russische Stadt Woronesh.
08.07.   Erste Operationsphase der deutschen Sommeroffensive ist abgeschlossen. Die sowjetische Front zwischen Don und Donez konnte in Wanken gebracht werden, es gelang aber   nicht, wesentliche Teile der Roten Armee zu vernichten.
12.07.   Abschluss der  Kampfhandlungen gegen den Wolchow-Kessel: 32759   Rotarmisten gingen in Gefangenschaft, darunter General  Wlassow.
13.07.   Die sowjetische Militärführung ordnet den Rückzug der Roten Armee auf die Wolga-Kaukasus-Linie an.
21.07.   21./22.-25./26.7. - Dreitägige Angriffsserie auf Duisburg, bei der die bisher schwersten Sachschäden und höchsten Personenverluste, mindestens 110 Menschen, entstehen.
29.-30.07.   Bei einem Flächenangriff auf Saarbrücken werden etwa 155 Menschen getötet und große Gebäudeschäden angerichtet.
07.-11.08.   Die  6. Armee unter General Paulus greift sowjetische Kräfte westlich Kalatsch an: sie macht 35000 Gefangene.
31.07.-01.08.   Ein Flächenangriff auf Düsseldorf fordert mindestens 279 Todesopfer in der rheinischen Verwaltungsmetropole sowie in Neuss. Etwa 484 Maschinen (von 630 eingesetzten Flugzeugen), darunter erstmalig auch über 100 viermotorige "Lancaster"-Bomber, werfen rund 900 Tonnen 
06.08.   US-Präsident Roosevelt ernennt General Eisenhower zum Oberbefehlshaber für die geplante alliierte Landung in Nordafrika.
19.08.   Auf Druck Stalins versuchen die Alliierten einen Landungsversuch bei Dieppe an der französischen Kanalküste, den die Wehrmacht abwehren kann.
19.08.   General Paulus gibt der  6. Armee den Befehl zum Angriff auf Stalingrad.
21.08.   Eine Gruppe des Gebirgsjäger-Regiments 39 hisst die Kriegsflagge auf dem Elbrus, dem höchsten Berg des Kaukasus.
23.08.   Eine italienische Kavallerieeinheit greift sowjetische Soldaten in der Nähe von Stalingrad (heute: Wolgograd) an. Es ist der letzte Einsatz von Reiterei in der Kriegsgeschichte.
25.08.   Für Stalingrad wird der Belagerungszustand erklärt.
30.08.   Beginn einer letzten Offensive der deutsch-italienischen Panzerarmee aus dem Südteil der El-Alamein-Front. Sie muß am 2. September abgebrochen werden.
03.09.   Deutsche  Truppenteile kämpfen bis auf  8 km an den Stadtrand von Stalingrad heran.
12.09.   U 156 versenkt  im Mittelatlantik den  britischen Truppentransporter "Laconia" mit 1800 italienischen Kriegsgefangenen an Bord. Bei der Rettung der Schiffsbrüchigen wird das U-Boot bombardiert. Daraufhin erlässt  Admiral Dönitz den Befehl, in Zukunft solche Rettungsaktionen zu unterlassen. ("Laconia-Befehl") 
13.09.   Der bisher größte alliierte Nachschubkonvoi für die Sowjetunion mit über 40 Frachtschiffen wird im Nordmeer von deutschen Verbänden angegriffen und erleidet schwere Verluste.
19.-20.09.   Die RAF greift München an, insgesamt 34 Zivilisten kommen ums Leben.
04.10.   Stalin kritisiert in einem Interview die mangelhafte Unterstützung der Sowjetunion durch die alliierte Kriegspolitik.
11.-12.10.   Seeschlacht bei Cape Esperance. Japanische Kreuzer  werden von amerikanischen Kreuzern bei Guadalcanal angegriffen, die Japaner verlieren 2 Schiffe.
23.10.   Die britische Gegenoffensive der britischen 8. Armee unter Montgomery gegen das deutsch besetzte Al Alamain beginnt.
03.11.   Hitler befiehlt dem Oberbefehlshaber der Truppen in Nordafrika Rommel: "Halten um jeden Preis."
04.11.   Rommel widersetzt sich dem "Halte-Befehl" Hitlers und zieht sich mit seinen Truppen weiter zurück.
07.-08.11.   Landung amerikanisch-englischer Truppen in Marokko und Algerien unter dem Oberbefehl von General Eisenhower.
10.11.   Während Hitler den französischen Ministerpräsidenten Laval zum Kampf gegen die Alliierten in Nordwestafrika bewegen will, verhandelt Staatschef Pétain geheim mit den Westmächten über einen Waffenstillstand.
10.11.   Nach schweren Kämpfen ist der deutschen 6. Armee unter Generalmajor Friedrich Paulus die Einnahme Stalingrads gelungen.
11.11.   7.00 Uhr überschreiten deutsche und italienische Truppen die im Waffenstillstandsvertrag festgelegte Demarkationslinie zum unbesetzten Frankreich der Vichy-Regierung.
13.11.   Tobruk wird von der britischen Armee erobert.
17.11.   Erste Kampfhandlungen zwischen den deutschen Truppen in Tunesien und den alliierten Verbänden 50 km westlich von Biserta.
19.11.   5.00 Uhr: Beginn der sowjetischen Gegenoffensive bei Stalingrad.
22.11.   Die sowjetischen Verbände schließen die 6. Armee und weitere deutsche und rumänische Verbände, insgesamt 250000 Mann, bei Stalingrad ein.
23.11.   Erster systematischer Bombenangriff der Briten auf Berlin.
25.11.   Beginn der Luftversorgung des Kessels von Stalingrad.
27.11.   Um die Übernahme der französischen Flotte durch die Alliierten zu verhindern, besetzten deutsche Panzertruppen den französischen Hafen Toulon. Die Kriegsflotte der Vichy-Regierung versenkt sich daraufhin selbst.
01.12.   Mussolini fordert von Hitler die Beendigung des Krieges gegen die Sowjetunion.
04.12.   Mit der Bombardierung Neapels fliegt die US-Luftwaffe die ersten Angriffe auf Italien. Die Alliierten wollen die Nachschubwege nach Nordafrika unterbrechen.
12.12.   Die Wehrmacht beginnt einen Entlastungsangriff gegen die sowjetische Einkreisung von Stalingrad.
16.12.   Beginn der Offensive der "Woronesch-Front". Der für die Versorgung Stalingrads wichtige Versorgungsflughafen Tazinskaja wird von der Roten Armee erobert. Die dort stationierten Versorgungsflugzeuge erhalten ihre Starterlaubnis erst, als Panzer auf sie feuern.
21.12.   Der Angriffsgruppe der 4. Panzerarmee gelingt es, bis  auf 48 km an den Kessel von Stalingrad  heranzukommen.  Hier scheitert der weitere Angriff am Widerstand der Russen.
22.-23.12.   Der Ausbruch der 6. Armee zur 4. Panzerarmee wird von Hitler verboten.
27.12.   Der gefangene sowjetische General Andrej A. Wlassow (1901-1946) beginnt die Ausbildung sowjetischer Kriegsgefangener für eine antikommunistische Armee.
28.12.   Die im Kaukasus stehende deutsche Heeresgruppe wird zurückgezogen, um eine Einschließung durch die vorrückende Rote Armee zu verhindern.
     
