| 1933 | 1935 | 1937 | 1939 | 1941 | 1943 | 1945 | |||||||||||||||||||||||
| 1932 | 1934 | 1936 | 1938 | 1940 | 1942 | 1944 | |||||||||||||||||||||||
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| 1932 | ||
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| 1933 | ||
| Jänner | Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 bildeten sich bald vielerorts Widerstandsgruppen. Aktiven Widerstand leisteten in den Anfangsjahren des NS-Regimes vor allem Kommunisten, die nach dem 30. Januar 1933 besonders unter Verfolgung und Terror zu leiden hatten. | |
| 04.02. | Per Notverordnung wird die Versammlungs- und Pressefreiheit weiter eingeschränkt. | |
| Im Untergrund erschien von 1933 bis 1935 das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), "Die Rote Fahne". | ||
| September | In der evangelischen Kirche war der Dahlemer Pfarrer Martin Niemöller einer der konsequentesten NS-Gegner. Er gründete im September 1933 den Pfarrer-Notbund, der Anfang 1934 rund 7.000 Mitglieder zählte und gegen die Einführung des "Arierparagraphen" in Kirchenämter und die Entlassung von Geistlichen "jüdischer Herkunft" protestierte. Aus dem Notbund ging wenig später die "Bekennende Kirche" hervor. | |
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| 1934 | ||
| 10.05. | Am ersten Jahrestag der Bücherverbrennung gründen deutsche Emigranten in Paris die "Freiheitsbibliothek" mit von den Nationalsozialisten verfemten Büchern. | |
| 25.11. | Der Dirigent Wilhelm Furtwängler, Direktor der Berliner Staatsoper, setzt sich in einem offenen Brief für den von den Nationalsozialisten verfemten Komponisten Paul Hindemith ein. | |
| 04.12. | Furtwängler legt seine Ämter als Leiter der Berliner Philharmoniker und Direktor der Staatsoper wegen der Auseinandersetzungen mit den NS-Kulturbehörden nieder. | |
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| 1935 | ||
| 26.09. | In Paris treffen sich 51 prominente Emigranten verschiedener politischer Richtungen zu Beratungen über eine Volksfront gegen das NS-Regime, unter ihnen Heinrich Mann, Egon Erwin Kisch und Lion Feuchtwanger. | |
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| 1936 | ||
| 24.05. | In Paris rufen emigrierte Politiker von Kommunisten, Sozialdemokraten und Bürgerlichen, unter ihnen Rudolf Breitscheid, Willy Brandt und Walter Ulbricht, zu einer Volksfront gegen das NS-Regime auf. | |
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| 1937 | ||
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| 1938 | ||
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Die Rote Kapelle: |
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| 02.03. | Der oppositionelle Pfarrer und Führer der Bekennenden Kirche, Martin Niemöller, wird nach Verbüßung seiner Haftstrafe in ein KZ eingeliefert. Er ist Hitlers "persönlicher Gefangener". (Im Herbst 1933 ruft Niemöller zur Gründung eines "Pfarrernotbundes" auf, der sich gegen die Ausgrenzung von Christen jüdischer Herkunft aus dem kirchlichen Leben und gegen die Verfälschung biblischer Lehre durch die nationalsozialistischen Deutschen Christen wehren soll.) <Lebenslauf> | |
| 12.03. | Mit der Machtübernahme von Hitler in Österreich setzt in ganz Österreich setzt eine Verhaftungswelle gegenüber politischen Gegnern ein. | |
| 16.03. | Wegen des deutschen Einmarsches fliehen zahlreiche Künstler ins Exil, unter ihnen Carl Zuckmayer, Alfred Polgar (1873-1955) und Ödön von Horvarth. Der Schriftsteller Egon Friedell begeht Selbstmord. | |
| 31.03. | US-Präsident Franklin D. Roosevelt lehnt wegen der drohenden Kriegsgefahr eine Allianz mit den europäischen Staaten ab, die sich zum Widerstand gegen Faschismus und Nationalsozialismus erklärt haben. | |
| 03.05. | Hitler trifft zu einem Staatsbesuch in Rom ein, wo er von Mussolini und König Viktor Emanuel III. empfangen wird. Mussolini erklärt die Alpen zur natürlichen Grenze der beiden Interessensphären. Hitler akzeptiert den Verbleib Südtirols bei Italien. | |
