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| 28.10.1922 |
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Auf Befehl von Mussolini beginnen
etwa 40.000 Faschisten den "Marsch auf Rom". Da sich König Viktor Emanuel
III. weigert, den Ausnahmezustand zu verhängen und das Militär einzusetzen,
tritt Ministerpräsident Facta zurück. König Viktor Emanuel III. betraut am
30.10. Mussolini mit dem Amt des Ministerpräsidenten und übergeht damit
eigenmächtig das italienische Parlament. Mussolini, der zusätzlich das
Außen- und Innenministerium übernimmt, kommt den Machteliten entgegen und
nimmt Nationalisten, Rechtsliberale und Katholiken in sein Kabinett auf. |
| 27.12.1922 |
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Die italienische Regierung unter
Ministerpräsident Mussolini erlässt ein Dekret, das den Zusammenschluss von
faschistischer Miliz und staatlichem Militär anordnet. Mit der Einrichtung
des Faschistischen Großen Rats beginnt die Institutionalisierung von
Mussolinis Diktatur. |
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| 21.01.1924 |
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Tod
des Gründers und Regierungschefs der Sowjetunion, Wladimir I. Lenin, in
Gorki (bei Moskau). Josef W. Stalin, Grigori Sinowjew (1883-1936) und Leo
Kamenew (1883-1936) übernehmen die Führung der Partei. Sie hatten schon
während Lenins Krankheit die Regierungsgeschäfte übernommen. |
| 27.01.1924 |
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Freundschaftsvertrag zwischen Italien und Jugoslawien. Die von Italien
beanspruchte Stadt Fiume (heute: Rijeka) kommt zu Italien. |
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| 05.10.1925 |
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5.-16.
10.: Internationale Konferenz von Locarno über ein Sicherheitsabkommen
in Europa. Deutschland, Frankreich und Belgien verzichten auf eine
gewaltsame Veränderung ihrer gemeinsamen Grenzen. Die deutsche Ostgrenze ist
davon nicht berührt. Ferner werden Deutschland die Aufnahme in den
Völkerbund sowie ein ständiger Ratssitz zugesichert. |
| 05.11.1925 |
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Nach
einem Attentat auf den italienischen Ministerpräsidenten Mussolini werden
die sozialistischen Parteien aufgelöst. |
| 24.12.1925 |
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Der
italienische Regierungschef Mussolini erhält per Gesetz diktatorische
Vollmachten |
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| 07.10.1926 |
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Die
faschistische Partei Italiens setzt sich mit dem Staat gleich. Alle anderen
politischen Gruppen werden von der Macht ausgeschlossen. |
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| 16.08.1928 |
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In der
Sowjetunion wird mit einem neuen Wehrgesetz die allgemeine Wehrpflicht
eingeführt. |
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| 21.12.1929 |
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Zu
seinem 50. Geburtstag lässt sich Josef W. Stalin als Alleinherrscher feiern.
Damit setzt der Personenkult um Stalin ein. |
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| 22.04.1930 |
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Die
Seemächte Großbritannien, USA und Japan einigen sich in London nach
dreimonatigen Verhandlungen auf eine Begrenzung ihrer Flottenbauprogramme. |
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| 02.09.1932 |
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Italien und die Sowjetunion schließen einen Nichtangriffspakt. |
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| 14.10.1933 |
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Goebbels verkündet den geplanten Austritt des Deutschen Reichs aus dem
Völkerbund und den Verzicht auf weitere Abrüstungsgespräche. |
| 19.12.1933 |
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Die
Sowjetunion beschließt eine neue Außenpolitik mit kollektiven
Sicherheitsbündnissen und den Eintritt in den Völkerbund. |
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| 04.01.1934 |
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US-Präsident Franklin D. Roosevelt betont, dass die USA sich nicht in die
politische Entwicklung Europas einmischen werden. |
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26.01.1934 |
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Das
Deutsche Reich und Polen schließen einen Nichtangriffspakt. |
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09.02.1934 |
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Griechenland, Jugoslawien, Rumänien und die Türkei schließen ein
Balkanbündnis zur Sicherung ihrer territorialen Grenzen. |
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03.04.1934 |
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Hitler
fordert in einem Interview mit einer amerikanischen Nachrichtenagentur eine
Verdreifachung des deutschen 100.000-Mann-Heeres. |
| 06.10.1934 |
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Nach
Ausrufung des Generalstreiks und schweren Kämpfen zwischen rechten und
linken Gruppen verhängt die spanische Regierung den Kriegszustand über das
Land. In Barcelona rufen die Katalanen eine unabhängige Republik aus. |
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09.10.1934 |
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In
Marseille wird König Alexander I. (1888-1934) von Jugoslawien von
mazedonischen und kroatischen Nationalisten ermordet. Auch der französische
Außenminister Louis Barthou (1862-1934) kommt dabei ums Leben. |
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14.11.1934 |
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Das
britische Kriegsministerium kündet die Einrichtung von neuen
Militärflughäfen an und schürt damit die kontroverse Debatte um eine
Aufrüstung Großbritanniens. |
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16.12.1934 |
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Auf
italienische Einladung findet in Montreux (Schweiz) ein Kongress der
faschistischen Parteien Europas statt. |
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17.02.1935 |
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Mit
Truppentransporten in die italienische Kolonie Somaliland beginnt Benito
Mussolini die Vorbereitungen zum Krieg gegen Abessinien (heute: Äthiopien). |
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26.02.1935 |
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Adolf
Hitler beschließt den Aufbau einer Luftwaffe als dritte Waffengattung der
künftigen Wehrmacht und verstößt damit gegen die Bestimmungen von
Versailles. |
| 16.03.1935 |
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Hitler
verkündet die Wiedereinführung der Wehrpflicht und den Aufbau der Wehrmacht
mit einer Stärke von 580.000 Mann. Damit bricht das Deutsche Reich die
Verpflichtungen zur Truppenbeschränkung des Versailler Vertrags. Da die
Wiederaufrüstung den Westmächten bereits seit längerem bekannt ist, bleiben
ihre Reaktionen verhalten. |
| 02.05.1935 |
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In
Paris schließen Frankreich und die Sowjetunion einen Beistandspakt. |
| 25.08.1935 |
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Für
den Fall von Sanktionen gegen Italien wegen des Abessinienkriegs kündigt
Mussolini den sofortigen Austritt aus dem Völkerbund an. |
| 31.08.1935 |
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Mit
dem Neutralitätsgesetz verpflichten sich die USA zu einem Waffenembargo
gegen alle Krieg führenden Staaten. |
| 27.09.1935 |
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Unter
dem Kommando von Karl Dönitz wird in Kiel der erste deutsche U-Boot-Verband
nach dem Ersten Weltkrieg in Dienst gestellt. |
| 03.10.1935 |
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Italienische Truppen aus den Kolonien Eritrea und Somaliland marschieren in
Abessinien ein. Damit beginnt der italienische Eroberungskrieg in Ostafrika. |
| 11.10.1935 |
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Die
Reaktionen des Völkerbunds auf den Einmarsch Italiens in Abessinien bleiben
gemäßigt und beschränken sich auf eine Kredit- und Rohstoffsperre. |
| 01.11.1935 |
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Der
erste Rekrutenjahrgang tritt zur Ableistung seines einjährigen
Militärdienstes an. Die gleichgeschaltete Presse feiert dies als großen
Erfolg. |
| 09.12.1935 |
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Mit
dem Beschluss, italienische Annexionen in Abessinien zu dulden, rufen die
Regierungen Frankreichs und Großbritanniens Empörung in der eigenen Presse
und im Völkerbund gegen ihre Appeasement-Politik hervor. |
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| 07.03.1936 |
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In der
geheimen Denkschrift zum Vierjahresplan vom August 1936 hieß es kategorisch,
die deutsche Armee müsse "in vier Jahren einsatzfähig, die deutsche
Wirtschaft in vier Jahren kriegsfähig sein". |
| 07.03.1936 |
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Die Remilitarisierung des
Rheinlands beginnt: Entgegen den Bestimmungen in den Verträgen von
Versailles und Locarno marschieren deutsche Truppen in das entmilitarisierte
Rheinland ein und beginnen mit dem Bau von Befestigungsanlagen an der
Westgrenze. Eine militärische Gegenmaßnahme der Westmächte bleibt aus. |
| 05.05.1936 |
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Mit
der Eroberung der Hauptstadt Addis Abeba erklärt Benito Mussolini den Krieg
in Abessinien für beendet. Er ruft das "neue italienische Imperium" aus. |
| 17.07.1936 |
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Mit
einem Aufstand
in Spanisch-Marokko beginnt der Putsch
faschistischer Militärs unter General Francisco Franco. In den folgenden
Tagen brechen überall in Spanien rechte Aufstände aus. |
| 23.07.1936 |
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Die
aufständischen Militärs bilden in Nordspanien eine Gegenregierung, der von
Hitler und Mussolini Waffenhilfe zugesagt wird. |
| 24.08.1936 |
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Die
Wehrdienstzeit in Deutschland wird von einem auf zwei Jahre verlängert.
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| 21.09.1936 |
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Die
Wehrmacht hält ihr erstes großes Manöver nach dem Ersten Weltkrieg ab. |
| 25.11.1936 |
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Japan
und das Deutsche Reich teilten eine antikommunistische Grundeinstellung. Auf
japanische Initiative hin schlossen sie den auf fünf Jahre befristeten
Antikominternpakt, der am 25. November 1936 in Berlin unterzeichnet
wurde. In ihm vereinbarten die beiden Staaten die Bekämpfung der 1919
gegründeten Kommunistischen Internationale (Komintern). In einem
geheimen Zusatzprotokoll verpflichteten sie sich zu Neutralität im Fall
eines nicht provozierten Angriffs der Sowjetunion und versicherten, keine
Verträge mit der Sowjetunion abzuschließen, die dem antikommunistischen
Geist des Abkommens zuwiderliefen. Ohne Kenntnis des geheimen
Zusatzprotokolls traten dem Abkommen 1937 Italien, 1939 der japanische
Satellitenstaat Mandschukuo, Ungarn und Spanien sowie 1941 Bulgarien,
Kroatien, das besetzte Dänemark, Finnland, Nanking-China, Rumänien und die
Slowakei bei. Das Deutsche Reich brach den Antikominternpakt mit dem
deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 23. August 1939. Die
deutsch-japanischen Beziehungen verschlechterten sich daraufhin zunächst,
bereits 1940 schlossen Deutschland, Japan und Italien aber den
Dreimächtepakt. |
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| 26.04.1937 |
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Am 26. April 1937 wurde die
baskische Kleinstadt Guernica von Bombern der „Legion Condor“ schwer
getroffen. Der Angriff ist damals wie heute vielfach als „Meisterstück“
eines Terrorangriffes bezeichnet worden, eines Angriffes also, der nicht
einem militärischen Ziel, sondern der wehrlosen Zivilbevölkerung gegolten
habe. |
| 11.12.1937 |
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Mussolini verkündet den Austritt Italiens aus dem Völkerbund. |
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| 19.01.1938 |
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Die
deutsche Luftwaffeneinheit "Legion Condor" bombardiert Barcelona und tötet
dabei 100 Menschen. |
| 22.02.1938 |
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Chamberlain erklärt, dass der Völkerbund kleinere Staaten nicht vor
Angriffen schützen könne. |
| 12.03.1938 |
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Die
deutsche Wehrmacht marschiert in Österreich ein, dessen Truppen von der
Bundesregierung den Befehl erhalten haben, keinen Widerstand zu leisten.
Hitler fährt in seine Geburtsstadt Braunau am Inn. Abends spricht er auf
einer Großkundgebung in Linz. In ganz Österreich setzt eine Verhaftungswelle
gegenüber politischen Gegnern ein. |
| 24.04.1938 |
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Auf
einer Tagung der Sudetendeutschen Partei stellt ihr Vorsitzender Henlein ein
Programm mit Autonomieforderungen an die tschechoslowakische Regierung vor. |
| 29.04.1938 |
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Auf
einer gemeinsamen Konferenz erklären Daladier und der britische
Ministerpräsident Chamberlain, dass die tschechische Regierung
Zugeständnisse an die Sudetendeutschen machen müsse. |
| 21.05.1938 |
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Wegen
deutscher Truppenbewegungen an der Grenze mobilisiert die
tschechoslowakische Regierung Teile ihrer Armee. Als sich Frankreich,
Großbritannien und Polen in die Krise einschalten, dementiert Ribbentrop
einen Truppenaufmarsch. |
| 24.09.1938 |
|
Wegen
der Krise in der Tschechoslowakei reist der britische Ministerpräsident
Chamberlain zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen nach Deutschland.
Hitler fordert die Abtretung des Sudetengebiets bis Ende des Monats. |
| 25.09.1938 |
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In
Frankreich und Großbritannien beginnen Vorbereitungen für den Kriegszustand. |
| 28.09.1938 |
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28. -
30. 9. Münchner Konferenz: Ein Krisentreffen von Hitler, Mussolini, Daladier
und Chamberlain versucht den drohenden Krieg des Deutschen Reichs gegen die
Tschechoslowakei abzuwenden. Die Beteiligung der tschechoslowakischen
Delegation an den Beratungen wird von Hitler strikt abgelehnt. Die
Westmächte geben nach und stimmen der Abtretung des Sudetengebiets zum 1.
Oktober zu. Für die Regierung in Prag ist das Münchener Abkommen die "Wahl
zwischen Ermordung und Selbstmord." |
| 30.09.1938 |
|
Als
England dann den "Anschluss" Österreichs hinnahm und im September 1938 auf
der Münchner Konferenz mit Frankreich und Italien auch der Abtretung der
Sudetengebiete an Deutschland zustimmte, verfügte Hitler über fast alle von
ihm gewünschten strategischen Voraussetzungen zum Krieg gegen die
Sowjetunion. |
| 01.10.1938 |
|
Die
Wehrmacht marschiert in das Sudetengebiet ein. Damit setzt die Auflösung der
Tschechoslowakei ein: Einen Tag später wird einem polnischen Ultimatum
entsprechend das Olsagebiet an Polen abgetreten. Kurz darauf tritt Präsident
Beneš zurück. Die Slowaken ernennen eine eigene Teilregierung. |
| Okt. 1938 |
|
Im Oktober 1938 forderte
Hitler von der polnischen Regierung erstmals die
Überlassung Danzigs und eines schmalen Landstreifens durch Westpreußen
("Korridor"), auf dem eine Eisenbahn- und Autobahnverbindung gebaut werden
sollte. |
| 06.12.1938 |
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Außenminister Ribbentrop unterzeichnet in Paris einen Nichtangriffsvertrag
zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich. |
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1939 |
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14.02. |
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In Hamburg läuft das Schlachtschiff "Bismarck"
vom Stapel. Eine Woche später stellt Großbritannien das Schlachtschiff "King
George V" in Dienst. |
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15.03. |
|
Durch direkte Drohungen und unter Ausnutzung
des tschechisch-slowakischen Gegensatzes gelingt Hitler die kampflose
Besetzung der "Rest-Tschechei". Einen Tag zuvor war die Slowakei als
selbständige Republik ausgerufen worden. |
| 23.03. |
|
Durch
einen Vertrag mit Litauen wird das durch den Versailler Vertrag abgetretene
und seit 1923 unter litauischer Verwaltung stehende Memelland wieder
Bestandteil des Deutschen Reichs. |
|
31.03. |
|
Weder die Briten noch die
Franzosen waren an einer Eingliederung Polens in ihr Bündnissystem
interessiert. Als Hitler von Polen Danzig und den
Korridor forderte, waren sie erstmals dazu bereit, aber der Schutz Polens
war nur zweitrangig; viel mehr wollte man Hitlers
Vormachtstreben in Europa bremsen. Besonders die Briten wollten nicht für
Polen in den Krieg ziehen, wie die Unterhaus-Rede des britischen
Premierministers Arthur Neville Chamberlain vom 31.
März 1939 beweist:
"Ihrer Meinung nach sollte es keine Frage geben,
die nicht mit friedlichen Mitteln gelöst werden könnte, und sie könne keine
Rechtfertigung dafür sehen, Gewalt oder Gewaltandrohung an die Stelle der
Verhandlungsmethode zu setzen." |
|
07.-08.04. |
|
Italien überfällt Albanien und annektiert es nach der Flucht des Königs. |
|
14.04. |
|
US-Präsident Franklin D. Roosevelt fordert von Hitler und Benito Mussolini
Nichtangriffsgarantien für 31 europäische Staaten. |
|
28.04. |
|
Am 28. April 1939 kündigte
Hitler wegen einer
englische und französische Garantieerklärung für Polen das
deutsch-britische Flottenabkommen und den
Freundschaftspakt mit Polen von 1934 und
ließ nun den "Fall Weiß", den Überfall auf Polen, endgültig ausarbeiten. |
|
19.05. |
|
Frankreich schließt mit Polen einen geheimen Beistandspakt. |
|
22.05. |
|
Mit
dem Stahlpakt vom 22. Mai 1939 schlossen Deutschland und Italien einen
Bündnisvertrag. Der Pakt sah eine enge militärische Zusammenarbeit und
gegenseitige Unterstützung im Fall eines Angriffskriegs vor. Im Zweiten
Weltkrieg unterstützte Deutschland den Verbündeten Italien militärisch im
Rahmen des Balkanfeldzugs und des Afrikafeldzugs. Der Dreimächtepakt vom 27.