     
   
1943 I    
01.01.   Der Rückzug der Wehrmacht aus dem Kaukasus beginnt.
05.01.   Bulgarien sagt den Achsenmächten seine Unterstützung im Falle einer alliierten Offensive auf dem Balkan zu.
10.01.   Da Generaloberst Friedrich Paulus die Kapitulation der eingeschlossenen deutschen 6. Armee ablehnt, beginnt die Rote Armee die Eroberung von Stalingrad.
14.-24.01.   Auf der Konferenz von Casablanca beraten US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Ministerpräsident Winston Churchill über die Fortführung des Kriegs. Sie fordern eine bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Es wird die "Kombinierte Bomberoffensive" gegen das Deutsche Reich und seinen Satellitenstaaten beschlossen. Während die 8. USAAF vor allem Tagangriffe auf Industrie- und Verkehrsziele fliegen soll, bleiben nächtliche Flächenangriffe die Hauptaufgabe des Bomber Command der Royal Air Force.
18.01.   Der Roten Armee gelingt es, den deutschen Belagerungsring um Leningrad (heute: St. Petersburg) aufzubrechen.
19.01.   Rumänien schlägt Italiens Staatschef Benito Mussolini vor, im Namen der Verbündeten des Deutschen Reichs mit den Westalliierten Kontakt aufzunehmen.
20.01.   Die deutschen Truppen in Stalingrad werden durch russische Truppen in zwei Teile getrennt. Hitler verbietet die Kapitulation der verbleibenden Truppen.
20.01.   In Jugoslawien beginnt der Partisanenkrieg. Deutsche, italienische und kroatische Truppen versuchen, die Partisanen unter Tito zu vernichten. Diese können jedoch in die italienische Besatzungszone entkommen.
21.01.   Die deutschen und italienischen Verbände in Nordafrika ziehen sich nach Tripolis zurück.
25.01.   In Marseille findet eine Großrazzia statt, bei der 40.000 Menschen zur Deportation verhaftet werden.
25.01.   Die deutschen Truppen in Stalingrad werden in zwei Kessel getrennt.
31.01.   Gegen den ausdrücklichen Befehls Hitlers kapituliert der südliche Kessel von Stalingrad unter Generaloberst Paulus. Zuvor hatte Paulus auf Anweisung Hitlers jeglichen Versuch unterlassen, aus dem Kessel auszubrechen.
02.02.   Mit der Kapitulation der Nordtruppe unter General Strecker in Stalingrad gehen über 100.000 Soldaten in sowjetische Gefangenschaft.
10.02.   Die amerikanische Regierung erhöht in Betrieben, die für den Staat und die Kriegsproduktion arbeiten, die Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden.
14.02.   Um der Roten Armee nur "verbrannte Erde" zu hinterlassen, ordnet Hitler für den Rückzug der Wehrmacht im Osten die völlige Zerstörung an.
15.02.   Nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit werden im Deutschen Reich die ersten jugendlichen Luftwaffenhelfer "eingezogen".
16.02.   Sowjetische Einheiten beginnen die Eroberung Charkows (Ukraine).
18.02.   Im Berliner Sportpalast erklärt Dr. Joseph Goebbels den "Totalen Krieg". An der "Heimatfront" erfolgen daraufhin zahlreiche Maßnahmen, die das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben noch mehr einschränken.
21.02.   Die Geschwister Scholl und Christoph Probst werden als Angehörige der Münchener Widerstandsbewegung "Weiße Rose" zum Tode verurteilt und hingerichtet.
23.02.   Rommel fasst die verbleibenden deutschen und italienischen Truppen in Afrika zur Heeresgruppe Afrika zusammen. Der Versuch, den Kasserine-Pass nach Nordwesten zu überschreiten, misslingt.
01.-02.03.   Schwerer Luftangriff auf Berlin: 20000 Häuser werden  zerstört, 711 Personen kamen ums Leben.
02.03.   Die Sowjetunion lehnt die Forderung der polnischen Exilregierung ab, die gemeinsame Grenze von 1939 wiederherzustellen, und beansprucht das von ihr besetzte Gebiet.
04.03.   Ein kleiner Angriffsverband von 19 viermotorigen B-17 greift in den Vormittagstunden die Bahnanlagen von Hamm an. Es handelt sich um den ersten Luftangriff der 8. USAAF auf ein Ziel tief im deutschen Hinterland. In Hamm werden mindestens 150 Menschen getötet und der Personenbahnhof schwer beschädigt.
05.03.   5./6.3.-31.7. - Mit einem Angriff auf Essen eröffnet das Bomber Command die "Battle of the Ruhr", die erste umfassende Luftoffensive gegen das Deutsche Reich. Zwischen März und Juli 1943 werden zahlreiche Flächenangriffe auf Großstädte im Rheinland und im Ruhrgebiet geflogen. Rund 15000 Menschen sowie über  6000 Mitglieder britischer Bombercrews sind am Ende der Luftoffensive Todesopfer der Angriffe.
Die Stadt Essen wird als "Waffenschmiede" des Deutschen Reichs angesehen. In den weltbekannten Krupp-Werken werden Teile für Panzer, Kriegsschiffe und Flugzeuge sowie auch Geschütze und Artilleriemunition gefertigt. Während der "Battle of the Ruhr" kommt es zu zahlreichen schweren Flächenangriffen.
06.03.   Rommel versucht eine letzte vergebliche Offensive gegen die britische 8.Armee in Nordafrika
09.03.   Der inzwischen erfolglos kämpfende Rommel wird von seinem Kommando über die Heeresgruppe Afrika entbunden. Sein Nachfolger wird Generaloberst Hans-Jürgen von Arnim.
20.03.   Im Atlantik versenken deutsche U-Boote bei der größten Geleitzugschlacht des Kriegs 21 Schiffe der Alliierten.
01.04.   Bei dreitägigen Verhandlungen in Rom versucht der ungarische Ministerpräsident, den italienischen Staatschef Mussolini zu einem Seperatfriedensangebot zu bewegen.
07.04.   Mit dem Zusammentreffen britischer und amerikanischer Verbände beginnt die Einkesselung der deutsch-italienischen Truppen in Tunesien.
07.04.   Bei einem Besuch in Salzburg drängt Mussolini Hitler erneut zu einem Frieden mit der Sowjetunion.
13.04.   In Katyn (bei Smolensk) werden die Leichen von 4.000 polnischen Offizieren entdeckt, die 1940 von Sowjets ermordet worden sind. Zunächst hielt man deutsche Einheiten für das Massaker verantwortlich.
14.04.   Im Konzentrationslager (KZ) Sachsenhausen stirbt Josef W. Stalins ältester Sohn. Noch kurz zuvor hatte Stalin die Gefangennahme seines Sohns geleugnet.
18.04.   Mit der Anordnung zum Rücktransport endet der Einsatz italienischer Einheiten an der Ostfront.
19.04.   Mit einer alliierten Großoffensive beginnt der Endkampf in Tunesien.
05.05.   In Tunesien beginnen britische Streitkräfte mit ihrer letzten Offensive gegen die deutschen Panzerverbände.
07.05.   Mit der Einnahme von Tunis durch alliierte Truppen wird die deutsch-italienische Heeresgruppe Afrika in zwei Teile gespalten.
12.05.   US-Präsident Roosevelt stimmt der Ausweisung der Sudetendeutschen aus der "Tschechei" nach Kriegsende grundsätzlich zu.
13.05.   Die Heeresgruppe  Afrika kapituliert.
15.05.   Stalin lässt die Kommunistische Internationale (Komintern) auflösen, um sich der alliierten Unterstützung zu versichern.
16.-17.05.   In einer Spezialoperation, der Operation "Chastise" ["Züchtigung"], gelang es dem Bomber Command in der Nacht zum 17. Mai 1943 mit "Rollbomben" die massiv gebaute Staumauer der 1913 eingeweihten Möhne- und Edertalsperre zu zerstören. In den Wasserfluten im Möhne- und Ruhrtal finden mindestens 1500 Menschen den Tod, darunter Hunderte ausländischer Zwangsarbeiter. Die Staudämme werden bis Oktober 1943 von der Organisation Todt (OT) = militärisch organisierte Bautruppe wieder aufgebaut. Intention des Angriffs war die Vorstellung der Zielplaner, das Ruhrgebiet durch Wasser- und Energiemangel lahm zulegen sowie die Verkehrsverbindungen im Ruhrtal zu zerstören.
So verfügte die OT gegen Ende 1944 über 1.360.000 Arbeitskräfte, davon 14.000 "wehruntaugliche" Deutsche und 22.000 KZ-Häftlinge. Die restlichen Arbeitskräfte bestanden aus Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen. Infolge der brutalen Behandlung und Lagerbedingungen, die OT kooperierte eng mit der Gestapo und SS, erwies sich der OT-Arbeitseinsatz für die beschäftigten Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen als besonders hart und unmenschlich.
23.-24.05.   Über 960 britische Bomber fliegen auf Dortmund den bisher schwersten Luftangriff gegen eine deutsche Stadt. Über 600 Menschen finden den Tod. 
24.05.   Nach schweren Verlusten lässt der Oberbefehlshaber der Marine, Großadmiral Karl Dönitz, den U-Bootkrieg "vorläufig" einstellen. Tatsächlich werden die deutschen U-Boot bis Kriegende keine nennenswerte "Erfolge" mehr erzielen. Die "Wunderwaffen" der Kriegsmarine, Elektro-U-Boote mit leistungsstarken Akkumulatoren, kommen erst 1945 in geringen Stückzahlen zum Einsatz. Alliierte Bombenangriffe haben die Verkehrswege zu den Bauwerften unterbrochen und Zulieferbetriebe für Batterien und Motoren zerstört.
29.-30.05.   In Wuppertal entstehen nach einem Luftangriff von rund 650 britischen Flugzeugen auf den Stadtteil Barmen verheerende Flächenbrände, die sich teilweise zu einem "Feuersturm" entwickeln. Etwa 3400 Menschen finden den Tod. Ein weiterer Flächenangriff des Bomber Command am 24./25.6. bewirkt ähnlich umfangreiche Sachschäden im Stadtteil Elberfeld, wo rund 1800 Menschen getötet werden.
31.05.   Nach Verhandlungen mit dem französischen Befreiungskomitee schließen sich französische Kriegsschiffe, die im Hafen von Alexandria liegen, der alliierten Flotte an.
Juni   Schließung der Schulen in "luftgefährdeten" Städten des  Rheinlands und Ruhrgebiets: Beginn der erweiterten Kinderlandverschickung (KLV) und Verlegung ganzer Schulen in als "bombensicher" geltende Regionen, z.B. Südwestdeutschland, Bayern, Ostpreußen, Sudentenland, Böhmen und Mähren.
09.-10.06.   An der  Ostfront bombardieren 132 deutsche Bomber das Gummikombinat Jaroslawl.
10.06.   Die Westalliierten beginnen mit ihrer kombinierten Bomberoffensive gegen Deutschland. Die Briten bombardieren nachts, die Amerikaner tagsüber.
11.-12.06.   Bei  schweren Bombenangriffen werfen 693 britische Bomber 1968 t Bomben auf Düsseldorf.
     