| 06.05. | In der Carnegie Hall in New York fordert der Schriftsteller Thomas Mann den Sieg der Demokratie über den Nationalsozialismus. | |
| 10.05. | Beispiel für eine Verhaftung wegen Übertretung des Ordnungsschutzgesetzes. | |
| 11.05. | In Rom verurteilt Papst Pius XI. (1857-1939) die Rassenlehre. Während des Hitler-Besuchs hat er Rom verlassen. | |
| 29.09. | Putsch der Generäle, für den 29. September 1938 geplant, unterblieb, nachdem Hitler in diesen Tagen mit den Premierministern Frankreichs und Englands das Münchner Abkommen schloss. | |
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| 1939 | ||
| 01.09. | Hitler überfiel Polen. Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen. | |
| 19.09. |
Als Reaktion auf die massive Propaganda der Nazis auf polnischem Boden und die totale Auslöschung der polnischen Kultur durch die Besatzungsmächte etablierte sich rasch eine "Untergrundkultur", und die Widerstandsgruppen richteten Propagandabüros ein. Besonders vielfältig war die polnische Widerstandspresse: Schon am 19. September 1939 begann der Druck der in Krakau erscheinenden Zeitung Polska żyje ("Polen lebt"). |
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| 27.09. | Schon während des
Septemberfeldzuges begannen sich in Polen Widerstandsgruppen zu bilden:
Bereits am 27. September 1939 befahl der Oberkommandant der Verteidiger von
Warschau, Juliusz Rómmel, die Gründung einer
regulären Untergrundarmee, die den Kampf gegen die deutschen Besatzer weiter
führen sollte. |
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| Oktober |
Die deutsche Besatzung ging auch mit einer totalen Auflösung
der polnischen und jüdischen Bildungseinrichtungen einher: im GG ließ Hans
Frank eine vierjährige Volksschule für alle
Nichtdeutschen einrichten, und alle übrigen Lehranstalten außer den
Berufsschulen wurden verboten. Auch den Unterricht der polnischen Sprache
untersagten die Nazis. |
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| 08.11. |
Am 08.11.1939 um 21:20 Uhr explodierte die durch einen Zeitzünder gesteuerte Bombe des Schreiners Johann Georg Elser (04.01.1903-09.04.1945) im Münchner Bürgerbräukeller. Hier hielt Hitler jedes Jahr um diese Zeit eine Rede zum Gedenken an den Putsch von 1923. In wochenlanger Vorbereitung hatte Elser die Bombe in eine Säule neben Hitler´s Rednerpult eingebaut. Doch Hitlers Rede dauerte diesmal nur 13 Minuten; wegen des schlechten Wetters wollte Hitler mit der Bahn nach Berlin zurückfahren. Die Bombe tötete 8 Menschen, 63 wurden verletzt. Die Gestapo vermutete zunächst den britischen Geheimdienst hinter dem Attentat. Elser wurde an der Schweizer Grenze verhaftet und nach seinem Geständnis im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Ende 1944 nach Dachau verlegt wurde Johann Georg Elser am 09.04.1945 erschossen.. <Lebenslauf> |
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| 17.11. | Nach Studentenprotesten gegen die deutsche Besatzung werden in Prag neun Studenten erschossen. Die tschechischen Hochschulen werden geschlossen. | |
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| 1940 | ||
| Die
"Weiße Rose" setzte sich aus Studenten zusammen, die ihr Leben mit höchsten
moralischen und intellektuellen Ansprüchen führten und die Freiheit ihres
Gewissens sehr ernst nahmen. Als ihnen Anfang der 40er Jahre immer
deutlicher wurde, dass sie in einem verbrecherischen Staat lebten, der mit
seinem Krieg ganz Europa in den Untergang stürzte, entschlossen sie sich,