September 1940 erweiterte die "Achse" um Tokio. Als Achsenmächte wurden im
Krieg schließlich alle Verbündeten des Deutschen Reichs - Italien, Japan,
Ungarn, Rumänien, Kroatien, Bulgarien, Slowakei, Finnland - bezeichnet. |
|
26.05. |
|
Die
Westmächte Frankreich und Großbritannien bieten der Sowjetunion erstmals
einen Pakt gegen Hitler an. |
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30.05. |
|
Mussolini schließt in einem Brief an Hitler die Kriegsbereitschaft Italiens
für die nächsten Jahre aus. |
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31.05. |
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Dänemark und das Deutsche Reich schließen einen Nichtangriffspakt. |
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07.06. |
|
Das
Deutsche Reich schließt mit Estland und Lettland Nichtangriffsabkommen. |
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24.07. |
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Nach
langwierigen Verhandlungen einigen sich Frankreich und Großbritannien mit
der Sowjetunion auf einen Beistandspakt, der auch für die baltischen Staaten
gelten soll. |
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29.07. |
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Schon am 29. Juli 1939 begann
Hitler, mit Stalin über
einen Nichtangriffspakt zu verhandeln. |
|
02.08. |
|
Der in
die USA emigrierte Albert Einstein warnt US-Päsident Roosevelt vor dem
möglichen Bau einer Atombombe durch die Deutschen. |
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13.08. |
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Außenminister von Ribbentrop erklärt seinem italienischen Amtskollegen Graf
Galeazzo Ciano, dass der Krieg gegen Polen unvermeidlich sei und vorbereitet
werde. |
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21.08. |
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Die
Verhandlungen der Westmächte mit der Sowjetunion werden ergebnislos
abgebrochen. Polen weigert sich trotz westlichen Drucks, der Sowjetarmee im
Falle eines Kriegs den Durchmarsch zu gestatten. |
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23.08. |
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In der Nacht vom 23. auf den 24.
August 1939 unterzeichneten Ribbentrop,
Stalin und Molotow den
Nichtangriffspakt und das geheime Zusatzprotokoll, das bereits die Teilung
Polens vorsah: |
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25.08. |
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Im Mai 1939 begannen Verhandlungen
der polnischen Regierung mit dem französischen Generalstab über gegenseitige
Militärhilfe im Kriegsfall. Frankreich verpflichtete sich zu Hilfeleistungen
an Polen. Am 25. August wurde schließlich die britische Garantieerklärung zu
einem britisch-polnischen Beistandsvertrag erweitert. Somit entstand eine
Anti-Hitler-Koalition, und die Achsenmächte waren
jetzt politisch völlig isoliert; diese Isolation wurde aber mit dem
Abschluss des Hitler-Stalin-Pakts beendet.
Am Nachmittag gibt Hitler den Befehl zum
Überfall auf Polen für den nächsten Tag. Wegen der italienischen Ablehnung
eines Kriegseintritts und vor allem wegen der britischen Beistandsgarantie
für Polen wird der Befehl am Abend widerrufen. Der deutsche Aufmarsch in den
Grenzgebieten wird gestoppt. |
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30.08. |
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Polen
ordnet die Generalmobilmachung an.
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01.09. |
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Deutscher Überfall auf Polen. -
Plötzlich, um 4.45 Uhr, zerreißt ein Donner
die Luft: Die 'Schleswig-Holstein' eröffnet das Feuer... Der Zweite
Weltkrieg hat begonnen. Ohne Kriegserklärung überfällt Hitler Polen.
Am 25. August 1939 lief das deutsche Linienschiff "Schleswig-Holstein" zu
einem "Freundschaftsbesuch" in Danzig ein und fuhr am 31. August vor die
Westerplatte, eine polnische Enklave im Danziger Hafen, auf der Waffen und
Munition umgeschlagen und gelagert wurden. Am 1. September um 4.45 Uhr
feuerte das Schiff die erste Salve auf die Westerplatte:
Hitler kam es in erster Linie auf die Vernichtung
des polnischen Staates und auf dessen Eroberung an. Darüber hinaus wollte er
die polnische Nation und vor allem das Judentum liquidieren oder aus
seiner Heimat vertreiben, um "Lebensraum" für das deutsche Volk zu gewinnen.
Die
deutsche Luftwaffe fliegt bis zur polnischen Kapitulation schwere
Bombenangriffe, die Tausende Ziviltote fordern und schwere Zerstörungen
bewirken. |
|
03.09. |
|
Sofort nach dem Beginn des
Überfalls warnten Frankreich und Großbritannien Hitler
vor der Fortsetzung der Offensive und stellten ihm tags darauf ein
Ultimatum, das am 3. September 1939 um 12 Uhr ablief. Da
Hitler nicht reagierte, erklärten ihm beide Staaten den Krieg,
nachdem ein letzter Vermittlungsversuch
Mussolinis von Hitler nicht beantwortet wird. Die USA, Italien und Spanien
erklären sich neutral.
Die deutsche Kriegsmarine beginnt den Seekrieg, der vor allem die
Schiffsverbindungen Großbritanniens stören soll. |
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05.09. |
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Am 5. September überredete
Hitler die slowakische Regierung zur Teilnahme am
Polenfeldzug. |
|
06.09. |
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Am 6. September marschierten
französische Truppen ins südliche Saargebiet ein, aber diese "Offensive" war
eher eine symbolische als eine strategisch notwendige Aktion.
Kapitulation der letzten polnischen Feldtruppen bei Kock und Lublin. Über
700000 Polen gehen in deutsche Kriegsgefangenschaft, 270000 in russische.
Deutsche Verluste im Polenfeldzug: 10572 Tote, 3404 Vermisste und 30322
Verwundete |
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07.09. |
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Französische Truppen rücken in das Saarland ein. Die im Beistandspakt mit
Polen vereinbarten Offensiven gegen die deutsche Westfront werden jedoch
nicht durchgeführt. Dies erleichtert den deutschen Blitzkrieg gegen Polen. |
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12.09. |
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Auf der Konferenz von Abbéville
(12. September) kam man schließlich zum Schluss, man könne den polnischen
Streitkräften momentan nicht helfen. Also mussten die polnischen Soldaten
alleine gegen eine Übermacht kämpfen. Hitlers
Hoffnung, die Westmächte würden nicht militärisch eingreifen, erfüllte sich
und verschaffte ihm einen raschen Sieg. |
|
17.09. |
|
Am 17. September 1939 um 3 Uhr früh
erhielt der polnische Botschafter in Moskau, Wacław
Grzybowski, von der sowjetischen Regierung eine provozierende
Nachricht: .... "Auf
Grund dieser Situation hat die sowjetische Regierung das Oberkommando der
Roten Armee angewiesen, den Befehl zur Grenzüberschreitung zu erteilen."
Sowjetische Truppen marschieren
in Polen ein. Die polnische Regierung flieht nach Rumänien. |
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28.10. |
|
Nach einer Reihe von Verhandlungen
wurde am 28. September in Moskau von Ribbentrop und
Stalin ein "Freundschaftspakt" unterzeichnet, dem
abermals ein Geheimprotokoll angeschlossen war. Darin wurde die Aufteilung
Polens - die vierte innerhalb von 200 Jahren- nach der neuen Grenze fix
verankert. Nun wurde die Sowjetunion für fast zwei Jahre der wichtigste
Verbündete des Dritten Reichs. |
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06.10. |
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Kapitulation der letzten polnischen
Truppenverbände. 123.000 polnische Soldaten waren gefallen und 133.700
verwundet. 911.000 Polen gerieten in Kriegsgefangenschaft; viele von ihnen
starben später oder wurden ermordet. Die Wehrmacht beklagte 10.572 Tote, die
Rote Armee nur 737. Polen wurde schließlich von den Nazis und den Sowjets
aufgeteilt, aber eine Gesamtkapitulation wurde nie unterzeichnet.
n einer Rede vor dem Reichstag bietet Hitler
den Westmächten einen Frieden an, der eine Revision des Versailler Vertrags
vorsieht. Dies lehnen Frankreich und Großbritannien ab. |
| 19.10. |
|
Die
französischen Truppen verlassen das von ihnen besetzte Gebiet im Saarland.
An der deutschen Westfront bleibt es beim "Sitzkrieg". |
| 04.11. |
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Die
USA lockern ihre Neutralitätsbestimmungen und erlauben Krieg führenden
Staaten auf Seiten der Alliierten den Kauf amerikanischer Waffen. |
| 05.11. |
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Festsetzung des Angriffsbeginns im
Westen auf den 12. November 1939. Der Termin wird bis zum 10. Mai 1940
neunundzwanzig mal verschoben. |
| 23.11. |
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Der
deutschen Militärführung erklärt Hitler seinen Willen zu einem Angriff im
Westen und verschiebt damit den geplanten Überfall auf die Sowjetunion. |
| 30.11. |
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Mit
einer Armeeoffensive und mit Luftangriffen beginnt die Sowjetunion den Krieg
gegen das neutrale Finnland. |
| 14.12. |
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Hitler
befiehlt die Planung für eine Eroberung Norwegens, um nicht von den
schwedischen Erzlieferungen durch Norwegen abgeschnitten zu werden. |
| 17.12. |
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In der
Mündung des Río de la Plata versenkt sich das deutsche Panzerschiff "Admiral
Graf Spee" wegen Schlachtschäden selbst. |
| 27.12. |
|
Die finnische Armee beginnt eine
erfolgreiche Gegenoffensive. Finnland hat dem Angriff der Roten Armee bisher
widerstanden. |
| 28.12. |
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In Großbritannien wird der
Lebensmittelverkauf rationiert. |
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1940 I |
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08.01. |
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Mit zwei gewonnenen Schlachten
gelingt es der finnischen Armee, den Vormarsch der sowjetischen Truppen zu
stoppen. |
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01.02. |
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Die UdSSR versucht im finnischen
Winterkrieg, das von Deutschland im deutsch-russischen Nichtangriffspakt
zugestandene Terrain zu erobern, die Offensive scheitert. Zweite Offensive
der russischen 7. Armee, welche die Finnen zum Rückzug auf Wiborg zwingt
(11.-13.02). |
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11.02. |
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In Frankreich werden Planungen für
eine Intervention in der Sowjetunion zur Zerstörung der Erdölzentren Baku
und Batumi entworfen. |
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04.03. |
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Die deutsche Seekriegsleitung
stoppt das Auslaufen weiterer U-Boote zwecks Verwendung bei der Unternehmung
"Weserübung" |
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12.03. |
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Finnland und die Sowjetunion
schließen einen Friedensvertrag, der den Finnen umfangreiche
Gebietsabtretungen auferlegt. |
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02.04. |
|
Hitler setzt den Termin für das
Unternehmen "Weserübung" fest: 9. April
Italien ordnet die zivile Mobilmachung an. Damit können alle Einwohner ab
dem 14. Lebensjahr zu Zivilverteidigungsaufgaben verpflichtet werden. |
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09.04. |
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Beginn der deutschen Operation
"Weserübung" zur Eroberung von Dänemark und Norwegen.
Ohne Kriegserklärung marschiert die deutsche
Wehrmacht in Dänemark und Norwegen ein. Dänemark kapituliert nach einem Tag,
ohne ernsthaften Widerstand leisten zu können. Der norwegische König flieht
aus Oslo in den Norden des Landes. Schweden erklärt seine Neutralität
gegenüber dem deutschen Überfall. |
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14.04. |
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Alliierte Truppen landen bei Narvik auf den norwegischen Lofoteninseln. |
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21.04. |
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Auf einer Kundgebung in Rom gibt
Mussolini mit der Parole "Arbeiten und Rüsten" den baldigen Kriegseintritt
Italiens bekannt. |
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30.04. |
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Zusammentreffen der von Oslo nach
Norden und von Trondheim nach Süden vorstoßenden deutschen Truppen bei
Dombaas. Die Niederlage der norwegischen Truppen und der gelandeten
alliierten Truppen ist damit besiegelt. |
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10.05. |
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Die
Westoffensive der deutschen Truppen beginnt mit dem Einmarsch in die
neutralen Länder Niederlande, Belgien und Luxemburg. Eine Kriegserklärung
gegen die BeNeLux-Staaten erfolgte nicht.
Vor allem wegen des Scheiterns seiner Appeasementpolitik gegenüber Hitler
muss der britische Ministerpräsident Arthur Neville Chamberlain
zurücktreten. Sein Nachfolger wird Winston Churchill. |
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11.05. |
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Die
neue britische Regierung genehmigt die Bombardierung deutscher Städte.
Generalmobilmachung der Schweizer
Armee |
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14.05. |
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Der
Wehrmacht gelingt mit dem Durchbrechen der französischen Front bei Sedan die
Abspaltung der französischen Truppen von Briten, Belgiern und Niederländern.
Damit ist die Einkesselung der alliierten Truppen an der Nordseeküste
möglich. Hitlers Planung einer offensiven Kriegführung im Westen (Operation
"Sichelschnitt") hat sich als erfolgreich erwiesen. |
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15.05. |
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Die Niederlande kapitulierten.
Verluste: 2890 Tote, 6899 Verwundete. Königin Wilhelmina bildet in London
mit ihren Ministern ein Exilkabinett. |
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15.05. |
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Das Bomber Command eröffnet den
strategischen Bombenkrieg gegen das Deutsche Reich mit dem Einsatz von 99
Maschinen, die Ziele in Westdeutschland bombardieren sollten. Bis zum
Jahresende werden die Luftangriffe kontinuierlich fortgesetzt. |
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24.05. |
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Wegen der deutschen Westoffensive
beschließt Großbritannien, seine militärischen Operationen in Norwegen
einzuschränken. |
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26.05. |
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Das britische Expeditionskorps
zieht sich in die Küstenstadt Dünkirchen zurück. Die deutschen
Panzerverbände erhielten vor der Einkesselung von Hitler den Haltebefehl.
Die von Göring geplante Einschließung von der Seeseite aus durch die
deutsche Luftwaffe erwies sich als undurchführbar. Von dort beginnt die
Evakuierung von über 300.000 alliierten Soldaten über den Ärmelkanal. Neben
dem Einsatz aller verfügbaren Boote und Schiffe durch die Briten gelingt die
Absetzbewegung auch durch die vielfache Hilfe privater Bootsbesitzer. |
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28.05. |
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Belgien kapituliert. König Leopold
III geht in deutsche Kriegsgefangenschaft. Belgiens Verluste: 7500 Tote und
15850 Verwundete. |
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29.05. |
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Arthur Seyß-Inquart wird zum
Reichskommissar für die Niederlande ernannt. |
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03.06. |
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In dem Unternehmen "Paula" setzt
die Luftwaffe 640 Bomber und 460 Jagdflugzeuge ein, um Paris sowie
militärische und industrielle Ziel im Umfeld der französischen Hauptstadt
anzugreifen. |
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04.06. |
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Der Kessel von Dünkirchen
kapituliert. 338226 Engländer und Franzosen konnten über den Kanal nach
England evakuiert werden. |
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05.06. |
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Beginn der "Schlacht um
Frankreich". Die Heeresgruppe B und die Panzergruppe Kleist durchbrechen
an der Somme die französische Front in Richtung auf die Seine. |
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07.-08.06. |
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Erster alliierter Bombenangriff auf
Berlin: ein französischer Fernaufklärer wirft Bomben. |
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08.-10.06. |
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Räumung Narviks von alliierten
Truppen, Kapitulation der norwegischen Streitkräfte. |
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10.06. |
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Italien erklärt Großbritannien und
Frankreich den Krieg. |
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14.06. |
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Die Wehrmacht rückt in das zur
"offenen Stadt" erklärte Paris ein. |
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15.-17.06. |
|
Die Rote Armee besetzt die
baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. |
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18.06. |
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In London ruft General de Gaulle
zur Fortführung des französischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung
auf. Er erklärt die Gründung des "Nationalkomitees des Freien Frankreich". |
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22.06. |
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Abschluss der deutsch-französischen
Waffenstillstands-Verhandlungen im Compiègne.
Zur Inszenierung der französischen Kapitulation wird in Compiègne der
Eisenbahnwagen benutzt, in dem 1918 die Waffenstillstandsverhandlungen
geführt worden sind. |
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25.06. |
|
1.35 Uhr Waffenruhe in Frankreich.
Deutsche Verluste: 27074 Tote, 111034 Verwundete. Französische Verluste: ca.
92000 Tote und 200000Verwundete. Englische Verluste: 68111 Tote und
Verwundete. |
| 28.06. |
|
Italienische Flak schießt bei einem
britischen Luftangriff auf Tobruk irrtümlich die Maschine des italienischen
Gouverneurs in Libyen Marschall Balbos ab.