     
   
1943 II    
05.07.   Die  Operation "Zitadelle" beginnt. Ziel ist die Einnahme der Stadt Kursk und damit die Einkesselung der im  Kursker Bogen stationierten russischen Verbände. Dies war die letzte große Offensive der Wehrmacht an der Ostfront. Sie muss bald darauf abgebrochen werden.
10.07.   Ohne auf großen Widerstand zu stoßen, landen amerikanische und britische Truppen auf Sizilien.
15.07.   Als Vergeltung für Partisanenangriffe verüben die Deutschen im polnischen Bezirk Bialystok Terrorakte: Dörfer werden zerstört, ihre Einwohner ermordet.
17.07.   Die Operation "Zitadelle" wird nach anfänglichen Erfolgen abgebrochen. Es war die letzte  Offensive der Wehrmacht  an der Ostfront.
19.07.   Bei Besprechungen mit Hitler in Feltre (Venetien) erfährt Mussolini vom ersten Bombenangriff der Alliierten auf Rom.
20.07.   Das Sprengstoffattentat auf Hitler scheitert. Die Widerständler aus bürgerlichen und militärischen Kreisen werden in den folgenden Monaten inhaftiert, in Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und in der Regel exekutiert.
22.07.   Amerikanische Einheiten marschieren in Palermo ein.
24.07.   Mussolini wird vom "Großen Faschistischen Rat" abgesetzt und einen Tag später auf Befehl von König Viktor Emanuel III. verhaftet.
24.07.   24./25.7.-3.8. - In der mehrtägigen Operation "Gomorrha" gegen Hamburg bombardieren britische und amerikanische Bomberverbände die Millionenstadt Hamburg. Rund 40000 Menschen finden in in einer "Feuersturmnacht" und bei den anderen Luftangriffen den Tod, etwa 900000 Personen werden "obdachlos".
27.07.   Der neue italienische Ministerpräsident Marschall Pietro Badoglio (1871-1956) löst die faschistische Partei und den "Großen Faschistischen Rat" auf. Am nächsten Tag erklärt Badoglio die Fortsetzung des Kriegs gegen die Alliierten.
30.07.   General de Gaulle bildet in Algier eine französische Exilregierung.
31.07.   Rom wird zur "offenen Stadt" erklärt.
01.08.   Einheiten der Wehrmacht überqueren die italienische Grenze und bereiten sich auf die Machtübernahme in Ober- und Mittelitalien vor.
12.08.   In Lissabon verhandeln italienische Vertreter mit den Alliierten über Waffenstillstandsbedingungen.
17.08.   Die Besetzung Siziliens durch die Alliierten ist abgeschlossen. Die letzten Truppen der Achsenmächte räumen Sizilien.
17.-18.08   596 Maschinen starten für einen Angriff (Operation "Hydra") auf die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde, um das damalige Entwicklungs- und Produktionszentrum von Raketenwaffen zu zerstören.
22.08.   Russische Verbände  umfassen die Stadt Charkow in der Ukraine, die am folgenden Tag erobert wird.
24.08.   Großbritannien und die USA erkennen das Nationalkomitee de Gaulles in Algier an.
03.09.   Italien und die Alliierten einigen sich auf einen zunächst geheim gehaltenen Waffenstillstand.
03.09.   Die 8. britische Armee landet in Kalabrien.
07.-09.09.   Die 17. deutsche Armee räumt den Kuban-Brückenkopf. 200000 Mann können mit ihrer Ausrüstung auf die Krim überführt werden. 
08.09.   General  Eisenhower gibt den Waffenstillstand mit Italien bekannt.
08.09.   Die deutsche Wehrmacht beginnt den Rückzug aus dem Donezbecken
09.09.   Ungarn einigt sich mit den Westmächten auf den Abschluss eines Waffenstillstands.
09.09.   Bei der Kapitulation der italienischen Verbände fallen den Partisanen Titos große Mengen an Waffen und Ausrüstung in die Hände.
Amerikanische Landung der 5. Armee bei Salerno auf dem italienischen Festland.
10.09.   Deutsche Truppen besetzen Rom und die Alpenpässe.
12.09.   Deutsche Fallschirmjäger befreien den gestürzten Mussolini aus seinem Gefängnis auf dem Gran Sasso und bringt ihn zu Hitler in die "Wolfsschanze" (bei Rastenburg/Ostpreußen).
13.09.   Französische Truppen de Gaulles landen auf Korsika.
18.09.   In einer Rundfunkansprache ruft Mussolini von München aus die "Soziale Republik Italien" mit einer faschistischen Gegenregierung aus.
21.09.   Die Wehrmacht berichtet über die erfolgreiche Entwaffnung italienischer Einheiten. Der Entwaffnung widersetzen sich in Griechenland viele Verbände, rund 4.000 italienische Soldaten werden von Deutschen getötet.
21.09.   Auf 80 km Breite geling der russischen "Zentral-Front" der Übergang über den Dnjepr und der Einbruch in die eben gebaute "Panther-Stellung".
22.09.   Schwerer britischer Luftangriff auf Hannover. 2357 t fallen auf Hannover.
24.09.   Smolensk wird von der Heeresgruppe Mitte aufgegeben.
01.10.   Die alliierten Truppen ziehen  in Neapel ein.
04.10.   Hitler will Italien auf der Linie Gaeta-Ortona verteidigen.
05.10.   Die Deutschen räumen die Insel Korsika.
06.10.   Aufhebung des Ausnahmezustands in Dänemark.
13.10.   Die italienische Regierung unter Marschall Badoglio erklärt dem Deutschen Reich den Krieg. Die Westmächte erkennen Italien als Verbündeten an.
14.10.   Bei einem Tagesangriff auf Schweinfurt gehen von 291 amerikanischen Bombern 77 verloren, 121 werden beschädigt. Herbstkrise der amerikanischen Tagesangriffe.
17.10.   Zum ersten Mal tauschen die Alliierten und das Deutsche Reich verletzte Kriegsgefangene aus.
19.10.   Bei einem Treffen der Außenminister der Sowjetunion, der USA und Großbritanniens in Moskau werden die Verurteilung des NS-Regimes durch einen internationalen Gerichtshof und Gebietsabtretungen des Deutschen Reichs beschlossen.
22.10.   In Italien wird die  15. USAAF zur Führung des strategischen Luftkriegs im Süden gebildet.
24.10.   Russischen  Truppen gelingt der Durchbruch bei Dnjepropetrowsk. Die deutsche  Verteidigung wird auf 150 km aufgerissen.
28.10.   Hitler stoppt die bereits befohlene Räumung der Krim. Die 17. Armee soll die Krim verteidigen.
01.11.   Ein sowjetischer Vorstoß zum Dnepr schneidet die deutschen Einheiten auf der Krim von den Landverbindungen ab.
03.11.   In seiner letzten strategischen Weisung an das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) ordnet Hitler die Konzentration auf die Verteidigung im Westen an.
06.11.   Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird von  der Roten Armee zurückerobert. Die Schlacht im Dnjepr-Bogen dauert an.
08.11.   In seiner letzten Rundfunkansprache fordert Hitler ein rigoroses Vorgehen gegen Defaitisten und Kriegsgegner.
18.11.-03.12.   Fünf schwere Luftangriffe auf Berlin, bei denen 2700 Personen ums Leben kamen.
27.11.-02.12.   Konferenz von Teheran. Stalin, Churchill und Roosevelt einigen sich über die Teilung Deutschlands nach dem Krieg.
29.11.   Josip Broz Tito wird vom Partisanenrat zum Führer des "Nationalkomitees zur Befreiung Jugoslawiens" ernannt.
06.12.   Auf Befehl Hitlers beginnt im Osten die Offensive zur Rückgewinnung von Shitomir.
13.12.   1462 amerikanische Bomber greifen Kiel, Bremen und Hamburg an.
15.12.   Während die Sowjetunion Titos Befreiungskomitee als jugoslawische Regierung anerkennt, ernennen die Westmächte Tito nur zum "gleichberechtigten alliierten Befehlshaber".
18.12.   Generalfeldmarschall Rommel beginnt mit der Besichtigung der Verteidigungsanlagen in Frankreich, Belgien und Holland.
24.12.   General Eisenhower wird Oberbefehlshaber für die geplante Invasion in Frankreich.
26.12.   Das deutsche Schlachtschiff  "Scharnhorst" wird bei dem Versuch, einen britischen Murmansk-Konvoi anzugreifen, von überlegenen gegnerischen Kräften versenkt.
30.12.   Die deutsche Front in der Ukraine wird an vielen Stellen von der vorrückenden Roten Armee durchbrochen.
     