zum Widerstand aufzurufen. Im Mittelpunkt des Kreises standen Hans Scholl und Alexander Schmorell. Sie verfassten, vervielfältigten und verschickten im Sommer 1942 vier Flugblätter, deren Eindringlichkeit und intellektuelle Brillanz auch von der Gestapo als sensationell empfunden wurde. Obwohl "Mädchen" eigentlich aus der Widerstandsarbeit herausgehalten werden sollten, beteiligte sich Sophie Scholl bald sehr aktiv. Auch der Philosophieprofessor Kurt Huber wurde eingeweiht. Die Gruppe, der auch Christoph Probst und Willi Graf angehörten, knüpfte vielfältige Kontakte und stellte zwei weitere Flugblätter in großer Auflage her. Als die Geschwister Scholl im Februar 1943 in einer spektakulären Aktion Flugblätter im Lichthof der Universität abwarfen, wurden sie denunziert und verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte den Kern des Kreises zum Tode. Doch auch danach gab es Münchner Studenten, die Flugblätter der "Weißen Rose" weiterverbreiteten. |
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| 24.02. | Der ehemalige deutsche Botschafter Ulrich von Hassell legt für die bürgerliche Widerstandsgruppe um Carl Friedrich Goerdeler bereitet einen Plan zum Putsch gegen das NS-Regime vor. | |
| 30.05. | Am 1.10.1932 wurde Otto Neururer Pfarrer von St. Peter und Paul zu Götzens bei Innsbruck. - Dieser Ort wurde zu seinem Bekenntnisort für den christlichen Glauben. Gleich zu Beginn der Nazi-Herrschaft versuchte er ein Mädchen, das einen geschiedenen Parteigenossen heiraten sollte, davon abzuhalten. Dies gelang ihm am 9. Dezember 1938. Der enttäuschte Freier zeigt den Priester bei den weltlichen Machthabern wegen »Verhinderung einer deutschen Ehe« an. Der Staat schlug zu, N. kam zunächst in Innsbruck ins Gefängnis, von dort in die Konzentrationslager von Dachau und Buchenwald. Dort wurde er am 30. Mai 1940 erhängt. - Die Gestalt N. muss in einem größeren Zusammenhang gesehen werden. Er gehört zu den vielen Opfern des Nationalsozialismus, vor allem in der Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch. Gerade in diesem Kirchengebiet hatten sich die Verfolgungen besonders ausgewirkt, waren doch die Seelsorger von Innsbruck-Feldkirch besonders mutige Priester und stellte ihr Bischof, der Apostolische Administrator Paulus Rusch, damals der jüngste Bischof der kath. Kirche, ein wahres Bollwerk dar gegen die Lehren der Nazis. | |
| 07.10. | Aufstand des Sonderkommandos in
Auschwitz (Das Sonderkommando war eine Gruppe von männlichen Häftlingen, die
bereits durch die Einweisung in diese Abteilung zum Tode verurteilt waren.
Die SS wollte Zeugen dieses schrecklichen Verbrechens vermeiden, daher
wurden die Häftlinge des Sonderkommandos in regelmäßigen Abständen ebenfalls
getötet. Das Sonderkommando hatte der SS zu "helfen", wenn sich die Menschen
vor dem Betreten der Gaskammer entkleideten, es hatte die Leichen in die
Krematorienöfen zu befördern oder sie zu schichten, auf Scheiterhaufen zu
verbrennen und die Asche fortzuräumen. Manchmal kam es vor, dass Häftlinge
des Sonderkommandos auf ihre Familienmitglieder trafen und helfen mussten,
diese zu ermorden.) Jüdische Häftlinge setzen das Krematorium IV in Auschwitz in Brand. |
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| 11.11. | Die polnische und die tschechische Exilregierung in London vereinbaren eine stärkere Kooperation ihrer Widerstandsbewegungen. | |
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| 1941 | ||
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1941 fanden sich vier erst 16jährige Lehrlinge zu einem
Widerstandskreis zusammen. Trotz ihres fast noch kindlichen Alters hatten
sie durchaus politische und ethische Motive. Initiator und treibende Kraft
der Gruppe war Walter Klingenbeck, ein frühreifer Junge aus einem sehr
katholischen Elternhaus, der schon in den 30er Jahren die antikirchliche
Politik des NSRegimes bewusst miterlebt hatte. |
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| 28.05. |
Der wohl berühmteste Häftling von Auschwitz war der
polnische Ordensgeistliche Maximilian Maria Kolbe:
Er wurde am 17. Februar 1941 von der Gestapo verhaftet und am 28. Mai nach
Auschwitz verschleppt, wo er die Nummer 16670 (Auschwitz war das einzige
KZ-Lager, in dem dem Häftling die Nummer auch eintätowiert wurde) bekam.