Mit der erzwungenen Abtretung rumänischer Gebiete setzt die Sowjetunion
ihren Machtanspruch auf dem Balkan durch. |
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1940 II |
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01.07. |
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Josef W. Stalin lehnt das
Bündnisangebot Großbritanniens ab. |
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03.07. |
|
Britischer Überfall auf einen Teil
der französischen Flotte in Mers-el-Kebir, um zu verhindern, dass die
Schiffe in deutsche Hände fallen. 1147 Franzosen werden getötet. |
|
10.07. |
|
Deutsche Flugzeuge greifen erstmals
mit stärkeren Kräften Ziele in Südengland an. |
|
16.07. |
|
In der "Weisung Nr. 16" befiehlt
Hitler die Vorbereitung einer Invasion Englands (Unternehmen "Seelöwe"). |
|
19.07. |
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Hitler richtet ein "letztes
Friedensangebot" an Großbritannien. |
|
Aug. |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im August mindestens 1.075 Zivilisten ihr Leben. |
|
02.08. |
|
Ein französisches Kriegsgericht
verurteilt de Gaulle als Gründer des "Komitees Freies Frankreich" in
Abwesenheit zum Tode. |
|
05.08. |
|
Ministerpräsident Churchill erlässt
Anweisungen für den Kriegszustand, womit vor allem die Luftschutzmaßnahmen
verstärkt werden sollen. |
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08.08. |
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Die britische Regierung schließt
mit de Gaulle und dessen französischen Truppen ein Militärabkommen. |
|
13.08. |
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Mit dem Unternehmen "Adlertag"
eröffnet die Luftwaffe ihre verstärkten Angriffsoperationen gegen England,
um die deutsche Invasion vorzubereiten. |
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17.08. |
|
Verhängung der Blockade gegen
England durch Deutschland. Italien folgt am 28. August. |
|
25.08. |
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Nach einem irrtümlichen
Bombenabwurf deutscher Maschinen auf London greift das Bomber Command mit 81
Flugzeugen erstmalig die Reichshauptstadt an. |
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02.09. |
|
Für die Lieferung von 50 alten
Zerstörern an Großbritannien erhalten die USA militärische Stützpunkte auf
britischen Karibikinseln. |
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05.09. |
|
65 deutsche Bomber unternehmen
einen ersten Luftangriff auf Dockanlagen im Osten Londons. |
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07.09. |
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Schwerer deutscher Luftangriff auf
London und britische Flugplätze. Es folgen 65 Tage lang deutsche
Nachtangriffe auf London. |
|
15.09. |
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Die schweren Verluste der Luftwaffe
bei der "Battle of Britain" genannten Luftschlacht bedeuten praktisch die
deutsche Niederlage im Kampf um die Luftherrschaft über England. |
|
16.09. |
|
In den USA wird erstmals die
Wehrpflicht in Friedenszeiten eingeführt. |
|
17.09. |
|
Die geplante Invasion der britischen
Insel wird von Hitler auf unbestimmte Zeit. verschoben. Nach einem Bericht
des britischen Premier Churchill im Unterhaus sind in der ersten
Monatshälfte etwa 2000 Zivilisten bei deutschen Luftangriffen getötet
worden. |
|
19.09. |
|
Die Vichy-Regierung im unbesetzten
Teil Frankreichs klagt den Ex-Ministerpräsidenten Daladier und dessen
Kriegskabinett wegen der Niederlage an. |
|
19.09. |
|
Zwischen dem 6. und 19.9. haben
Flugzeuge der deutschen Luftwaffe auf London insgesamt 5180 Tonnen Spreng-
und 690 Tonnen Brandbomben abgeworfen. |
|
27.09. |
|
In Berlin unterzeichnen
Deutschland, Italien und Japan das Dreimächteabkommen, das allen drei eine
umfassende Expansion ermöglichen soll. Zugleich soll damit ein
Kriegseintritt der USA verhindert werden. |
|
27.09. |
|
Zu den seinerzeit im Deutschen
Reich ergriffenen zivilen Luftschutzmaßnahmen gehörte auch die durch einen
„Führerbefehl“ Hitlers vom 27. September 1940 angeordnete „Landverschickung“
der Kinder und Jugendlichen aus den luftkriegsgefährdeten (Groß-)Städten. |
|
Okt. |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im Oktober mindestens 6.334 Zivilisten ihr Leben,
weitere 8.695 werden schwer verletzt. |
|
10.10. |
|
Hitler ordnet ein
"Luftschutz-Sofortprogramm" zum Bau von "bombensicheren" Bunkern in 50
ausgewählten deutschen Städten an. Das so genannte "LS-Führerprogramm" muss
bereits Ende 1941 weitgehend eingestellt werden, da die Versorgung mit
Rohstoffen und Arbeitskräften für militärische Bauten ("Atlantikwall",
"Führerhauptquartiere", U-Bootbunker) Priorität gegenüber Schutzmaßnahmen
für die Bevölkerung erhält. |
|
26.10. |
|
Die Umgruppierung des deutschen
Heeres beginnt. Bis zum Jahresende werde 34 Divisionen in Ostpreußen und
dem Generalgouvernement stationiert. |
|
28.10. |
|
Italien erklärt Griechenland den
Krieg und eröffnet von Albanien aus eine Offensive. Beginn des italienischen
Angriffs auf Griechenland. |
|
29.10. |
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Griechenland wendet sich mit der
Bitte um Hilfe an England, worauf englische Truppen im Süden Griechenlands
landen. |
|
Nov. |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im November mindestens 4.588 Zivilisten ihr
Leben, weitere 6.202 werden schwer verletzt. |
|
04.11. |
|
Hitler fasst den Entschluss, einen
Entlastungsangriff über Ungarn, Rumänien und Bulgarien gegen Griechenland
zu unternehmen. |
|
14.-15.11. |
|
In der Operation "Mondscheinsonate"
greifen über 440 deutsche Maschinen die Industriestadt Coventry an. In der
Stadt entstehen schwere Verwüstungen, über 550 Menschen werden getötet. |
|
16.-17.11. |
|
Ein Luftangriff auf Hamburg bewirkt
schwere Sachschäden im Hafenviertel und fordert 26 Todesopfer, die bisher
höchste Zahl von Todesopfern nach einem britischen Bombardement. |
|
14.-22.11. |
|
Griechenlands Gegenangriff wirft
die italienischen Truppen auf albanisches Gebiet zurück. |
|
20.11. |
|
Ungarn tritt dem Dreimächtepakt
bei. |
|
24.11. |
|
Die Vertreter der Slowakei
unterzeichnen in Berlin den Beitritt zum Dreimächtepakt. |
|
Dez. |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im Dezember mindestens 3.793 Zivilisten ihr
Leben, weitere 5.244 werden schwer verletzt. |
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09.12. |
|
Die britische Armee beginnt
überraschend eine Gegenoffensive gegen die italienischen Truppen in Ägypten. |
|
12.12. |
|
In zwei Luftangriffen auf Sheffield
am 12./13. und 15./16.12. werden mindestens 668 Menschen getötet und 512
weitere schwer verletzt. Etwa 75.000 Gebäude in der Stadt werden zerstört
und beschädigt. |
| 16.12. |
|
Als "Vergeltung" für die
Bombardierung von Coventry unternimmt das Bomber Command unter dem Decknamen
"Abigail Rachel" mit über 140 Maschinen eine dreitägige Serie von
Flächenangriffen auf Mannheim. |
| 17.12. |
|
In Nordafrika rückt die britische
Armee in die italienischen Kolonien ein. |
| 18.12. |
|
Hitler zeichnet die "Weisung Nr.
21" (Unternehmen "Barbarossa") zur Vorbereitung eines Angriffs auf die
Sowjetunion gegen. |
| 19.12. |
|
Italien bittet wegen der britischen
Offensive in Libyen um Entsendung einer deutschen Panzerdivision. |
| 20.-21.12. |
|
504 deutsche Flugzeuge greifen
Liverpool in zwei aufeinanderfolgenden Nächten an und werfen 485 t
Sprengbomen und 1701 Brandschüttkästen. Im Hafen werden 20 Handelsschiffe
mit 122971 brt beschädigt. |
| 29.12. |
|
Durch einen Angriff von rund 130
Maschinen der Luftwaffe entstehen in London zahlreiche Großfeuer und
Flächenbrände. Wieder finden Hunderte Einwohner den Tod. |
| |
|
|
| |
|
|
 |
|
|
|
1941 I |
|
|
| Jänner |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im Januar mindestens 1.500 Zivilisten ihr Leben,
weitere 2.012 werden schwer verletzt. |
| 05.01. |
|
Die britische Armee erobert das
libysche Bardia und nimmt 40.000 italienische Soldaten gefangen. |
| 11.01. |
|
Adolf Hitler befiehlt die
Entsendung deutscher Truppen zur Unterstützung der italienischen Armee in
Nordafrika. |
| 19.01. |
|
Hitler und Benito Mussolini
beschließen, ihre bisherige Politik der getrennten Kriegführung aufzugeben
und vor allem im Mittelmeerraum zu kooperieren. |
| 19.01. |
|
Britische Truppen beginnen eine
Offensive zur Eroberung der italienischen Kolonie Abessinien (heute:
Äthiopien). |
| 22.01. |
|
Das XIII. britische Korps erobert
Tobruk. 225000 Italiener gehen in die Gefangenschaft. Die Engländer erobern
208 Geschütze und 87 Geschütze. |
| 29.01. |
|
Beginn englisch-amerikanischen
Geheimverhandlungen über die gemeinsame Kriegsführung im Falle eines
amerikanischen Kriegseintritts. |
| Februar |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im Februar mindestens 789 Zivilisten ihr Leben,
weitere 1.068 werden schwer verletzt. |
| 04.02. |
|
Die deutschen Schlachtschiffe
"Gneisenau" und "Scharnhorst" gelangen, von der britischen Marine unbemerkt,
in den Atlantik. Sie versenken dort zahlreiche Handelsschiffe der
Alliierten. |
| 06.02. |
|
Hitler befiehlt die Verlagerung der
Kriegführung gegen Großbritannien auf den Handelskrieg. |
| 08.-11.02 |
|
Eintreffen des ersten Geleitzugs
mit deutschen Truppen in Tripolis. Nach der Niederlage italienischer Truppen
in Tobruk greift die deutsche Wehrmacht mit dem am 18.2. gebildeten "Afrika
Korps" in die Kämpfe auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz ein. |
| 12.02. |
|
Generalleutnant Erwin Rommel trifft
in Libyen ein und übernimmt im Afrikafeldzug das Kommando über die Truppen. |
| 27.02. |
|
Das britische Parlament billigt mit
großer Mehrheit die Politik Winston Churchills zur Fortführung des Kriegs. |
| 28.02. |
|
7.00 Beginn des Brückenschlags
über die Donau bei Giurgiu als Vorbereitung des Einmarsches deutscher
Truppen in Bulgarien. |
| März |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im März mindestens 4.259 Zivilisten ihr Leben,
weitere 5.557 werden schwer verletzt. |
| 01.03. |
|
Bulgarien tritt dem Dreimächtepakt
bei. Daraufhin rücken deutsche Truppen am folgenden Tag in das Land ein. |
| 01.-02.03. |
|
Das RAF Bomber Command greift mit
100 Flugzeugen Köln an. |
| 04.03. |
|
Großbritannien beginnt mit der
Stationierung von Truppen in Griechenland. |
| 08.03. |
|
Wegen der andauernden Proteste der
Bevölkerung wird über Nordholland das Kriegsrecht verhängt. |
| 09.03. |
|
Die italienische Armee in Albanien
beginnt eine neue Offensive gegen Griechenland, die jedoch in wenigen Tagen
scheitert. |
| 12.-13.03. |
|
Angriffe des RAF auf Bremen und
Hamburg. |
| 15.03. |
|
US-Präsident Franklin D. Roosevelt
verspricht in einer Rede den europäischen Demokratien seine Hilfe. |
| 24.03. |
|
Das deutsche Afrika-Korps unter
Rommel erobert die libysche Stadt El Agheila. |
| 27.03. |
|
Ein Staatsstreich der Armee in
Jugoslawien bringt eine proalliierte Regierung an die Macht. Hitler befiehlt
die Besetzung Jugoslawiens zusammen mit der geplanten Offensive gegen
Griechenland. Mit antisemitischen Gesetzen ordnet Rumänien die Trennung der
Juden von der übrigen Bevölkerung an. |
| 31.03. |
|
Zwischen dem 1.8.1940 und 31.3.1941
sind bei deutschen Luftangriffen rund 37.840 Tonnen Sprengbomben und
2.950.840 Brandschüttkästen abgeworfen worden. Mit einem Bombenabwurfgewicht
von über 20.000 Tonnen führt London die "Erfolgsstatistik" der Luftwaffe an,
gefolgt von Liverpool (2.400 Tonnen), Birmingham (2.000 Tonnen), Southampton
(1.200 Tonnen), Bristol (1.000 Tonnen) und Coventry (900 Tonnen). |
| April |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im April mindestens 6.065 Zivilisten ihr Leben,
weitere 6.929 werden schwer verletzt. |
| 05.04. |
|
Die britische Armee erobert Addis
Abeba, die Hauptstadt der italienischen Kolonie Abessinien. |
| 06.04. |
|
Die deutschen Truppen in Ungarn,
Rumänien und Bulgarien beginnen den Überfall auf Griechenland und
Jugoslawien. Deutscher Angriff auf Jugoslawien
und Griechenland ohne Kriegserklärung. Die Bombardierung von Belgrad führt zu schweren
Sachschäden und mehr als 1500 Todesopfern unter der Bevölkerung. |
| 09.04. |
|
Die deutsche Armee erobert das
griechische Saloniki. |
| 10.04. |
|
Im italienisch und deutsch
besetzten Zagreb wird der neue Staat Kroatien unter Führung der
faschistischen Ustaschabewegung gegründet. |
| 12.04. |
|
Deutsche Einheiten nehmen die
jugoslawische Hauptstadt Belgrad ein. |
| 13.04. |
|
Japan und die Sowjetunion schließen
ein Neutralitätsabkommen. |
| 17.04. |
|
Die jugoslawische Armee kapituliert, am Monatsende ist das griechische Festland besetzt, der
"Balkan-Feldzug" beendet. Durch den Balkankrieg, sowie den Krieg in
Nordafrika verzögert sich der schon bereits seit Dezember 1940
generalstabsmäßig geplante Eroberungsfeldzug gegen die Sowjetunion. |
| 24.04. |
|
Die britische Armee beginnt ihren
Rückzug aus Griechenland. |
| 27.04. |
|
Die deutsche Wehrmacht besetzt
Athen. |
| 01.-07.05. |
|
In fünf Nächten werfen 625 deutsche
Flugzeuge 805 t Sprengbomben und 100 t Brandbomben auf Liverpool-Birkenhead.
Im Hafen werden 18 Schiffe mit 35604 brt versenkt und 25 Schiffe mit 92964
brt beschädigt. Die Umschlagfähigkeit sinkt auf ein Viertel ab. |
| 02.05. |
|
Mussolini propagiert die Annexion
Sloweniens als italienische Provinz. |
| 06.05. |
|
Josef W. Stalin wird Vorsitzender
des Rats der Volkskommissare und damit auch offiziell Regierungschef der
Sowjetunion. Die amerikanische Regierung untersagt wegen der formellen
Anerkennung der japanischen Expansion in Südostasien durch die Sowjetunion
jeglichen Rüstungsgüterexport in die UdSSR. |
| 08.-09.05. |
|
317 britische Flugzeuge greifen
Hamburg und Bremen an. |
| 10.05. |
|
Heß, Stellvertreter Hitlers in der
NSDAP, fliegt nach Schottland, um mit der britischen Regierung über einen
Friedensschluss zu verhandeln. Er wird als Kriegsgefangener interniert und
kurz darauf von Hitler aus allen Parteiämtern entlassen. |
| 10.-11.05. |
|
Letzter schwerer
Angriff der Luftwaffe auf London mit über 500 Maschinen. Es entstehen
schwere Schäden, über 1.200 Menschen werden getötet. Insgesamt haben die
deutschen Luftangriffe auf englische Städte bis zu diesem Zeitpunkt den Tod
von mehr als 40.000 Menschen gefordert. Aufgrund der Vorbereitung für den
Angriff auf die Sowjetunion wird die Angriffstätigkeit gegen Großbritannien
weitgehend eingestellt. Danach wird ein Großteil der dt. Luftflotte nach
Osten verlegt. |
| 18.05. |
|
Der Hauptteil der italienischen
Streitkräfte in Ostafrika kapituliert vor der britischen Armee. |
| 20.05. |
|
Deutsche Fallschirmtruppen beginnen
mit der Eroberung der von Großbritannien besetzten Mittelmeerinsel Kreta. |
| 27.05. |
|
US-Präsident Roosevelt verkündet
den "Nationalen Notstand".
Das deutsche Schlachtschiff "Bismarck" wird im Atlantik von der britischen
Flotte versenkt. Dabei sterben 2.000 Mann. |
| 27.05. |
|
Nach schweren Kämpfen zwischen
deutschen und britisch-griechischen Kräften entscheidet sic die Lage auf
Kreta zu Gunsten der deutschen Invasionstruppen. Die Engländer evakuieren
17000 Mann von der Insel. |
| 30.05. |
|
Abschluss der Besetzung des
griechischen Festlands einschließlich des Peloponnes. Insgesamt 223000
griechische und 21900 britische Soldaten gingen in Gefangenschaft. Deutsche
Verluste während des Balkanfeldzuges: 2559 Tote, 5820 Verwundete und 3169
Vermisste. |
| 20.05. |
|
20.-27.5. - Luftlandeoperation
deutscher Fallschirmjäger gegen die von britischen Truppen besetzten Insel
Kreta. Ziel ist es, eine mögliche Luftbasis für die Bombardierung
rumänischer Ölfelder zu erobern sowie gegenüber Großbritannien eine
Hegemonialstellung im Mittelmeerraum zu gewinnen. |
| 27.05. |
|
Untergang des Schlachtschiffs
Bismarck im Nordatlantik mit über 1200 Besatzungsmitgliedern nach heftigen
Gefechten mit britischen Seestreitkräften. Die deutsche Kriegsmarine setzt
nach dem Verlust ihres größten Schlachtschiffes fast vollständig auf den
U-Bootkrieg. |
| Juni |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im Juni mindestens 399 Zivilisten ihr Leben,
weitere 461 werden schwer verletzt. |
| 06.06. |
|
"Kommissarbefehl" Hitlers zur
Ermordung politischer Offiziere der "Roten Armee" bei ihrer Gefangennahme
durch deutsche Truppen. |
| 12.06. |
|
Eine zusammengefasste Luftoperation
von über 300 Maschinen gegen die wichtigen Eisenbahnknotenpunkte Hamm,
Schwerte, Osnabrück und Soest führt zu keinen sichtbaren Ergebnissen, da die
Angriffziele nicht getroffen werden. |
| 22.06. |
|
Die deutsche Wehrmacht beginnt das
Unternehmen "Barbarossa" gegen die Sowjetunion. Um 3.15 Uhr begann
der deutsche Angriff auf die Sowjetunion ohne Kriegserklärung. Rumänien und
Italien nehmen am Feldzug teil und erklären Russland den Krieg. Im Gefolge der Wehrmacht
befinden sich "Einsatzgruppen" des Sicherheitsdienstes der SS (SD), um Juden
und "unerwünschte Elemente" im rückwärtigen Frontgebiet ermorden sollen. |
| 26.06. |
|
Finnland und Ungarn erklären der
Sowjetunion den Krieg. Kriegserklärung Finnlands an die
UdSSR mit der Erklärung, durch sowjetische Luftangriffe auf finnische Städte
sei der Kriegszustand faktisch schon eingetreten. |
| 29.06. |
|
Die sowjetische Regierung ruft den
"Großen Vaterländischen Krieg" zur Verteidigung des Landes aus. |
| |
|
|
| |
|
|
 |
|
|
|
1941 II |
|
|
| Juli |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im Juli mindestens 501 Zivilisten ihr Leben,
weitere 447 werden schwer verletzt. |
| 02.07. |
|
Einheiten der SS ermorden bei einem
Massaker in Lemberg 7.000 Menschen. |
| 04.07. |
|
Die Kommunistische Partei
Jugoslawiens unter Führung von Josip Broz Tito beschließt einen
Partisanenkrieg gegen die faschistische Besatzung. |
| 08.07. |
|
In der Doppelschlacht bei Bialystok
und Minsk geraten über 320.000 sowjetische Soldaten in deutsche
Kriegsgefangenschaft. |
| 09.07. |
|
In zwei erfolgreichen
Kesselschlachten bei Bialystok und Minsk bricht ein Teil der sowjetischen
Front zusammen. Über 300.000 Soldaten gehen in deutsche
Kriegsgefangenschaft.