     
   
1944 I    
08.01.   Ein faschistisches Sondergericht in Verona verurteilt fünf Faschistenführer zum Tode, die im Vorjahr am Sturz Benito Mussolinis beteiligt waren. Unter ihnen ist auch Mussolinis Schwiegersohn, Graf Galeazzo Ciano.
14.01.   Die Rote Armee beginnt eine Offensive gegen die deutsche Heeresgruppe in Nordrussland.
17.01.   Die Rote Armee eröffnet ihre Offensive zur  endgültigen Befreiung Leningrads.
20.01.   Die vorrückenden sowjetischen Truppen erobern Nowgorod (Nordrußland).
20.-21.01.   Unternehmen "Steinbock": Die deutsche Luftwaffe beginnt eine fünfmonatige Angriffsserie gegen britische Städte, darunter besonders auch London. Diese "Vergeltungsangriffe" werden in England in Anlehnung an die Bombardements 1940/1941als "Little Blitz" bezeichnet.
22.01.   Die 5. amerikanische Armee landet mit  70000 Mann bei Anzio südlich von Rom und bildet einen Brückenkopf im Rücken der deutschen Verteidigungslinie.
23.01.   Die bulgarische Hauptstadt Sofia ist wegen der alliierten Luftangriffe vollständig evakuiert.
27.-28.01.   1077 britische Bomber greifen Berlin an und werfen 3715 t Bomben.
28.01.   Die über 900 Tage andauernde deutsche Belagerung von Leningrad (heute: St. Petersburg) wird beendet.
08.02.   Die USA fordern Finnland ultimativ zur Aufnahme von Friedensverhandlungen auf.
08.02.   Die 6.deutsche Armee kann den Brückenkopf bei Nikopol nicht länger halten, da die Gefahr der Abschnürung durch die Rote Armee bestand.
15.02.   In Montecassino (Süditalien) wird das weltberühmte Benediktinerkloster aus dem 6. Jahrhundert durch einen Bombenangriff der Alliierten völlig zerstört.
16.02.   Die  Deutschen beginnen eine  Gegenoffensive gegen den Brückenkopf bei Anzio. Der Angriff bleibt nach  geringen Erfolgen stecken.
17.02.   Gegen den Befehl Hitlers beginnt auf Anweisung von Generalfeldmarschall Manstein der Ausbruch der deutschen Truppen aus dem Kessel von Tscherkassy (Südrussland). Von den 50.000 Soldaten gelingt 30.000 der Durchbruch nach Westen.
18.-19.02.   187 deutsche Flugzeuge greifen London an. 11 Bomber werden abgeschossen.
19.-20.02.   730  britische  Bomber greifen Leipzig an.
20.02.   Die groß angelegte Luftoffensive ("Big Week") der Alliierten gegen deutsche Industrie- und Rüstungseinrichtungen beginnt.
20.-25.02.   Die Amerikaner fliegen ununterbrochen Einsätze gegen  die deutsche Flugzeugindustrie. Dabei werden 3800 Flugzeuge der 8. und 15. USAAF eingesetzt.
22.02.   In einer Rede vor dem Parlament akzeptiert der britische Ministerpräsident Winston Churchill die von der Sowjetunion geforderte "Westverschiebung" Polens.
04.03.   Die sowjetische Frühjahrsoffensive beginnt. Sie führt zum Rückzug der Wehrmacht aus der Ukraine.
06.03.   Finnland beginnt Waffenstillstandsverhandlungen mit der Sowjetunion.
16.03.   Rumänien beginnt, mit den Alliierten über einen Waffenstillstand zu verhandeln.
20.03.   Die Rote Armee erobert die ukrainische Stadt Winniza mit Hitlers ehemaligem Hauptquartier.
02.04.   Die Rote Armee marschiert in Rumänien ein.
03.04.   Operation "Tungsten": Maschinen der britischen Flugzeugträger 'Victorious', 'Searcher', 'Pursuer' und 'Emperor' greifen das im norwegischen Kåfjord liegende deutsche Schlachtschiff 'Tirpiz' an. Bis Juli 1944 unternimmt die Royal Navy vier weitere Luftangriffe auf die 'Tirpiz'. Am 12.11.1944 wird das Schlachtschiff schließlich bei einem Bombardement mit großkalibrigen "Tallboy"-Sprengbomben durch 32 Lancaster-Maschinen versenkt.
05.04.   Die Alliierten beginnen von Italien aus mit ihrer Luftoffensive gegen die rumänischen Erdölgebiete.
07.04.   Sowjetische Einheiten beginnen die Rückeroberung der Halbinsel Krim.
10.04.   Die 6. Armee räumt Odessa. Konstanza wird zum Nachschubhafen für die auf der Krim abgeschnittene 17. deutsch-rumänische Armee.
12.04.   Hitler befiehlt, dass "Sewastopol auf die  Dauer zu halten ist".
18.-19.04.   Mit 125 Flugzeugen unternimmt die deutsche Luftwaffe den letzten großen Bomberangriff auf London.
22.04.   In den Abendstunden greifen über 700 Maschinen der 8. USAAF den Verschiebebahnhof Hamm an - den größten Rangierbahnhof Europas. Über 1500 Tonnen Sprengbomben zerstören nicht nur die Bahnanlagen und umliegenden Fabriken. Bei der Bombardierung werden über 300 Menschen getötet.
05.05.   Bei einem schweren  amerikanischen Luftangriff auf das rumänische Erdölgebiet werden 25000 t Treibstoff  zerstört.
09.05.   Die Rote Armee nimmt nach schweren Kämpfen die Bastion Sewastopol auf der Krim ein.
10.05.   Das OKW berichtet über die gezielte Überflutung von Teilen der Niederlande, die einen alliierten Vormarsch erschweren soll.
12.05.   Alliierte Luftangriffe auf die deutsche Synthetik-Treibstoff-Industrie.
14.05.   Der OKW  berichtet vom Verlust der Krim.
16.05.   Hitler ordnet den Beschuss von England mittels V-Waffen für Mitte Juni an.
18.05.   Die Truppen der Westmächte durchbrechen mit der Eroberung von Montecassino die deutsche Verteidigungslinie in Unteritalien und beginnen ihren Vormarsch auf Rom. Deutsche Truppen räumen ihre Stellungen bei Cassino/Süditalien.
23.05.   Einem Angriff von deutschen Luftlandetruppen auf sein Hauptquartier entgeht der jugoslawische Partisanenführer Tito knapp.
24.-25.05   Ermordung von 50 zuvor aus dem Stalag-Luft III in Sagan geflüchteten kriegsgefangenen Angehörigen der Royal Air Force durch die Gestapo mit Billigung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Hermann Göring.
30.05.   In seinem Rundschreiben "Volksjustiz gegen anglo-amerikanische Mörder" stellt Martin Bormann als Leiter der Partei-Kanzlei die Straffreiheit von Lynchmorde durch die Bevölkerung heraus.
04.06.   Die Alliierten marschieren in Rom ein. Sie hatten sich mit dem deutschen Oberbefehlshaber Albert Kesselring verständigt, auf Kampfhandlungen zu verzichten.
06.06.   Mit 6.000 Schiffen beginnt in der Normandie die Invasion der Alliierten, die Operation "Overlord", in der Normandie. In der Nacht waren bereits Fallschirmjäger im Hinterland abgesetzt worden. Die deutsche Luftwaffe bringt ganze zwei Maschinen über den Landungsraum zum Einsatz. Mit der Landung von 150.000 Soldaten werden mehrere Brückenköpfe gebildet. Auch wegen der Lufthoheit der 14.000 alliierten Bomber können die deutschen Einheiten keine entscheidende Abwehr leisten. Der deutsche Nachschub wird unterbunden.
08.06.   Die alliierten Truppen in der Normandie beginnen mit ihrem Vormarsch.
Die Wehrmacht räumt auf ihrem Rückzug in Italien die Toskana.
10.06.   Als Repressalie gegen Partisanentruppen äschern SS-Truppen das südfranzösische Dorf Oradour-sur-Glane ein. Der größte Teil der Bevölkerung wird dabei getötet.
12.-13.06.   Das Flak-Regiment 155 startet die erste Flugbombe Fiesler 103 "Kirschkern" ("Vergeltungswaffe 1" / V 1) gegen London. Von über 22.000 Flugbomben, die bis Ende März 1945 in Richtung England abgeschossen werden, erreichen etwa 5.500 englischen Boden. Ab Herbst 1944 bilden vor allem Antwerpen und Lüttich die Hauptziele für die V 1. Über 11.900 Flugbomben werden aus Holland und der Eifel sowie aus dem Sauer- und Siegerland in Richtung dieser beiden Städte gestartet. 
16.06.   Beginn der Angriffe von V-Waffen gegen England.
19.-20.06.   Russische Partisanen zerstören an mehr als 9500 Stellen Eisenbahnanlagen im Rücken der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront.
19.06.   Erstmals wird London mit der Flugbombenwaffe V1 beschossen.
21.06.   Die 8. US-Luftflotte greift mit etwa 2500 Flugzeugen Ziele im Raum Berlin und das Regierungsviertel an.
22.06.   Am dritten Jahrestag des deutschen Überfalls auf Russland eröffnet die Rote Armee ihre große Sommeroffensive im Mittelabschnitt der Ostfront. Innerhalb von zwei Wochen werden 25 deutsche Divisionen vernichtet und die Heeresgruppe Mitte zerschlagen.
30.06.   An den Brückenköpfen in der Normandie sind bereits 850.000 Soldaten und 148.000 Fahrzeuge der Alliierten gelandet.
     
     
   