Als ein Häftling aus der Baracke, in der Kolbe
wohnte, flüchtete, wurden zehn Insassen zur Ermordung aussortiert, darunter
Franciszek Gajowniczek. Für diesen meldete sich
Kolbe freiwillig: |
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| 04.07. | Die Kommunistische Partei Jugoslawiens unter Führung von Josip Broz Tito beschließt einen Partisanenkrieg gegen die faschistische Besatzung. | |
| 03.08. | Der Bischof von Münster (1933-1946)
Clemens August Graf von Galen, als heftiger Kritiker der Nationalsozialisten
seit Jahren bekannt, hielt vor allem in der Lambertikirche seine berühmten
Predigten gegen das Euthanasieprogramm des Dritten Reiches und erstattete
sogar Strafanzeige. Am 03. August 1941 predigte Bischof von Galen gegen das Prinzip, dass die Tötung unproduktiver Menschen gestatte, nachdem er sich schon ab Juli gegen das Vorgehen der Gestapo und die Übergriffe des Regimes auf die Kirche gewandt hatte. Am 24. August 1941 ließ Hitler die Aktion einstellen. Die Proteste der Kirche und die Erregung der Bevölkerung hatten zu einem weitgehenden Stopp der Morde geführt. Aufgrund seiner großen Beliebtheit in den katholischen Gemeinden aber auch in der breiten Bevölkerung entschieden die Machthaber, nicht gegen den Bischof von Münster vorzugehen, sondern bis nach Kriegsende mit seiner Bestrafung zu warten. Dazu sollte es nicht kommen. |
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| 14.08. | Pater Maximilian Kolbe stirbt in Auschwitz durch eine Giftspritze - Kurzbiografie | |
| 17.09. | Im Deutschen Reich werden erstmals Todesurteile für das Hören ausländischer Rundfunksender verhängt. | |
| 21.10. | Als Rache für Partisanenangriffe erschießen deutsche Polizeieinheiten in Jugoslawien im Oktober über 9.000 Geiseln. | |
| 15.11. | In Mexiko erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift "Freies Deutschland", die von Exilschriftstellern unter der Leitung von Anna Seghers herausgegeben wird. | |
| Dezember | Im Dezember 1941 schleusten die Sowjets eine "Initiativgruppe" polnischer Kommunisten unter Marceli Nowotko, die vor 1941 in die Sowjetunion geflüchtet waren, nach Polen ein. Dies war der Beginn eines vereinigten kommunistischen Untergrunds in Polen. | |
| 24.12. | Der emigrierte Schriftsteller Thomas Mann mahnt die deutsche Bevölkerung in einer Sonderansprache des britischen Rundfunks zu einer Beendigung des Kriegs. | |
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| 1942 | ||
| 13.03. | In den Straßen der Wiener Innenstadt werden zahlreiche Streuzettel mit folgendem Text gefunden: "Hitlers Werk: Krieg, Hunger und Volksversklavung. | |
| 22.04. | Nach Anschlägen auf die deutschen Besatzungstruppen werden in Paris sämtliche Theater und Kinos für drei Tage geschlossen. | |
| 27.05. | Zwei
Tschechen verüben in Prag ein Attentat auf den stellvertretenden
Reichsprotektor Heydrich und verletzen ihn dabei schwer. Er stirbt am 04.06. Als Vergeltungsakt für die Ermordung Heydrichs wird der tschechische Ort Lidice (bei Prag) am 10.06. zerstört. Alle männlichen Einwohner über 15 Jahre werden ermordet. |
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| 19.06. | Nachdem sie von kroatischen und deutschen Truppen in Montenegro eingekreist sind, weichen die Partisanengruppen unter Josip Broz Tito überraschend nach Nordwesten aus und beginnen ihren "Langen Marsch" durch Westbosnien. | |
| August | Kommunistische aber auch sozialdemokratisch orientierte Widerstandsgruppen verbreiteten Flugschriften und Klebezettel gegen den Nationalsozialismus und unterstützten rassisch und politisch Verfolgte. Einige dieser Gruppen in Berlin, die rund 50 Frauen und über 100 Männer umfassten, wurden von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) mit dem Sammelbegriff "Rote Kapelle" belegt. Durch ihren Funkkontakt zur Sowjetunion wurde eine Gruppe um Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen im August 1942 enttarnt. Von den 130 festgenommenen Mitgliedern der "Roten Kapelle" wurden 49 umgebracht. | |
| 21.08. |
Pater Franz Reinisch wurde er am 7. Juli 1942 zum Tode verurteilt und am 21. August desselben Jahres in Berlin-Brandenburg hingerichtet. |
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| 01.09. | Das "Mitteilungsblatt der österreichischen Freiheitsbewegung" erscheint als Flugblatt. | |
| 27.09. | Thomas Mann klagt in einer BBC-Rundfunkansprache an die deutsche Bevölkerung die systematische Massenvernichtung der Juden an. | |
| 10.11. | Eine weitere Widerstandsgruppe in Vorarlberg war die Gruppe Malin. Der Name der Gruppe kommt von Johann August Malin selbst. Dieser Mann nimmt einen besonderen Stellenwert im Vorarlberger Widerstand ein. Sein Ziel war die Vereinigung der christlichen mit den marxistischen orientierten antifaschistischen Gruppen, was er auch so gut wie geschafft hatte. Malin war eine Art Armenanwalt , zu dem die Bevölkerung gekommen ist und da er sich zuvor sehr viel mit seiner und der Volksbildung auseinander gesetzt hatte, konnte er erstens den Menschen helfen und zweitens seine politische Meinung verbreiten. Aber wie auch Wilhelm Himmer wurde Johnn August Malin zum Tode verurteilt und am 10.November 1942 in München-Stadelheim hingerichtet. | |
| 19.11. | Das Kriegsministerium der USA erteilt die Bewilligung eines österreichischen Freiwilligenbataillons. 1942 dienen bereits an die 2000 Österreicher freiwillig in der britischen Armee. | |
| 06.12. | Als Mitglied des Exilvorstands der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) fordert Erich Ollenhauer die Emigranten zur Planung der Zeit nach dem NS-Regime auf. | |
| 07.12. | Die Gestapo verhaftet im Ruhrgebiet zahlreiche Jugendliche der "Edelweißpiraten", die sich bewusst den NS-Organisationen entziehen. | |
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| 1943 | ||
| 18.02. | Als die Geschwister Scholl am 18.