Der Staat Jugoslawien wird von der italienischen und deutschen Regierung für
aufgelöst erklärt. |
| 09.07. |
|
Mit der "Transportation Directive"
versucht das Bomber Command den Eisenbahnverkehr in Westdeutschland zu
stören. Mit Hinweis auf die laufenden und geplanten Angriffe gegen
Eisenbahnzentren sagt der britische Premier Winston Churchill dem
sowjetischen Diktatur Joseph Stalin seine Unterstützung zu. Tatsächlich
führen die Luftangriffe auf westdeutsche Bahnhöfe bis in das Frühjahr 1944
hinein zu keinen nennenswerten Störungen. |
| 10.07. |
|
Die finnische Armee beginnt ihre
Offensive in Nordrussland. |
| 12.07. |
|
Großbritannien und die Sowjetunion
schließen ein Beistandsabkommen, das einen einseitigen Frieden mit dem
Deutschen Reich nicht zulässt. |
| 21.-22.07. |
|
Erster deutscher Luftangriff auf
Moskau durch rund 200 Bomber. |
| 30.07. |
|
Stalin empfängt den
Sonderbeauftragten Roosevelts, Hopkins, der die Bereitschaft der USA
ausdrückt, der UdSSR Waffen zu liefern. |
| August |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im August mindestens 169 Zivilisten ihr Leben,
weitere 136 werden schwer verletzt. |
| 05.08. |
|
Am Ende der Kesselschlacht von
Smolensk befinden sich über 310.000 sowjetische Soldaten in deutscher
Kriegsgefangenschaft. |
| 09.-12.08. |
|
Auf der Atlantikkonferenz in der
Bucht von Placentia (Newfoundland, Canada) prallen die unterschiedlichen
Ansichten der westlichen Alliierten bezüglich der zukünftigen Kriegsführung
gegen Deutschland aufeinander. Während Roosevelt einen Schlag aller
Heereseinheiten vom Westen aus bevorzugt, plädiert Churchill dafür,
Deutschland durch Blockade und durch Angriffe von der gesamten Peripherie
sowie durch einen strategischen Bombenkrieg zu besiegen. Die
"Atlantik-Charta", in der sich Churchill und Roosevelt zu gemeinsamen,
allgemeinen Kriegszielen bekennen, wird am 14.8. veröffentlicht. |
| 11.08. |
|
In Japan wird die
Generalmobilmachung verkündet, nachdem sich der Konflikt mit den USA durch
die japanische Expansion in Asien weiter verschärft. |
| 12.-13.08. |
|
Bei dem bisher schwersten
Luftangriff auf Berlin werfen britische Bomber 82 t Bomben. |
| 14.08. |
|
US-Präsident Roosevelt und der
britische Ministerpräsident Churchill verkünden die " Atlantik-Charta" mit
Prinzipien für eine Nachkriegsordnung. Im amerikanischen Parlament wird die
Verlängerung der Wehrdienstzeit um 18 Monate auf viereinhalb Jahre mit einer
Stimme Mehrheit angenommen. |
| 25.08. |
|
Nach einer mehrmonatigen
Vorbereitungszeit legt der zivile Angestellte des britischen
Kriegskabinetts, Mr. Butt, eine detaillierte Studie über die
Treffergenauigkeit der bisherigen Luftangriffe vor: der "Butt Report". Das
Ergebnis dokumentiert den geringen "Erfolg" der bisherigen britischen
Luftoffensive. In der Folge werden die Angriffe auf Einzelziele, wie
Fabriken, Bahnhöfe und Depots, zu Gunsten von Flächenangriffen auf bebaute
Stadtviertel eingestellt. |
| 28.08. |
|
Die sowjetische Regierung
beschließt die Zwangsumsiedlung der Wolgadeutschen nach Sibirien. Auf
ausdrücklichen Befehl Stalins wird der 1932 fertig gestellte Dnepr-Staudamm
vor Ankunft der deutschen Armee gesprengt. |
| 31.08. |
|
Die deutsche Wehrmacht verzeichnet
im "Ostfeldzug" bisher 84.354 getötete Soldaten, ca. 20.000 Vermisste und
292.680 Verwundete. |
| September |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im September mindestens 217 Zivilisten ihr Leben,
weitere 269 werden schwer verletzt. |
| 05.09. |
|
Abschluss der Besetzung Estlands
durch deutsche Truppen. |
| 08.09. |
|
Durch die Eroberung von
Schlüsselburg (Petrokrepost) wird Leningrad (St. Petersburg) von der letzten
Landverbindung abgeschnitten. Die Belagerung von Leningrad durch deutsche Truppen dauert
bis Januar 1944 an, zwischen 800.000 und eine Million Einwohner finden
während der Belagerung den Tod. |
| 09.09. |
|
Britische und kanadische Truppen
besetzen die norwegische Inselgruppe Spitzbergen. |
| 11.09. |
|
US-Präsident Roosevelt befiehlt der
Marine, deutsche und italienische Schiffe in amerikanischen Hoheitsgewässern
sofort zu beschießen. |
| 16.09. |
|
OKW-Chef Wilhelm Keitel ordnet an,
dass in den besetzten Gebieten für jeden getöteten deutschen Soldaten "die
Todesstrafe für 50-100 Kommunisten als angemessen gelten" müsse. |
| 22.09. |
|
Zur Demonstration ihrer
Bündnistreue lässt die britische Regierung alle in dieser Woche produzierten
Panzer direkt in die Sowjetunion transportieren. |
| 26.09. |
|
Ende der Kesselschlacht von Kiew,
über 660.000 sowjetische Soldaten geraten in deutsche Kriegsgefangenschaft. |
| 29.-30.09. |
|
In der Schlucht von Babi-Yar bei
Kiew ermordet das Sonderkommando 4a der Einsatzgruppe C über 33.700
Menschen. |
| Oktober |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im Oktober mindestens 262 Zivilisten ihr Leben,
weitere 361 werden schwer verletzt. |
| 02.-20.10. |
|
Beginn des Angriffs auf Moskau
(Operation "Taifun"). In der Doppelschlacht bei Brjansk und Wjasma bereiten
deutsche Truppen der sowjetischen Armee eine vernichtende Niederlage. Rund
670.000 sowjetische Soldaten geraten in Kriegsgefangenschaft. |
| 16.10. |
|
Die 4. rumänische Armee besetzt mit
Hilfe der Wehrmacht das von der Roten Armee geräumte Odessa. |
| 19.10. |
|
Stalin lässt in Moskau den
Belagerungszustand ausrufen. |
| 20.10. |
|
Beginn der Planungen der
japanischen Marine für den Überfall auf Pearl Harbour. |
| 20.10. |
|
Das in der Ukraine operierende
Einsatzkommando 5 meldet bis zu diesem Datum die Exekution von insgesamt
15.110 Menschen. [Ereignismeldung Nr. 132 v. 12.11.1941] |
| 26.-27.10 |
|
78 britische Flugzeuge werfen 103 t
Bomben auf Hamburg. |
| 30.10. |
|
Die Belagerung der Hafenstadt
Sewastopol auf der Krim durch die Wehrmacht beginnt. |
| November |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im November mindestens 89 Zivilisten ihr Leben,
weitere 155 werden schwer verletzt. |
| 07.-08.11. |
|
Die RAF greift mit 400 Flugzeugen
Deutschland an: Berlin, Mannheim, das Ruhrgebiet und Berlin werden
bombardiert. |
| 13.11. |
|
Die USA beschließen die Bewaffnung
von amerikanischen Handelsschiffen. |
| 25.11. |
|
US-Präsident Roosevelt bricht die
Verhandlungen mit Japan über die Asienkrise ab. |
| Dezember |
|
Durch deutsche Luftangriffe auf
britische Städte verlieren im Dezember mindestens 34 Zivilisten ihr Leben,
weitere 55 werden schwer verletzt. |
| 01.12. |
|
Zwischen dem 4.7. und 1.12.1941
sind vom Einsatzkommando 3 in Litauen mindestens 137.346 Menschen ermordetet
worden. [Gesamtaufstellung der im Bereich des EK. 3 bis zum 1.12.1941
durchgeführten Exekutionen; Bundesarchiv - Zentrale Stelle zur Aufklärung
nationalsozialistischer Verbrechen, Ludwigsburg] |
| 02.12. |
|
Deutsche Truppen
erreichen die Moskauer Vorstädte, werden von starken sowjetischen
Verteidigungseinheiten jedoch am weiteren Vordringen gehindert. |
| 05.12. |
|
Die sowjetische "Kalininfront"
unter Generaloberst Konjew tritt zur Offensive an. |
| 06.12. |
|
Auf Drängen der
Sowjets erklärt Großbritannien den Ländern Rumänien, Finnland und Ungarn den
Krieg. |
| 06.12. |
|
Die sowjetische
"Westfront" unter General Schukow tritt zur Offensive an. |
| 07.12. |
|
Um 7.00 beginnt
der Überfall der japanischen Marine auf den amerikanischen Flottenstützpunkt
Pearl Harbour. 19 Schiffe werden versenkt oder schwer beschädigt. 188
Flugzeuge werden zerstört, 2403 Offiziere und Mannschaften werden getötet,
1178 verwundet. Einen Tag darauf folgt die gegenseitige Kriegserklärung. |
| 11.12. |
|
Deutsche und italienische
Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten von Amerika. |
| 14.12. |
|
Truppen der Wehrmacht müssen sich
vor der vorrückenden Roten Armee aus der Stadt Kalinin zurückziehen. |
| 19.12. |
|
Hitler persönlich übernimmt die
Führung des Oberkommandos des Heeres (OKH) und entlässt mehrere führende
Militärs. Auslöser ist das Scheitern des seit Oktober laufenden Angriffs auf
Moskau infolge des frühen Wintereinbruchs. |
| 23.12. |
|
Das Deutsche Afrika-Korps räumt
Benghasi. |
| 29.12. |
|
Nach einer Offensive der Roten
Armee müssen sich die deutschen Truppen von der Krim zurückziehen. |
| 31.12. |
|
Die deutsche Wehrmacht verzeichnet
seit Beginn des "Unternehmen Barbarossa" rund 174.000 Tote, 36.000 Vermisste
und 604.000 Verwundete. |
| |
|
|
| |
|
|
 |
|
|
|
1942 I |
|
|
| 01.01. |
|
In Washington unterzeichnen 26
Staaten den "Pakt der Vereinten Nationen", der auf der " Atlantik-Charta"
vom August 1941 beruht. |
| 09.01. |
|
Mit einer Offensive gelingt es der
Roten Armee, die deutschen Heeresgruppen Nord und Mitte voneinander zu
trennen. |
| 11.-31.01. |
|
Operation "Paukenschlag". Deutsche
U-Boote versenken vor der Küste der USA 49 Handelsschiffe mit 276173 brt. |
| 12.01. |
|
Rommel räumt mit dem DAK die
Cyrenaika und zieht sich auf die Mersa-Brega-Stellung zurück. |
| 20.01. |
|
Auf der Wannsee-Konferenz wird die
"Endlösung der Judenfrage" erörtert und die Grundlagen für den Mord an
Millionen Menschen gelegt. |
| 26.01. |
|
In Nordirland treffen die ersten
amerikanischen Truppen für den Einsatz in Europa ein. |
| 29.01. |
|
Das deutsche Kontingent in
Nordafrika unter Erwin Rommel erobert mit einer Gegenoffensive die Stadt
Bengasi. |
| 03.02. |
|
Deutscher Gegenangriff führt zur
Einschließung der 33. sowjetischen Armee, des I. Garde-Kavallerie-Korps und
des IV. Luftlande-Korps südöstlich von Wjasma. Die Eingeschlossenen erliegen
erst im April den deutschen Angriffen. |
| 07.02. |
|
Rommels Gegenangriff kommt vor
Tobruk zum Stehen. |
| 12.02. |
|
Die deutschen Schlachtschiffe
"Scharnhorst" und "Gneisenau" durchqueren unbemerkt von den britischen
Streitkräften den Ärmelkanal. Wegen der andauernden Angriffe der Alliierten
wurde die Verlegung der Großeinheiten von Brest (Westfrankreich) nach
Wilhelmshaven angeordnet. |
| 21.01. |
|
Rommel greift mit dem DAK die
britische 8. Armee zur Zurückgewinnung der Cyrenaika an. |
| 22.02. |
|
Auf einer Sitzung des britischen
Verteidigungsausschusses erfolgt die Genehmigung von Flächenangriffen ("Area
Bombing") auf Wohn- und Geschäftsvierteln deutscher Großstädte. |
| 23.02. |
|
Arthur Travers Harris übernimmt den
Befehl über das britische Bomber Command. |
| 02.03. |
|
Die 50. sowjetische Armee versucht
im Gegenangriff die Verbindung mit der von den Deutschen eingeschlossenen 33.
Sowjetarmee herzustellen und zwingt dabei die 4. deutsche Armee zur Aufgabe
von Juchnow. |
| 03.-04.03. |
|
235 britische Maschinen fliegen
einen Einsatz gegen die Renault-Werke in Billancourt, die zu 40% zerstört
werden. Über 340 französische Zivilisten fallen dem britischen Luftangriff
zum Opfer. |
| 08.-09.03 |
|
Mit einem Angriff auf Essen eröffnet
das Bomber Command eine Serie von Flächenangriffen gegen diese Stadt im
Ruhrgebiet, die als "Waffenschmiede des Reiches" galt. Mit Unterbrechungen
werden die Luftangriffe auf Essen bis Juli des Jahres fortgesetzt. Die
entstandenen Sachschäden und Personenverluste stehen allerdings in keinem
"Verhältnis" zu der hohen Anzahl der eingesetzten Maschinen und
Eigenverlusten des Bomber Command. |
| 10.03. |
|
Den französischen Truppen von General Charles de Gaulle
gelingt der Vorstoß in das italienische Libyen. |
| 13.03. |
|
Auf der Halbinsel Kretsch beginnt
der Angriff der sowjetischen "Krim-Front" gegen die deutsche 11. Armee. |
| 23.-26.03. |
|
Der britische Nachschubkonvoi MW10 für Malta wird
von Maschinen des II. deutschen Fliegerkorps angegriffen, 4 Transporter mit
29244 brt wurden versenkt. |
| 28.-29.03 |
|
Erster britischer Flächenangriff mit rund
230 Maschinen auf Lübeck. Die historische Altstadt wird durch den
Massenabwurf von Brand- und Sprengmunition fast vollständig zerstört.
Mindestens 312 Menschen finden den Tod. |
| April |
|
Beginn der Massendeportationen von
Juden aus dem Deutschen Reich, später auch aus den von deutschen Truppen
besetzten Ländern Westeuropas. Das bei der Deportation beschlagnahmte
Eigentum wird unter anderem "Ausgebombten" und "Bombengeschädigten" in
Deutschland zur Verfügung gestellt. |
| 11.04. |
|
Zur Entlastung der russischen Front
kündigt der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt eine Offensive von
US-Truppen an. |
| 14.04. |
|
Großbritannien und die USA einigen
sich auf die Planung einer Invasion in Nordfrankreich für das Jahr 1943. |
| 15.04. |
|
Die Reste der Anfang Februar
eingeschlossenen 33. sowjetischen Armee im Raum südlich Wjasma werden
vernichtet. |
| 17.04. |
|
Ein Angriffsverband von 12
viermotorigen Lancaster-Bomber greift die MAN-Motorenwerke in Augsburg an,
in denen Dieselmotoren u. a. für U-Boote gefertigt werden. Acht Maschinen
bombardieren im Tiefflug die Stadt und die Werksanlagen. |
| 18.04. |
|
Mit Beginn der Tauwetterperiode
kommen die Kampfhandlungen in Russland weitgehend zum Erliegen. Der deutsche
Nachschub bricht fast völlig zusammen. |
| 23.04. |
|
23./24.-26./27.4. - Eine Serie von
Flächenangriffen richtet sich in vier Nächten gegen Rostock, wo besonders in
der letzten Angriffsnacht schwere Zerstörungen entstehen. Etwa 60% der
bebauten Stadtfläche wird durch Feuer zerstört, mindestens 204 Menschen
getötet. |
| 25.04. |
|
25./26.-26./27.4. - Die Luftwaffe
fliegt mit über 240 Maschinen zwei Nachtangriffe auf die englische Stadt
Bath, deren historische Altstadt schwer getroffen wird. Mehr als 400
Menschen werden getötet, über 850 schwer verletzt. Mit diesem Angriff
beginnen die "Baedecker Raids" der Luftwaffe, die sich vor allem gegen
kulturhistorisch bedeutsame Städte Englands richten. |
| 03.-04.05. |
|
Aus Anlass des 100-jährigen
Jahrestags des "Großen Feuers" in Hamburg greift das Bomber Command die
Hansestadt an, in der 54 Großfeuer entstehen und mindestens 77 Menschen
getötet werden. |
| 04.-08.05. |
|
Seeschlacht im Korallenmeer
zwischen amerikanischen und japanischen Verbänden. Es ist die erste
Trägerschlacht der Geschichte. |
| 06.05. |
|
Japanische Truppen erobern die
Felseninsel Corregidor und schließen damit die Eroberung der Philippinen
ab. |
| 10.05. |
|
Der britische Ministerpräsident
Churchill warnt in einer Rundfunkansprache die deutsche Armee vor dem
Einsatz von Giftgas. Zuvor waren Gerüchte über ein solches Vorhaben in
Russland bekannt geworden. |
| 08.-18.05. |
|
Die deutsche 11. Armee tritt an der
Kretsch-Front zur Offensive zur Eroberung der Halbinsel Krim an. Die 11.