1944 II    
03.07.   Die Kesselschlacht von Minsk endet mit der Eroberung der Stadt durch sowjetische Truppen.
08.07.   Die Reste der 4. deutschen Armee stellen ihren Widerstand im Kessel südöstlich von Minsk ein.
09.07   Die Stadt Caen in der Normandie wird nach schweren Kämpfen von Truppen der Westmächte eingenommen.
20.07.   Das Sprengstoffattentat auf Hitler scheitert. Die Widerständler aus bürgerlichen und militärischen Kreisen werden in den folgenden Monaten inhaftiert, in Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und in der Regel exekutiert.
23.07.   Die Rote Armee befreit das Vernichtungslager Majdanek bei Lublin, in dem über eineinhalb Millionen Menschen ermordet wurden.
24.-29.07.   Drei schwere Luftangriffe der RAF verwüsten die Innenstadt von Stuttgart. 898 Menschen starben, 1916 wurden verletzt.
31.07.   Durchbruch der Alliierten bei Avranches, die sich damit den Zugang zum restlichen Frankreich sichern. Die deutsche Front bricht zusammen.
01.08.   Polnischer Aufstand in Warschau. Die Aufständischen, die auf Hilfe und Entsatz durch die anrückenden russischen Truppen hoffen, werden von diesen im Stich gelassen, können den Deutschen aber bis zum 2. Oktober Widerstand leisten.
02.08.   Die Rote Armee überquert auf ihrem Vormarsch in Polen die Weichsel.
08.09.   Aus dem Raum Den Haag starten die ersten Fernraketen A 4 ("Vergeltungswaffe 2" / V 2) in Richtung London. Bis zum 27.3.1945 werden auf England und vor allem Belgien mit dem Hauptziel Antwerpen mehr als 3.000 Raketen abgeschossen. In und um London werden über 2.270 Menschen getötet, in Belgien finden durch deutsche Raketenwaffen mindestens 6.440 Personen den Tod. 
10.08.   Die Wehrmacht räumt Florenz.
15.08.   Alliierte Truppen landen zwischen Cannes und Toulon an der südfranzösischen Küste. Sie stoßen auf keinen deutschen Widerstand.
21.08.   Auf einer Konferenz in Washington beschließen die USA, China, Großbritannien und Frankreich die Gründung der Vereinten Nationen als Ersatz für den Völkerbund.
23.08.   In Rumänien wird Staatschef Antonescu gestürzt. Zwei Tage später folgt die Kriegserklärung an Deutschland.
24.08.   Die 6. deutsche Armee wird südwestlich von Kischinew von der Roten Armee eingekesselt.
25.08.   Truppen de Gaulles und alliierte Verbände marschieren kampflos in Paris ein. Kurz darauf nimmt die provisorische Regierung unter de Gaulle ihre Arbeit auf.
31.08.   Die Rote Armee rückt in die rumänische Hauptstadt Bukarest ein.
01.09.   Beginn des amerikanischen Angriffs auf die Festung Brest.
02.09.   Um den Vormarsch der alliierten Truppen zu stoppen, werden große Gebiete Belgiens und der Niederlande von den Deutschen überflutet.
02.09.   Finnland stellt den Kampf gegen die Rote Armee ein.
03.09.   Die belgische Hauptstadt Brüssel wird von den Westmächten eingenommen.
05.09.   Russland erklärt Bulgarien den Krieg. Zwei Tage später muss das Land kapitulieren.
08.09.   Nach dem Einmarsch der Roten Armee erklärt Bulgarien dem Deutschen Reich den Krieg.
08.09.   Erstmals wird die von Wernher Freiherr von Braun entwickelte V2-Rakete zum Angriff auf London eingesetzt.
11.09.   Die US-Armee erreicht bei Trier die deutsche Grenze.
11.-12.09.   Darmstadt wird von einem schweren Luftangriff durch die RAF zerstört, 12000 Menschen starben.
12.09.   Rumänien schließt mit der Sowjetunion und den Westmächten einen Waffenstillstand.
12.09.   In London veröffentlichen die USA, Großbritannien und die Sowjetunion eine Erklärung über die beabsichtigte Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen.
15.09.   Sowjetische Einheiten marschieren in die bulgarische Hauptstadt Sofia ein.
17.09.   Mit der größten Luftlandeaktion des Weltkriegs setzen die Alliierten 35.000 Mann hinter der deutschen Westfront in den Niederlanden ab. Die geplante Besetzung von Rheinübergängen durch die Alliierten schlägt jedoch fehl.
19.09.   Finnland schließt ein Waffenstillstandsabkommen mit der Sowjetunion.
28.09.   Von Rumänien und Bulgarien aus dringt die Rote Armee auf Belgrad vor.
03.10.   Hitler befiehlt den Rückzug der Wehrmacht aus Griechenland.
05.10.   Die Engländer landen in Griechenland.
06.10.   Die Rote Armee marschiert in Ungarn ein.
08.10.   Amerikanische Einheiten beginnen mit der Einschließung der Stadt Aachen.
12.10.   Französische Truppen erobern die Stadt Bordeaux.
12.10.   Die Engländer ziehen in Athen ein.
15.10.   Der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy (1868-1957) verkündet einen Waffenstillstand mit den sowjetischen Truppen. Daraufhin besetzen Wehrmachtseinheiten Budapest.
16.10.   Die Rote Armee dringt in Ostpreußen ein.
20.10.   Die jugoslawische Hauptstadt Belgrad wird von sowjetischen und von Partisaneneinheiten erobert.
22.-25.10.   Seeschlacht von Leyte. Die japanische Marine versucht, die Amerikaner bei ihrer Landung auf den Philippinen zu hindern. Die japanische Marine verliert drei Schlachtschiffe, vier Flugzeugträger, 6 schwere und 3 leichte Kreuzer und ist faktisch vernichtet.
28.10.   Bulgarien schließt einen Waffenstillstand mit den Westmächten und mit der Sowjetunion. Zugleich erklärt Bulgarien seinen Beitritt zum Krieg gegen Deutschland.
November   Die alliierten Luftangriffe bewirken vor allem in Westdeutschland die völlige Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlagen und des Alltagslebens der Bevölkerung.
04.11.   Die 8. USAAF wirft 1030 t Bomben auf Treibstofflager in Hamburg.
05.11.   Deutsche Truppen erobern die ostpreußische Stadt Goldap zurück.
12.11.   Britische Bomber versenken das deutsche Schlachtschiff "Tirpitz" in Norwegen.
22.11.   Amerikanische Einheiten erobern Metz.
23.11.   Amerikanische Truppen erobern Straßburg und erreichen damit den Rhein.
26.11.   Amerikanische Bomber greifen Eisenbahnanlagen bei Paderborn, Bielefeld, Hamm, Osnabrück, Hannover und Gütersloh an.
03.12.   In Griechenland bricht ein Bürgerkrieg aus, da sich die kommunistischen Widerstandsgruppen nicht entwaffnen lassen wollen.
07.12.   Britische Truppen beginnen ihre Unterstützung der sozialdemokratischen Regierung in Griechenland im Kampf gegen die kommunistische Befreiungsarmee.
08.12.   Die Rote Armee beginnt ihre Offensive zur Einkesselung von Budapest.
16.12.   Beginn des deutschen Unternehmens "Wacht am Rhein" in den belgischen Ardennen zur Rückeroberung des belgischen Nachschubhafens Antwerpen. Bereits am 24.12. stoppen alliierte Truppen den anfänglich schnellen deutschen Vormarsch durch den massiven Einsatz ihrer Luftstreitkräfte. 
24.12.   Die ungarische Hauptstadt Budapest ist von der Roten Armee eingekesselt.
25.12.   Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt erklärt die Ardennenoffensive für gescheitert. Hitler befiehlt jedoch deren Fortsetzung.
     
     
   