Februar 1943 das sechste und letzte Flugblatt in der Universität München
verteilen, werden sie vom Hausmeister beobachtet. Der meldet sie umgehend
bei der Gestapo. Sophie, Hans und Christoph Probst werden sofort verhaftet.
Bereits vier Tage später folgt, nach einem dreitägigen Verhör, der Prozess.
Hans und Sophie Scholl werden zusammen mit Christoph Probst zum Tode
verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet. Bis heute sind die
Geschwister Scholl ein Symbol für den gewaltlosen Widerstand gegen die
nationalsozialistischen Machthaber. In dem letzten Flugblatt der »Weißen Rose« heißt es: »Der Tag der Abrechnung ist gekommen, der Abrechnung der deutschen Jugend mit der verabscheuungswürdigsten Tyrannis, die unser Volk je erduldet hat. Im Namen der deutschen Jugend fordern wir vom Staat Adolf Hitlers die persönliche Freiheit, das kostbarste Gut des Deutschen, zurück, um das er uns in der erbärmlichsten Weise betrogen... Es gibt für uns nur eine Parole: Kampf gegen die Partei! Heraus aus den Parteigliederungen, in denen man uns weiter politisch mundtot halten will...« |
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| 22.02. | Die Geschwister Scholl und Christoph Probst werden als Angehörige der Münchener Widerstandsbewegung "Weiße Rose" zum Tode verurteilt und hingerichtet. <Urteil> | |
| 24.02. | Nach einer Anweisung Hitlers sind Befehlsverweigerer der Wehrmacht "auf der Stelle zu erschießen". | |
| 13.03. | Auf dem Rückflug von Winniza nach Ostpreußen besucht Hitler das Hauptquartier der Heeresgruppe Mitte in Smolensk. Oberst von Tresckow versteckt zwei englische Haftminen als Cointreau-Flaschen getarnt, in Hitlers Flugzeug. Beim Weiterflug friert jedoch der Zünder fest, das Attentat misslingt. | |
| 26.03. | In einem geheimen Schreiben an verschiedene Generale fordert Carl Friedrich Goerdeler zum Staatsstreich gegen Hitler auf. | |
| 05.04. | Die Politiker Léon Blum und Édouard Daladier werden im Deutschen Reich interniert, um die Bildung einer französischen Exilregierung zu verhindern. | |
| 05.04. | Die Gestapo verhaftet mehrere Regimegegner aus verschiedenen Widerstandskreisen, darunter auch den Theologen Dietrich Bonhoeffer. | |
| 19.04. | Im Warschauer Ghetto, aus dem bereits 300.000 Juden deportiert worden sind, beginnt ein Aufstand, der bis zur kompletten Auflösung des Ghettos am 16. Mai andauert. | |
| 30.04. | Der Reichskommissar Arthur Seyß-Inquart verhängt über die Niederlande den Ausnahmezustand. Es war nach der erneuten Internierung von Zwangsarbeitern zu einem Generalstreik gekommen. | |
| 12.07. | In Krasnogorsk bei Moskau wird das Nationalkomitee "Freies Deutschland" (NKFD) von Exilvertretern der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gebildet. | |
| August | Ein besonders von den Alliierten beachtetes Flugblatt der "österreichischen Freiheitsfront" wird verteilt. "..Österreicher! Dieser Krieg ist verloren. Die Amerikaner und Engländer sind immer unsere Freunde gewesen. Und haben uns die Russen angegriffen? Oder wir sie? Wir kämpfen nicht für den Kommunismus, aber wir fühlen uns eins mit den russischen Arbeitern und Bauern. Nicht die Russen, sondern die nationalsozialistischen Unterdrücker sind die Feinde Österreichs. Es ist die Pflicht jedes treuen Österreichers, die Front zu sabotieren..." | |
| 09.08. | Am 9. August 1943 früh wurde Franz
Jägerstätter von Berlin nach Brandenburg/Havel gebracht. Zu Mittag wurde ihm
mitgeteilt, dass sein Todesurteil bestätigt sei und um 16 Uhr vollstreckt
würde.