Armee erobert Kretsch an der Ostspitze der Krim. |
| 26.05. |
|
Offensive der deutsch-italienischen
Panzerarmee unter Rommel an der Ghsala-Front.
Der britische Außenminister Robert Anthony Eden und sein sowjetischer
Amtskollege Wjatscheslaw M. Molotow unterzeichnen einen Bündnisvertrag
beider Staaten gegen das Deutsche Reich. |
| 28.05. |
|
Abschluss der Kesselschlacht bei
Charkow, bei der 239.306 sowjetische Kriegsgefangene in deutsche Hände
fallen. |
| 28.05. |
|
Mexiko erklärt Deutschland und
Italien den Krieg. |
| 30.-31.05. |
|
In der Operation "Millenium"
greifen über 1000 Maschinen die Rheinmetropole Köln an. In der Stadt
entstehen schwere Sachschäden, über 450 Menschen finden den Tod. Zwei
weitere "1000-Bomber-Angriffe" in den folgenden Nächten gegen Essen und
Bremen. |
| 31.05. |
|
Angriff der deutschen Luftwaffe auf
Canterbury. |
| 05.06. |
|
Die USA erklären Rumänien, Ungarn
und Bulgarien den Krieg. |
| 07.06. |
|
Beginn des deutschen Angriffs auf
die Seefestung von Sewastopol auf der Halbinsel Krim. Bis zum 1.7. werden
gegen die massiven Bunkeranlagen nicht nur schwere Luftangriffe geflogen,
sondern auch Riesengeschütze eingesetzt. Rund 6.000 deutsche und 1.900
rumänische Soldaten finden den Tod, von der sowjetischen Besatzung überleben
etwa 97.000 Soldaten, die in deutsche Kriegsgefangenschaft gelangen. |
| 10.06. |
|
Die Panzerarmee in Afrika
eroberte Bir Hachim. Die Briten ziehen sich in Richtung auf die ägyptische
Grenze zurück. |
| 21.06. |
|
Die Panzerarmee in Afrika eroberte
die Festung Tobruk. 33000 englische und Commonwealth-Soldaten gingen in
Gefangenschaft. |
| 23.06. |
|
Benito Mussolini stimmt dem
Angriffsplan von Rommel zu, der mit deutschen und italienischen Einheiten in
das britische Ägypten einrücken will. Mussolini reist nach Libyen, um sich
auf seinen triumphalen Einzug in Kairo vorzubereiten. |
| 25.06. |
|
Generalmajor Dwight D. Eisenhower
übernimmt den Oberbefehl über die amerikanischen Truppen in Europa. |
| 27.06. |
|
27./28.-28./29.6. - Zwei
Bombenangriffe der Luftwaffe mit rund 100 Maschinen haben die englische
Stadt Weston super Mare zum Ziel. Mindestens 102 Personen kommen ums Leben,
weiter 400 werden schwer verletzt. |
| 28.06. |
|
Beginn der deutschen
Sommeroffensive an der Ostfront. Die "Armeegruppe v. Weichs" trat um 2.15
Uhr aus dem Raum Kursk zum Angriff auf die sowjetische Brjansker Front an. |
| 30.06. |
|
Der Nachschub der Panzerarmee in
Afrika ist erschöpft. Sie erreicht 100 km westlich von Alexandria die Enge
bei El Alamein. |
| 30.06. |
|
Der amerikanische Kongress
verabschiedet mit über 42 Milliarden Dollar den bisher größten
Rüstungshaushalt der amerikanischen Geschichte. |
| |
|
|
| |
|
|
 |
|
|
|
1942 II |
|
|
| 01.07. |
|
Die 11. deutsche Armee erobert die
Seefestung Sewastopol. |
| 03.07. |
|
Generalfeldmarschall Erwin Rommel
bricht den dreitägigen Versuch, durch die El-Alamein-Stellung der
8.britischen Armee zu brechen, ab. |
| 04.07. |
|
Nach Einnahme der Halbinsel
Chersones ist die gesamte Krim erobert. |
| 06.07. |
|
Die deutsche Wehrmacht erobert die
russische Stadt Woronesh. |
| 08.07. |
|
Erste Operationsphase der deutschen
Sommeroffensive ist abgeschlossen. Die sowjetische Front zwischen Don und
Donez konnte in Wanken gebracht werden, es gelang aber nicht, wesentliche
Teile der Roten Armee zu vernichten. |
| 12.07. |
|
Abschluss der Kampfhandlungen
gegen den Wolchow-Kessel: 32759 Rotarmisten gingen in Gefangenschaft,
darunter General Wlassow. |
| 13.07. |
|
Die sowjetische Militärführung
ordnet den Rückzug der Roten Armee auf die Wolga-Kaukasus-Linie an. |
| 21.07. |
|
21./22.-25./26.7. - Dreitägige
Angriffsserie auf Duisburg, bei der die bisher schwersten Sachschäden und
höchsten Personenverluste, mindestens 110 Menschen, entstehen. |
| 29.-30.07. |
|
Bei einem Flächenangriff auf
Saarbrücken werden etwa 155 Menschen getötet und große Gebäudeschäden
angerichtet. |
| 07.-11.08. |
|
Die 6. Armee unter General Paulus
greift sowjetische Kräfte westlich Kalatsch an: sie macht 35000 Gefangene. |
| 31.07.-01.08. |
|
Ein Flächenangriff auf Düsseldorf
fordert mindestens 279 Todesopfer in der rheinischen Verwaltungsmetropole
sowie in Neuss. Etwa 484 Maschinen (von 630 eingesetzten Flugzeugen),
darunter erstmalig auch über 100 viermotorige "Lancaster"-Bomber, werfen
rund 900 Tonnen |
| 06.08. |
|
US-Präsident Roosevelt ernennt
General Eisenhower zum Oberbefehlshaber für die geplante alliierte Landung
in Nordafrika. |
| 19.08. |
|
Auf Druck Stalins versuchen die
Alliierten einen Landungsversuch bei Dieppe an der französischen Kanalküste,
den die Wehrmacht abwehren kann. |
| 19.08. |
|
General Paulus gibt der 6. Armee
den Befehl zum Angriff auf Stalingrad. |
| 21.08. |
|
Eine Gruppe des
Gebirgsjäger-Regiments 39 hisst die Kriegsflagge auf dem Elbrus, dem
höchsten Berg des Kaukasus. |
| 23.08. |
|
Eine italienische Kavallerieeinheit
greift sowjetische Soldaten in der Nähe von Stalingrad (heute: Wolgograd)
an. Es ist der letzte Einsatz von Reiterei in der Kriegsgeschichte. |
| 25.08. |
|
Für Stalingrad wird der
Belagerungszustand erklärt. |
| 30.08. |
|
Beginn einer letzten Offensive der
deutsch-italienischen Panzerarmee aus dem Südteil der El-Alamein-Front. Sie
muß am 2. September abgebrochen werden. |
| 03.09. |
|
Deutsche Truppenteile kämpfen bis
auf 8 km an den Stadtrand von Stalingrad heran. |
| 12.09. |
|
U 156 versenkt im Mittelatlantik
den britischen Truppentransporter "Laconia" mit 1800 italienischen
Kriegsgefangenen an Bord. Bei der Rettung der Schiffsbrüchigen wird das
U-Boot bombardiert. Daraufhin erlässt Admiral Dönitz den Befehl, in
Zukunft solche Rettungsaktionen zu unterlassen. ("Laconia-Befehl") |
| 13.09. |
|
Der bisher größte alliierte
Nachschubkonvoi für die Sowjetunion mit über 40 Frachtschiffen wird im
Nordmeer von deutschen Verbänden angegriffen und erleidet schwere Verluste. |
| 19.-20.09. |
|
Die RAF greift München an,
insgesamt 34 Zivilisten kommen ums Leben. |
| 04.10. |
|
Stalin kritisiert in einem
Interview die mangelhafte Unterstützung der Sowjetunion durch die alliierte
Kriegspolitik. |
| 11.-12.10. |
|
Seeschlacht bei Cape Esperance.
Japanische Kreuzer werden von amerikanischen Kreuzern bei Guadalcanal
angegriffen, die Japaner verlieren 2 Schiffe. |
| 23.10. |
|
Die britische Gegenoffensive der
britischen 8. Armee unter Montgomery gegen das deutsch besetzte Al Alamain
beginnt. |
| 03.11. |
|
Hitler befiehlt dem
Oberbefehlshaber der Truppen in Nordafrika Rommel: "Halten um jeden Preis." |
| 04.11. |
|
Rommel widersetzt sich dem
"Halte-Befehl" Hitlers und zieht sich mit seinen Truppen weiter zurück. |
| 07.-08.11. |
|
Landung amerikanisch-englischer
Truppen in Marokko und Algerien unter dem Oberbefehl von General Eisenhower. |
| 10.11. |
|
Während Hitler den französischen
Ministerpräsidenten Laval zum Kampf gegen die Alliierten in Nordwestafrika
bewegen will, verhandelt Staatschef Pétain geheim mit den Westmächten über
einen Waffenstillstand. |
| 10.11. |
|
Nach schweren Kämpfen ist der
deutschen 6. Armee unter Generalmajor Friedrich Paulus die Einnahme
Stalingrads gelungen. |
| 11.11. |
|
7.00 Uhr überschreiten deutsche und
italienische Truppen die im Waffenstillstandsvertrag festgelegte
Demarkationslinie zum unbesetzten Frankreich
der Vichy-Regierung. |
| 13.11. |
|
Tobruk wird von der britischen
Armee erobert. |
| 17.11. |
|
Erste Kampfhandlungen zwischen den
deutschen Truppen in Tunesien und den alliierten Verbänden 50 km westlich
von Biserta. |
| 19.11. |
|
5.00 Uhr: Beginn der sowjetischen
Gegenoffensive bei Stalingrad. |
| 22.11. |
|
Die sowjetischen Verbände schließen
die 6. Armee und weitere deutsche und rumänische Verbände, insgesamt 250000
Mann, bei Stalingrad ein. |
| 23.11. |
|
Erster systematischer Bombenangriff
der Briten auf Berlin. |
| 25.11. |
|
Beginn der Luftversorgung des
Kessels von Stalingrad. |
| 27.11. |
|
Um die Übernahme der französischen
Flotte durch die Alliierten zu verhindern, besetzten deutsche Panzertruppen
den französischen Hafen Toulon. Die Kriegsflotte der Vichy-Regierung
versenkt sich daraufhin selbst. |
| 01.12. |
|
Mussolini fordert von Hitler die
Beendigung des Krieges gegen die Sowjetunion. |
| 04.12. |
|
Mit der Bombardierung Neapels
fliegt die US-Luftwaffe die ersten Angriffe auf Italien. Die Alliierten
wollen die Nachschubwege nach Nordafrika unterbrechen. |
| 12.12. |
|
Die Wehrmacht beginnt einen
Entlastungsangriff gegen die sowjetische Einkreisung von Stalingrad. |
| 16.12. |
|
Beginn der Offensive der "Woronesch-Front". Der
für die Versorgung Stalingrads wichtige Versorgungsflughafen Tazinskaja wird
von der Roten Armee erobert. Die dort stationierten Versorgungsflugzeuge
erhalten ihre Starterlaubnis erst, als Panzer auf sie feuern. |
| 21.12. |
|
Der Angriffsgruppe der 4.
Panzerarmee gelingt es, bis auf 48 km an den Kessel von Stalingrad
heranzukommen. Hier scheitert der weitere Angriff am Widerstand der Russen. |
| 22.-23.12. |
|
Der Ausbruch der 6. Armee zur 4.
Panzerarmee wird von Hitler verboten. |
| 27.12. |
|
Der gefangene sowjetische General
Andrej A. Wlassow (1901-1946) beginnt die Ausbildung sowjetischer
Kriegsgefangener für eine antikommunistische Armee. |
| 28.12. |
|
Die im Kaukasus stehende deutsche
Heeresgruppe wird zurückgezogen, um eine Einschließung durch die vorrückende
Rote Armee zu verhindern. |
| |
|
|
| |
|
|
 |
|
|
|
1943 I |
|
|
|
01.01. |
|
Der Rückzug der Wehrmacht aus dem
Kaukasus beginnt. |
|
05.01. |
|
Bulgarien sagt den Achsenmächten
seine Unterstützung im Falle einer alliierten Offensive auf dem Balkan zu. |
|
10.01. |
|
Da Generaloberst Friedrich Paulus
die Kapitulation der eingeschlossenen deutschen 6. Armee ablehnt, beginnt
die Rote Armee die Eroberung von Stalingrad. |
|
14.-24.01. |
|
Auf der Konferenz von Casablanca
beraten US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische
Ministerpräsident Winston Churchill über die Fortführung des Kriegs. Sie
fordern eine bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Es wird die "Kombinierte
Bomberoffensive" gegen das Deutsche Reich und seinen Satellitenstaaten
beschlossen. Während die 8. USAAF vor allem Tagangriffe auf Industrie- und
Verkehrsziele fliegen soll, bleiben nächtliche Flächenangriffe die
Hauptaufgabe des Bomber Command der Royal Air Force. |
|
18.01. |
|
Der Roten Armee gelingt es, den
deutschen Belagerungsring um Leningrad (heute: St. Petersburg) aufzubrechen. |
|
19.01. |
|
Rumänien schlägt Italiens
Staatschef Benito Mussolini vor, im Namen der Verbündeten des Deutschen
Reichs mit den Westalliierten Kontakt aufzunehmen. |
|
20.01. |
|
Die deutschen Truppen in Stalingrad
werden durch russische Truppen in zwei Teile getrennt. Hitler verbietet die
Kapitulation der verbleibenden Truppen. |
|
20.01. |
|
In Jugoslawien beginnt der
Partisanenkrieg. Deutsche, italienische und kroatische Truppen versuchen,
die Partisanen unter Tito zu vernichten. Diese können jedoch in die
italienische Besatzungszone entkommen. |
|
21.01. |
|
Die deutschen und italienischen
Verbände in Nordafrika ziehen sich nach Tripolis zurück. |
|
25.01. |
|
In Marseille findet eine Großrazzia
statt, bei der 40.000 Menschen zur Deportation verhaftet werden. |
|
25.01. |
|
Die deutschen Truppen in Stalingrad
werden in zwei Kessel getrennt. |
|
31.01. |
|
Gegen den ausdrücklichen Befehls
Hitlers kapituliert der südliche Kessel von Stalingrad unter Generaloberst
Paulus. Zuvor hatte Paulus auf Anweisung Hitlers jeglichen Versuch
unterlassen, aus dem Kessel auszubrechen. |
|
02.02. |
|
Mit der Kapitulation der Nordtruppe
unter General Strecker in Stalingrad gehen über 100.000 Soldaten in
sowjetische Gefangenschaft. |
|
10.02. |
|
Die amerikanische Regierung erhöht
in Betrieben, die für den Staat und die Kriegsproduktion arbeiten, die
Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden. |
|
14.02. |
|
Um der Roten Armee nur "verbrannte
Erde" zu hinterlassen, ordnet Hitler für den Rückzug der Wehrmacht im Osten
die völlige Zerstörung an. |
|
15.02. |
|
Nach mehrmonatiger
Vorbereitungszeit werden im Deutschen Reich die ersten jugendlichen
Luftwaffenhelfer "eingezogen". |
| 16.02. |
|
Sowjetische Einheiten beginnen die
Eroberung Charkows (Ukraine). |
| 18.02. |
|
Im Berliner Sportpalast erklärt Dr.
Joseph Goebbels den "Totalen Krieg". An der "Heimatfront" erfolgen daraufhin
zahlreiche Maßnahmen, die das gesellschaftliche, kulturelle und
wirtschaftliche Leben noch mehr einschränken. |
|
21.02. |
|
Die Geschwister Scholl und
Christoph Probst werden als Angehörige der Münchener Widerstandsbewegung
"Weiße Rose" zum Tode verurteilt und hingerichtet. |
| 23.02. |
|
Rommel fasst die verbleibenden
deutschen und italienischen Truppen in Afrika zur Heeresgruppe Afrika
zusammen. Der Versuch, den Kasserine-Pass nach Nordwesten zu überschreiten,
misslingt. |
| 01.-02.03. |
|
Schwerer Luftangriff auf Berlin:
20000 Häuser werden zerstört, 711 Personen kamen ums Leben. |
| 02.03. |
|
Die Sowjetunion lehnt die Forderung
der polnischen Exilregierung ab, die gemeinsame Grenze von 1939
wiederherzustellen, und beansprucht das von ihr besetzte Gebiet. |
| 04.03. |
|
Ein kleiner Angriffsverband von 19
viermotorigen B-17 greift in den Vormittagstunden die Bahnanlagen von Hamm
an. Es handelt sich um den ersten Luftangriff der 8. USAAF auf ein Ziel tief
im deutschen Hinterland. In Hamm werden mindestens 150 Menschen getötet und
der Personenbahnhof schwer beschädigt. |
| 05.03. |
|
5./6.3.-31.7. - Mit einem Angriff
auf Essen eröffnet das Bomber Command die "Battle of the Ruhr", die erste
umfassende Luftoffensive gegen das Deutsche Reich. Zwischen März und Juli
1943 werden zahlreiche Flächenangriffe auf Großstädte im Rheinland und im
Ruhrgebiet geflogen. Rund 15000 Menschen sowie über 6000 Mitglieder
britischer Bombercrews sind am Ende der Luftoffensive Todesopfer der
Angriffe.