1945 I    
01.01.   "Unternehmen Bodenplatte": Die deutsche Luftwaffe greift bei einem letzten Großeinsatz alliierte Flugplätze in Frankreich und Belgien an. Über 430 alliierte Maschinen werden zerstört, mehr als 270 deutsche Flugzeuge kehren von diesem Einsatz nicht zurück. 
11.01.   In Griechenland einigen sich die britische Armee und die kommunistische Befreiungsarmee auf einen Waffenstillstand.
12.01.   Beginn der großen russischen Winteroffensive im Mittelabschnitt der Ostfront. Innerhalb von zwei Wochen stoßen die Russen an die Oder vor.
17.01.   Die letzten deutschen Einheiten in Warschau kapitulieren vor polnischen Truppen.
20.01.   Ungarn schließt mit der Sowjetunion einen Waffenstillstand und tritt in den Krieg gegen das Deutsche Reich ein.
23.01.   Die Kriegsmarine beginnt die Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus Ostpreußen auf dem Seeweg. Damit soll möglichst vielen Deutschen die Flucht vor der auf Berlin vorrückenden Roten Armee ermöglicht werden. Zwei bis drei Millionen Menschen gelangen auf diese Weise in den Westen.
30.01.   Das ehemalige KdF-Schiff "Wilhelm Gustloff" wird von einem russischen U-Boot torpediert und versenkt. Von den eingeschifften Flüchtlingen kommen 5200 im eiskalten Wasser ums Leben.
03.02.   Schwerer amerikanischer Luftangriff auf Berlin, bei dem etwa 22000 Menschen starben.
04.02.   Die Amerikaner besetzten die von den Japanern geräumte Hauptstadt der Philippinnen Manila.
04.-11.02.   Der sowjetische Partei- und Regierungschef Josef W. Stalin, der britische Premierminister Winston Churchill und US-Präsident Roosevelt treffen sich auf der Konferenz von Jalta, auf der Frankreich als gleichberechtigte Besatzungsmacht anerkannt wird.
10.02.   Die deutsche Besatzung in Budapest kapituliert vor der Roten Armee.
13.-14.02.   Zwei britische Flächenangriffe und zwei Bombardierungen der 8. USAAF zerstören die vom Luftkrieg bisher kaum berührte sächsische Metropole Dresden.  Da zahllose Flüchtlinge aus dem Osten durch Dresden ziehen, wird die Zahl der Opfer in den Flächenbränden und Feuerstürmen auf mindestens 35.000 geschätzt. Der militärische Nutzen der Bombardierung ist umstritten; Dresden liegt weder im direkten Kampfgebiet, noch ist die Stadt industriell, verkehrstechnisch oder militärisch bedeutsam.. Die barocke Altstand versinkt in Schutt und Asche.
23.02.   Die britischen Einheiten beginnen an der Westfront eine Offensive, um die Wehrmacht bis zum rechten Rheinufer zurückzudrängen.
23.-24.02.   Über 360 Maschinen des Bomber Command fliegen einen Flächenangriff auf Pforzheim. In der Innenstadt werden 80% der Wohn- und Gewerbeflächen zerstört, den Bevölkerungsverlust schätzte man nach dem Angriff auf 17.000 Menschen oder ein Drittel der Stadtbevölkerung geschätzt.
25.02.   Der südwestfälische Gauleiter und Reichsverteidigungskommissar Albert Hoffmann erlässt einen Befehl zur Billigung von Lynchjustiz gegen alliierte Jagdbomber-Piloten.
28.02.   28.2.-20.3. - Im "Ruhrabriegelungs-Programm" (Interdiction of the Ruhr) fliegen die strategischen und taktischen Luftstreifkräfte der Westalliierten kontinuierliche Tag- und Nachtangriffe auf den westdeutschen Raum.
03.03.   Finnland erklärt rückwirkend dem Deutschen Reich den Krieg.
06.03.   Die Alliierten haben den "Westwall" in seiner gesamten Ausdehnung überschritten.
06.03.   Letzte deutsche Offensive in Ungarn. Sie scheitert nach wenigen Tagen.
07.03.   Durch ihren schnellen Vormarsch können amerikanische Einheiten bei Remagen eine unzerstörte Eisenbahnbrücke über den Rhein besetzen. Köln wird von den Alliierten besetzt.
09.-10.03.   Mit einem Angriff von 298 B-29 "Superfortresses" auf Tokio beginnt die 9. Bombardement Group der USAAF massive Brandbombenangriffe auf die Wohnviertel in japanischen Städten. In der japanischen Hauptstadt entstehen riesige Flächenbrände, mindestens 83.000 Menschen finden den Tod. In den folgenden drei Wochen werfen B-29 über 9.300 Tonnen Brandbomben (vor allem das Benzingemisch Napalm) auf Tokio, Osaka, Kobe und Nagoja ab, die Hunderttausende Tote unter der Bevölkerung fordern. 
10.03.   In der Operation "Bugle" fliegen über 2.000 Maschinen der strategischen und taktischen Luftstreitkräfte der USAAF schwere Bombardements auf Ziel in und im Umkreis des Ruhrgebiets, z.B. auf Dortmund, Hagen, Schwerte, Recklinghausen und Bielefeld. Der Bahnverkehr kommt fast vollständig zum Erliegen.
11.03.   Ein Angriff des Bomber Command auf Essen bewirkt schwere Zerstörungen und den Tod von rund 850 Menschen.
12.03.   Über 1.100 britische Maschinen bombardieren Dortmund mit über 4.800 Tonnen Spreng- und Minenbomben. Es handele sich um den schwersten Luftangriff auf dem europäischen Kriegsschauplatz, rund 890 Menschen finden den Tod. Die 8. USAAF greift mit über 650 Maschinen den Verschiebebahnhof und die Hafenanlagen in Swinemünde an. Der Angriff fordert nach seriösen Forschungen etwa 4.000-5.000 Todesopfer.
13.03.   Russischer Großangriff in Ostpreußen. Königsberg wird eingeschlossen.
13.03.   Das Bomber Command greift erstmalig mit "Erdbebenbomben", die zehn bzw. sechs Tonnen schweren 'Grand Slam' und 'Tallboy', die Eisenbahnviadukte bei Bielefeld und Arnsberg an. Beide Brücken werden bis zum 20.3. zerstört. 
14.03.   Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop versucht, Verhandlungen mit den Westmächten über einen Seperatfrieden einzuleiten.
18.03.   Beim bisher schwersten Luftangriff auf Berlin werfen amerikanische Bomber über 4000 t Bomben ab.
Die RAF greift Potsdam an, 5000 Menschen starben.
19.03.   Mit dem "Verbrannte-Erde-Befehl" ordnet Hitler nun auch für die Westfront die Zerstörung aller Industrie- und Versorgungseinrichtungen beim Rückzug an, um nur "verbrannte Erde" zurückzulassen.