(Schreiben von Franz Jägerstätter an den Pfarrer von St. Radegund vom
22.2.1943) In der Pfarrkirche St. Radegund wurde Franz Jägerstätter getauft, hier heiratete er, hier wurden seine Kinder getauft. Hier versah er auch von 1941 bis 1943 den Mesnerdienst. Der junge Bauer und Familienvater wurde zu einer der herausragenden Gestalten des christlichen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Er verweigerte nicht nur der NSDAP jegliche Unterstützung, sondern auch das Mitkämpfen in der deutschen Wehrmacht in dem von Deutschland begonnenen Krieg. Die Konsequenzen seiner Entscheidung waren ihm und seiner Familie von Anfang an klar: alle hofften, dass vor einer Einberufung der Krieg zu Ende sei. |
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| 29.08. | Wegen des stärker werdenden Widerstands verhängt die deutsche Militärregierung über Dänemark den Ausnahmezustand. | |
| 01.10. | Die deutschen Besatzungstruppen wollen die über 8.000 in Dänemark lebenden Juden für die Deportation verhaften. Die meisten Juden können sich jedoch durch eine rechtzeitig organisierte Flucht nach Schweden retten. | |
| 25.10. | "Richtlinien zur Bekämpfung
jugendlicher Cliquen", am 25.10.1944 von Kaltenbrunner erlassen. Durch diese
Richtlinien wurde die Auseinandersetzung mit den oppositionellen
Jugendgruppen auf eine politische Ebene gestellt. Das heißt, die
Jugendlichen wurden als Staatsfeinde und Hochverräter behandelt. Die Nazis
sahen in der Jugendopposition im Grunde keine Form des Widerstandes, sondern
in erster Linie die Infragestellung ihres totalitären Erziehungsanspruches.
Im Kriege kam noch die Gefahr der so genannten "Wehrkraftzersetzung" dazu,
da sich die Jugendlichen gegen den Krieg aussprachen. Das NS-Regime bestrafte die oppositionellen Jugendlichen mit Fürsorgeerziehung, Gefängnis, Jugend-KZ und schreckten auch vor der Todesstrafe nicht zurück. |
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| 10.11. | In Köln werden 13 Mitglieder der Jugendorganisation "Edelweißpiraten" hingerichtet. Sie wurden von den Nationalsozialisten nach ihrem Merkmal, einem Edelweißanstecker benannt. | |
| 29.11. | Josip Broz Tito wird vom Partisanenrat zum Führer des "Nationalkomitees zur Befreiung Jugoslawiens" ernannt. | |
| 18.12. | In Mailand, Turin und Venedig kommt es zu großen Arbeiterstreiks und Friedenskundgebungen. | |
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| 1944 | ||
| Die Untergrundarmeen Polens häuften mit der Zeit große Waffenarsenale an, die ihnen die Ausführung von Attentaten erlaubten. Die bevorzugten Ziele waren Bahnlinien, auf denen Verstärkung an die Ostfront oder Häftlinge in die KZ-Lager transportiert wurden, Industrieanlagen und auch Nazis. Für solche Aktivitäten rächten sich die Nazis blutig mit Massenhinrichtungen. Trotzdem nahmen die Anschläge zu und erreichten im ersten Halbjahr 1944 mit 18.116 Aktionen ihren Höhepunkt. | ||
| 11.01. | Zur Unterdrückung der norwegischen Oppositionsbewegung werden 400 norwegische Studenten in deutsche Konzentrationslager (KZ) verbracht. | |
| 19.01. | Mit der Verhaftung von Helmuth James Graf von Moltke wird die Widerstandsgruppe "Kreisauer Kreis" zerschlagen. | |
| 01.02. | General Charles de Gaulle vereinigt alle französischen Widerstandsgruppen. | |
| 14.02. | Sämtliche deutschen Spionage- und Nachrichtendienste werden im Amt "Abwehr" zusammengefasst und Heinrich Himmler unterstellt. Zwei Tage zuvor wurde Admiral Wilhelm Canaris als Chef der Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) entlassen. Canaris nutzte seine Position um ein Zentrum des Widerstands gegen Hitler zu formieren. | |
| 24.03. | Bei einem Bombenattentat von Widerstandskämpfern in Rom werden 33 deutsche Polizisten ermordet. Auf Befehl Hitlers werden daraufhin 335 italienische Geiseln in den Ardeatinischen Höhlen in der Nähe von Rom erschossen. | |
| 29.03. | In Moskau fordert das Nationalkomitee "Freies Deutschland" zum Kampf gegen das NS-Regime auf, um die "Katastrophe" noch abzuwenden. | |