Die Stadt Essen wird als "Waffenschmiede" des Deutschen Reichs angesehen. In
den weltbekannten Krupp-Werken werden Teile für Panzer, Kriegsschiffe und
Flugzeuge sowie auch Geschütze und Artilleriemunition gefertigt. Während der
"Battle of the Ruhr" kommt es zu zahlreichen schweren Flächenangriffen. |
| 06.03. |
|
Rommel versucht eine letzte
vergebliche Offensive gegen die britische 8.Armee in Nordafrika |
| 09.03. |
|
Der inzwischen erfolglos kämpfende
Rommel wird von seinem Kommando über die Heeresgruppe Afrika entbunden. Sein
Nachfolger wird Generaloberst Hans-Jürgen von Arnim. |
| 20.03. |
|
Im Atlantik versenken deutsche
U-Boote bei der größten Geleitzugschlacht des Kriegs 21 Schiffe der
Alliierten. |
| 01.04. |
|
Bei dreitägigen Verhandlungen in
Rom versucht der ungarische Ministerpräsident, den italienischen Staatschef
Mussolini zu einem Seperatfriedensangebot zu bewegen. |
| 07.04. |
|
Mit dem Zusammentreffen britischer
und amerikanischer Verbände beginnt die Einkesselung der
deutsch-italienischen Truppen in Tunesien. |
| 07.04. |
|
Bei einem Besuch in Salzburg drängt
Mussolini Hitler erneut zu einem Frieden mit der Sowjetunion. |
| 13.04. |
|
In Katyn (bei Smolensk) werden die
Leichen von 4.000 polnischen Offizieren entdeckt, die 1940 von Sowjets
ermordet worden sind. Zunächst hielt man deutsche Einheiten für das Massaker
verantwortlich. |
| 14.04. |
|
Im Konzentrationslager (KZ)
Sachsenhausen stirbt Josef W. Stalins ältester Sohn. Noch kurz zuvor hatte
Stalin die Gefangennahme seines Sohns geleugnet. |
| 18.04. |
|
Mit der Anordnung zum Rücktransport
endet der Einsatz italienischer Einheiten an der Ostfront. |
| 19.04. |
|
Mit einer alliierten Großoffensive
beginnt der Endkampf in Tunesien. |
| 05.05. |
|
In Tunesien beginnen britische
Streitkräfte mit ihrer letzten Offensive gegen die deutschen Panzerverbände. |
| 07.05. |
|
Mit der Einnahme von Tunis durch
alliierte Truppen wird die deutsch-italienische Heeresgruppe Afrika in zwei
Teile gespalten. |
| 12.05. |
|
US-Präsident Roosevelt stimmt der
Ausweisung der Sudetendeutschen aus der "Tschechei" nach Kriegsende
grundsätzlich zu. |
| 13.05. |
|
Die Heeresgruppe Afrika
kapituliert. |
| 15.05. |
|
Stalin lässt die Kommunistische
Internationale (Komintern) auflösen, um sich der alliierten Unterstützung zu
versichern. |
| 16.-17.05. |
|
In einer Spezialoperation, der
Operation "Chastise" ["Züchtigung"], gelang es dem Bomber Command in der
Nacht zum 17. Mai 1943 mit "Rollbomben" die massiv gebaute Staumauer der 1913 eingeweihten
Möhne- und Edertalsperre zu zerstören.
In den Wasserfluten im Möhne- und Ruhrtal finden mindestens 1500 Menschen
den Tod, darunter Hunderte ausländischer Zwangsarbeiter. Die Staudämme
werden bis Oktober 1943 von der Organisation Todt (OT) = militärisch
organisierte Bautruppe wieder aufgebaut. Intention des Angriffs war die Vorstellung der
Zielplaner, das Ruhrgebiet durch Wasser- und Energiemangel lahm zulegen
sowie die Verkehrsverbindungen im Ruhrtal zu zerstören.
So verfügte die OT gegen
Ende 1944 über 1.360.000 Arbeitskräfte, davon 14.000 "wehruntaugliche"
Deutsche und 22.000 KZ-Häftlinge. Die restlichen Arbeitskräfte bestanden aus
Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen. Infolge der brutalen Behandlung und
Lagerbedingungen, die OT kooperierte eng mit der Gestapo und SS, erwies sich
der OT-Arbeitseinsatz für die beschäftigten Zwangsarbeiter und
Kriegsgefangenen als besonders hart und unmenschlich. |
| 23.-24.05. |
|
Über 960 britische Bomber fliegen
auf Dortmund den bisher schwersten Luftangriff gegen eine deutsche
Stadt. Über 600 Menschen finden den Tod. |
| 24.05. |
|
Nach schweren Verlusten lässt der
Oberbefehlshaber der Marine, Großadmiral Karl Dönitz, den U-Bootkrieg
"vorläufig" einstellen. Tatsächlich werden die deutschen U-Boot bis
Kriegende keine nennenswerte "Erfolge" mehr erzielen. Die "Wunderwaffen" der
Kriegsmarine, Elektro-U-Boote mit leistungsstarken Akkumulatoren, kommen
erst 1945 in geringen Stückzahlen zum Einsatz. Alliierte Bombenangriffe
haben die Verkehrswege zu den Bauwerften unterbrochen und Zulieferbetriebe
für Batterien und Motoren zerstört. |
| 29.-30.05. |
|
In Wuppertal entstehen nach einem
Luftangriff von rund 650 britischen Flugzeugen auf den Stadtteil Barmen
verheerende Flächenbrände, die sich teilweise zu einem "Feuersturm"
entwickeln. Etwa 3400 Menschen finden den Tod. Ein weiterer Flächenangriff
des Bomber Command am 24./25.6. bewirkt ähnlich umfangreiche Sachschäden im
Stadtteil Elberfeld, wo rund 1800 Menschen getötet werden. |
| 31.05. |
|
Nach Verhandlungen mit dem
französischen Befreiungskomitee schließen sich französische Kriegsschiffe,
die im Hafen von Alexandria liegen, der alliierten Flotte an. |
| Juni |
|
Schließung der Schulen in
"luftgefährdeten" Städten des Rheinlands und Ruhrgebiets: Beginn der
erweiterten Kinderlandverschickung (KLV) und Verlegung ganzer Schulen in als
"bombensicher" geltende Regionen, z.B. Südwestdeutschland, Bayern,
Ostpreußen, Sudentenland, Böhmen und Mähren. |
| 09.-10.06. |
|
An der Ostfront bombardieren 132
deutsche Bomber das Gummikombinat Jaroslawl. |
| 10.06. |
|
Die Westalliierten beginnen mit
ihrer kombinierten Bomberoffensive gegen Deutschland. Die Briten
bombardieren nachts, die Amerikaner tagsüber. |
| 11.-12.06. |
|
Bei schweren Bombenangriffen
werfen 693 britische Bomber 1968 t Bomben auf Düsseldorf. |
| |
|
|
| |
|
|
 |
|
|
|
1943 II |
|
|
| 05.07. |
|
Die Operation "Zitadelle" beginnt.
Ziel ist die Einnahme der Stadt Kursk und damit die Einkesselung der im
Kursker Bogen stationierten russischen Verbände. Dies war die letzte große
Offensive der Wehrmacht an der Ostfront. Sie muss bald darauf abgebrochen
werden. |
| 10.07. |
|
Ohne auf großen Widerstand zu
stoßen, landen amerikanische und britische Truppen auf Sizilien. |
| 15.07. |
|
Als Vergeltung für
Partisanenangriffe verüben die Deutschen im polnischen Bezirk Bialystok
Terrorakte: Dörfer werden zerstört, ihre Einwohner ermordet. |
| 17.07. |
|
Die Operation "Zitadelle" wird nach
anfänglichen Erfolgen abgebrochen. Es war die letzte Offensive der
Wehrmacht an der Ostfront. |
| 19.07. |
|
Bei Besprechungen mit Hitler in
Feltre (Venetien) erfährt Mussolini vom ersten Bombenangriff der Alliierten
auf Rom. |
| 20.07. |
|
Das Sprengstoffattentat auf Hitler
scheitert. Die Widerständler aus bürgerlichen und militärischen Kreisen
werden in den folgenden Monaten inhaftiert, in Schauprozessen vor dem
Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und in der Regel
exekutiert. |
| 22.07. |
|
Amerikanische Einheiten marschieren
in Palermo ein. |
| 24.07. |
|
Mussolini wird vom "Großen
Faschistischen Rat" abgesetzt und einen Tag später auf Befehl von König
Viktor Emanuel III. verhaftet. |
| 24.07. |
|
24./25.7.-3.8. - In der mehrtägigen
Operation "Gomorrha" gegen Hamburg bombardieren britische und amerikanische
Bomberverbände die Millionenstadt Hamburg. Rund 40000 Menschen finden in in
einer "Feuersturmnacht" und bei den anderen Luftangriffen den Tod, etwa
900000 Personen werden "obdachlos". |
| 27.07. |
|
Der neue italienische
Ministerpräsident Marschall Pietro Badoglio (1871-1956) löst die
faschistische Partei und den "Großen Faschistischen Rat" auf. Am nächsten
Tag erklärt Badoglio die Fortsetzung des Kriegs gegen die Alliierten. |
| 30.07. |
|
General de Gaulle bildet in Algier
eine französische Exilregierung. |
| 31.07. |
|
Rom wird zur "offenen Stadt"
erklärt. |
| 01.08. |
|
Einheiten der Wehrmacht überqueren
die italienische Grenze und bereiten sich auf die Machtübernahme in Ober-
und Mittelitalien vor. |
| 12.08. |
|
In Lissabon verhandeln italienische
Vertreter mit den Alliierten über Waffenstillstandsbedingungen. |
| 17.08. |
|
Die Besetzung Siziliens durch die
Alliierten ist abgeschlossen. Die letzten Truppen der Achsenmächte räumen
Sizilien. |
| 17.-18.08 |
|
596 Maschinen starten für einen
Angriff (Operation "Hydra") auf die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde, um
das damalige Entwicklungs- und Produktionszentrum von Raketenwaffen zu
zerstören. |
| 22.08. |
|
Russische Verbände umfassen die
Stadt Charkow in der Ukraine, die am folgenden Tag erobert wird. |
| 24.08. |
|
Großbritannien und die USA erkennen
das Nationalkomitee de Gaulles in Algier an. |
| 03.09. |
|
Italien und die Alliierten einigen
sich auf einen zunächst geheim gehaltenen Waffenstillstand. |
| 03.09. |
|
Die 8. britische Armee landet in
Kalabrien. |
| 07.-09.09. |
|
Die 17. deutsche Armee räumt den
Kuban-Brückenkopf. 200000 Mann können mit ihrer Ausrüstung auf die Krim
überführt werden. |
| 08.09. |
|
General Eisenhower gibt den
Waffenstillstand mit Italien bekannt. |
| 08.09. |
|
Die deutsche Wehrmacht beginnt den
Rückzug aus dem Donezbecken |
| 09.09. |
|
Ungarn einigt sich mit den
Westmächten auf den Abschluss eines Waffenstillstands. |
| 09.09. |
|
Bei der Kapitulation der
italienischen Verbände fallen den Partisanen Titos große Mengen an Waffen
und Ausrüstung in die Hände.
Amerikanische Landung der 5. Armee bei Salerno auf dem italienischen
Festland. |
| 10.09. |
|
Deutsche Truppen besetzen Rom und
die Alpenpässe. |
| 12.09. |
|
Deutsche Fallschirmjäger befreien
den gestürzten Mussolini aus seinem Gefängnis auf dem Gran Sasso und bringt
ihn zu Hitler in die "Wolfsschanze" (bei Rastenburg/Ostpreußen). |
| 13.09. |
|
Französische Truppen de Gaulles
landen auf Korsika. |
| 18.09. |
|
In einer Rundfunkansprache ruft
Mussolini von München aus die "Soziale Republik Italien" mit einer
faschistischen Gegenregierung aus. |
| 21.09. |
|
Die Wehrmacht berichtet über die
erfolgreiche Entwaffnung italienischer Einheiten. Der Entwaffnung
widersetzen sich in Griechenland viele Verbände, rund 4.000 italienische
Soldaten werden von Deutschen getötet. |
| 21.09. |
|
Auf 80 km Breite geling der
russischen "Zentral-Front" der Übergang über den Dnjepr und der Einbruch in
die eben gebaute "Panther-Stellung". |
| 22.09. |
|
Schwerer britischer Luftangriff auf
Hannover. 2357 t fallen auf Hannover. |
| 24.09. |
|
Smolensk wird von der Heeresgruppe
Mitte aufgegeben. |
| 01.10. |
|
Die alliierten Truppen ziehen in
Neapel ein. |
| 04.10. |
|
Hitler will Italien auf der Linie
Gaeta-Ortona verteidigen. |
| 05.10. |
|
Die Deutschen räumen die Insel
Korsika. |
| 06.10. |
|
Aufhebung des Ausnahmezustands in
Dänemark. |
| 13.10. |
|
Die italienische Regierung unter
Marschall Badoglio erklärt dem Deutschen Reich den Krieg. Die Westmächte
erkennen Italien als Verbündeten an. |
| 14.10. |
|
Bei einem Tagesangriff auf
Schweinfurt gehen von 291 amerikanischen Bombern 77 verloren, 121 werden
beschädigt. Herbstkrise der amerikanischen Tagesangriffe. |
| 17.10. |
|
Zum ersten Mal tauschen die
Alliierten und das Deutsche Reich verletzte Kriegsgefangene aus. |
| 19.10. |
|
Bei einem Treffen der Außenminister
der Sowjetunion, der USA und Großbritanniens in Moskau werden die
Verurteilung des NS-Regimes durch einen internationalen Gerichtshof und
Gebietsabtretungen des Deutschen Reichs beschlossen. |
| 22.10. |
|
In Italien wird die 15. USAAF zur
Führung des strategischen Luftkriegs im Süden gebildet. |
| 24.10. |
|
Russischen Truppen gelingt der
Durchbruch bei Dnjepropetrowsk. Die deutsche Verteidigung wird auf 150 km
aufgerissen. |
| 28.10. |
|
Hitler stoppt die bereits befohlene
Räumung der Krim. Die 17. Armee soll die Krim verteidigen. |
| 01.11. |
|
Ein sowjetischer Vorstoß zum Dnepr
schneidet die deutschen Einheiten auf der Krim von den Landverbindungen ab. |
| 03.11. |
|
In seiner letzten strategischen
Weisung an das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) ordnet Hitler die
Konzentration auf die Verteidigung im Westen an. |
| 06.11. |
|
Die ukrainische Hauptstadt Kiew
wird von der Roten Armee zurückerobert. Die Schlacht im Dnjepr-Bogen dauert
an. |
| 08.11. |
|
In seiner letzten Rundfunkansprache
fordert Hitler ein rigoroses Vorgehen gegen Defaitisten und Kriegsgegner. |
| 18.11.-03.12. |
|
Fünf schwere Luftangriffe auf
Berlin, bei denen 2700 Personen ums Leben kamen. |
| 27.11.-02.12. |
|
Konferenz von Teheran. Stalin,
Churchill und Roosevelt einigen sich über die Teilung Deutschlands nach dem
Krieg. |
| 29.11. |
|
Josip Broz Tito wird vom
Partisanenrat zum Führer des "Nationalkomitees zur Befreiung Jugoslawiens"
ernannt. |
| 06.12. |
|
Auf Befehl Hitlers beginnt im Osten
die Offensive zur Rückgewinnung von Shitomir. |
| 13.12. |
|
1462 amerikanische Bomber greifen
Kiel, Bremen und Hamburg an. |
| 15.12. |
|
Während die Sowjetunion Titos
Befreiungskomitee als jugoslawische Regierung anerkennt, ernennen die
Westmächte Tito nur zum "gleichberechtigten alliierten Befehlshaber". |
| 18.12. |
|
Generalfeldmarschall Rommel beginnt
mit der Besichtigung der Verteidigungsanlagen in Frankreich, Belgien und
Holland. |
| 24.12. |
|
General Eisenhower wird
Oberbefehlshaber für die geplante Invasion in Frankreich. |
| 26.12. |
|
Das deutsche Schlachtschiff
"Scharnhorst" wird bei dem Versuch, einen britischen Murmansk-Konvoi
anzugreifen, von überlegenen gegnerischen Kräften versenkt. |
| 30.12. |
|
Die deutsche Front in der Ukraine
wird an vielen Stellen von der vorrückenden Roten Armee durchbrochen. |
| |
|
|
| |
|
|
 |
|
|
|
1944 I |
|
|
|
08.01. |
|
Ein faschistisches Sondergericht in
Verona verurteilt fünf Faschistenführer zum Tode, die im Vorjahr am Sturz
Benito Mussolinis beteiligt waren. Unter ihnen ist auch Mussolinis
Schwiegersohn, Graf Galeazzo Ciano. |
|
14.01. |
|
Die Rote Armee beginnt eine
Offensive gegen die deutsche Heeresgruppe in Nordrussland. |
|
17.01. |
|
Die Rote Armee eröffnet ihre
Offensive zur endgültigen Befreiung Leningrads. |
|
20.01. |
|
Die vorrückenden sowjetischen
Truppen erobern Nowgorod (Nordrußland). |
|
20.-21.01. |
|
Unternehmen "Steinbock": Die
deutsche Luftwaffe beginnt eine fünfmonatige Angriffsserie gegen britische
Städte, darunter besonders auch London. Diese "Vergeltungsangriffe" werden
in England in Anlehnung an die Bombardements 1940/1941als "Little Blitz"
bezeichnet. |
|
22.01. |
|
Die 5. amerikanische Armee landet
mit 70000 Mann bei Anzio südlich von Rom und bildet einen Brückenkopf
im Rücken der deutschen Verteidigungslinie. |
|
23.01. |
|
Die bulgarische Hauptstadt Sofia
ist wegen der alliierten Luftangriffe vollständig evakuiert. |
|
27.-28.01. |
|
1077 britische Bomber greifen
Berlin an und werfen 3715 t Bomben. |
|
28.01. |
|
Die über 900 Tage andauernde
deutsche Belagerung von Leningrad (heute: St. Petersburg) wird beendet. |
|
08.02. |
|
Die USA fordern Finnland ultimativ
zur Aufnahme von Friedensverhandlungen auf. |
|
08.02. |
|
Die 6.deutsche Armee kann den
Brückenkopf bei Nikopol nicht länger halten, da die Gefahr der Abschnürung
durch die Rote Armee bestand. |
|
15.02. |
|
In Montecassino (Süditalien) wird
das weltberühmte Benediktinerkloster aus dem 6. Jahrhundert durch einen
Bombenangriff der Alliierten völlig zerstört. |
|
16.02. |
|
Die Deutschen beginnen eine
Gegenoffensive gegen den Brückenkopf bei Anzio. Der Angriff bleibt nach
geringen Erfolgen stecken. |
|
17.02. |
|
Gegen den Befehl Hitlers beginnt
auf Anweisung von Generalfeldmarschall Manstein der Ausbruch der deutschen
Truppen aus dem Kessel von Tscherkassy (Südrussland). Von den 50.000
Soldaten gelingt 30.000 der Durchbruch nach Westen. |
|
18.-19.02. |
|
187 deutsche Flugzeuge greifen
London an. 11 Bomber werden abgeschossen. |
|
19.-20.02. |
|
730 britische Bomber greifen
Leipzig an. |
|
20.02. |
|
Die groß angelegte Luftoffensive
("Big Week") der Alliierten gegen deutsche Industrie- und
Rüstungseinrichtungen beginnt. |
|
20.-25.02. |
|
Die Amerikaner fliegen
ununterbrochen Einsätze gegen die deutsche Flugzeugindustrie. Dabei werden
3800 Flugzeuge der 8. und 15. USAAF eingesetzt. |
|
22.02. |
|
In einer Rede vor dem Parlament
akzeptiert der britische Ministerpräsident Winston Churchill die von der
Sowjetunion geforderte "Westverschiebung" Polens. |
|
04.03. |
|
Die sowjetische Frühjahrsoffensive
beginnt. Sie führt zum Rückzug der Wehrmacht aus der Ukraine. |
|
06.03. |
|
Finnland beginnt
Waffenstillstandsverhandlungen mit der Sowjetunion. |
|
16.03. |
|
Rumänien beginnt, mit den
Alliierten über einen Waffenstillstand zu verhandeln. |
|
20.03. |
|
Die Rote Armee erobert die
ukrainische Stadt Winniza mit Hitlers ehemaligem Hauptquartier. |
|
02.04. |
|
Die Rote Armee marschiert in
Rumänien ein. |
|
03.04. |
|
Operation "Tungsten": Maschinen der
britischen Flugzeugträger 'Victorious', 'Searcher', 'Pursuer' und 'Emperor'
greifen das im norwegischen Kåfjord liegende deutsche Schlachtschiff 'Tirpiz'
an. Bis Juli 1944 unternimmt die Royal Navy vier weitere Luftangriffe auf
die 'Tirpiz'. Am 12.11.1944 wird das Schlachtschiff schließlich bei einem
Bombardement mit großkalibrigen "Tallboy"-Sprengbomben durch 32
Lancaster-Maschinen versenkt. |
|
05.04. |
|
Die Alliierten beginnen von Italien
aus mit ihrer Luftoffensive gegen die rumänischen Erdölgebiete. |
|
07.04. |
|
Sowjetische Einheiten beginnen die
Rückeroberung der Halbinsel Krim. |
|
10.04. |
|
Die 6. Armee räumt Odessa.