23.-24.03.   Rheinübergang von britisch-kanadischen und US-amerikanischen Truppen. Mit der Operation "Varsity" führen die Alliierten am 24.3. das bisher größte Luftlandeunternehmen der Kriegsgeschichte durch. Bodentruppen setzen in der Operation "Plunder" über den Rhein. Den Angriffen gehen umfangreiche Bombardierungen auf den rechtsrheinischen Raum voraus.
31.03.   Als Oberbefehlshaber stoppt General Dwight D. Eisenhower den Vormarsch der alliierten Truppen in Richtung Berlin, um die Eroberung Berlins der Roten Armee zu überlassen. Der britische Ministerpräsident Churchill kritisiert diese Entscheidung. Er sieht in der Eroberung Berlins ein Faustpfand für die Nachkriegszeit.
01.04.   Landung der Amerikaner auf Okinawa.
07.04.   Das Superschlachtschiff Yamato wird von amerikanischen Flugzeugen versenkt.
12.04.   US-Präsident Roosevelt stirbt in Warm Springs (Georgia/USA) an einer Gehirnblutung. Als sein Nachfolger wird am gleichen Tag Harry S. Truman vereidigt.
16.04.   Sowjetischen Einheiten gelingt der Durchbruch durch die deutsche Verteidigungslinie an der Oder. Beginn der sowjetischen Bodenoffensive in Richtung Berlin.
17.04.   Zusammenbruch der deutschen Verteidigung im östlichen Teil des "Ruhrkessels". Hunderttausende deutsche Soldaten und Angehörige des "Volkssturms" gehen in Kriegsgefangenschaft, Tausende Soldaten sind seit März 1945 im Rheinland und Ruhrgebiet bei "Endkämpfen" ums Leben gekommen. Der westliche Teil des Kessels im Raum Düsseldorf kapituliert am vier Tage später.
18.04.   Magdeburg wird von den Amerikanern erobert.
19.04.   Die Amerikaner erobern Leipzig.
Die 2. britische Armee erreicht bei Lauenburg die Elbe.
20.04.   Deutsche Besatzungstruppen sprengen Nordseedeiche in den Niederlanden und verursachen damit weitere schwere Überflutungen.
21.04.   Die "Rote Armee" erreicht die Vororte der Reichshauptstadt und beginnt mit dem Artilleriebeschuss Berlins. Sowjetische Schlacht- und Kampfflieger unternehmen bis zur Kapitulation der Stadt pausenlose Luftangriffe.
21.04.   Die Amerikaner erobern das oberitalienische Bologna.
22.04.   Französische Truppen nehmen Stuttgart ein.
25.04.   Bei Torgau an der Elbe treffen amerikanische und russische Truppen aufeinander.
25.04.   In Mailand scheitern Benito Mussolinis Verhandlungen mit Partisanenführern über eine Machtübergabe. Daraufhin versucht Mussolini, nach Deutschland zu fliehen.
28.04.   Nach seiner Gefangennahme durch die Partisanen wird Mussolini in Giuliano di Mezzegra am Comer See erschossen.
29.04.   In Caserta (Italien) wird die Kapitulation der Heeresgruppe C gegenüber den alliierten Streitkräften unterzeichnet. Die Kapitulation Deutschlands an der Südfront führte zum Einstellen der Luftangriffe der 15th USAAF per 29.April 1945.
29.04.   Hitler verfasst sein Testament und bestimmt Großadmiral Karl Dönitz zu seinem Nachfolger als Reichspräsident.
30.04.   Hitler begeht in seinem Berliner Führerbunker Selbstmord. Auch Eva Braun, die er einen Tag zuvor heiratete, nimmt sich mit einer Giftkapsel das Leben.
30.04.   Amerikanische Truppen erobern München.
01.05.   Im Führerbunker beauftragt Joseph Goebbels gemeinsam mit seiner Frau einen Arzt mit der Ermordung ihrer sechs Kinder, die dieser durchführt. Anschließend begehen er und seine Frau Marga Selbstmord.
01.05.   Großadmiral Dönitz erklärt sich in einer Rundfunkansprache zum Reichspräsidenten und ruft zur Fortsetzung des Kriegs an der Ostfront auf.
01.05.   Der provisorische Regierungschef Charles de Gaulle erklärt die Beteiligung Frankreichs an der Besetzung und Verwaltung Deutschlands.
02.05.   Die Kapitulation der Heeresgruppe C in Italien tritt um 14.00 Uhr in Kraft.
General Weidling, der Kampfkommandant von Berlin, kapituliert und geht in Gefangenschaft.
In Flensburg bildet Großadmiral Dönitz eine neue deutsche Regierung. Er war von Hitler zu dessen Nachfolger erklärt worden.
03.05.   Britische Streitkräfte rücken in Hamburg ein.
Rangoon, die Hauptstadt Burmas, wird von den Japanern geräumt.
04.05.   Generaladmiral v. Friedeburg unterzeichnet im Auftrag der Regierung Dönitz im Hauptquartier und in Anwesenheit des britischen Feldmarschalls Bernhard L. Montgomery in der Lüneburger Heide die Waffenruhe gegenüber den britischen Truppen in Norddeutschland und Dänemark.
Kapitulation der deutschen Streitkräfte im norddeutschen Raum, in den Niederlanden und Dänemark.
04.05.   Am Brenner (Alpen) treffen amerikanische Einheiten aus der Normandie und aus Sizilien aufeinander.
05.-09.05.   Letzte Fahrt deutscher Zerstörer und Schnellboote nach Hela, wo nochmals 43000 Menschen evakuiert werden können.
07.05.   Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht im Hauptquartier von General Eisenhower in Reims durch Generaloberst Jodl, Generaladmiral von Friedeburg und General Oxenius.
08.05.   Generalfeldmarschall Keitel (Heer) Generaladmiral v. Friedeburg (Marine) und Generaloberst Stumpff (Luftwaffe) unterzeichnen in Karlshorst bei Potsdam die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht vor den vier alliierten Siegermächten. 
09.05.   Die deutsche Gesamtkapitulation tritt um 00.01 Uhr in Kraft.
09.05.   In seiner Siegesrede versichert Stalin, er beabsichtige nicht, "Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten". Er rückt damit öffentlich von alliierten Teilungsplänen ab, die er noch auf der Konferenz von Jalta befürwortet hatte.
23.-26.05.   In mehreren schweren Bombenangriffen auf Tokio wird die Hälfte der Stadt zerstört.
22.06.   Admiral Nimitz erklärt das Ende des organisierten Widerstands der Japaner auf Okinawa.
28.06.   Auf Luzon, der größten Insel der Philippinen, erlischt der japanische Widerstand.
     