| 25.04. | Zur Unterdrückung der Oppositionsbewegung und zur Vorbeugung gegen Sabotageakten nehmen die deutschen Truppen in Dänemark über 200 Geiseln. | |
| 05.05. | Reichsjustizminister Otto Georg Thierack erklärt das Todesurteil zur allgemeingültigen Strafe für jegliche "Gefährdung der Kriegführung und Sicherheit des Deutschen Reiches". Vorher stand auf 46 Einzeltatbestände die Todesstrafe. | |
| 10.05. | Hinrichtung der österreichischen Widerstandskämpfer Pater Karl Roman Scholz und Karl Lederer. | |
| 14.05. | Teile der militärischen Führung in Frankreich erstellen mit Generalfeldmarschall Rommel Pläne zum Putsch gegen Hitler. Die Generäle Erwin Rommel und Karl-Heinz von Stülpnagel beabsichtigen, im Westen einen Waffenstillstand zu schließen. Hitler soll verhaftet und vor Gericht gestellt werden. General von Stülpnagel wird wegen Organisierung des Widerstandes gegen Hitler am 30.08.1944 in Plötzensee hingerichtet | |
| 10.06. | Der Ort
Oradour-sur-Glane wurde durch ein Massaker von SS-Truppen ausgelöscht. Vier Tage zuvor waren die Alliierten in der Normandie gelandet, und deutsche Truppen aus dem Südwesten Frankreichs eilten an den neuen Kriegsschauplatz. Oradour-sur-Glane lag abseits ihrer Marschroute, und an diesem 10. Juni 1944, einem Samstag, wusste in dem Dorf auch noch niemand, dass die SS-Division "Das Reich" am Tag zuvor in Tulle 99 Geiseln an Balkongittern, Bäumen und Laternen erhängt hatte - als Vergeltung für Angriffe des französischen Widerstands. |
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| 19.-20.06. | Russische Partisanen zerstören an mehr als 9500 Stellen Eisenbahnanlagen im Rücken der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront. | |
| 20.07. | Beinahe symbolhaft für den
deutschen Widerstand steht das Attentat von Wehrmachtsangehörigen auf Hitler
am 20. Juli 1944. Mit der Erkenntnis, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen
sein würde, stieg auch in Militärkreisen die Bereitschaft, den Versuch zu
machen, Hitler in den Weg zu treten. Nur der Tod des Diktators schien
geeignet zu sein, einen Staatsstreich erfolgreich durchzuführen. Nach
einigen im Vorfeld schon im Ansatz gescheiterten Versuchen wurde nun im
Sommer 1944 ein weiteres Attentat geplant. Die zentrale Rolle kam dabei
Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg zu, der als einziger der
Verschwörer direkten Zugang zu Hitler hatte. Er platzierte eine Bombe mit
Zeitzünder, versteckt in einer Aktentasche, in das Besprechungszimmer des
Führerhauptquartiers. Obwohl die Bombe planmäßig zur Explosion kam, wurde
Hitler nur leicht verletzt, da ein Besprechungsteilnehmer die Tasche vom
Platz des Führers zur Seite gestellt hatte. Die Widerständler aus
bürgerlichen und militärischen Kreisen werden in den folgenden Monaten
inhaftiert, in Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof unter Roland Freisler
zum Tode verurteilt und in der Regel exekutiert. Aber auch Beamte, Diplomaten und Weimarer Politiker wurden von Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Schnellverfahren abgeurteilt und hingerichtet. Andere prominente Opfer, wie Generalfeldmarschall Rommel, wurden zum Selbstmord gezwungen oder, wie Abwehrchef Canaris oder Dietrich Bonhoeffer, in KZ´s verschleppt und von der SS umgebracht. Keiner der Hauptbeteiligten und kaum einer der Mitwisser des Attentatversuchs vom 20. Juli 1944 überlebte. |
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| 21.07. | 0.30 Uhr: Auf dem Hof des OKH werden Oberst Graf Stauffenberg, General Olbricht, Oberleutnant von Haeften und Oberst Quirnheim standrechtlich erschossen. | |
| 30.07. | Mit dem "Terror- und Sabotageerlass" werden Widerstandskämpfer nicht mehr Wehrmachtsgerichten überstellt, sondern sofort erschossen oder der Sicherheitspolizei übergeben. | |
| 01.08. |
Am 1. August 1944 begann planmäßig der Aufstand in Warschau.
Die ersten schweren Kämpfe brachen im Westen Warschaus aus. Die deutschen
Panzer wurden mit Brandflaschen und einfachen Panzersperren bekämpft, und
bei manchen Aktionen gelang den Aufständischen sogar die Erbeutung deutscher
Kampffahrzeuge. Am nächsten Tag wurde die Nachricht vom Aufstand über einen
AK-Piratensender ausgestrahlt, vom BBC empfangen und sofort weiter
verbreitet. Die Deutschen waren offensichtlich vom Aufstand überrascht;
lediglich im Norden der Stadt fiel die geheime Mobilisierung der SS auf, und
die AK konnte diesen Stadtteil erst nach vier Tagen erobern. Dennoch gelang
den Aufständischen binnen einer Woche die Befreiung eines Großteils
Warschaus. |
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| 08.08. | Der erste Prozess gegen acht Beteiligte am Attentat vom 20. Juli endet mit der Verurteilung zum Tode. Die Todesstrafe wird auf Anordnung Hitlers sofort vollzogen. | |
| 12.08. | Aufgrund der starken Partisanenaktivitäten in Oberitalien befiehlt der deutsche Befehlshaber Kesselring scharfe Vergeltungsmaßnahmen. | |
| 07.09. | Carl Friedrich Goerdeler war von 1920 bis 1930 stellvertretender Bürgermeister von Königsberg, von 1930 bis 1937 Oberbürgermeister von Leipzig. Seine Verbindungen und sein Ansehen als bekannter Kommunalpolitiker nutzte er zum Aufbau der Widerstandsbewegung. Ein gewaltsames Vorgehen lehnte er jedoch ab. Von den Verschwörern des 20. Juli 1944 nach der geplanten Beseitigung Hitlers für das Amt des Reichskanzlers vorgesehen, wurde er am 7. September 1944 zum Tode verurteilt und nach fünfmonatigen Verhören wird er am 2. Februar 1945, auf ausdrücklichen Befehl Hitlers, mit einem Handbeil enthauptet. | |
| 07.10. | Im Krematorium von Auschwitz-Birkenau scheitert ein Aufstand der dort zur Arbeit eingesetzten Juden. | |
| 10.11. | In Köln werden 13 Mitglieder der
Jugendorganisation "Edelweißpiraten" hingerichtet. Das Terrorregime der Nazis, die Hitlerjugend und ihre paramilitärische Ausrichtung wurde nicht von allen Jugendlichen akzeptiert. Durch Kleidung, Frisur, Musik und Verweigerung des HJ-Dienstes sowie Mitarbeit in kirchlichen Organisationen versuchten einige von ihnen ihren Widerstand auszudrücken. Von den Nationalsozialisten als »wilde Jugendgruppen« oder als »jugendliche Cliquen« bezeichnet, wollten sie auf die Verbrechen und das Unrecht der Nazis aufmerksam machen. Dies geschah u. a. mit der Verteilung von Flugblättern. 1944 wurden »Richtlinien zur Bekämpfung jugendlicher Cliquen« herausgegeben, die sich vor allem gegen die so genannten Edelweißpiraten aus dem Rheinland richteten. Im November 1944 wurden 13 Mitglieder dieser Gruppe verhaftet und ohne Verfahren aufgehängt. |
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| 18.12. | In Wien wird das "Provisorische Österreichische Nationalkomitee" unter Einschluss der wichtigsten Widerstandsgruppen gegründet. Die wichtigste Gruppierung nennt sich O5, ein Zeichen für Österreich: Der Buchstabe O und der fünfte Buchstabe des Alphabets, also E. Dieses Zeichen wird an mehreren Plätzen angebracht. Der Gruppe gelingt es, von Wien aus nach Westösterreich zu wirken und vor allem im Alpenraum einen militärischen Widerstand aufzubauen. Zunehmend werden auch Österreicher bei den alliierten Truppen eingesetzt. | |
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| 1945 | ||
| 02.02. | Der Widerstandskämpfer Carl Friedrich Goerdeler wird in Berlin-Plötzensee auf Befehl Hitlers hingerichtet. | |
| 26.02. | Himmler ordnet die Einführung von Sonderstandgerichten an, um die Auflösungserscheinungen in vielen Wehrmachtseinheiten zu unterbinden. | |
| 03.04. | Himmler befiehlt die Erschießung aller männlichen Bewohner in Häusern, an denen weiße Kapitulationsflaggen gezeigt werden. | |
| Mai | In vielen Städten Deutschlands beginnen Ermittlungen durch alliierte Militärgerichte, um die Ermordung von unzähligen Menschen, vor allem in den letzten Kriegswochen, aufzuklären und die Täter strafrechtlich zu verfolgen. Allein in Dortmund hatten Angehörige der Gestapo im März und April 1945 mindestens 300 Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter erschossen. | |
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Quellen:
1.) www.nrw2000.de/ns/attentat.htm
2.) www.nrw2000.de/koepfe/stauffenberg.htm
3.) www.nrw2000.de/koepfe/galen.htm
4.) www.nrw2000.de/koepfe/rommel.htm
5.) www.geocities.com/uv_centcom/kap6/index.html