Konstanza wird zum Nachschubhafen für die auf der Krim abgeschnittene 17.
deutsch-rumänische Armee. |
|
12.04. |
|
Hitler befiehlt, dass "Sewastopol
auf die Dauer zu halten ist". |
|
18.-19.04. |
|
Mit 125 Flugzeugen unternimmt die
deutsche Luftwaffe den letzten großen Bomberangriff auf London. |
|
22.04. |
|
In den Abendstunden greifen über
700 Maschinen der 8. USAAF den Verschiebebahnhof Hamm
an - den größten Rangierbahnhof Europas. Über 1500 Tonnen Sprengbomben
zerstören nicht nur die Bahnanlagen und umliegenden Fabriken. Bei der
Bombardierung werden über 300 Menschen getötet. |
|
05.05. |
|
Bei einem schweren amerikanischen
Luftangriff auf das rumänische Erdölgebiet werden 25000 t Treibstoff
zerstört. |
|
09.05. |
|
Die Rote Armee nimmt nach schweren
Kämpfen die Bastion Sewastopol auf der Krim ein. |
|
10.05. |
|
Das OKW berichtet über die gezielte
Überflutung von Teilen der Niederlande, die einen alliierten Vormarsch
erschweren soll. |
|
12.05. |
|
Alliierte Luftangriffe auf die
deutsche Synthetik-Treibstoff-Industrie. |
|
14.05. |
|
Der OKW berichtet vom Verlust der
Krim. |
|
16.05. |
|
Hitler ordnet den Beschuss von
England mittels V-Waffen für Mitte Juni an. |
|
18.05. |
|
Die Truppen der Westmächte
durchbrechen mit der Eroberung von Montecassino die deutsche
Verteidigungslinie in Unteritalien und beginnen ihren Vormarsch auf Rom. Deutsche Truppen räumen ihre
Stellungen bei Cassino/Süditalien. |
|
23.05. |
|
Einem Angriff von deutschen
Luftlandetruppen auf sein Hauptquartier entgeht der jugoslawische
Partisanenführer Tito knapp. |
|
24.-25.05 |
|
Ermordung von 50 zuvor aus dem
Stalag-Luft III in Sagan geflüchteten kriegsgefangenen Angehörigen der Royal
Air Force durch die Gestapo mit Billigung des Oberbefehlshabers der
Luftwaffe, Hermann Göring. |
|
30.05. |
|
In seinem Rundschreiben
"Volksjustiz gegen anglo-amerikanische Mörder" stellt Martin Bormann als
Leiter der Partei-Kanzlei die Straffreiheit von Lynchmorde durch die
Bevölkerung heraus. |
|
04.06. |
|
Die Alliierten marschieren in Rom
ein. Sie hatten sich mit dem deutschen Oberbefehlshaber Albert Kesselring
verständigt, auf Kampfhandlungen zu verzichten. |
|
06.06. |
|
Mit 6.000 Schiffen beginnt in der
Normandie die Invasion der Alliierten, die Operation "Overlord", in der
Normandie. In der Nacht waren bereits Fallschirmjäger im Hinterland
abgesetzt worden. Die deutsche Luftwaffe bringt ganze zwei Maschinen über
den Landungsraum zum Einsatz. Mit der Landung von 150.000 Soldaten werden
mehrere Brückenköpfe gebildet. Auch wegen der Lufthoheit der 14.000
alliierten Bomber können die deutschen Einheiten keine entscheidende Abwehr
leisten. Der deutsche Nachschub wird unterbunden. |
|
08.06. |
|
Die alliierten Truppen in der
Normandie beginnen mit ihrem Vormarsch.
Die Wehrmacht räumt auf ihrem Rückzug in Italien die Toskana. |
|
10.06. |
|
Als Repressalie gegen
Partisanentruppen äschern SS-Truppen das südfranzösische Dorf
Oradour-sur-Glane ein. Der größte Teil der Bevölkerung wird dabei getötet. |
|
12.-13.06. |
|
Das Flak-Regiment 155 startet die
erste Flugbombe Fiesler 103 "Kirschkern" ("Vergeltungswaffe 1" / V 1) gegen
London. Von über 22.000 Flugbomben, die bis Ende März 1945 in Richtung
England abgeschossen werden, erreichen etwa 5.500 englischen Boden. Ab
Herbst 1944 bilden vor allem Antwerpen und Lüttich die Hauptziele für die V
1. Über 11.900 Flugbomben werden aus Holland und der Eifel sowie aus dem
Sauer- und Siegerland in Richtung dieser beiden Städte gestartet. |
| 16.06. |
|
Beginn der Angriffe von V-Waffen
gegen England. |
| 19.-20.06. |
|
Russische Partisanen zerstören an
mehr als 9500 Stellen Eisenbahnanlagen im Rücken der Heeresgruppe Mitte an
der Ostfront. |
|
19.06. |
|
Erstmals wird London mit der
Flugbombenwaffe V1 beschossen. |
| 21.06. |
|
Die 8. US-Luftflotte greift mit
etwa 2500 Flugzeugen Ziele im Raum Berlin und das Regierungsviertel an. |
| 22.06. |
|
Am dritten Jahrestag des deutschen
Überfalls auf Russland eröffnet die Rote Armee ihre große Sommeroffensive im
Mittelabschnitt der Ostfront. Innerhalb von zwei Wochen werden 25 deutsche
Divisionen vernichtet und die Heeresgruppe Mitte zerschlagen. |
| 30.06. |
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An den Brückenköpfen in der
Normandie sind bereits 850.000 Soldaten und 148.000 Fahrzeuge der Alliierten
gelandet. |
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1944 II |
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03.07. |
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Die Kesselschlacht von Minsk endet
mit der Eroberung der Stadt durch sowjetische Truppen. |
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08.07. |
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Die Reste der 4. deutschen Armee
stellen ihren Widerstand im Kessel südöstlich von Minsk ein. |
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09.07 |
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Die Stadt Caen in der Normandie
wird nach schweren Kämpfen von Truppen der Westmächte eingenommen. |
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20.07. |
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Das Sprengstoffattentat auf Hitler
scheitert. Die Widerständler aus bürgerlichen und militärischen Kreisen
werden in den folgenden Monaten inhaftiert, in Schauprozessen vor dem
Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und in der Regel
exekutiert. |
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23.07. |
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Die Rote Armee befreit das
Vernichtungslager Majdanek bei Lublin, in dem über eineinhalb Millionen
Menschen ermordet wurden. |
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24.-29.07. |
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Drei schwere Luftangriffe der RAF
verwüsten die Innenstadt von Stuttgart. 898 Menschen starben, 1916 wurden
verletzt. |
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31.07. |
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Durchbruch der Alliierten bei
Avranches, die sich damit den Zugang zum restlichen Frankreich sichern. Die
deutsche Front bricht zusammen. |
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01.08. |
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Polnischer Aufstand in Warschau.
Die Aufständischen, die auf Hilfe und Entsatz durch die anrückenden
russischen Truppen hoffen, werden von diesen im Stich gelassen, können den
Deutschen aber bis zum 2. Oktober Widerstand leisten. |
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02.08. |
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Die Rote Armee überquert auf ihrem
Vormarsch in Polen die Weichsel. |
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08.09. |
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Aus dem Raum Den Haag starten die
ersten Fernraketen A 4 ("Vergeltungswaffe 2" / V 2) in Richtung London. Bis
zum 27.3.1945 werden auf England und vor allem Belgien mit dem Hauptziel
Antwerpen mehr als 3.000 Raketen abgeschossen. In und um London werden über
2.270 Menschen getötet, in Belgien finden durch deutsche Raketenwaffen
mindestens 6.440 Personen den Tod. |
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10.08. |
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Die Wehrmacht räumt Florenz. |
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15.08. |
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Alliierte Truppen landen zwischen
Cannes und Toulon an der südfranzösischen Küste. Sie stoßen auf keinen
deutschen Widerstand. |
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21.08. |
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Auf einer Konferenz in Washington
beschließen die USA, China, Großbritannien und Frankreich die Gründung der
Vereinten Nationen als Ersatz für den Völkerbund. |
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23.08. |
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In Rumänien wird Staatschef
Antonescu gestürzt. Zwei Tage später folgt die Kriegserklärung an
Deutschland. |
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24.08. |
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Die 6. deutsche Armee wird
südwestlich von Kischinew von der Roten Armee eingekesselt. |
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25.08. |
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Truppen de Gaulles und alliierte
Verbände marschieren kampflos in Paris ein. Kurz darauf nimmt die
provisorische Regierung unter de Gaulle ihre Arbeit auf. |
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31.08. |
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Die Rote Armee rückt in die
rumänische Hauptstadt Bukarest ein. |
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01.09. |
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Beginn des amerikanischen Angriffs
auf die Festung Brest. |
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02.09. |
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Um den Vormarsch der alliierten
Truppen zu stoppen, werden große Gebiete Belgiens und der Niederlande von
den Deutschen überflutet. |
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02.09. |
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Finnland stellt den Kampf gegen die
Rote Armee ein. |
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03.09. |
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Die belgische Hauptstadt Brüssel
wird von den Westmächten eingenommen. |
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05.09. |
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Russland erklärt Bulgarien den
Krieg. Zwei Tage später muss das Land kapitulieren. |
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08.09. |
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Nach dem Einmarsch der Roten Armee
erklärt Bulgarien dem Deutschen Reich den Krieg. |
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08.09. |
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Erstmals wird die von Wernher
Freiherr von Braun entwickelte V2-Rakete zum Angriff auf London eingesetzt. |
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11.09. |
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Die US-Armee erreicht bei Trier die
deutsche Grenze. |
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11.-12.09. |
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Darmstadt wird von einem schweren
Luftangriff durch die RAF zerstört, 12000 Menschen starben. |
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12.09. |
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Rumänien schließt mit der
Sowjetunion und den Westmächten einen Waffenstillstand. |
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12.09. |
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In London
veröffentlichen die USA, Großbritannien und die Sowjetunion eine Erklärung
über die beabsichtigte Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen. |
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15.09. |
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Sowjetische Einheiten marschieren
in die bulgarische Hauptstadt Sofia ein. |
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17.09. |
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Mit der größten Luftlandeaktion des
Weltkriegs setzen die Alliierten 35.000 Mann hinter der deutschen Westfront
in den Niederlanden ab. Die geplante Besetzung von Rheinübergängen durch die
Alliierten schlägt jedoch fehl. |
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19.09. |
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Finnland schließt ein
Waffenstillstandsabkommen mit der Sowjetunion. |
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28.09. |
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Von Rumänien und Bulgarien aus
dringt die Rote Armee auf Belgrad vor. |
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03.10. |
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Hitler befiehlt den Rückzug der
Wehrmacht aus Griechenland. |
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05.10. |
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Die Engländer landen in
Griechenland. |
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06.10. |
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Die Rote Armee marschiert in Ungarn
ein. |
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08.10. |
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Amerikanische Einheiten beginnen
mit der Einschließung der Stadt Aachen. |
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12.10. |
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Französische Truppen erobern die
Stadt Bordeaux. |
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12.10. |
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Die Engländer ziehen in Athen ein. |
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15.10. |
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Der ungarische Reichsverweser
Miklós Horthy (1868-1957) verkündet einen Waffenstillstand mit den
sowjetischen Truppen. Daraufhin besetzen Wehrmachtseinheiten Budapest. |
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16.10. |
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Die Rote Armee dringt in Ostpreußen
ein. |
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20.10. |
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Die jugoslawische Hauptstadt
Belgrad wird von sowjetischen und von Partisaneneinheiten erobert. |
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22.-25.10. |
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Seeschlacht von Leyte. Die
japanische Marine versucht, die Amerikaner bei ihrer Landung auf den
Philippinen zu hindern. Die japanische Marine verliert drei Schlachtschiffe,
vier Flugzeugträger, 6 schwere und 3 leichte Kreuzer und ist faktisch
vernichtet. |
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28.10. |
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Bulgarien schließt einen
Waffenstillstand mit den Westmächten und mit der Sowjetunion. Zugleich
erklärt Bulgarien seinen Beitritt zum Krieg gegen Deutschland. |
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November |
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Die alliierten Luftangriffe
bewirken vor allem in Westdeutschland die völlige Zerstörung der
wirtschaftlichen Grundlagen und des Alltagslebens der Bevölkerung. |
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04.11. |
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Die 8. USAAF wirft 1030 t
Bomben auf
Treibstofflager in Hamburg. |
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05.11. |
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Deutsche Truppen erobern die
ostpreußische Stadt Goldap zurück. |
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12.11. |
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Britische Bomber versenken das
deutsche Schlachtschiff "Tirpitz" in Norwegen. |
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22.11. |
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Amerikanische Einheiten erobern
Metz. |
| 23.11. |
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Amerikanische Truppen erobern
Straßburg und erreichen damit den Rhein. |
| 26.11. |
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Amerikanische Bomber greifen
Eisenbahnanlagen bei Paderborn, Bielefeld, Hamm, Osnabrück, Hannover und
Gütersloh an. |
| 03.12. |
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In Griechenland bricht ein
Bürgerkrieg aus, da sich die kommunistischen Widerstandsgruppen nicht
entwaffnen lassen wollen. |
| 07.12. |
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Britische Truppen beginnen ihre
Unterstützung der sozialdemokratischen Regierung in Griechenland im Kampf
gegen die kommunistische Befreiungsarmee. |
| 08.12. |
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Die Rote Armee beginnt ihre
Offensive zur Einkesselung von Budapest. |
| 16.12. |
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Beginn des deutschen Unternehmens
"Wacht am Rhein" in den belgischen Ardennen zur Rückeroberung des belgischen
Nachschubhafens Antwerpen. Bereits am 24.12. stoppen alliierte Truppen den
anfänglich schnellen deutschen Vormarsch durch den massiven Einsatz ihrer
Luftstreitkräfte. |
| 24.12. |
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Die ungarische Hauptstadt Budapest
ist von der Roten Armee eingekesselt. |
| 25.12. |
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Generalfeldmarschall Gerd von
Rundstedt erklärt die Ardennenoffensive für gescheitert. Hitler befiehlt
jedoch deren Fortsetzung. |
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1945 I |
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01.01. |
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"Unternehmen Bodenplatte": Die
deutsche Luftwaffe greift bei einem letzten Großeinsatz alliierte Flugplätze
in Frankreich und Belgien an. Über 430 alliierte Maschinen werden zerstört,
mehr als 270 deutsche Flugzeuge kehren von diesem Einsatz nicht zurück. |
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11.01. |
|
In Griechenland einigen sich die
britische Armee und die kommunistische Befreiungsarmee auf einen
Waffenstillstand. |
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12.01. |
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Beginn der großen russischen
Winteroffensive im Mittelabschnitt der Ostfront. Innerhalb von zwei Wochen stoßen
die Russen an die Oder vor. |
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17.01. |
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Die letzten deutschen Einheiten in
Warschau kapitulieren vor polnischen Truppen. |
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20.01. |
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Ungarn schließt mit der Sowjetunion
einen Waffenstillstand und tritt in den Krieg gegen das Deutsche Reich ein. |
| 23.01. |
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Die Kriegsmarine beginnt die
Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus Ostpreußen auf dem Seeweg. Damit
soll möglichst vielen Deutschen die Flucht vor der auf Berlin vorrückenden
Roten Armee ermöglicht werden. Zwei bis drei Millionen Menschen gelangen auf
diese Weise in den Westen. |
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30.01. |
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Das ehemalige KdF-Schiff "Wilhelm
Gustloff" wird von einem russischen U-Boot torpediert und versenkt. Von den
eingeschifften Flüchtlingen kommen 5200 im eiskalten Wasser ums Leben. |
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03.02. |
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Schwerer amerikanischer Luftangriff
auf Berlin, bei dem etwa 22000 Menschen starben. |
|
04.02. |
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Die Amerikaner besetzten die von
den Japanern geräumte Hauptstadt der Philippinnen Manila. |
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04.-11.02. |
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Der sowjetische Partei- und
Regierungschef Josef W. Stalin, der britische Premierminister Winston
Churchill und US-Präsident Roosevelt treffen sich auf der Konferenz von
Jalta, auf der Frankreich als gleichberechtigte Besatzungsmacht anerkannt
wird. |
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10.02. |
|
Die deutsche Besatzung in Budapest
kapituliert vor der Roten Armee. |
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13.-14.02. |
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Zwei britische Flächenangriffe und
zwei Bombardierungen der 8. USAAF zerstören die vom Luftkrieg bisher kaum
berührte sächsische Metropole Dresden. Da zahllose Flüchtlinge aus dem
Osten durch Dresden ziehen, wird die Zahl der Opfer in den Flächenbränden
und Feuerstürmen auf mindestens 35.000 geschätzt. Der militärische Nutzen
der Bombardierung ist umstritten; Dresden liegt weder im direkten
Kampfgebiet, noch ist die Stadt industriell, verkehrstechnisch oder
militärisch bedeutsam.. Die barocke Altstand versinkt
in Schutt und Asche. |
|
23.02. |
|
Die britischen Einheiten beginnen
an der Westfront eine Offensive, um die Wehrmacht bis zum rechten Rheinufer
zurückzudrängen. |
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23.-24.02. |
|
Über 360 Maschinen des Bomber
Command fliegen einen Flächenangriff auf Pforzheim. In der Innenstadt werden
80% der Wohn- und Gewerbeflächen zerstört, den Bevölkerungsverlust schätzte
man nach dem Angriff auf 17.000 Menschen oder ein Drittel der
Stadtbevölkerung geschätzt. |
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25.02. |
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Der südwestfälische Gauleiter und
Reichsverteidigungskommissar Albert Hoffmann erlässt einen Befehl zur
Billigung von Lynchjustiz gegen alliierte Jagdbomber-Piloten. |
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28.02. |
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28.2.-20.3. - Im
"Ruhrabriegelungs-Programm" (Interdiction of the Ruhr) fliegen die
strategischen und taktischen Luftstreifkräfte der Westalliierten
kontinuierliche Tag- und Nachtangriffe auf den westdeutschen Raum. |
| 03.03. |
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Finnland erklärt rückwirkend dem
Deutschen Reich den Krieg. |
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06.03. |
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Die Alliierten haben den "Westwall"
in seiner gesamten Ausdehnung überschritten. |
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06.03. |
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Letzte deutsche Offensive in
Ungarn. Sie scheitert nach wenigen Tagen. |
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07.03. |
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Durch ihren schnellen Vormarsch
können amerikanische Einheiten bei Remagen eine unzerstörte Eisenbahnbrücke
über den Rhein besetzen. Köln wird von den Alliierten besetzt. |
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09.-10.03. |
|
Mit einem Angriff von 298 B-29 "Superfortresses"
auf Tokio beginnt die 9. Bombardement Group der USAAF massive
Brandbombenangriffe auf die Wohnviertel in japanischen Städten. In der
japanischen Hauptstadt entstehen riesige Flächenbrände, mindestens 83.000
Menschen finden den Tod. In den folgenden drei Wochen werfen B-29 über 9.300
Tonnen Brandbomben (vor allem das Benzingemisch Napalm) auf Tokio, Osaka,
Kobe und Nagoja ab, die Hunderttausende Tote unter der Bevölkerung fordern. |
|
10.03. |
|
In der Operation "Bugle" fliegen
über 2.000 Maschinen der strategischen und taktischen Luftstreitkräfte der
USAAF schwere Bombardements auf Ziel in und im Umkreis des Ruhrgebiets, z.B.