     
   
1945 II    
24.07.   Die letzten japanischen Einheiten auf Okinawa stellen den Kampf ein.
01.-02.08.   800 B-29 "Superfortresses" greifen mit 6260 Tonnen Napalm- und Phosphorbrandbomben die japanischen Städte Nagaoka, Hachioji, Toyama und Mito sowie die Mitsubishi Treibstoffindustrie in Kawasaki an. Etwa 80.000 Menschen finden den Tod.
06.08.   In den Vormittagstunden wirft die Besatzung der B-29 "Enola Gay" eine Atombombe ("Little Boy"; 13 Kilotonnen, Kernsprengstoff aus Uran-235) auf die japanische Hafenstadt Hiroshima. Die Druckwelle und die Hitze zerstört im Umkreis von fünf Kilometern nahezu alle Gebäude, Häuser und Gegenstände. Über 90.000 Menschen werden getötet, mehr als 37.000 verwundet. Noch Jahrzehnte nach dem Bombenabwurf sterben Menschen an den Folgen.
08.08.   Kriegserklärung der Sowjetunion an das Königreich Japan. 221 B-29 greifen mit Napalm-Brandbomben die Industriestadt Yawata an und zerstören 21% der bebauten Fläche, über 5.000 Menschen finden den Tod.
08.08.   Abkommen der Vier Mächte in London über die Strafverfolgung der Hauptkriegsverbrecher und Einsetzung eines Internationalen Militärgerichtshofes in Nürnberg.
08.-09.08.   Über 71% der bebauten Stadtfläche werden in Fujiyama bei einem Brandbombenangriff von 91 B-29 zerstört, mehrere Tausend Menschen sterben.
09.08.   Die Besatzung der B-29 "Bock's Car" löst über Nagasaki eine zweite Atombombe ("Fat Boy"; 20 Kilotonnen, Kernsprengstoff aus Plutonium-239) aus. Eigentliches Angriffziel ist Kokura, das unter Wolken versteckt liegt, so dass auf Nagasaki ausgewichen werden muss. Die Anzahl der Todesopfer wird auf etwa 40.000, die der Verwundeten auf ca. 37.000 Menschen geschätzt.
10.-12.08.   Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen durch die SMAD (Sowjetischen Militäradministration in Deutschland).
16.08.   Der japanische Kaiser Hirohito erteilt den Befehl zum Einstellen der Kampfhandlungen.
02.09.   Mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation Japans auf dem Schlachtschiff "Missouri" in der Bucht von Tokio endet der Zweite Weltkrieg.
Der 2. Weltkrieg forderte das Leben von 27 Mio. Soldaten und 25 Mio. Zivilpersonen; 3 Mio. Menschen blieben vermisst. Die Sowjetunion verlor 20 Mio. Menschen, China wenigstens 10 Mio., Deutschland 4,8 Mio. (weitere 2,5 Mio. durch Flucht, Vertreibung und Verschleppung), Polen 5,8 Mio., Japan 2 Mio., Jugoslawien 1,7 Mio., Frankreich 600 000, Großbritannien 400 000, die USA 300 000. Politisch veränderte der 2. Weltkrieg die internationale Lage grundlegend für Deutschland und Japan, Aber auch Großbritannien und Frankreich büßten ihre weltpolitische Bedeutung ein; die Staaten Osteuropas gerieten unter sowjetische Hegemonie. Dagegen dehnte sich das Engagement der USA, später auch der Sowjetunion weltweit aus.
   
     

 

Quellen:
1.)   www.bombenkrieg.historicum.net
2.)   www.nrw2000.de/ns/moehnetalsperre.htm
3.)   www.nrw2000.de/ns/grossbombardement.htm
4.)   www.nrw2000.de/koepfe/rommel.htm
5.)   Polen im Zweiten Weltkrieg www.geocities.com/uv_centcom/index.html
6.)   www.dhm.de/lemo/html/wk2/index.html
7.)   www.lexikon-der-wehrmacht.de/Chronik/INDEX.HTM
8.)   www.wk-2.de
9.)   www.dhm.de/lemo/home.html
10.) www.hi-story.de/themen/ww2/ww2.htm#1.%20Ursachen: