Zeitleiste - Deutschland, NSDAP, Hitler
| 1933 | 1935 | 1937 | 1939 | 1941 | 1943 | 1945 | |||||||||||||||||||||||
| 1932 | 1934 | 1936 | 1938 | 1940 | 1942 | 1944 | |||||||||||||||||||||||
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| 1932 | ||||||||||||||||||||||||||
| 19.01. | 200 Mitglieder der Sturmabteilung (SA) sprengen eine Parteiversammlung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Bei den Auseinandersetzungen werden zwei Kommunisten getötet. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.01. | Vor dem Düsseldorfer Industrieclub erklärt Adolf Hitler (NSDAP), die Überwindung des parlamentarischen Systems sei die wichtigste Voraussetzung zur Beseitigung der wirtschaftlichen Krise. Die Mehrheit der anwesenden Wirtschaftsführer nimmt die Rede mit Zustimmung auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.01. | Reichswehrminister Wilhelm Groener (parteilos) erlässt eine Verordnung, die Nationalsozialisten, nicht aber Kommunisten, den Eintritt in die Reichswehr erlaubt. | |||||||||||||||||||||||||
| 02.-10.02. | Beginn einer internationalen Abrüstungskonferenz des Völkerbunds in Genf. Brüning fordert die Aufhebung der Entwaffnungsbestimmungen des Versailler Vertrags. Am 10. Dezember unterzeichnen das Deutsche Reich, die USA, Großbritannien, Frankreich und Italien eine Erklärung, die dem Deutschen Reich in Rüstungsfragen einen gleichberechtigten Status zugesteht. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.02. | Nach Angaben des Reichsarbeitsministeriums sind in Deutschland 6,127 Millionen Menschen arbeitslos. Jeder dritte Arbeitnehmer ist ohne Beschäftigung. Die katastrophale wirtschaftliche Lage der meisten Arbeitslosen und Kurzarbeiter führt zu zunehmender Unzufriedenheit mit der Republik. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.02. | Der NSDAP-Gauleiter von Berlin-Brandenburg, Joseph Goebbels, verkündet die Kandidatur Hitlers für die Reichspräsidentenwahl. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.02. | Die Regierung von Braunschweig ernennt Hitler zum Regierungsrat ihrer Gesandtschaft in Berlin. Dadurch erhält er die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie ist für die Kandidatur zur Reichspräsidentenwahl notwendig. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.02. | Das "Deutsche Kreditübereinkommen für 1932" tritt in Kraft: Am 23. Januar hatten sich die ausländischen Gläubigerbanken auf die einjährige Stundung sämtlicher Verbindlichkeiten des Deutschen Reichs geeinigt. Die deutschen Auslandsschulden belaufen sich auf 22,9 Milliarden Reichsmark. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.03. | Beim ersten Wahlgang zur Reichspräsidentenwahl kann keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Der amtierende Reichspräsident Hindenburg erhält 49,6 Prozent, Hitler 30,1 Prozent und Ernst Thälmann (KPD) 4,98 Prozent der Stimmen. Der zweite Wahlgang wird auf den 10. April festgesetzt. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.03. | Hindenburg erlässt eine Notverordnung, mit der die Reichsregierung ohne die Zustimmung des Reichstags die Haushaltsführung für weitere drei Monate regeln kann. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.04. | Bei der Reichspräsidentenwahl erhält Hindenburg im zweiten Wahlgang 53 Prozent der Stimmen und ist damit neuer Reichspräsident. Hitler kommt auf 36,8 Prozent, Thälmann auf 10,2 Prozent der Stimmen. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.04. | Auf Grundlage der von Hindenburg erlassenen Notverordnung "zur Sicherung der Staatsautorität" verbietet Brüning SA und Schutzstaffel (SS). Die Regierung befürchtet einen Putschversuch der rechtsradikalen Organisationen. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.04. | Die Reichsregierung billigt eine weitere Million Reichsmark für mehrere Arbeitsbeschaffungsprogramme. Die Gesamthöhe der Summe, mit der die Regierung für den "freiwilligen Arbeitsdienst" aufkommt, beträgt im Juli 55 Millionen Reichsmark. 66.000 Arbeitslose werden für durchschnittlich 2 RM pro Tag beschäftigt. Die von Staat und Gemeinden gewährte Arbeitslosenunterstützung beträgt 1,80 RM pro Tag. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.05. | In mehreren deutschen Großstädten kommt es während der Maifeiern zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.05. | Reichswehrminister Groener verteidigt im Reichstag das Verbot von SA und SS. Die NSDAP-Fraktion antwortet mit wüsten Beschimpfungen. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.05. | Auf Vorschlag Schleichers beauftragt Hindenburg Franz von Papen (Zentrum) mit der Regierungsbildung. Papen bildet ein Präsidialkabinett. In diesem "Kabinett der Barone" werden sieben der elf Ressorts von überwiegend deutschnationalen Adligen geleitet. Schleicher übernimmt das Reichswehrministerium. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.06. | Reichskanzler Papen tritt aus dem Zentrum aus und kommt damit dem Parteiausschluss zuvor. Die Partei kritisiert Papen für seine Beteiligung am Sturz des früheren Reichskanzlers Brüning. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.06. | Das Kabinett Papens wird nur von den Deutschnationalen (DNVP) unterstützt, die NSDAP sagt die Tolerierung nach Rücknahme des SA- und SS-Verbots zu. Auf Antrag Papens löst der Reichspräsident den Reichstag auf und schreibt Neuwahlen für den 31. Juli aus. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.06.-09.07. | Internationale Konferenz zur Regelung der Reparationen in Lausanne. Das Deutsche Reich wird verpflichtet, nur noch eine Abschlusszahlung in Höhe von drei Milliarden Reichsmark zu zahlen. Restzahlungen sowie die Tilgung der Dawes- und der Young-Anleihe bleiben dagegen bestehen. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.06. | Per Notverordnung werden das Versammlungsverbot sowie das Verbot des Tragens von Uniformen bei politischen Versammlungen gelockert. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.07. | In mehreren Städten kommt es zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. Den ersten Höhepunkt der bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nach Wiederzulassung der SA bildet der "Altonaer Blutsonntag": Die SA provoziert gezielt Straßenkämpfe mit Kommunisten. Bei den Schießereien sterben 18 Menschen. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.07. | Die Reichsregierung erlässt ein Verbot aller Demonstrationen unter freiem Himmel. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.07. | Die
Reichstagswahl vom 31. Juli 1932 zeichnete sich durch die hohe
Wahlbeteiligung von 83,4% aus. Die NSDAP gewann 37,3% der Stimmen und wurde
die mit Abstand stärkste Partei. Die Wahl ergibt keinerlei regierungsfähige
Mehrheiten. Göring wurde Reichstagspräsident. Als überragender Sieger der Reichstagswahl vom Juli 1932, aus der die NSDAP mit 37,4 Prozent als stärkste Partei hervorging, verlangte Hitler kompromisslos die ganze politische Macht, die ihm Reichspräsident Paul von Hindenburg jedoch noch verweigerte. Hitler pokerte hoch, als er die ihm angebotene Vizekanzlerschaft ablehnte - denn der frustrierte Massenanhang der NSDAP begann bereits zu bröckeln. Trotz massiver finanzieller Unterstützung durch Großindustrielle war die Parteikasse durch kostspielige Wahlkampfführungen leer, das Geld für weitere Agitation und Propaganda fehlte. |
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| 01.08. | Bei Straßenkämpfen zwischen Nationalsozialisten und Anhängern der Linksparteien kommen in mehreren Städten 20 Menschen ums Leben. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.08. | Nach einer Notverordnung sollen Sondergerichte errichtet und politische Morde zukünftig mit der Todesstrafe geahndet werden. Gegen die Urteile der Sondergerichte können keine Rechtsmittel eingelegt werden. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.08. | Ein Sondergericht in Beuthen verurteilt fünf SA-Angehörige zum Tode, die einen kommunistischen Arbeiter totgeschlagen haben. Damit wird die neue Notverordnung gegen politischen Terror und Mord erstmals in voller Schärfe angewandt. Eine Woche später werden die Täter zu lebenslanger Haft begnadigt. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.08. | Reichstagspräsident Göring verkündet als erste Amtshandlung die Vertagung des Reichstags auf unbestimmte Zeit. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.09. | Bei einem von der KPD eingebrachten Misstrauensantrag gegen die Wirtschaftspolitik Papens sprechen sich 512 der 554 Abgeordneten gegen die Regierung aus. Papen und Hindenburg reagieren mit der Auflösung des Reichstags. Die Neuwahlen werden auf den 6. November festgesetzt. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.09. | Im Reichsgebiet kommt es wegen der im Wirtschaftsprogramm Papens vorgesehenen Lohnkürzungen zu Streiks. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.11. | Der
sich mit der Reichstagswahl vom 6. November 1932 fortsetzende Abwärtstrend
stürzte die Partei tief in die Krise. Bei der Reichstagswahl vom 6. November
1932 verlor die NSDAP nach ihrem steilen Aufstieg 4,2% der Stimmen, wodurch
das Bild vom unaufhaltsamen Vormarsch der NSDAP ins Wanken geriet. Dennoch bleibt die NSDAP mit 33,1 Prozent der Stimmen stärkste Partei. Zweitstärkste Partei bleibt die SPD mit 20,4 Prozent. Die KPD, DNVP und DVP verbessern sich um einige Mandate. |
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| 07.11. | Hindenburg ordnet per Notverordnung einen "politischen Burgfrieden" an und untersagt alle politischen Kundgebungen. Die bis zum 19. November begrenzte Verordnung wird nach Ablauf der Frist bis zum 2. Januar verlängert. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.11. | Bis auf die DNVP entziehen alle im Reichstag vertretenen Parteien dem Reichskanzler Papen das Vertrauen. Papen tritt zurück. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.-24.11. | Der Reichspräsident bietet Adolf Hitler (NSDAP) die Kanzlerschaft an, wenn ihm die Zusammenstellung eines Kabinetts mit parlamentarischer Zustimmung gelingt. Zentrum und DNVP machen deutlich, dass sie Hitler nicht unterstützen werden. Hitler präsentiert Hindenburg daraufhin ein Schriftstück, in dem 20 führende Vertreter der deutschen Wirtschaft, darunter auch der ehemalige Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht, die Bildung eines vom Parlament unabhängigen Präsidialkabinetts unter Hitler befürworten. Hindenburg lehnt ab. Er fürchtet eine Diktatur Hitlers. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.12. | Hindenburg lässt Papen fallen und beauftragt den bisherigen Reichswehrminister Schleicher mit der Regierungsbildung. Schleicher beabsichtigt den Aufbau einer Gewerkschaftsfront mit Mitgliedern aus allen Parteien. Vor allem die NSDAP soll durch Einbeziehung ihres linken Flügels unter Gregor Strasser gespalten werden. Die NSDAP steht dadurch vor einer Zerreißprobe. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.12. | Wegen Meinungsverschiedenheiten mit der Parteispitze legt Strasser seine Parteiämter nieder. Hitler verlangt weiterhin die alleinige Entscheidungsgewalt für sich selbst. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.12. | Die am 9. August erlassene Ermächtigung zur Errichtung von Sondergerichten wird aufgehoben. Da die Verordnung sich vor allem gegen Nationalsozialisten wandte, erhofft sich Schleicher von der Aufhebung das Wohlwollen der NSDAP. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.12. | Trotz des Versammlungsverbots vom 7. November kommt es in mehreren Städten zu Demonstrationen und Straßenkämpfen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.12. | Die Auflösungserscheinungen des parlamentarischen Systems spiegeln sich auch in der Anzahl der 1932 erlassenen Notverordnungen: Den 66 Verordnungen stehen nur fünf vom Reichstag beschlossene Gesetze gegenüber. 1930 ergingen lediglich fünf Notverordnungen, während noch 98 Gesetze vom Reichstag beschlossen wurden. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1933 | ||||||||||||||||||||||||||
| 04.01. | Adolf Hitler (NSDAP) und Franz von Papen führen in Köln Gespräche über eine gemeinsame Regierungsbildung. Am selben Tag empfängt Reichspräsident Paul von Hindenburg den früheren Nationalsozialisten Gregor Strasser und empfiehlt dessen Aufnahme in das Kabinett. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.01. | Demonstration der Sturmabteilung (SA) mit 16.000 Teilnehmern vor der Berliner Zentrale der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Die Polizei sichert den Aufmarsch und besetzt das Gebäude der KPD. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.01. | Reichskanzler Schleicher verlangt vergeblich von Hindenburg die Übertragung diktatorischer Vollmachten. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.01. | Da Hindenburg es auch ablehnt, den Reichstag aufzulösen, tritt Schleicher nach 57 Tagen als Reichskanzler zurück. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.01. | Als Reichstagspräsident Paul von
Hindenburg am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum
Kanzler ernannte, fand damit formal gesehen ein weiterer ganz legaler
Regierungswechsel der Weimarer Republik statt, der nur von der NS-Propaganda
als "Machtergreifung" gefeiert wurde. Hindenburg ernennt Hitler zum Reichskanzler. Im neu gebildeten Kabinett wird Papen Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen, Hugenberg erhält das Wirtschaftsministerium. Von der NSDAP treten Hermann Göring und Wilhelm Frick in die Regierung ein. In den Koalitionsverhandlungen war es Hitler gelungen, Neuwahlen durchzusetzen, von denen er sich eine stärkere Position der NSDAP im Reichstag versprach. |
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| 01.02. | Auf Wunsch Hitlers löst Hindenburg den Reichstag auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 02.02. | Der kommissarisch eingesetzte preußische Innenminister Göring verbietet alle Demonstrationen der KPD. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.02. | Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sprach Hitler in seiner neuen Funktion als Reichskanzler am 3. Februar 1933 vor Offizieren der Reichswehr erstmals über die Gewinnung von "Lebensraum im Osten" und dessen Germanisierung. In der Außenpolitik des NS-Regimes nahm das Lebensraum-Konzept eine zentrale ideologische Stellung ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.02. | Per Notverordnung wird die Versammlungs- und Pressefreiheit weiter eingeschränkt. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.02. | Auf Betreiben Hitlers verleiht Hindenburg von Papen die Vollmacht zur Auflösung des preußischen Landtags. Damit ist der Weg frei für Neuwahlen in Preußen. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.02. | Der preußischen Polizei verordnete Göring sogleich in einem "Schießerlass" vom 17. Februar den rücksichtslosen Gebrauch der Schusswaffe gegen alle politischen Gegner. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.02 | Göring bildet in Preußen eine Hilfspolizei, deren Mitglieder aus SA, SS und "Stahlhelm" rekrutiert werden, und ermuntert sie zum "fleißigen Gebrauch der Schusswaffe". | |||||||||||||||||||||||||
| 27.02. | Abends bricht im Reichstagsgebäude ein Brand aus, der fast den gesamten Mittelteil des Gebäudes und den Plenarsaal zerstört. Direkt nach dem Brand erklärt Göring, der festgenommene Niederländer Marinus van der Lubbe habe im Auftrag der KPD das Feuer gelegt. Es folgen zahlreiche politisch motivierte Verhaftungen. Vor allem Mitglieder der KPD und Juden werden verfolgt. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.02. | Hindenburg unterzeichnet Notverordnungen, die mit sofortiger Kraft die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit noch weiter einschränken und der Polizei weit reichende Befugnisse einräumen. Der "Vorwärts", die Parteizeitung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), wird vorläufig verboten. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.03. | Im einmonatigen Wahlkampf von
Februar bis zu den Reichstagswahlen am 5.März nutzten die
Nationalsozialisten ihre neue Stellung um nunmehr offen gegen politische
Gegner vorgehen zu können. Terroristische und legale Maßnahmen waren nur
noch schwer von einander zu unterscheiden.