auf Dortmund, Hagen, Schwerte, Recklinghausen
und Bielefeld. Der Bahnverkehr kommt fast
vollständig zum Erliegen. |
|
11.03. |
|
Ein Angriff des Bomber Command auf
Essen bewirkt schwere Zerstörungen und den Tod von rund 850 Menschen. |
|
12.03. |
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Über 1.100 britische Maschinen
bombardieren Dortmund mit über 4.800 Tonnen Spreng- und Minenbomben. Es
handele sich um den schwersten Luftangriff auf dem europäischen
Kriegsschauplatz, rund 890 Menschen finden den Tod. Die 8. USAAF greift mit
über 650 Maschinen den Verschiebebahnhof und die Hafenanlagen in Swinemünde
an. Der Angriff fordert nach seriösen Forschungen etwa 4.000-5.000
Todesopfer. |
|
13.03. |
|
Russischer Großangriff in
Ostpreußen. Königsberg wird eingeschlossen. |
|
13.03. |
|
Das Bomber Command greift erstmalig
mit "Erdbebenbomben", die zehn bzw. sechs Tonnen schweren 'Grand Slam' und 'Tallboy',
die Eisenbahnviadukte bei Bielefeld und Arnsberg an. Beide Brücken werden
bis zum 20.3. zerstört. |
| 14.03. |
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Reichsaußenminister Joachim von
Ribbentrop versucht, Verhandlungen mit den Westmächten über einen
Seperatfrieden einzuleiten. |
|
18.03. |
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Beim bisher schwersten Luftangriff
auf Berlin werfen amerikanische Bomber über 4000 t Bomben ab.
Die RAF greift Potsdam an, 5000 Menschen starben. |
| 19.03. |
|
Mit dem "Verbrannte-Erde-Befehl"
ordnet Hitler nun auch für die Westfront die Zerstörung aller Industrie- und
Versorgungseinrichtungen beim Rückzug an, um nur "verbrannte Erde"
zurückzulassen. |
|
23.-24.03. |
|
Rheinübergang von
britisch-kanadischen und US-amerikanischen Truppen. Mit der Operation "Varsity"
führen die Alliierten am 24.3. das bisher größte Luftlandeunternehmen der
Kriegsgeschichte durch. Bodentruppen setzen in der Operation "Plunder" über
den Rhein. Den Angriffen gehen umfangreiche Bombardierungen auf den
rechtsrheinischen Raum voraus. |
| 31.03. |
|
Als Oberbefehlshaber stoppt General
Dwight D. Eisenhower den Vormarsch der alliierten Truppen in Richtung
Berlin, um die Eroberung Berlins der Roten Armee zu überlassen. Der
britische Ministerpräsident Churchill kritisiert diese Entscheidung. Er
sieht in der Eroberung Berlins ein Faustpfand für die Nachkriegszeit. |
|
01.04. |
|
Landung der Amerikaner auf Okinawa. |
|
07.04. |
|
Das Superschlachtschiff Yamato wird
von amerikanischen Flugzeugen versenkt. |
|
12.04. |
|
US-Präsident Roosevelt stirbt in
Warm Springs (Georgia/USA) an einer Gehirnblutung. Als sein Nachfolger wird
am gleichen Tag Harry S. Truman vereidigt. |
|
16.04. |
|
Sowjetischen Einheiten gelingt der
Durchbruch durch die deutsche Verteidigungslinie an der Oder. Beginn der sowjetischen
Bodenoffensive in Richtung Berlin. |
|
17.04. |
|
Zusammenbruch der deutschen
Verteidigung im östlichen Teil des "Ruhrkessels". Hunderttausende deutsche
Soldaten und Angehörige des "Volkssturms" gehen in Kriegsgefangenschaft,
Tausende Soldaten sind seit März 1945 im Rheinland und Ruhrgebiet bei
"Endkämpfen" ums Leben gekommen. Der westliche Teil des Kessels im Raum
Düsseldorf kapituliert am vier Tage später. |
|
18.04. |
|
Magdeburg wird von den Amerikanern
erobert. |
|
19.04. |
|
Die Amerikaner erobern Leipzig.
Die 2. britische Armee erreicht bei Lauenburg die Elbe. |
|
20.04. |
|
Deutsche Besatzungstruppen sprengen
Nordseedeiche in den Niederlanden und verursachen damit weitere schwere
Überflutungen. |
|
21.04. |
|
Die "Rote Armee" erreicht die
Vororte der Reichshauptstadt und beginnt mit dem Artilleriebeschuss Berlins.
Sowjetische Schlacht- und Kampfflieger unternehmen bis zur Kapitulation der
Stadt pausenlose Luftangriffe. |
|
21.04. |
|
Die Amerikaner erobern das
oberitalienische Bologna. |
|
22.04. |
|
Französische Truppen nehmen
Stuttgart ein. |
|
25.04. |
|
Bei Torgau an der Elbe treffen
amerikanische und russische Truppen aufeinander. |
| 25.04. |
|
In Mailand scheitern Benito
Mussolinis Verhandlungen mit Partisanenführern über eine Machtübergabe.
Daraufhin versucht Mussolini, nach Deutschland zu fliehen. |
|
28.04. |
|
Nach seiner Gefangennahme durch die
Partisanen wird Mussolini in Giuliano di Mezzegra am Comer See erschossen. |
|
29.04. |
|
In Caserta (Italien) wird die
Kapitulation der Heeresgruppe C gegenüber den alliierten Streitkräften
unterzeichnet. Die Kapitulation Deutschlands an
der Südfront führte zum Einstellen der Luftangriffe der 15th
USAAF per 29.April 1945. |
|
29.04. |
|
Hitler verfasst sein Testament und
bestimmt Großadmiral Karl Dönitz zu seinem Nachfolger als Reichspräsident. |
| 30.04. |
|
Hitler begeht in seinem Berliner
Führerbunker Selbstmord. Auch Eva Braun, die er einen Tag zuvor heiratete,
nimmt sich mit einer Giftkapsel das Leben. |
|
30.04. |
|
Amerikanische Truppen erobern
München. |
|
01.05. |
|
Im Führerbunker beauftragt Joseph
Goebbels gemeinsam mit seiner Frau einen Arzt mit der Ermordung ihrer sechs
Kinder, die dieser durchführt. Anschließend begehen er und seine Frau Marga
Selbstmord. |
|
01.05. |
|
Großadmiral Dönitz erklärt sich in
einer Rundfunkansprache zum Reichspräsidenten und ruft zur Fortsetzung des
Kriegs an der Ostfront auf. |
|
01.05. |
|
Der provisorische Regierungschef
Charles de Gaulle erklärt die Beteiligung Frankreichs an der Besetzung und
Verwaltung Deutschlands. |
|
02.05. |
|
Die Kapitulation der Heeresgruppe C
in Italien tritt um 14.00 Uhr in Kraft.
General Weidling, der Kampfkommandant von Berlin, kapituliert und geht in
Gefangenschaft.
In Flensburg bildet Großadmiral Dönitz eine neue deutsche Regierung. Er war
von Hitler zu dessen Nachfolger erklärt worden. |
|
03.05. |
|
Britische Streitkräfte rücken in
Hamburg ein.
Rangoon, die Hauptstadt Burmas, wird von den Japanern geräumt. |
|
04.05. |
|
Generaladmiral v. Friedeburg
unterzeichnet im Auftrag der Regierung Dönitz im Hauptquartier und in
Anwesenheit des britischen Feldmarschalls Bernhard L. Montgomery in der
Lüneburger Heide die Waffenruhe gegenüber den britischen Truppen in
Norddeutschland und Dänemark.
Kapitulation der deutschen Streitkräfte im norddeutschen Raum, in den
Niederlanden
und Dänemark. |
|
04.05. |
|
Am Brenner (Alpen) treffen
amerikanische Einheiten aus der Normandie und aus Sizilien aufeinander. |
|
05.-09.05. |
|
Letzte Fahrt deutscher Zerstörer
und Schnellboote nach Hela, wo nochmals 43000 Menschen evakuiert werden
können. |
|
07.05. |
|
Gesamtkapitulation der deutschen
Wehrmacht im Hauptquartier von General Eisenhower in Reims durch
Generaloberst Jodl, Generaladmiral von Friedeburg und General Oxenius. |
|
08.05. |
|
Generalfeldmarschall Keitel (Heer)
Generaladmiral v. Friedeburg (Marine) und Generaloberst Stumpff (Luftwaffe)
unterzeichnen in Karlshorst bei Potsdam die bedingungslose Kapitulation der
Wehrmacht vor den vier alliierten Siegermächten. |
| 09.05. |
|
Die deutsche Gesamtkapitulation
tritt um 00.01 Uhr in Kraft. |
|
09.05. |
|
In seiner Siegesrede versichert
Stalin, er beabsichtige nicht, "Deutschland zu zerstückeln oder zu
vernichten". Er rückt damit öffentlich von alliierten Teilungsplänen ab, die
er noch auf der Konferenz von Jalta befürwortet hatte. |
|
23.-26.05. |
|
In mehreren schweren
Bombenangriffen auf Tokio wird die Hälfte der Stadt zerstört. |
|
22.06. |
|
Admiral Nimitz erklärt das Ende des
organisierten Widerstands der Japaner auf Okinawa. |
|
28.06. |
|
Auf Luzon, der größten Insel der
Philippinen, erlischt der japanische Widerstand. |
| |
|
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| |
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1945 II |
|
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|
24.07. |
|
Die letzten japanischen Einheiten
auf Okinawa stellen den Kampf ein. |
|
01.-02.08. |
|
800 B-29 "Superfortresses" greifen
mit 6260 Tonnen Napalm- und Phosphorbrandbomben die japanischen Städte
Nagaoka, Hachioji, Toyama und Mito sowie die Mitsubishi Treibstoffindustrie
in Kawasaki an. Etwa 80.000 Menschen finden den Tod. |
|
06.08. |
|
In den Vormittagstunden wirft die
Besatzung der B-29 "Enola Gay" eine Atombombe ("Little Boy"; 13 Kilotonnen,
Kernsprengstoff aus Uran-235) auf die japanische Hafenstadt Hiroshima. Die
Druckwelle und die Hitze zerstört im Umkreis von fünf Kilometern nahezu alle
Gebäude, Häuser und Gegenstände. Über 90.000 Menschen werden getötet, mehr
als 37.000 verwundet. Noch Jahrzehnte nach dem Bombenabwurf sterben Menschen
an den Folgen. |
|
08.08. |
|
Kriegserklärung der Sowjetunion an
das Königreich Japan. 221 B-29 greifen mit Napalm-Brandbomben die
Industriestadt Yawata an und zerstören 21% der bebauten Fläche, über 5.000
Menschen finden den Tod. |
|
08.08. |
|
Abkommen der Vier Mächte in London
über die Strafverfolgung der Hauptkriegsverbrecher und Einsetzung eines
Internationalen Militärgerichtshofes in Nürnberg. |
|
08.-09.08. |
|
Über 71% der bebauten Stadtfläche
werden in Fujiyama bei einem Brandbombenangriff von 91 B-29 zerstört,
mehrere Tausend Menschen sterben. |
|
09.08. |
|
Die Besatzung der B-29 "Bock's Car"
löst über Nagasaki eine zweite Atombombe ("Fat Boy"; 20 Kilotonnen,
Kernsprengstoff aus Plutonium-239) aus. Eigentliches Angriffziel ist Kokura,
das unter Wolken versteckt liegt, so dass auf Nagasaki ausgewichen werden
muss. Die Anzahl der Todesopfer wird auf etwa 40.000, die der Verwundeten
auf ca. 37.000 Menschen geschätzt. |
|
10.-12.08. |
|
Wiederinbetriebnahme der ehemaligen
Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen durch die SMAD
(Sowjetischen Militäradministration in Deutschland). |
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16.08. |
|
Der japanische Kaiser Hirohito
erteilt den Befehl zum Einstellen der Kampfhandlungen. |
|
02.09. |
|
Mit der Unterzeichnung der
bedingungslosen Kapitulation Japans auf dem Schlachtschiff "Missouri" in der
Bucht von Tokio endet der Zweite Weltkrieg.
Der 2. Weltkrieg forderte das Leben von 27 Mio. Soldaten und 25
Mio. Zivilpersonen; 3 Mio. Menschen blieben vermisst. Die Sowjetunion verlor
20 Mio. Menschen, China wenigstens 10 Mio., Deutschland 4,8 Mio. (weitere
2,5 Mio. durch Flucht, Vertreibung und Verschleppung), Polen 5,8 Mio., Japan
2 Mio., Jugoslawien 1,7 Mio., Frankreich 600 000, Großbritannien 400 000,
die USA 300 000. Politisch veränderte der 2. Weltkrieg die internationale
Lage grundlegend für Deutschland und Japan, Aber auch Großbritannien und
Frankreich büßten ihre weltpolitische Bedeutung ein; die Staaten Osteuropas
gerieten unter sowjetische Hegemonie. Dagegen dehnte sich das Engagement der
USA, später auch der Sowjetunion weltweit aus. |
 |
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