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| 08.03. | Auf Basis der Notverordnungen werden die KPD-Sitze im Reichstag annulliert. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.03. | Am 23. März nahm der Reichstag das von Hitler eingebrachte "Ermächtigungsgesetz" an. Hitler gelang es, mit Zustimmung der bürgerlichen Parteien, insbesondere des Zentrums, die Zweidrittelmehrheit zu erhalten. Von den anwesenden 538 Abgeordneten stimmten 444 mit "ja". Die Gegenstimmen kamen von der SPD-Fraktion, die soweit sie anwesend war, geschlossen mit "nein" stimmte. Die fehlenden sozialdemokratischen Parlamentarier waren ebenso wie alle KPD-Abgeordneten seit dem Reichstagsbrand und der darauf folgenden Notverordnung "zum Schutz von Volk und Staat", mit der noch bestehende Grund- und Verfassungsrechte außer Kraft gesetzt wurden, verhaftet, untergetaucht oder tot. Durch das Ermächtigungsgesetz von 1933 schaffte Hitler alle demokratischen Einrichtungen ab und vergrößerte seinen Machtbereich. Mit dem "Ermächtigungsgesetz" war die Regierung fortan berechtigt, Gesetze - auch verfassungsändernde Gesetze - ohne Beteiligung des Reichstages und Reichsrates zu erlassen. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.03. | Mit dem Gesetz zur "Gleichschaltung
der Länder mit dem Reich" werden außer dem preußischen Landtag alle
Länderparlamente aufgelöst. Ihre neue Zusammensetzung richtet sich nach der
des Reichstags. Der Begriff Gleichschaltung wurde von der nationalsozialistischen Propaganda aus der Elektrotechnik übernommen und bezeichnete die Ausrichtung von Organisationen, Institutionen, Parteien, Verbänden und somit in letzter Konsequenz jedes einzelnen Bürgers auf die nationalsozialistische Politik und Ideologie. Geprägt wurde die Bezeichnung durch Reichsjustizminister Gürtler bei der Formulierung des Gesetzes vom 31. März 1933 zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich. Die Gleichschaltung wurde in allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen zügig vorangetrieben, so dass im Sommer 1934 nahezu jeder Bürger des Deutschen Reiches in irgendeiner Weise mit der NSDAP oder einer ihrer Organisationen verquickt war. |
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| 01.04. | In Deutschland beginnt ein Boykott jüdischer Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwälte. SA-Angehörige gehen gewalttätig gegen Juden und gegen solche Personen vor, die den Boykott ablehnen. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.04. | Die Reichsregierung verhängt mit dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" ein Berufsverbot für jüdische und regimekritische Beamte. Nach einer Intervention des Reichspräsidenten Hindenburg werden Juden, die am Ersten Weltkrieg teilnahmen, vom Berufsverbot ausgenommen. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.04. | Bei einem Besuch in Italien erklärt Göring die grundsätzliche Übereinstimmung von Faschismus und Nationalsozialismus. Bei Gesprächen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Benito Mussolini ergeben sich jedoch Differenzen, weil Italien die Souveränität Österreichs garantiert hat. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.04. | Hitler ernennt seinen Privatsekretär Rudolf Heß zu seinem Stellvertreter in der Parteiführung. | |||||||||||||||||||||||||
| Mai | Im Mai 1933 veröffentlichte der auto- und technikbegeisterte Adolf Hitler ein Programm zum Bau von Autobahnen, gemäß dem sich ein dichtes Netz von vierspurigen Autostraßen über Deutschland spannen sollte. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.05 | Auf Weisung der Reichsregierung wird der 1. Mai zum "Feiertag der nationalen Arbeit". Die Einführung des seit langem von der Arbeiterbewegung geforderten Feiertags soll über die einsetzende Zerschlagung der Gewerkschaften hinwegtäuschen. | |||||||||||||||||||||||||
| 02.05. | Polizei, SA und SS besetzen die Einrichtungen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB) und der Einzelgewerkschaften. Die Gewerkschaften werden zerschlagen. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.05. |
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| 10.05. | Die Deutsche Studentenschaft organisiert Bücherverbrennungen von Werken oppositioneller und jüdischer Autoren. Wie in Berlin werden in den folgenden Tagen vor allem in den Universitätsstädten zahlreiche Bibliotheken "gesäubert". | |||||||||||||||||||||||||
| 10.05. | Wenige Tage nach der Zerschlagung der Gewerkschaften wurde am 10. Mai 1933 die Deutsche Arbeitsfront (DAF) gegründet. Durch die "freiwillige, aber erwünschte" Einheitsmitgliedschaft und die von ihr organisierten Aktivitäten ermöglichte es die DAF dem NS-Regime, die arbeitende Bevölkerung sowohl im Beruf als auch in der Freizeit zu kontrollieren und zu indoktrinieren. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.06. | Die SPD wird verboten, ihr gesamtes Vermögen und das ihrer Organisationen wird beschlagnahmt. Für SPD-Mitglieder ergeht ein Berufsverbot. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.07. | Hitler erklärt auf einer Tagung von höheren SA- und SS-Führern, dass die SA keine Konkurrenz für die Wehrmacht darstelle. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.-05.07. | Die Deutsche Volkspartei (DVP) und das Zentrum lösen sich auf. Damit ist die NSDAP die einzige Partei in Deutschland. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.07. | Die Reichsregierung verbietet die Bildung von Parteien. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.07. | In Rom wird der auf Initiative Mussolinis geschlossene Viermächtepakt zwischen dem Deutschen Reich, Frankreich, Großbritannien und Italien unterzeichnet. Er soll außerhalb der Abrüstungsverhandlungen in Genf eine Friedenspolitik in Europa sichern. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.07. | Im Vatikan wird zwischen Deutschland und dem Heiligen Stuhl ein Konkordat geschlossen. Es regelt das Verhältnis von Katholischer Kirche und NS-Staat. Der Vertrag mit dem Vatikan erscheint als Überwindung der nationalsozialistischen Kirchenfeindlichkeit. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.08. | Der Reichsstand der deutschen Industrie erklärt den Hitlergruß in Betrieben für verbindlich. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.08. | Zahlreichen emigrierten Oppositionellen wird die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen (unter ihnen Philipp Scheidemann, Kurt Tucholsky und Ernst Toller). | |||||||||||||||||||||||||
| 25.08. | Die Exilleitung der SPD in Prag veröffentlicht Zahlen aus den deutschen Konzentrationslagern: Demnach sind in den 65 KZ etwa 45.000 Häftlinge interniert. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.09. | Mit der Einrichtung des Reichsnährstands wird die Landwirtschaft in Deutschland der staatlichen Kontrolle unterstellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.10. | Zugunsten des kurz zuvor
gegründeten Winterhilfswerks (WHW) fand am 1. Oktober 1933 der erste
Eintopfsonntag im Deutschen Reich statt. Während des NS-Regimes wiederholte
er sich jeweils am ersten Sonntag der Monate Oktober bis März. Die
Bevölkerung und die Restaurants waren auf Anordnung der Reichsregierung
verpflichtet, nur einfache Eintopfgerichte zu verzehren bzw. anzubieten,
deren Preis pro Kopf eine halbe Reichsmark nicht überschreiten sollte. Der
Differenzbetrag zum höheren Preis einer gewohnten Sonntagsmahlzeit sollte
dem WHW gespendet werden. Mitarbeiter der NS-Volkswohlfahrt (NSV) nahmen die Spenden in den Haushalten entgegen, die zu verweigern sich kaum jemand getraute. Die Haussammlung erbrachte im Winter 1935/36 über 31 Millionen Reichsmark. Allein in Berlin sammelten im Oktober 1935 rund 75.000 Helfer 375.000 Reichsmark für das WHW. |
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| 04.10. | Gleichschaltung der Presse - Die
"Gleichschaltung" verschiedener staatlicher und gesellschaftlicher
Institutionen war ein entscheidender Schritt auf dem Weg der Errichtung
einer totalen Diktatur durch die Nationalsozialisten. Der Rundfunk, schon vor der Machtübernahme Staatsorgan, war ohne Probleme auf die nationalsozialistische Linie gebracht worden und war nun das wirkungsvollste Propagandamittel von Minister Goebbels. Schwieriger war es, die vielfältige deutsche Presselandschaft zu beherrschen. Die NS-Presse hatte zum Zeitpunkt der Machtübernahme einen nur verschwindend kleinen Anteil an der deutschen Presselandschaft, zu der rund 3.400 Tageszeitungen gehörten. Schon im Frühjahr 1933 übernahmen die NS-Verlage die Zeitungen ihrer sozialdemokratischen und kommunistischen Konkurrenz und am 04. Oktober 1933 wurde die deutsche Presse "gleichgeschaltet". |
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| 14.10. | Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verkündete diese Absicht am 14. Oktober 1933, fünf Tage später teilte die Reichsregierung dem Völkerbund den deutschen Austritt formell mit. In einem mit Reichstagswahlen verbundenen Plebiszit über den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund stimmten am 12. November 1933 nach offiziellen Angaben über 95 Prozent der Deutschen mit "Ja". Japan trat ebenfalls 1933 aus dem Völkerbund aus, Italien 1937. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.10. | In München wird der Grundstein für den ersten Monumentalbau der Nationalsozialisten, das Haus der Deutschen Kunst, gelegt. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.11. | Beim Referendum über den Völkerbundaustritt stimmen über 90 Prozent für die NSDAP und die Politik Hitlers. Die Einheitswahlliste für den Reichstag, über die nur mit "Ja" oder "Nein" entschieden werden kann, erhält ebenfalls über 90 Prozent der Stimmen. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.11. | Die am
27. November 1933 gegründete NS-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" (KdF) war
die populärste Organisation im NS-Regime. Das Volkswagen-Projekt sowie Nah-
und Fernreisen gehörten zu den wichtigsten Aktivitäten der
Freizeitorganisation KdF, einer Unterorganisation der Deutschen Arbeitsfront
(DAF). Die am 27. November 1933 gegründete Organisation „Kraft durch Freude“ war der Deutschen Arbeitsfront (DAF) untergeordnet und zuständig für die Freizeitgestaltung der deutschen Bevölkerung. Die KdF-Gemeinschaft galt als die massenwirksamste und populärste Organisation des NS-Regimes, da sie ein breites Erholungs- und Unterhaltungsprogramm anbot, das vor allem für die Arbeiterschaft bis dahin unerschwinglich gewesen war. Vorbild für ihre Gründung war die faschistische italienische Freizeitorganisation „Dopolavoro“, nach der die deutsche Vereinigung zunächst auch benannt worden war. Da die Nationalsozialisten jedoch den italienischen Ursprung verbergen wollten, wurde aus dem Namen „Nach der Arbeit“ sehr bald „Kraft durch Freude“. |
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| 29.11. | Die Reichsregierung erlässt ein neues Gesetz zur "Gleichschaltung" des deutschen Handwerks. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.12. | Die Regierung Hitler sichert mit einem Gesetz, das die NSDAP zu einer Körperschaft öffentlichen Rechts macht, die Einheit von Partei und Staat. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.12. | Die Reichspressekammer untersagt für zunächst drei Monate die Gründung neuer Zeitungen und Zeitschriften. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1934 | ||||||||||||||||||||||||||
| Nach dem Tod von Hindenburg im Jahr 1934 vereinigte Hitler alle Macht in seiner Person, als "Führer und Reichskanzler". Freundschaftsverträge sollten das Ausland über seine eigentlichen Maßnahmen und Kriegsabsichten hinweg täuschen. | ||||||||||||||||||||||||||
| 19.01. | Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) lehnt jegliche Forderung nach einer Wiederherstellung der Monarchie ab. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.01. | Das Gesetz “zur Vorbereitung der nationalen Arbeit” erhebt die DAF zur alleinigen Repräsentantin des “schaffenden Volkes” und überträgt das Führerprinzip auf Betriebe. Der Kern der neuen Ordnung ist die “Betriebsgemeinschaft” | |||||||||||||||||||||||||
| 26.01. | Polens Verhältnis mit Hitler war in den Jahren 1933 bis 1938 äußerst zweiseitig: Ideologisch waren die beiden politischen Systeme scharf verfeindet, aber das verhinderte nicht die Unterzeichnung eines Freundschaftspakts am 26. Januar 1934, doch wegen der Expansionspläne Hitlers kam es zu einer militärisch-politischen Rivalität zwischen Polen und dem Dritten Reich. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.01. | Mit dem "Gesetz zum Neuaufbau des Reiches" verlieren die deutschen Länder ihre Hoheitsrechte und ihre Volksvertretungen. An die Spitze der "gleichgeschalteten" Länder werden Reichsstatthalter gestellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.03. | Hitler eröffnet die Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin. Er setzt sich für die Förderung des Automobilwesens ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.03. | Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht bezeichnet die Auslandsschulden des Deutschen Reichs als "politische Schulden" wegen der Reparationszahlungen des Versailler Vertrags. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.04 | Hitler fordert in einem Interview mit einer amerikanischen Nachrichtenagentur eine Verdreifachung des deutschen 100.000-Mann-Heeres. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.04. | Heinrich Himmler wird Leiter des Geheimen Staatspolizeiamts in Preußen. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.04. | Die Berliner Polizei verbietet jede Form von gewerblicher Wahrsagerei und den Abdruck von Horoskopen. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.06. | Treffen von Hitler und Mussolini in Venedig. Trotz einer gemeinsamen Massenkundgebung auf dem Markusplatz mit über 70.000 Menschen bleibt das Verhältnis von Misstrauen bestimmt. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.06. | Jung wird wegen der von ihm verfassten "Marburger Rede" von Papens, gehalten am 17. Juni, welche die konservative Kritik am Nationalsozialismus deutlich artikulierte, verhaftet. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.06. | Juni: Während des Röhm-Putsches wird Edgar Jung in Oranienburg erschossen. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.06. | Hitler lässt seinen SA-Stabschef und langjährigen Freund Ernst Röhm sowie andere hoch stehende SA-Führer in einer vorbereiteten Aktion verhaften und ermorden. Als Vorwand für die Liquidierung der Führung der Sturmabteilung (SA), die auf eine "zweite Revolution" drängt, wird eine geplante Revolte genannt, der "Röhm-Putsch". Im Zusammenhang mit dem "Röhm-Putsch" werden insgesamt etwa 200 Oppositionelle ermordet, unter ihnen Gregor Strasser, Gustav Ritter von Kahr und General Kurt von Schleicher. Die SA verliert an Bedeutung, die Reichswehrführung unterlässt Proteste gegen die Ermordung von zwei Generalen. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.07. | Hitler erhebt die bisher der SA unterstehende SS zur selbständigen Organisation. | |||||||||||||||||||||||||
| 02.08. | Hindenburg stirbt mit 86 Jahren auf seinem Gut Neudeck. Hitler übernimmt nun auch das Amt des Reichspräsidenten. Er nennt sich fortan "Führer und Reichskanzler". Die Reichswehr wird von nun an nicht mehr auf die Verfassung, sondern auf die Person Hitlers vereidigt. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.08. | In einem Interview mit der "Daily Mail" schließt Hitler einen Krieg gegen Großbritannien als "Verbrechen gegen die eigene Rasse" aus. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.10. | Die Bezeichnung "Führer" wird ausschließlich auf die Person Hitlers festgelegt. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.11. | Die Deutsche Kolonialgesellschaft erklärt die Wiederaufnahme einer deutschen Kolonialpolitik als reine Zeitfrage. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1935 | ||||||||||||||||||||||||||
| 03.01. | Mit einer Versammlung sämtlicher Partei- und Staatsführer in Berlin demonstriert die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) Geschlossenheit. Sie will damit von inneren Machtkämpfen ablenken. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.01. | Die Volksabstimmung im Saargebiet ergibt über 90 Prozent Zustimmung für eine Wiederangliederung an das Deutsche Reich. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.01. | Die Selbstverwaltung der Gemeinden in Deutschland wird durch die nationalsozialistische Gauverwaltung ersetzt. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.02. | Adolf Hitler beschließt den Aufbau einer Luftwaffe als dritte Waffengattung der künftigen Wehrmacht und verstößt damit gegen die Bestimmungen von Versailles. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.03. | Das Saargebiet wird vom Völkerbund an das Deutsche Reich übergeben. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.03. | Hitler verkündet die Wiedereinführung der Wehrpflicht und den Aufbau der Wehrmacht mit einer Stärke von 580.000 Mann. Damit bricht das Deutsche Reich die Verpflichtungen zur Truppenbeschränkung des Versailler Vertrags. Da die Wiederaufrüstung den Westmächten bereits seit längerem bekannt ist, bleiben ihre Reaktionen verhalten. Kriegsabsichten zeichnen sich ab | |||||||||||||||||||||||||
| 19.-20.03. | Berlin findet erstmals eine Luftschutzübung mit simuliertem Fliegeralarm und Verdunkelung statt. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.03. | Für die Konzentrationslager (KZ) werden spezielle Verbände der Schutzstaffel (SS), die so genannten Totenkopfverbände, gebildet. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.04. | Mit einem prunkvollen Festzeremoniell heiratet Göring im Berliner Dom die Schauspielerin Emmy Sonnemann (1893-1973). Als Spende für die Hochzeit werden allen Berliner Arbeitnehmern Beträge vom Lohn abgezogen. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.04. | Die Enteignung und Auflösung privater Verlage wird legalisiert. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.05. | Der Rüstungswirtschaft wird von Wirtschaftsminister Schacht absolute Priorität eingeräumt. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.05. | In einer Rede nimmt Hitler Bezug auf die gegen Deutschlands Aufrüstung gerichteten Bündnisse von Stresa und Paris. Er spricht vom Friedenswillen des Deutschen Reichs. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.06. | Mit dem Abschluss des deutsch-britischen Flottenvertrages vom 18.06.1935, in dem der deutschen Flotte eine Stärke von 35 Prozent der britischen zugestanden wurde, war der Weg zur neuen und schlagkräftigen Kriegsmarine frei. Damit werden zwar weitere Beschränkungen des Versailler Vertrags überschritten. Großbritannien hofft aber, mit dem Flottenabkommen eine Kontrolle über die deutsche Aufrüstung zu erzielen. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.06. | Das "Reichsarbeitsdienstgesetz" tritt in Kraft, mit dem für alle Frauen und Männer zwischen 18 und 25 Jahren ein halbjähriger Arbeitsdienst zur Pflicht wird. | |||||||||||||||||||||||||
| 02.07. | Als Reaktion auf das Verkaufsverbot für die "Baseler Nachrichten" in Deutschland untersagt die Schweiz den Verkauf von drei deutschen Zeitungen; darunter ist das antisemitische Hetzblatt "Der Stürmer". | |||||||||||||||||||||||||
| 05.07. | Mit der Änderung des Strafgesetzbuchs wird die Beliebigkeit von Strafurteilen festgesetzt, da diese nun auch ohne entsprechende Gesetze nach dem "gesunden Volksempfinden" gefällt werden können. | |||||||||||||||||||||||||
| 02.08. | Hitler verleiht München den Titel "Hauptstadt der Bewegung". Diese Auszeichnung geht mit dem Bau von repräsentativen Gebäuden wie dem Führerhaus und dem Parteihaus einher. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.09. | Auf dem Reichsparteitag verkündet Hitler die "Nürnberger Gesetze". Die Diskriminierung von Juden wird auf eine rechtliche Grundlage nach biologistischen Kriterien gestellt. Zwei Jahre nach ihrer Machtübernahme erklärten die Nationalsozialisten das Hakenkreuz im Rahmen der Nürnberger Gesetze 1935 zum Hoheitszeichen des Deutschen Reichs. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.11. | Der erste Rekrutenjahrgang tritt zur Ableistung seines einjährigen Militärdienstes an. Die gleichgeschaltete Presse feiert dies als großen Erfolg. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1936 | ||||||||||||||||||||||||||
| 03.01. | Das Winterhilfswerk (WHW) erklärt, es unterstütze derzeit 12,5 Millionen Menschen. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.01. | Mit Verweis auf das gegen die Sowjetunion gerichtete Bündnis von Deutschland und Japan fordert der sowjetische Regierungschef Wjatscheslaw M. Molotow eine verstärkte Rüstung seines Landes. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.02. | Der Führer der schweizerischen Landesgruppe der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), Wilhelm Gustloff (1895-1936), wird in Davos (Schweiz) von Gegnern des NS-Regimes erschossen. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.03. | Die Remilitarisierung des Rheinlands beginnt: Entgegen den Bestimmungen in den Verträgen von Versailles und Locarno marschieren deutsche Truppen in das entmilitarisierte Rheinland ein und beginnen mit dem Bau von Befestigungsanlagen an der Westgrenze. Eine militärische Gegenmaßnahme der Westmächte bleibt aus. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.03. | Hitlers "Sonderbotschafter" Joachim von Ribbentrop rechtfertigt vor dem Völkerbund den Einmarsch ins Rheinland mit dem französisch-sowjetischen Militärpakt. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.03. | Bei einer Reichstagswahl erhält die Einheitsliste der NSDAP nach offiziellem Ergebnis 99 Prozent der Stimmen. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.04. | Der Oberbefehlshaber des Heers Werner Freiherr von Fritsch fordert eine weitere Vergrößerung der Truppen. Seit 1933 hat sich die Heeresgröße verfünffacht. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.04. | Hermann Göring wird Beauftragter für Rohstoff- und Devisenfragen. Er soll mit Hilfe eines Vierjahresplans die Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen verringern. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.04. | Der Volksgerichtshof wird auch für die allgemeine Rechtsprechung zur letzten Instanz erhoben. Seine Richter werden von Hitler ernannt. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.04. | Die Reichsregierung erlässt ein Amnestiegesetz, das nationalsozialistischen Straftätern zugute kommt. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.05. | Mit der Eroberung der Hauptstadt Addis Abeba erklärt Benito Mussolini den Krieg in Abessinien für beendet. Er ruft das "neue italienische Imperium" aus. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.05. | Reichsjuristenführer Hans Frank erklärt, dass in Deutschland die Gewaltenteilung aufgehoben sei und die einzige Macht im Staat bei Hitler liege. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.06. | Der Reichsführer der Schutzstaffel (SS), Heinrich Himmler, wird zum Chef der Polizei ernannt, die damit noch stärker an die NSDAP gekoppelt wird. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.06. | Die Hakenkreuzfahne wird neue deutsche Reichsflagge und ersetzt die 1933 wieder eingeführte Kaiserreichsfahne Schwarz-Weiß-Rot. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.07. | In Wien wird das Verständigungsabkommen zwischen Österreich und Deutschland unterzeichnet, mit dem der österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg hofft, Zeit zu gewinnen. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.07. | Mit einem Aufstand in Spanisch-Marokko beginnt der Putsch faschistischer Militärs unter General Francisco Franco. In den folgenden Tagen brechen überall in Spanien rechte Aufstände aus. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.07. | Die aufständischen Militärs bilden in Nordspanien eine Gegenregierung, der von Hitler und Mussolini Waffenhilfe zugesagt wird. | |||||||||||||||||||||||||
| August | In der geheimen Denkschrift zum Vierjahresplan vom August 1936 hieß es kategorisch, die deutsche Armee müsse "in vier Jahren einsatzfähig, die deutsche Wirtschaft in vier Jahren kriegsfähig sein". | |||||||||||||||||||||||||
| 01.08. | Hitler eröffnet vor 100.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion die Olympischen Spiele, an denen Sportler aus 49 Nationen teilnehmen. Mit enormem Aufwand werden die Spiele zu einer Propagandaschau für das nationalsozialistische Deutschland. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.08. | Mit dem Gewinn von vier Goldmedaillen wird Jesse Owens (1913-1980) zum überragenden Sportler der Olympischen Spiele. Um Glückwünsche an den farbigen Sportler zu vermeiden, verlässt Hitler das Stadion. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.08. | Die Wehrdienstzeit in Deutschland wird von einem auf zwei Jahre verlängert. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.09. | Die Wehrmacht hält ihr erstes großes Manöver nach dem Ersten Weltkrieg ab. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.09. | Mit der Eröffnung eines Teilstücks bei Breslau sind die ersten 1.000 Kilometer der Reichsautobahn fertig gestellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.10. | In Wilhelmshaven läuft das erste deutsche Schlachtschiff nach dem Ersten Weltkrieg vom Stapel. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.10. | Deutschland und Italien schließen einen geheimen Vertrag zur Zusammenarbeit. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.11. | In einer Rede propagiert Mussolini die "Achse Berlin-Rom". | |||||||||||||||||||||||||
| 05.11. | Der Entwurf für ein neues deutsches Strafrecht sieht für eine Vielzahl von neu definierten Delikten die Todesstrafe vor. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.11. | Die deutsche Regierung proklamiert ihre Hoheitsrechte an den 1919 internationalisierten Flüssen Donau, Elbe, Oder und Rhein | |||||||||||||||||||||||||
| 25.11. | Japan und das Deutsche Reich teilten eine antikommunistische Grundeinstellung. Auf japanische Initiative hin schlossen sie den auf fünf Jahre befristeten Antikominternpakt, der am 25. November 1936 in Berlin unterzeichnet wurde. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.12. | Die Schulzeit wird wegen der Verlängerung der Wehrpflicht und des Nachwuchsbedarfs in der Wirtschaft auf zwölf Jahre verkürzt. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.12. | Die deutschen katholischen Bischöfe erklären ihre Unterstützung Hitlers im Kampf gegen den Kommunismus. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1937 | ||||||||||||||||||||||||||
| 19.01. | Hermann Göring vereinbart mit Italien eine deutsche Beteiligung an der Rohstoffgewinnung in Abessinien (Äthiopien). | |||||||||||||||||||||||||
| 19.07. | Die Ausstellung "Entartete Kunst" wurde am 19. Juli 1937 in München eröffnet und zeigte 650 konfiszierte Kunstwerke aus 32 deutschen Museen. Bis April 1941 wanderte sie in zwölf weitere Städte. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.01. | Die deutsche Presse wird angewiesen, keine Nachrichten über Thomas Mann zu veröffentlichen. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.01. | Adolf Hitler ernennt den Architekten Albert Speer zum Generalbauinspekteur für Berlin, das mit zahlreichen Monumentalbauten völlig umgestaltet werden soll. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.02. | Joseph Goebbels erklärt in einer Rede, dass durch die Wiedererstarkung Deutschlands keine Kriegsgefahr mehr bestehe. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.03. | In Deutschland werden fünf österreichische Zeitungen verboten, um den Verkauf des verbotenen "Völkischen Beobachters" in Österreich zu erzwingen. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.03. | In der Enzyklika "Mit brennender Sorge", einem öffentlichen Rundschreiben an die katholischen Bischöfe in Deutschland, wendet sich Papst Pius XI. (1857-1939) scharf gegen das NS-Regime und verurteilt dessen Kirchen- und Rassenpolitik. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.05. | Himmler erhält volle ministerielle Weisungsbefugnis und erlangt damit nun offiziell die gleiche Machtbefugnis für die Polizei wie Innenminister Wilhelm Frick. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.06. | Der deutsche Kriegsminister Werner von Blomberg erlässt eine geheime Weisung zur Kriegsvorbereitung der Armee. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.07. | In München wird die Propagandaausstellung "Entartete Kunst" eröffnet, auf der Werke von verfemten Künstlern gezeigt werden. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.07. | Per Gesetz müssen alle Männer, die nicht zum zweijährigen Militärdienst eingezogen werden, eine besondere Wehrsteuer entrichten. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.09. | In Nürnberg beginnt der "Reichsparteitag der Arbeit". | |||||||||||||||||||||||||
| 20.09. | In Berlin wird im Rahmen der Manöver eine Luftschutzwoche mit zahlreichen Übungen abgehalten. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.09. | Mussolini trifft zu einem fünftägigen Staatsbesuch in München ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.11. | Hitler legt vor der Wehrmachtsführung seine Annexionspläne für Österreich und die Tschechoslowakei dar. Werner von Blomberg und Werner Freiherr von Fritsch weisen dabei auf die Risiken eines Kriegs hin, für den das Deutsche Reich noch nicht gerüstet sei. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.11. | Italien tritt dem Antikominternpakt von Deutschland und Japan bei. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.11. | In einem Treffen mit Hitler erklärt ein Gesandter Chamberlains in Bezug auf die deutschen Expansionsabsichten, dass Großbritannien eine Veränderung der Grenzen in Europa auf friedlicher Basis tolerieren werde. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.12. | Mussolini verkündet den Austritt Italiens aus dem Völkerbund. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.12. | In Rom wird ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit von Italien und Deutschland unterzeichnet, das auch die wirtschaftliche Hilfe für den Kriegsfall vorsieht. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.12. | Nach Angaben des Justizministeriums wurden 1937 etwa 500.000 Menschen in Deutschland verurteilt. Die Sondergerichte wie der Volksgerichtshof sind hierbei nicht beachtet. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1938 | ||||||||||||||||||||||||||
| 25.01. | Im Deutschen Reich werden neue Schutzhaftbestimmungen eingeführt: "Alle volks- und staatsfeindlichen Personen" können sofort inhaftiert und in Konzentrationslager (KZ) verbracht werden. Dies ermöglicht die willkürliche Verhaftung von Personen durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo). | |||||||||||||||||||||||||
| 29.01. | Die Schulzeit für höhere Schulen in Deutschland wird von neun auf acht Jahre verkürzt. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.02. | Im Rahmen einer zielgerichteten Kriegsvorbereitung bildet Adolf Hitler die Regierung und Militärführung um. Joachim von Ribbentrop wird neuer Außenminister. Gleichzeitig werden verschiedene Botschafter abberufen, unter ihnen der ehemalige Reichskanzler Franz von Papen. Walther Funk wird neuer Wirtschaftsminister. Der Kriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Werner von Blomberg, und der Oberbefehlshaber des Heers, Werner Freiherr von Fritsch, müssen zurücktreten. Das Kriegsministerium wird in das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) umgewandelt, dessen Leitung General Wilhelm Keitel übernimmt. Hitler selbst wird Oberbefehlshaber der Wehrmacht. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.02. | In einem Gespräch mit Bundeskanzler Schuschnigg droht Hitler mit dem Einmarsch der Wehrmacht und erzwingt so dessen Einwilligung, die Nationalsozialisten an der Regierung zu beteiligen. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.02. | Für alle Frauen, die einen Beruf außerhalb von Haus- oder Landwirtschaft anstreben, wird ein Pflichtarbeitsjahr in diesen beiden Bereichen vorgeschrieben. Damit soll auch der Vierjahresplan gesichert werden. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.03. | Mit der Drohung einer sofortigen Okkupation zwingt Hitler den österreichischen Bundeskanzler Schuschnigg zum Rücktritt. Sein Amt übernimmt Seyß-Inquart. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.03. | Die deutsche Wehrmacht marschiert in Österreich ein, dessen Truppen von der Bundesregierung den Befehl erhalten haben, keinen Widerstand zu leisten. Hitler fährt in seine Geburtsstadt Braunau am Inn. Abends spricht er auf einer Großkundgebung in Linz. In ganz Österreich setzt eine Verhaftungswelle gegenüber politischen Gegnern ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.03. | Hitler schürt nun den Konflikt zwischen den Sudetendeutschen und der tschechoslowakischen Regierung. Er weist Konrad Henlein, Führer der Sudetendeutschen Partei in der Tschechoslowakei, an, für die tschechische Führung unannehmbare Forderungen zu stellen. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.04. | Nach offiziellen Angaben stimmen in der Volksabstimmung in Österreich und Deutschland 99 Prozent für den Anschluss. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.05. | Hitler trifft zu einem Staatsbesuch in Rom ein, wo er von Mussolini und König Viktor Emanuel III. empfangen wird. Mussolini erklärt die Alpen zur natürlichen Grenze der beiden Interessensphären. Hitler akzeptiert den Verbleib Südtirols bei Italien. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.05. | Vom NS-Regime als "entartet" eingestufte Kunstwerke können ab sofort entschädigungslos enteignet werden. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.06. | Martin Bormann wird von Hitler zu seinem Adjutanten und Leiter seiner Privatkanzlei ernannt. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.06. | Im Deutschen Reich endet eine Verhaftungswelle gegenüber arbeitsfähigen Männern, die als "asozial" eingestuft wurden, zumeist Bettler und Vorbestrafte. Zuvor hatte der Chef des Sicherheitsdienstes (SD), Reinhard Heydrich, für jeden Polizeibezirk eine Zahl von festzunehmenden Personen verfügt. Hintergrund ist die Beschaffung von Arbeitskräften für den Vierjahresplan. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.06. | Göring ordnet zur Erfüllung des Vierjahresplans Zwangsarbeitsverpflichtungen an, um den Bau des Westwalls an der Grenze zu Frankreich voranzutreiben. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.07. | Die Arbeitszeit von Beamten wird auf 51 Stunden, in Großstädten auf 48,5 Stunden erhöht. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.08. | Mit einem neuen Eherecht wird die Ehe an bevölkerungspolitische Ziele gekoppelt. Demnach ist Kinderlosigkeit ein Scheidungsgrund. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.08. | Hitler regelt die Stellung der Schutzstaffel (SS) gegenüber Wehrmacht und Polizei: Sie wird als bewaffnete Truppe Hitler direkt unterstellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.09. | Wegen der Krise in der Tschechoslowakei reist der britische Ministerpräsident Chamberlain zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen nach Deutschland. Hitler fordert die Abtretung des Sudetengebiets bis Ende des Monats. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.09. | Die tschechoslowakische Regierung lehnt das Ultimatum zur Abtretung des Sudetengebiets ab. Währenddessen nehmen die Schießereien an der Grenze und die Hetzkampagne in der deutschen Presse gegen die Tschechoslowakei zu. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.09. |
Münchner Abkommen: In diesem Abkommen von 1938 stimmten Großbritannien und Frankreich der Abtretung des Sudetenlandes, des überwiegend von Deutschen besiedelten böhmischen Grenzgebietes, an das benachbarte Deutsche Reich zu; außerdem garantierten alle Vertragspartner, auch das Deutsche Reich, den territorialen Bestand und die Sicherheit der Rest-Tschechoslowakei. Frankreich und Großbritannien gingen davon aus, dass mit der Angliederung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich nach dem Anschluss Österreichs im März 1938 die territorialen Ambitionen Hitlers und die deutschen, aus dem Versailler Vertrag resultierenden Revisionsforderungen befriedigt seien. Mit dem Abschluss des Münchner Abkommens glaubten Frankreich und Großbritannien die vom nationalsozialistischen Deutschland ausgehende Kriegsgefahr in Europa gebannt. Das Münchner Abkommen setzte den 1. Oktober 1938 als Datum für den Abzug der Tschechen aus dem Sudetenland fest. Die Deutschen sollten zwischen dem 1. und 7. Oktober stufenweise vier festgelegte Bezirke übernehmen. Im März 1939 marschierten die Deutschen in der Rest-Tschechoslowakei ein und errichteten das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren. Damit war das Münchner Abkommen null und nichtig, und die englisch-französische Appeasement-Politik gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland hatte sich als vollkommen untaugliches Mittel zur Aufrechterhaltung des Friedens in Europa erwiesen. |
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| 07.11. | Ermordung d. Diplomaten von Rath durch d. 17jährigen Herschel Grynszpan, d. damit a. d. Schicksal von 17000 aus Deutschland ausgewiesenen Juden aufmerksam machen wollte | |||||||||||||||||||||||||
| 02.12. | Hitler propagiert die komplette Einbindung aller deutschen "Volksgenossen" in die Partei- und Staatsorgane und betont: "Sie werden nicht wieder frei ihr ganzes Leben." | |||||||||||||||||||||||||
| 14.12. | Der Sicherheitsdienst (SD) unter Heydrich wird zum alleinigen Abwehrdienst der NSDAP gemacht. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.12. | Über 3.000 km des Reichsautobahnnetzes sind fertig gestellt. Auch die Strecke Berlin-München ist fertig. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.12. | Für die Geburt von vier Kindern erhalten Frauen ab sofort das Mutterkreuz. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.12. | Dem Chemiker Otto Hahn gelingt in Berlin erstmals ein experimenteller Nachweis für die Kernspaltung. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1939 | ||||||||||||||||||||||||||
| 14.01. | Der Presse wird mitgeteilt, dass Hitler nur noch als "Führer" statt als "Führer und Reichskanzler" zu bezeichnen sei. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.03. | Nur Mitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) können ab sofort noch Beamte werden. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.03. | Durch direkte Drohungen und unter Ausnutzung des tschechisch-slowakischen Gegensatzes gelingt Hitler die kampflose Besetzung der "Rest-Tschechei". Einen Tag zuvor war die Slowakei als selbständige Republik ausgerufen worden. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.03. | Gründung des Protektorats Böhmen und Mähren | |||||||||||||||||||||||||
| 20.03. |
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| 23.03. | Durch einen Vertrag mit Litauen wird das durch den Versailler Vertrag abgetretene und seit 1923 unter litauischer Verwaltung stehende Memelland wieder Bestandteil des Deutschen Reichs. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.04. | Eine vierstündige Parade der Wehrmacht ist Höhepunkt der groß angelegten Feierlichkeiten zu Hitlers 50. Geburtstag. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.04. | Am 28.04.1939 kündigte Hitler einseitig den deutsch-britischen Flottenvertrag um freie Hand zu haben, die Kriegsmarine auf ein vergleichbares Maß zur britischen Navy zu bringen. Probleme bei der Rohstofflieferung und bei den Werftkapazitäten brachten jedoch die Umsetzung des Aufrüstungsplanes schon vor dem Krieg in Verzug. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.05. | Nach dem Sieg der Faschisten unter General Franco tritt Spanien aus dem Völkerbund aus, in dem als Großmächte nur Frankreich, Großbritannien und die Sowjetunion verbleiben. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.05. | Eine Volkszählung im Deutschen Reich ergibt ohne Österreich eine Bevölkerungszahl von knapp 70 Millionen. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.05. | Mit dem Stahlpakt vom 22. Mai 1939 schlossen Deutschland und Italien einen Bündnisvertrag. Der Pakt sah eine enge militärische Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Fall eines Angriffskriegs vor. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.05. | Mussolini schließt in einem Brief an Hitler die Kriegsbereitschaft Italiens für die nächsten Jahre aus. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.06. | Die Reichsbank wird der direkten Kontrolle Hitlers unterstellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.08. | Die Außenminister des Deutschen Reiches und der UdSSR, Joachim von Ribbentrop und Wjatscheslaw Molotow, unterzeichneten am 23. August 1939 den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt. Bei der Unterzeichnung war auch Stalin anwesend. Hitler hatte auf den Abschluss des Paktes wegen den für 26. August fixierten Angriff auf Polen gedrängt. In einem geheimen Zusatzprotokoll sicherten sich die Sowjets einen erheblichen Teil des polnischen Staatsgebietes, mit dessen Eroberung durch die deutsche Wehrmacht in nächster Zukunft gerechnet wurde. Daher fielen sowjetische Truppen am 17. September 1939 in Polen ein und besetzten das der UdSSR zugesprochene Gebiet bis zur vereinbarten „Demarkationslinie“. Mit dem plötzlichen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 brach das Deutsche Reich den Pakt. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.09. | Hitler überfiel am 1.9.1939 Polen.
Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen. Vorgeschichte: Schon in seinem Buch "Mein Kampf" vertrat Adolf Hitler die Ansicht, Polen müsse erobert werden, um für das deutsche Volk "Lebensraum" zu gewinnen. Als Hitler deutscher Reichskanzler wurde, wollte er die Hegemonie in Mitteleuropa erlangen. Bei der Unterwerfung Polens stand Hitler vor zwei Alternativen: Entweder sollte Polen durch ein Bündnis mit dem Dritten Reich in einen Satellitenstaat und schließlich in ein deutsches "Nebenland" verwandelt werden, oder die Wehrmacht sollte Polen angreifen. So lange aber eine Annäherung an die Sowjetunion unmöglich war und damit ein Zweifrontenkrieg (mit den Westmächten und Stalin) drohte, musste Hitler Polen als Rückendeckung gegen die Sowjetunion erhalten. |
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| 03.09. |
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| 25.09. | In Deutschland treten neue Lebensmittelverordnungen in Kraft. Sie sehen die Zuteilung von Nahrungsmitteln auf Lebensmittelkarten vor. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.10. | In einer Rede vor dem Reichstag bietet Hitler den Westmächten einen Frieden an, der eine Revision des Versailler Vertrags vorsieht. Dies lehnen Frankreich und Großbritannien ab. Die letzten Teile des polnischen Heers kapitulieren. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.09. | Anfänglich wollte Hitler in Zentralpolen einen Marionettenstaat einrichten, unterstellte aber schlussendlich auch dieses Gebiet direkt den NS-Organen, und zwar einer SS-Verwaltung. Es wurde aber nicht zu einem integralen Bestandteil des Großdeutschen Reichs, sondern am 12. Oktober 1939 zum Generalgouvernement (GG) zusammengefasst, das aus vier Distrikten (Warschau, Radom, Krakau, Lublin) bestand. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.10. | Angehörige der SS und der Polizei werden der allgemeinen Gerichtsbarkeit entzogen. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.10. | Als Reichsgaue Posen (ab 2.11.1939: Wartheland) und Westpreußen (ab Januar 1940: Danzig-Westpreußen) werden Teile Polens dem Deutschen Reich angegliedert. Im besetzten Teil Polens werden alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren zum Arbeitsdienst gezwungen. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.11. | Hitler entgeht knapp einem Bombenattentat im Bürgerbräukeller in München. Der Schreiner Johann Georg Elser hatte dort eine selbstgebaute Bombe versteckt. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.11. | Der Kauf von Kleidung wird im Deutschen Reich durch Bezugskarten geregelt. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.12. | In Posen beginnt die Umsiedlung von 150.000 Polen in das Generalgouvernement. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.12. | In Polen werden Kunst- und Kulturschätze zur Beschlagnahmung registriert. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.12. | Für den Vierjahresplan wird der Arbeitseinsatz von 1,5 Millionen Polen in Deutschland vorgesehen. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1940 | ||||||||||||||||||||||||||
| 04.01. | Hermann Göring wird zum Leiter der Kriegswirtschaft ernannt. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.01. | Durch die Notlandung eines Kurierflugzeugs in Belgien werden Teile des deutschen Aufmarschplans an der Westfront den Alliierten bekannt. Daraufhin verbietet Hitler die Weitergabe geheimer Planungen an nach geordnete Dienststellen. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.01. | Nach einem neuen Plan soll das Reichsautobahnnetz auf die annektierten Gebiete ausgedehnt werden. Trotz dieser Planung kommt der Autobahnbau völlig zum Erliegen. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.01. | Die vereinbarte Umsiedlung von Deutschen aus dem sowjetisch besetzten Polen in das Deutsche Reich wird abgeschlossen. Zehntausende von Umsiedlern sind in den letzten beiden Monaten aus Polen und aus den baltischen Staaten in das Reichsgebiet gekommen. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.01. | Die deutsche Regierung fordert für die Kriegswirtschaft die Bereitstellung von mindestens 1 Million Arbeitern aus dem Generalgouvernement. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.02. | Die Sowjetunion und das Deutsche Reich schließen ein Wirtschaftsabkommen, das den Austausch kriegswichtiger Rohstoffe vorsieht. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.02. | Das Parteigericht der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP) enthebt den Gauleiter und Herausgeber des "Stürmer" Julius Streicher aller Parteiämter. Der umstrittene Streicher hatte wegen eines Angriffs auf Göring Redeverbot erhalten. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.03. | Mit den so genannten Polenerlassen wird das Leben von polnischen Arbeitern im Deutschen Reich stark eingeschränkt. Kontakte mit Deutschen sind ihnen untersagt. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.03. | Göring ruft zu einer Metallspendensammlung für die Kriegswirtschaft auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.03. | Adolf Hitler und Benito Mussolini treffen sich auf dem Brenner-Grenzbahnhof. Es ist ihre erste Begegnung seit Kriegsbeginn. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.04. | Ohne Kriegserklärung marschiert die deutsche Wehrmacht in Dänemark und Norwegen ein. Dänemark kapituliert nach einem Tag, ohne ernsthaften Widerstand leisten zu können. Der norwegische König flieht aus Oslo in den Norden des Landes. Schweden erklärt seine Neutralität gegenüber dem deutschen Überfall. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.04. |
Am 24. April 1940 befahl Himmler den Bau eines großen KZ-Lagers auf dem Gelände einer alten Kaserne in Auschwitz (Gau Oberschlesien; poln. Oświęcim). Es war anfänglich als Durchgangslager gedacht, wurde aber bald zum größten Konzentrations- und Vernichtungslager des Dritten Reichs. Zum KZ Auschwitz gehörten neben dem Stammlager Auschwitz I auch das KZ Birkenau (das Frauenlager Auschwitz II) und das KZ Monowitz (Auschwitz III) in nächster Nähe. Darüber hinaus waren 39 Nebenlager zum KZ Auschwitz gehörig. |
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| 03.05. | Das Reichsluftfahrtministerium ordnet eine einheitliche und allgemeine Verdunkelung für ganz Deutschland zwischen Sonnenuntergang und -aufgang an. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.05. | Die Westoffensive der deutschen Truppen beginnt mit dem Einmarsch in die neutralen Länder Niederlande, Belgien und Luxemburg. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.05. | Die neue britische Regierung genehmigt die Bombardierung deutscher Städte. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.05. | Rumänien schließt mit dem Deutschen Reich ein Abkommen über den Austausch von Öl und Rüstungsmaterial ab. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.05. | Mussolini erklärt der deutschen Regierung, dass Italien nun in den Krieg eintreten werde. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.06. | Das
Wirtschaftsministerium erhält umfassende Vollmachten für die Rationierung
von Waren und Lebensmitteln in Deutschland. In den annektierten Gebieten Polens wird das deutsche Strafrecht für die polnische Bevölkerung eingeführt. Zahlreiche Vergehen werden nun mit der Todesstrafe belegt. |
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| 10.06. | Kriegseintritts Italiens | |||||||||||||||||||||||||
| 14.06. | Die ersten politischen Häftlinge werden in das Konzentrationslager (KZ) Auschwitz gebracht. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.06. | In München trifft sich Hitler mit Mussolini, um die Bedingungen für die französische Kapitulation zu besprechen. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.06. | Abschluss der deutsch-französischen Waffenstillstands-Verhandlungen im Compiègne. Zur Inszenierung der französischen Kapitulation wird in Compiègne der Eisenbahnwagen benutzt, in dem 1918 die Waffenstillstandsverhandlungen geführt worden sind. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.07. | Schweden erlaubt den Transit von deutschen Rüstungstransporten nach Nordnorwegen. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.07. | Befehl Hitlers, den Schwerpunkt der Rüstung au die Luftwaffe und die Marine zu legen. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.07. | Hitler richtet ein "letztes Friedensangebot" an Großbritannien. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.-27.07. | Die Regierungschefs von Bulgarien und Rumänien führen auf dem Obersalzberg Gespräche mit Hitler über die politische Ordnung auf dem Balkan. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.07. | Auf dem Obersalzberg setzt Hitler den geplanten Termin für die Landung in England auf den 15. September fest. Gleichzeitig gibt er seinen Entschluss bekannt, 1941 die Sowjetunion in einem fünfmonatigen Feldzug niederzuwerfen. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.08. | Verhängung der Blockade gegen England durch Deutschland. Italien folgt am 28. August. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.08. | Die Bischofskonferenz verbietet katholischen Einrichtungen, die "Euthanasie"- Maßnahmen in Pflege- und Heilanstalten zu unterstützen. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.09. | Die schweren Verluste der Luftwaffe bei der "Battle of Britain" genannten Luftschlacht bedeuten praktisch die deutsche Niederlage im Kampf um die Luftherrschaft über England. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.09. | Hitler verschiebt das Unternehmen "Seelöwe" "bis auf weiteres". | |||||||||||||||||||||||||
| 27.09. | In Berlin unterzeichnen Deutschland, Italien und Japan das Dreimächteabkommen, das allen drei eine umfassende Expansion ermöglichen soll. Zugleich soll damit ein Kriegseintritt der USA verhindert werden. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.10. | Deutschland und Finnland schließen ein Abkommen: Für finnisches Erz liefert Deutschland Waffen. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.10. | Hitler ordnet ein "Luftschutz-Sofortprogramm" zum Bau von "bombensicheren" Bunkern in 50 ausgewählten deutschen Städten an. Das so genannte "LS-Führerprogramm" muss bereits Ende 1941 weitgehend eingestellt werden, da die Versorgung mit Rohstoffen und Arbeitskräften für militärische Bauten ("Atlantikwall", "Führerhauptquartiere", U-Bootbunker) Priorität gegenüber Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung erhält. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.10. | Hitler entscheidet, dass "die Vorbereitungen für die Landung in England von jetzt an bis zum Frühjahr 1941 lediglich als politisches und militärisches Druckmittel gegen England aufrechtzuerhalten sind." | |||||||||||||||||||||||||
| 21.10. | Hitler beginnt eine mehrtägige Reise nach Westeuropa, bei der er den spanischen Diktator General Francisco Franco zum Kriegseintritt bewegen will. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.11. | In Rumänien gründen Angehörige der deutschen Minderheit eine NSDAP. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.11. | Hitler unterzeichnet die Weisung Nr. 18. Danach soll der Oberbefehlshaber des Heeres Vorkehrungen treffen, um im Bedarfsfall aus Bulgarien heraus Griechenland anzugreifen. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.12. | Hitler unterzeichnet die Weisung Nr. 20, welche die Einzelheiten des Aufmarsches gegen Griechenland festlegte. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.12. | Hitler gibt die Weisung Nr. 21für den "Fall Barbarossa" aus. Damit wird der deutsche Angriff auf die Sowjetunion für Mai 1941 vorbereitet. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.12. | Das italienische Oberkommando erbittet um möglichst schnelle Entsendung einer deutschen Panzerdivision nach Nordafrika. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1941 | ||||||||||||||||||||||||||
| 10.01. | Die deutsche und die sowjetische Regierung schließen ein Abkommen über Wirtschaftsaustausch und die Umsiedlung von Deutschen aus den baltischen Republiken. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.01. | Hitlers Weisung Nr. 22 befiehlt die Aufstellung eines deutschen Panzersperrverbands für Libyen. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.01. | Martin Bormann verfügt als Stabsleiter von Rudolf Heß die Umwandlung von Klöstern in staatliche Einrichtungen, u.a. Erziehungsanstalten und Urlaubsheime. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.01. | Die rumänische Regierung bietet dem Deutschen Reich im Falle eines Kriegs gegen die Sowjetunion ihre militärische Hilfe an. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.01. | Hitler und Benito Mussolini beschließen, ihre bisherige Politik der getrennten Kriegführung aufzugeben und vor allem im Mittelmeerraum zu kooperieren. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.-23.01. | Besprechung von GFM List und einer bulgarischen Offiziersdelegation in Predeal über Vorbereitungen für einen deutschen Einmarsch in Bulgarien. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.01. | Beginn englisch-amerikanischen Geheimverhandlungen über die gemeinsame Kriegsführung im Falle eines amerikanischen Kriegseintritts. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.01. | Die Aufmarschanweisung des OKH für das Unternehmen "Barbarossa" war fertig gestellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.02. | Hitler befiehlt die Verlagerung der Kriegführung gegen Großbritannien auf den Handelskrieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.02. | Der deutsche Reichskommissar Arthur Seyß-Inquart führt in den Niederlanden den Zwangsarbeitsdienst ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.03. | In einer Besprechung mit Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch ändert Hitler die Aufmarschplanung für den Krieg gegen die Sowjetunion. Er will nun auf einen Einmarsch von Rumänien aus verzichten und den Angriff von Polen aus starten. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.03. | 13.00 Besprechung bei Hitler. Dieser verkündet seinen Entschluss, Jugoslawien militärisch niederzuwerfen. Abends Unterzeichnung der Weisung Nr. 25: "Blitzkrieg gegen Jugoslawien". | |||||||||||||||||||||||||
| 30.03. | Hitler kündigt in einer Rede vor 200 Befehlshabern der Wehrmacht einen rassenideologischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion an. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.04. | Die deutschen Truppen in Ungarn, Rumänien und Bulgarien beginnen den Überfall auf Griechenland und Jugoslawien. Deutscher Angriff auf Jugoslawien und Griechenland ohne Kriegserklärung. Die Bombardierung von Belgrad führt zu schweren Sachschäden und mehr als 1500 Todesopfern unter der Bevölkerung. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.04. | Nachdem die deutschen Truppen das gesamte griechische Festland erobert haben, legt Hitler den Überfall auf die Sowjetunion auf den 22. Juni fest. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.05. | Heß, Stellvertreter Hitlers in der NSDAP, fliegt nach Schottland, um mit der britischen Regierung über einen Friedensschluss zu verhandeln. Er wird als Kriegsgefangener interniert und kurz darauf von Hitler aus allen Parteiämtern entlassen. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.05. | Hitler sichert völlige Straffreiheit für völkerrechtswidrige Terrormaßnahmen gegen die sowjetische Bevölkerung zu. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.05. | Deutsche Fallschirmtruppen beginnen mit der Eroberung der von Großbritannien besetzten Mittelmeerinsel Kreta. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.06. | Das finnische Oberkommando stellte deutschen Truppen Nordfinnland als Aufmarschgebiet zur Verfügung. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.06. | Hitler erlässt seinen "Kommissar-Befehl", der befiehlt, russische Kommissare nach ihrer Gefangennahme zu erschießen. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.06. | Hitler und der rumänische Regierungschef Ion Antonescu (1882-1946) einigen sich auf eine Beteiligung Rumäniens am Krieg gegen die Sowjetunion. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.06. | Die " Nürnberger Gesetze" werden auch auf die besetzten Gebiete in Osteuropa ausgedehnt. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.06. | Hitler erteilt den endgültigen Angriffsbefehl für den Überfall auf die Sowjetunion: 22. Juni. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.06. | Um 3.15 Uhr begann der deutsche Angriff auf die Sowjetunion ohne Kriegserklärung. Rumänien und Italien nehmen am Feldzug teil und erklären Russland den Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.06. | In einem Geheimerlass bestimmt Hitler im Falle seines Todes den Reichsluftfahrtminister Hermannn Göring zu seinem Nachfolger. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.07. | Hitler verkündete seinen Entschluss, Moskau und Leningrad dem Erdboden gleich zu machen, "um zu verhindern, dass Menschen darin bleiben, die wir dann im Winter ernähren müssten." | |||||||||||||||||||||||||
| 09.07. | Der Staat Jugoslawien wird von der italienischen und deutschen Regierung für aufgelöst erklärt. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.07. | Hitler erlässt seine Weisung Nr. 33: Weitermarsch der Infanterie auf Moskau, abdrehen der Panzerverbände auf Kiew. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.08. | Hitler lehnt die vom OKW geplante schnelle Eroberung Moskaus zugunsten des Vorstoßes auf die Krim ab. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.-29.08. | Besuch Mussolinis im Führerhauptquartier "Wolfsschanze". Er besuchte mit Hitler die in der Ukraine eingesetzten italienischen Verbände. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.08. | Eine von Hitler genehmigte Denkschrift des OKW stellt fest, dass der Krieg gegen die UdSSR 1941 nicht mehr zu gewinnen sei und weitere Operationen auf 1942 zu verschieben seien. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.09. | In der Weisung Nr. 35 erteilt Hitler der Heeresgruppe Mitte den Befehl, sich auf den Angriff auf Moskau baldmöglichst vorzubereiten. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.09. | Die Entwicklung von Raketenwaffen in Peenemünde erhält "Sonderdringlichkeitsstufe". | |||||||||||||||||||||||||
| 16.09. | OKW-Chef Wilhelm Keitel ordnet an, dass in den besetzten Gebieten für jeden getöteten deutschen Soldaten "die Todesstrafe für 50-100 Kommunisten als angemessen gelten" müsse. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.09. | Im Deutschen Reich werden erstmals Todesurteile für das Hören ausländischer Rundfunksender verhängt. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.10. | Hitler verbietet die Annahme einer Kapitulation Moskaus. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.10. | Juden wird die Auswanderung aus dem Deutschen Reich verboten. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.10. | Erster Operationsentwurf für eine deutsche Offensive in Richtung Kaukasus. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.10. | Der Personenverkehr der Eisenbahn wird zugunsten von Lebensmitteltransporten stark eingeschränkt. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.11. | Für die Eheschließung wird in Deutschland ein "Unbedenklichkeitszeugnis" des Gesundheitsamts zur Pflicht. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.11. | Mit einer Gesetzesverordnung wird in Deutschland die Ausbürgerung und Enteignung von zur Deportation bestimmten Juden ermöglicht. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.12. | Um 7.00 beginnt der Überfall der japanischen Marine auf den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbour. 19 Schiffe werden versenkt oder schwer beschädigt. 188 Flugzeuge werden zerstört, 2403 Offiziere und Mannschaften werden getötet, 1178 verwundet. Einen Tag darauf folgt die gegenseitige Kriegserklärung. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.12. | Deutsche und italienische Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten von Amerika. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.12. | Hitler forderte die Soldaten der Ostfront zu "fanatischem Widerstand" auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.12. | Hitler entlässt während der Winterschlacht 1941/42 von Brauchitsch als Oberbefehlshaber des Heers und übernimmt selbst die Führung der Armee. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.12. | Hitler begründet in einem Befehl an das Ostheer die Notwendigkeit der Verteidigung bis zum letzten Einsatz und gibt "Richtlinien für die Kampfführung". | |||||||||||||||||||||||||
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| 1942 | ||||||||||||||||||||||||||
| 01.01. | Der Bau der Reichsautobahnen wird eingestellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.01. | Um der deutschen Wehrmacht Skier zur Verfügung zu stellen, werden alle Wintersportveranstaltungen einschließlich der Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen abgesagt. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.01. | Auf der Wannsee-Konferenz wird die "Endlösung der Judenfrage" erörtert und die Grundlagen für den Mord an Millionen Menschen gelegt. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.02. | Für eine Rationierung des Tabaks werden im Deutschen Reich Raucherkontrollkarten eingeführt. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.02. | Um Treibstoff für den Krieg zu sparen, verbietet das Reichsverkehrsministerium private Fahrten mit dem Auto. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.02. | Josef W. Stalin erklärt anlässlich des Gründungsjubiläums der Roten Armee, dass "die 'Hitler' kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt". | |||||||||||||||||||||||||
| 25.02. | In den besetzten baltischen Staaten und in der Ukraine wird die deutsche Gerichtsbarkeit eingeführt. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.03. | Mit der Ernennung von Fritz Sauckel
(1894-1946) zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz wird die
Zwangsarbeitsverpflichtung für Menschen in den besetzten Ostgebieten
vorangetrieben. Zur "Vereinfachung der Rechtspflege" werden im Deutschen Reich die Rechte von Angeklagten eingeschränkt. |
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| 22.03. | Um die Eisenbahn umfassend für Kriegstransporte einzusetzen, werden für unbegründete Privatreisen mit dem Zug schwere Strafen angedroht. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.04. | Hitler erlässt seine Weisung Nr. 41 zur Kriegsführung im Sommer Richtung Kaukasus. Als Ziel des ersten Operationsabschnitts der geplanten Sommeroffensive an der Ostfront legt Hitler die Eroberung von Woronesch fest. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.04. | In Deutschland wird die wöchentliche Brot- und Fleischration verringert. In Großbritannien wird das Backen eines Einheitsbrots angeordnet, um Weizen zu sparen. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.04. | Wegen Schwarzschlachtens wird ein Berliner Schweinehändler zum Tode verurteilt. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.04. | Als Beauftragter für den Vierjahresplan hebt Hermann Göring die Wochenarbeitszeit in öffentlichen Verwaltungen auf 56 Stunden an. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.04. | Frauen werden in Deutschland zur Arbeit in Rüstungsbetrieben verpflichtet. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.04. | Der Reichstag spricht der Person Hitlers die höchste Rechtsprechung zu. Damit ist jeder "Führerbefehl" im NS-Herrschaftsbereich unumstößliches Recht. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.05. | Mexiko erklärt Deutschland und Italien den Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.06. | Der Reichsführer SS Heinrich Himmler genehmigt den so genannten Generalplan Ost, der eine zwangsweise Umsiedlung der slawischen Bevölkerung Osteuropas nach Sibirien vorsieht. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.06. | Rommel wird zum Generalfeldmarschall befördert. Er setzt seine Armee auf Kairo und Alexandria an. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.07. | In der Weisung Nr. 45 befiehlt Hitler die gleichzeitige Operation gegen Stalingrad und den Kaukasus. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.07. | Weisung des sowjetischen Oberkommandos an die Stalingrad-Front: "Kein Schritt zurück!" | |||||||||||||||||||||||||
| 04.08. | Zur Sicherstellung der Versorgung werden in der deutschen Landwirtschaft Eigentums- und Besitzwechsel verboten . | |||||||||||||||||||||||||
| 30.08. | Nach Ankündigung einer allgemeinen Wehrpflicht kommt es im besetzten Luxemburg zu einem Generalstreik, der von deutschen Truppen niedergeschlagen wird. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.09. | Über die Kriegführung an der Kaukasusfront kommt es zwischen Hitler und dem deutschen Generalstab zu einem schweren Zerwürfnis. Kurz darauf übernimmt Hitler selbst den Oberbefehl über die deutschen Truppen im Kaukasus. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.09. | Vertrauenskrise zwischen Hitler und General Jodel. Hitler erwägt, General Paulus an Jodels Stelle zum Chef des Wehrmachtsführungsstabes und an Stelle Keitels Generalfeldmarschall Kesselring zum Chef des OKW zu machen. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.10. | In Peenemünde auf der Ostseeinsel Usedom gelingt der erste Start einer A4-Rakete. Die "Vergeltungswaffe" erhält später den Propagandanamen V2. Es handelt sich um die erste Fernrakete der Welt. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.10. | In der Weisung Nr. 46 befiehlt Hitler, dass alle bei Kommando-Unternehmen "von deutschen Truppen gestellte Gegner, auch wenn sich äußerlich um Soldaten in Uniform oder Zerstörertrupps mit und ohne Waffen handelt, im Kampf oder auf der Flucht niederzumachen. ("Kommando-Befehl") | |||||||||||||||||||||||||
| 22.10. | Zur Gewinnung von Speiseöl wird die deutsche Bevölkerung zum Sammeln von Bucheckern aufgerufen. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.12. | Mussolini fordert von Hitler die Beendigung des Krieges gegen die Sowjetunion. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1943 | ||||||||||||||||||||||||||
| 01.01. | Tagesbefehl Hitlers: "Wenn uns der Herrgott die Kraft gegeben hat, den Winter 1941 auf 1942 zu überwinden, dann werden wir diesen Winter und das kommende Jahr erst recht überstehen". | |||||||||||||||||||||||||
| 06.01. | Um den U-Boot-Bau voranzutreiben, ordnet Adolf Hitler den Baustopp für Großkampfschiffe an. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.01. | Der Irak erklärt Deutschland den Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.-25.01. | Konferenz von Casablanca zwischen Churchill und Roosevelt, bei der die Forderung nach der "bedingungslosen Kapitulation" Deutschlands, Italiens und Japans beschlossen wurde. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.02. | Reichswirtschaftsminister Walther Funk befiehlt, alle nicht kriegswichtigen Betriebe des Handwerks, Handels und Gaststättengewerbes zu schließen. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.02. | Im Berliner Sportpalast erklärt Dr. Joseph Goebbels den "Totalen Krieg". An der "Heimatfront" erfolgen daraufhin zahlreiche Maßnahmen, die das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben noch mehr einschränken. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.02. | Hitler erlässt den Befehl Nr. 7, nachdem ein militärischer Vorgesetzter einen Untergebenen wegen Ungehorsam sofort zu erschießen hat. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.-09.03. | Am späten Abend treffen im Führerhauptquartier Nachrichten über den schweren alliierten Bombenangriff auf Nürnberg ein, bei dem 292 britische Bomber 782 t Bomben warfen. Daraufhin überschüttet Hitler Göring und Speer mit Vorwürfen über das Versagen der Luftwaffe. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.03. | Der inzwischen erfolglos kämpfende Rommel wird von seinem Kommando über die Heeresgruppe Afrika entbunden. Sein Nachfolger wird Generaloberst Hans-Jürgen von Arnim. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.03. | Hitler empfängt den aus Afrika kommenden Generalfeldmarschall Rommel und schickt ihn in Kur. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.04. | Bei einem Besuch in Salzburg drängt Mussolini Hitler erneut zu einem Frieden mit der Sowjetunion. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.04. | Die Essener Krupp-Werke planen die Errichtung eines Werkes nahe dem KZ Auschwitz. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.04. | Reichsjustizminister Otto Georg Thierack ordnet die Deportation von polnischen und jüdischen Häftlingen aus den Gefängnissen in Konzentrationslager an. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.04. | Hitler empfängt den französischen Ministerpräsidenten Pierre Laval und fordert von ihm mehr Arbeitskräfte. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.06. | Der Reichsführer SS Heinrich Himmler wird über die Ergebnisse von medizinischen Experimenten mit Menschen informiert: Im KZ Ravensbrück wurden Frauen zur Untersuchung von Sterilisationsmethoden missbraucht. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.07. | Die Juden im Deutschen Reich verlieren sämtlichen Rechtsschutz und werden unter Polizeirecht gestellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.07. | Bei Besprechungen mit Hitler in Feltre (Venetien) erfährt Mussolini vom ersten Bombenangriff der Alliierten auf Rom. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.07. | Das Sprengstoffattentat auf Hitler scheitert. Die Widerständler aus bürgerlichen und militärischen Kreisen werden in den folgenden Monaten inhaftiert, in Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und in der Regel exekutiert. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.08. | Goebbels fordert die nicht kämpfende Zivilbevölkerung Berlins zur Evakuierung auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.08. | In Hamburg werden im Zuge der "Euthanasie" über 500 Patienten der Psychiatrie zur Ermordung deportiert. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.08. | Die Raketenversuchseinrichtungen in Peenemünde werden durch Luftangriffe stark beschädigt. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.08. | Wegen des stärker werdenden Widerstands verhängt die deutsche Militärregierung über Dänemark den Ausnahmezustand. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.09. | Der Iran erklärt Deutschland den Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.10. | Die italienische Regierung unter Marschall Badoglio erklärt dem Deutschen Reich den Krieg. Die Westmächte erkennen Italien als Verbündeten an. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.11. | Hitler erlässt die Weisung Nr. 51. Die Kriegsführung soll ihren Schwerpunkt im Westen haben. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.11. | Die Kommandanten der KZ erhalten die Weisung, die tägliche Arbeitszeit der Häftlinge von elf Stunden auch im Winter beizubehalten. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.11.-02.12. | Konferenz von Theran. Stalin, Churchill und Roosevelt einigen sich über die Teilung Deutschlands nach dem Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.11. | Columbien erklärt Deutschland den Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.11. | In der Moskauer Erklärung vom 30. November 1943 beschlossen die Alliierten, alle an den Kriegsverbrechen des 2. Weltkrieges Beteiligten und dafür Verantwortlichen zu verfolgen, festzunehmen und vor Gericht zu stellen. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.12. | Hitler befiehlt die vorrangige Herstellung des Düsenjägers Me 262 für den Einsatz als Düsenbomber. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.12. | Bolivien erklärt Deutschland den Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.12. | Privater Weihnachtsreiseverkehr im Deutschen Reich wird verboten. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.12. | 1462 amerikanische Bomber greifen Kiel, Bremen und Hamburg an. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.12. | Generalfeldmarschall Rommel beginnt mit der Besichtigung der Verteidigungsanlagen in Frankreich, Belgien und Holland. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.12. | Hitler beauftragt Albert Speer mit Planungen zum Wiederaufbau der deutschen Städte. | |||||||||||||||||||||||||
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| 1944 | ||||||||||||||||||||||||||
| 01.01. | Generalfeldmarschall Erwin Rommel übernimmt den Oberbefehl über die deutsche Heeresgruppe in Nordfrankreich. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.01. | Generalfeldmarschall v. Manstein reist in Hitlers Hauptquartier, um diesem klarzumachen, dass der Dnjepr-Bogen nicht zu halten sei. Hitler lehnt eine Zurücknahme der deutschen Truppen auf eine neue Verteidigungslinie ab. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.02. | Sämtliche deutschen Spionage- und Nachrichtendienste werden im Amt "Abwehr" zusammengefasst und Heinrich Himmler unterstellt. Zwei Tage zuvor wurde Admiral Wilhelm Canaris als Chef der Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) entlassen. Canaris nutzte seine Position um ein Zentrum des Widerstands gegen Hitler zu formieren. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.02. | Die groß angelegte Luftoffensive ("Big Week") der Alliierten gegen deutsche Industrie- und Rüstungseinrichtungen beginnt. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.02. | In einer Rede vor dem Parlament akzeptiert der britische Ministerpräsident Winston Churchill die von der Sowjetunion geforderte "Westverschiebung" Polens. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.02. | Die Innenstadt von Augsburg wird durch einen Bombenangriff fast völlig zerstört. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.02. | Nachdem der rumänische Staatschef Ion Antonescu (1882-1946) seine Solidarität mit Deutschland erklärt hat, lässt Hitler seine Pläne zur Besetzung Rumäniens fallen. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.03. | Mit der "Verlags-Sperrliste" gibt die Reichspressekammer ein Verbot zahlreicher deutscher Verlage bekannt, unter ihnen Brockhaus, Westermann und Goldmann. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.03. | Einheiten der Wehrmacht und der Schutzstaffel (SS) besetzen Ungarn. Damit beginnt auch dort die Verfolgung und Deportation der Juden. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.03. | Hitler gibt einer schwedischen Zeitung sein letztes öffentliches Interview. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.03. | Alle Eltern im Deutschen Reich werden aufgefordert, in luftkriegsgefährdeten Gebieten die Kinderlandverschickung zu unterstützen. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.04. | Mussolini beendet als Ministerpräsident der faschistischen Republik von Saló seinen Besuch in Hitlers Hauptquartier "Wolfsschanze". | |||||||||||||||||||||||||
| 05.05. | Reichsjustizminister Otto Georg Thierack erklärt das Todesurteil zur allgemeingültigen Strafe für jegliche "Gefährdung der Kriegführung und Sicherheit des Deutschen Reiches". Vorher stand auf 46 Einzeltatbestände die Todesstrafe. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.05. | Teile der militärischen Führung in Frankreich erstellen mit Generalfeldmarschall Rommel Pläne zum Putsch gegen Hitler. Die Generäle Erwin Rommel und Karl-Heinz von Stülpnagel beabsichtigen, im Westen einen Waffenstillstand zu schließen. Hitler soll verhaftet und vor Gericht gestellt werden. General von Stülpnagel wird wegen Organisierung des Widerstandes gegen Hitler am 30.08.1944 in Plötzensee hingerichtet | |||||||||||||||||||||||||
| 16.05. | Hitler ordnet den Beschuss von England mittels V-Waffen für Mitte Juni an. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.05. | Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink fordert zum Muttertag die deutschen Frauen zu "Geburtshöchstleistungen" auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.05. | Als Reichsführer SS plant Himmler die Errichtung von Forschungszentren in KZ, um jüdische Wissenschaftler in den Dienst für das NS-Regime zu nehmen. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.06. | Mit 6.000 Schiffen beginnt in der Normandie die Invasion der Alliierten, die Operation "Overlord", in der Normandie. In der Nacht waren bereits Fallschirmjäger im Hinterland abgesetzt worden. Die deutsche Luftwaffe bringt ganze zwei Maschinen über den Landungsraum zum Einsatz. Mit der Landung von 150.000 Soldaten werden mehrere Brückenköpfe gebildet. Auch wegen der Lufthoheit der 14.000 alliierten Bomber können die deutschen Einheiten keine entscheidende Abwehr leisten. Der deutsche Nachschub wird unterbunden. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.07. | Das Sprengstoffattentat auf Hitler scheitert. Die Widerständler aus bürgerlichen und militärischen Kreisen werden in den folgenden Monaten inhaftiert, in Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und in der Regel exekutiert. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.07. | Auf Vorschlag Görings wird der "deutsche Gruß" in der Wehrmacht eingeführt. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.07. | Mit dem "Terror- und Sabotageerlass" werden Widerstandskämpfer nicht mehr Wehrmachtsgerichten überstellt, sondern sofort erschossen oder der Sicherheitspolizei übergeben. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.08. | Der erste Prozess gegen acht Beteiligte am Attentat vom 20. Juli endet mit der Verurteilung zum Tode. Die Todesstrafe wird auf Anordnung Hitlers sofort vollzogen. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.08. | Joseph Goebbels verbietet alle "öffentlichen Veranstaltungen nicht kriegsgemäßen Charakters". | |||||||||||||||||||||||||
| 15.08. | Das Arbeitsdienstalter für Frauen in Deutschland wird von 45 auf 50 Jahre angehoben. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.08. | In Rumänien wird Staatschef Antonescu gestürzt. Zwei Tage später folgt die Kriegserklärung an Deutschland. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.09. | Nach dem Einmarsch der Roten Armee erklärt Bulgarien dem Deutschen Reich den Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.09. | Erstmals wird die von Wernher Freiherr von Braun entwickelte V2-Rakete zum Angriff auf London eingesetzt. | |||||||||||||||||||||||||
| 11.09. | Die US-Armee erreicht bei Trier die deutsche Grenze. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.09. | Am 12. September 1944 einigten sich
die Alliierten im "Londoner Protokoll über die zukünftigen Besatzungszonen
in Deutschland und die Verwaltung von Groß-Berlin" über die Teilung Berlins
in einen englischen, amerikanischen und sowjetischen Sektor und die
Einrichtung einer interalliierten Regierungsbehörde, der "Kommandantur". Diese Londoner Vereinbarung wurden von den Alliierten Regierungschefs auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 nochmals ausdrücklich gebilligt |
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| 25.09. | Durch Erlass vom 25.9.1944 wurde die Bildung des „Deutschen Volkssturm“ befohlen, der alle waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren umfassen sollte. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.10. | Generalfeldmarschall Rommel wird zum Selbstmord gezwungen. Er wird mit den Verschwörern des 20. Juli in Verbindung gebracht. Um seine Familie zu schützen, entscheidet er sich unter Androhung eines Hochverratsprozesses für den Freitod. Offiziell stirbt er an Verletzungen, die er sich bei einem Tieffliegerangriff zugezogen haben soll. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.10. | Die Gauleiter der NSDAP organisieren die Aufstellung der ersten "Volkssturm"-Einheiten. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.10. | Bulgarien schließt einen Waffenstillstand mit den Westmächten und mit der Sowjetunion. Zugleich erklärt Bulgarien seinen Beitritt zum Krieg gegen Deutschland. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.11. | Frauen des Arbeitsdienstes werden als Flakhelfer eingesetzt, um Soldaten für den Frontdienst freizusetzen. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.11. | Hitler verlässt die "Wolfsschanze" und bezieht den Führerbunker in Berlin. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.11. | Amerikanische Truppen erobern Straßburg und erreichen damit den Rhein. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.12. | Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink ruft alle Frauen in Deutschland zur aktiven Verteidigung auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.12. | Hitler äußert sich über den Lagevortrag von Generalfeldmarschall Guderian, der den russischen Aufmarsch im Osten beschrieben hatte: "Das ist der größte Bluff seit Dschingis Khan! Wer hat diesen Blödsinn ausgegraben?" | |||||||||||||||||||||||||
| 31.12. | Hitler hält die Silvesteransprache. (Protokoll der Ansprache) | |||||||||||||||||||||||||
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| 1945 | ||||||||||||||||||||||||||
| 06.01. | Im Deutschen Reich wird zum "Volksopfer" aufgerufen, um für die Ausrüstung des "Volkssturm" zu sammeln. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.01. | Ungarn schließt mit der Sowjetunion einen Waffenstillstand und tritt in den Krieg gegen das Deutsche Reich ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.01. | Die Kriegsmarine beginnt die Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus Ostpreußen auf dem Seeweg. Damit soll möglichst vielen Deutschen die Flucht vor der auf Berlin vorrückenden Roten Armee ermöglicht werden. Zwei bis drei Millionen Menschen gelangen auf diese Weise in den Westen. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.01. | Die Versenkung des Passagierdampfers "Wilhelm Gustloff" in der Ostsee fordert den Tod von 9.000 Flüchtlingen. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.01. | Adolf Hitler ruft in einer Rundfunkansprache zum "Endsieg" auf und verweist auf den Einsatz von "Wunderwaffen". | |||||||||||||||||||||||||
| 03.02. | Bei einem schweren Luftangriff der Amerikaner kommen in Berlin 22.000 Menschen ums Leben, | |||||||||||||||||||||||||
| 04.-11.02. | Der sowjetische Partei- und Regierungschef Josef W. Stalin, der britische Premierminister Winston Churchill und US-Präsident Roosevelt treffen sich auf der Konferenz von Jalta, auf der Frankreich als gleichberechtigte Besatzungsmacht anerkannt wird. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.-14.02. | Zwei britische Flächenangriffe und zwei Bombardierungen der 8. USAAF zerstören die vom Luftkrieg bisher kaum berührte sächsische Metropole Dresden. Da zahllose Flüchtlinge aus dem Osten durch Dresden ziehen, wird die Zahl der Opfer in den Flächenbränden und Feuerstürmen auf mindestens 35.000 geschätzt. Der militärische Nutzen der Bombardierung ist umstritten; Dresden liegt weder im direkten Kampfgebiet, noch ist die Stadt industriell, verkehrstechnisch oder militärisch bedeutsam.. Die barocke Altstand versinkt in Schutt und Asche. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.02. | Um die Kampfmoral aufrechtzuerhalten, verordnet Reichsjustizminister Otto Georg Thierack für alle frontnahen Orte die Standgerichtsbarkeit. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.02. | Himmler ordnet die Einführung von Sonderstandgerichten an, um die Auflösungserscheinungen in vielen Wehrmachtseinheiten zu unterbinden. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.03. | Finnland erklärt rückwirkend dem Deutschen Reich den Krieg. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.03. | Durch ihren schnellen Vormarsch können amerikanische Einheiten bei Remagen eine unzerstörte Eisenbahnbrücke über den Rhein besetzen. Köln wird von den Alliierten besetzt. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.03. | Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop versucht, Verhandlungen mit den Westmächten über einen Seperatfrieden einzuleiten. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.03. | Der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, Albert Speer, warnt vor dem baldigen Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.03. | Mit dem "Verbrannte-Erde-Befehl" ordnet Hitler nun auch für die Westfront die Zerstörung aller Industrie- und Versorgungseinrichtungen beim Rückzug an, um nur "verbrannte Erde" zurückzulassen. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.03. | Danzig wird von der Roten Armee erobert. | |||||||||||||||||||||||||
| 31.03. | Als Oberbefehlshaber stoppt General Dwight D. Eisenhower den Vormarsch der alliierten Truppen in Richtung Berlin, um die Eroberung Berlins der Roten Armee zu überlassen. Der britische Ministerpräsident Churchill kritisiert diese Entscheidung. Er sieht in der Eroberung Berlins ein Faustpfand für die Nachkriegszeit. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.04. | Himmler befiehlt die Erschießung aller männlichen Bewohner in Häusern, an denen weiße Kapitulationsflaggen gezeigt werden. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.04. | Die letzten Wehrmachtstruppen im eingekesselten Ruhrgebiet ergeben sich. Insgesamt gehen dort 320.000 Soldaten in Kriegsgefangenschaft. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.04. | Wegen "Verrats" entlässt Hitler Göring aus all seinen Ämtern. Göring hatte telephonisch angefragt, ob er "die Gesamtführung des Reiches übernehmen" soll. Er wollte als Vertreter des Deutschen Reichs Verhandlungen mit den Westalliierten über eine Verständigung führen. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.04. | Hitler verfasst sein Testament und bestimmt Großadmiral Karl Dönitz zu seinem Nachfolger als Reichspräsident. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.04. | Hitler begeht in seinem Berliner Führerbunker Selbstmord. Auch Eva Braun, die er einen Tag zuvor heiratete, nimmt sich mit einer Giftkapsel das Leben. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.05. | Im Führerbunker beauftragt Joseph Goebbels gemeinsam mit seiner Frau einen Arzt mit der Ermordung ihrer sechs Kinder, die dieser durchführt. Anschließend begehen er und seine Frau Marga Selbstmord. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.05. | Großadmiral Dönitz erklärt sich in einer Rundfunkansprache zum Reichspräsidenten und ruft zur Fortsetzung des Kriegs an der Ostfront auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.05. | Generalfeldmarschall Keitel (Heer) Generaladmiral v. Friedeburg (Marine) und Generaloberst Stumpff (Luftwaffe) unterzeichnen in Karlshorst bei Potsdam die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht vor den vier alliierten Siegermächten. | |||||||||||||||||||||||||
| 02.05. | General Weidling, der
Kampfkommandant von Berlin, kapituliert und geht in Gefangenschaft. In Flensburg bildet Großadmiral Dönitz eine neue deutsche Regierung. Er war von Hitler zu dessen Nachfolger erklärt worden. |
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| 07.05. | Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht im Hauptquartier von General Eisenhower in Reims durch Generaloberst Jodl, Generaladmiral von Friedeburg und General Oxenius. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.05. | Generalfeldmarschall Keitel (Heer) Generaladmiral v. Friedeburg (Marine) und Generaloberst Stumpff (Luftwaffe) unterzeichnen in Karlshorst bei Potsdam die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht vor den vier alliierten Siegermächten. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.05. | Die deutsche Gesamtkapitulation tritt um 00.01 Uhr in Kraft. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.05. | In seiner Siegesrede versichert Stalin, er beabsichtige nicht, "Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten". Er rückt damit öffentlich von alliierten Teilungsplänen ab, die er noch auf der Konferenz von Jalta befürwortet hatte. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.05. | Britische Truppen verhaften Dönitz mit seiner "Geschäftsführenden Reichsregierung" unter Graf Schwerin von Krosigk in Flensburg. Damit ist jede deutsche Zentralgewalt beendet. | |||||||||||||||||||||||||
| Mai | In vielen Städten Deutschlands beginnen Ermittlungen durch alliierte Militärgerichte, um die Ermordung von unzähligen Menschen, vor allem in den letzten Kriegswochen, aufzuklären und die Täter strafrechtlich zu verfolgen. Allein in Dortmund hatten Angehörige der Gestapo im März und April 1945 mindestens 300 Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter erschossen. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.06. | Mit der Berliner Deklaration vom 5. Juni 1945 übernehmen die vier Siegermächte, USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich, die Oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Sie teilen Deutschland entsprechend den Grenzen von 1937 in vier Besatzungszonen auf, Berlin unter einer Militärkommandantur in vier Sektoren. Die interalliierte Militärkommandantur für Berlin nimmt ihre Arbeit am 11.7. auf. Der aus den vier Oberbefehlshabern gebildete Alliierte Kontrollrat in Berlin entscheidet ab 30.8.1945 über alle Fragen, die Deutschland als Ganzes betreffen. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.07. | Bildung der drei Berliner Westsektoren. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.-04.07. | Sowjetische Truppen besetzen die von den Amerikanern geräumten Gebiete in Sachsen und Thüringen sowie die von den Briten geräumte Küste Mecklenburgs. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.07. | Auf der Potsdamer Konferenz (17. Juli - 2. August 1945) der "Großen Drei": Harry S. Truman, Winston S. Churchill bzw. ab 28. Juli Clement R. Attlee und Josef W. Stalin einigen sich die Vier Mächte auf politische Grundsätze für die Behandlung Deutschlands: Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dezentralisierung, Dekartellisierung und Demokratisierung. Außerdem wird beschlossen, die deutschen Gebiete östlich von Oder und Lausitzer Neiße bis zu einem Friedensvertrag unter polnische sowie sowjetische Verwaltung zu stellen und die dortige deutsche Bevölkerung ebenso wie die Deutschen aus der Tschechoslowakei und Ungarn auszusiedeln. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.08. | Abkommen der Vier Mächte in London über die Strafverfolgung der Hauptkriegsverbrecher und Einsetzung eines Internationalen Militärgerichtshofes in Nürnberg. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.-12.08. | Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen durch die SMAD (Sowjetischen Militäradministration in Deutschland). | |||||||||||||||||||||||||
| 30.08. | Unterstellung des Saarlandes unter eine französische Kommission mit dem Ziel der Abtrennung von den übrigen Ländern der französischen Besatzungszone. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.09.-02.10. | Erste Konferenz des auf der Potsdamer Konferenz beschlossenen alliierten Rats der Außenminister in London: Frankreich verlangt die Abtrennung des Rhein-Ruhr-Gebiets. Die Sowjetunion fordert eine deutsche Zentralregierung sowie eine Viermächte-Kontrolle über das Ruhrgebiet. Die USA schlagen einen Viermächtevertrag über die Entmilitarisierung Deutschlands für 25 Jahre vor (sogenannter Byrnes-Plan). | |||||||||||||||||||||||||
| 25.09. | Beginn der Demontage von Industriebetrieben in den westlichen Besatzungszonen. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.11. | Die Krupp-Werke werden der Kontrolle der britischen Militärregierung unterstellt. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.10. | Das Internationale Militärgericht beginnt in Berlin mit dem Prozess gegen 24 Hauptkriegsverbrecher (ab 20. November 1945 nach Nürnberg verlegt). | |||||||||||||||||||||||||
| 30.11. | Der Alliierte Kontrollrat bestätigt das Vier-Mächte-Abkommen über die Schaffung von drei Luftkorridoren nach und von Berlin. Die Zugangsrechte zu Wasser und zu Lande werden lediglich mündlich vereinbart. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.12. | Bekanntgabe der entschädigungslosen Enteignung des Kohlebergbaus durch die britische Militärverwaltung. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.12. | Die französische Administration beschlagnahmt die Saargruben. | |||||||||||||||||||||||||
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| nach 1945 | ||||||||||||||||||||||||||
| 12.01.1946 | Der Alliierte Kontrollrat einigt sich auf eine gemeinsame Entnazifizierungsdirektive, dennoch wird die Entnazifizierung in den Besatzungszonen mit unterschiedlicher Strenge durchgeführt. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.01.1946 | Im Pariser Abkommen einigen sich Vertreter von 18 Staaten über die Reparationsleistungen Deutschlands an die Siegermächte. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.03.1946 | Der Industrieplan des Alliierten Kontrollrates beschränkt die Kapazität der gesamtdeutschen Rohstoff- und Fertigungsindustrie - den Bausektor ausgenommen - auf etwa die Hälfte der Vorkriegsproduktion. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.04.1946 | Mit Bildung der Nachfolgeorganisation United Nations Organization (UNO) 1946 beschloss der Völkerbund seine Auflösung. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.04.1946 | Unter kommunistischem Zwang erfolgt am 21./22. April 1946 im Ost-Berliner Admiralspalast die Vereinigung von SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) - teilweise gegen den Widerstand von sozialdemokratischer Seite. Der Sozialdemokrat Otto Grotewohl kapituliert vor dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht und reicht dem Kommunisten Wilhelm Pieck die Hand. | |||||||||||||||||||||||||
| 13.05.1946 | Befehl der alliierten Militärregierung, nationalsozialistische Denkmäler zu zerstören beziehungsweise Museen aufzulösen und Bücher mit nationalsozialistischem Gedankengut aus öffentlichen Bibliotheken sowie Buchhandlungen abzuliefern. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.05.1946 | Einstellung der Reparationslieferungen aus der amerikanischen Besatzungszone an die Sowjetunion. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.06.1946 | Die US-amerikanische Militärregierung unterzeichnet einen Vertrag mit der US- Hilfsorganisation "Cooperative for American Remittances to Europe" (CARE) zur Unterstützung der deutschen Zivilbevölkerung. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.06.1946 | Die USA zünden über dem Bikini-Atoll einen Nuklearsprengsatz und starten damit ihr Atomtestprogramm. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.07.1946 | Die ersten deutschen Soldaten kehren aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück. | |||||||||||||||||||||||||
| 06.09.1946 | US-Außenminister James Francis Byrnes legt in seiner "Stuttgarter Rede" die Grundsätze der Besatzungspolitik der Vereinigten Staaten in Deutschland dar und leitet damit eine positive Wende in den deutsch-amerikanischen Beziehungen ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.10.1946 | Urteilsverkündung in den Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozessen. Für die 24 Hauptangeklagten wurden 12 Todesstrafen, 7 lebenslängliche und begrenzte Freiheitsstrafen verhängt und es gab 3 Freisprüche. Die Hinrichtungen fanden 16.10.1946 in der Sporthalle des Gefängnisses statt, die Toten wurden in einem Münchener Krematorium eingeäschert, die Asche wurde später in einen Nebenfluss der Isar geschüttet. Die zu Gefängnisstrafen verurteilt waren, kamen ins Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau. Der letzte von ihnen verübte 1987 Selbstmord (Heß). | |||||||||||||||||||||||||
| 29.10.1946 | Erste Nachkriegs-Volkszählung in den vier Besatzungszonen Deutschlands. Dabei werden 65,9 Millionen Einwohner erfasst, darunter 36,6 Millionen Frauen und 29,3 Millionen Männer einschließlich 9,7 Millionen Vertriebene. | |||||||||||||||||||||||||
| 22.12.1946 | Wirtschaftlicher Anschluss des Saarlands an Frankreich. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.01.1947 | Wirtschaftliche Vereinigung der amerikanischen und der britischen Besatzungszone zur Bizone. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.01.1947 | Der Reeducation-Film "Todesmühlen" wird erstmals in den drei westlichen Besatzungszonen öffentlich gezeigt. Er wurde von den Alliierten in den Konzentrationslagern Buchenwald, Dachau und Bergen-Belsen gedreht. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.01.1947 | Eine Kältewelle in Zentraleuropa führt zu Tiefsttemperaturen von 20 Grad unter Null. Wegen der Kälte müssen z.B. in der amerikanischen Besatzungszone 75% aller Industriebetriebe zeitweise stillgelegt werden. In Berlin werden pro Tag bis zu 1000 Menschen mit Erfrierungen in die Krankenhäuser eingeliefert. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.02.1947 | Unterzeichnung der Friedensverträge zwischen den Siegermächten und Deutschlands europäischen Kriegsverbündeten Bulgarien, Finnland, Italien, Rumänien und Ungarn in Paris. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.03.1947 | 10.03.-24.04.1947: Fünfte Außenministerkonferenz der vier Siegermächte in Moskau: Auf Empfehlung der Außenminister wird ab 27. April die weitere Durchführung der Entnazifizierung in deutsche Verantwortung übertragen. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.03.1947 | Verkündung der "Truman-Doktrin" zur Eindämmung (Containment) der kommunistischen Gefahr. | |||||||||||||||||||||||||
| 26.03.1947 | Der ehemalige US-Präsident Hoover (1874-1964) tritt nach einer Reise durch Deutschland für eine Aufhebung der wirtschaftlichen Einschränkungen und für eine Neuorientierung der Deutschlandpolitik ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.03.1947 | In fast allen größeren Städten Nordrhein-Westfalens beginnen Streiks und Massenkundgebungen hungernder Arbeiter. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.04.1947 | Der am 2. April in Warschau zum Tode verurteilte ehemalige Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz, Rudolf Höß, wird hingerichtet. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.04.1947 | Britische Marineeinheiten sprengen militärische Befestigungsanlagen und den Hafen der Insel Helgoland. Die erwartete vollständige Zerstörung der Insel findet jedoch nicht statt. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.04.1947 | Sechs ehemalige SS-Angehörige, die für die Zerstörung des tschechoslowakischen Dorfes Lidice im Jahre 1942 die Verantwortung tragen, werden in Prag hingerichtet. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.05.1947 | Nach einer Mitteilung des französischen Ministeriums für Kriegsopfer und Angelegenheiten der Kriegsteilnehmer wurden während des Zweiten Weltkriegs 620.000 französische Staatsbürger getötet. | |||||||||||||||||||||||||
| 29.05.1947 | Aufhebung des Heiratsverbotes zwischen Deutschen und US-amerikanischen Besatzungssoldaten. | |||||||||||||||||||||||||
| 05.06.1947 | In der Befürchtung, dass die wirtschaftliche Not auch zu einer Ausbreitung des Kommunismus beitragen könnte und um den Wiederaufbau Europas anzukurbeln, kündigt der amerikanische Außenminister George C. Marshall am 5. Juni 1947 ein Hilfsprogramm für Europa an: Das European Recovery Program. Die Sowjetunion lehnt für sich und die von ihr beherrschten Länder die angebotene Teilnahme ab. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.07.1947 | 12.07.-22.09.1947: Konferenz von 16 europäischen Staaten in Paris über den Marshallplan. Die Sowjetunion hat bereits die Teilnahme am Marshallplan für sich und andere Ostblockstaaten abgelehnt. | |||||||||||||||||||||||||
| 18.07.1947 | Sieben deutsche Kriegsverbrecher werden in das alliierte Gefängnis in Berlin-Spandau verlegt, darunter auch Rudolf Heß, Albert Speer und Karl Dönitz. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.07.1947 | Die Zahl der noch vermissten deutschen Wehrmachtsangehörigen wird von der Wiesbadener Zentralstelle auf 1,7 Millionen geschätzt. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.08.1947 | Im Nürnberger Prozess gegen nationalsozialistische Ärzte werden sieben Angeklagte zum Tode verurteilt. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.08.1947 | Die drei westlichen Besatzungsmächte einigen sich auf ein revidiertes Industrieniveau für ihre Besatzungszonen, das eine Erhöhung der Produktion auf 90% des Standes von 1936 zulässt. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.09.1947 | Nach Angaben der polnischen Militärmission in Berlin wurden während des Zweiten Weltkriegs 6.028.000 Polen getötet. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.10.1947 | Vertreter von 23 Staaten unterzeichnen den bisher umfassendsten internationalen Handelsvertrag, das "General Agreement on Tariffs and Trade" (GATT). | |||||||||||||||||||||||||
| 25.11.1947 | 25.11.-15.12.1947: Sechste Konferenz des Außenministerrats der vier Siegermächte in London: Im Mittelpunkt steht die Erörterung der Deutschen Frage. Die Konferenz steht von Beginn an im Zeichen des sich verschärfenden Ost-West-Konflikts. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.021948 | 23.02.-06.03.1948: Erste Sitzungsperiode der Londoner Sechsmächtekonferenz, zu der die Sowjetunion nicht eingeladen wird: Die drei Westalliierten und die Benelux-Staaten empfehlen die Schaffung eines bundesstaatlichen Systems in Westdeutschland sowie dessen Einbeziehung in den Marshallplan und die Ruhrkontrolle. | |||||||||||||||||||||||||
| 27.02.1948 | Offizielles Ende der Entnazifizierung in der SBZ. Die Entnazifizierung wird in den einzelnen Besatzungszonen sehr unterschiedlich durchgeführt. In der sowjetischen Besatzungszone ist sie mit einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbau im sozialistische Sinne verbunden. Bis 1947 werden über 500.000 Personen aus ihren Stellungen entfernt und durch Kommunisten ersetzt. In Speziallager der sowjetischen Geheimpolizei werden außer NS-Verbrechern auch Denunzierte und Gegner der SED eingesperrt. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.03.1948 | Großbritannien, Frankreich und die Benelux-Staaten schließen das erste europäische Nachkriegsbündnis, den Brüsseler Vertrag. Diese "West-Union" richtet sich erstmals gegen die Politik der UdSSR und nicht mehr gegen Deutschland. Sie regelt neben der kollektiven Selbstverteidigung die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.03.1948 | Der sowjetische Militärgouverneur Sokolowski verlässt den Alliierten Kontrollrat aus Protest gegen die Empfehlungen der Londoner Sechsmächtekonferenz vom 23.2. bis 6.3. und die Gründung der "West-Union" vom 17.3.1948. Damit endet die gemeinsame Verwaltung Deutschlands durch die vier Siegermächte. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.04.1948 | Beginn der "kleinen" Berlin-Blockade: Behinderung des Verkehrs durch sowjetische Inspektionen und Behinderungen westalliierter Militärreisender; später werden die Maßnahmen der SMAD auch auf den zivilen Personen- und Güterverkehr zu Wasser und zu Lande ausgedehnt. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.04.1948 | 16 Mitgliedsstaaten des Rates für Wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa einigen sich auf die Inanspruchnahme der Wiederaufbauhilfe durch den Marshallplan und gründen die "Organization for European Economic Cooperation" (OEEC). | |||||||||||||||||||||||||
| 20.04.1948 | 20.04.-02.06.1948: Zweite Sitzungsperiode der Londoner Sechsmächtekonferenz der drei westlichen Siegermächte und der Benelux-Staaten: Beschluss, dem deutschen Volk zu ermöglichen "auf der Basis einer freien und demokratischen Regierungsform" seine Einheit wiederherzustellen und allmählich "volle Regierungsverantwortung" zu übernehmen. Ermächtigung der westdeutschen Ministerpräsidenten, eine "verfassunggebende Versammlung" einzuberufen. Die empfohlene Einsetzung einer internationalen Ruhrkontrollbehörde und einer militärischen Sicherheitsbehörde sollen vor allem französische Vorbehalte zerstreuen. | |||||||||||||||||||||||||
| 16.06.1948 | Die UdSSR stellt ihre Mitarbeit in der interalliierten Kommandantur Berlins ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.06.1948 | Eine Voraussetzung für die Einbeziehung der westlichen Besatzungszonen in den "Marshallplan" ist eine Währungsreform. An Stelle der wertlos gewordenen Reichsmark wird daher am 20./21. Juni 1948 die Deutsche Mark eingeführt. Gleichsam über Nacht füllen sich nun die Geschäfte mit den Waren, die vorher nur auf dem Schwarzmarkt zu bekommen waren. | |||||||||||||||||||||||||
| 23.06.1948 | Als Reaktion auf die Londoner Sechsmächtekonferenz tritt die Warschauer Achtmächtekonferenz, bestehend aus der Sowjetunion, Albanien, Bulgarien, Jugoslawien, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei und Ungarn, zusammen: Sie kritisiert die Versuche der Westmächte zur "Spaltung Deutschlands", die Gefährdung der "Oder-Neiße-Friedensgrenze" und pocht auf die Einhaltung der Potsdamer Beschlüsse bezüglich der Errichtung einer gesamtdeutschen Regierung und der Abschließung eines Friedensvertrages. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.06.1948 | Die Sowjetunion reagiert auf die Währungsreform mit einer eigenen Währungsreform in ihrer Zone am 23. Juni sowie der Blockade Berlins am 24. Juni 1948: Alle Land- und Wasserverbindungen nach Berlin sind damit unterbrochen. Um die 2,1 Millionen West-Berliner dennoch mit dem nötigsten zu versorgen, organisiert der US-Militärgouverneur, Lucius D. Clay, eine Luftbrücke. Die Blockade ist nicht nur ein erster Höhepunkt des Kalten Krieges, sondern zeigt auch das gewandelte Verhältnis zwischen den Westmächten und den Deutschen: Aus den Besatzern sind Schutzmächte geworden. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.06.1948 | Die Sowjetunion erklärt die Vier-Mächte-Verwaltung Groß-Berlins für "praktisch beendet". | |||||||||||||||||||||||||
| 06.07.1948 | Die Westalliierten fordern von der Sowjetunion ultimativ das Recht auf freien Zugang nach Berlin gemäß der gemeinsamen alliierten Vereinbarung vom 5.6.1945 (Berliner Deklaration). | |||||||||||||||||||||||||
| 14.07.1948 | Eine sowjetische Note spricht den Westmächten das von ihnen beanspruchte Recht auf freien Zugang nach Berlin ab; sie bezeichnet die Stadt als Teil der sowjetischen Besatzungszone. | |||||||||||||||||||||||||
| 01.09.1948 | Einschränkung der Demontagen in den westlichen Besatzungszonen. | |||||||||||||||||||||||||
| 20.11.1948 | Neun Millionen Werktätige beteiligen sich an einem von den Gewerkschaften der Bizone ausgerufenen Generalstreik gegen steigende Preise und für eine demokratische Struktur der Wirtschaft. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.11.1948 | Die SED spaltet den Berliner Magistrat. In Ost-Berlin wird eine eigene Stadtverwaltung eingerichtet. Der Amtssitz des West-Berliner Magistrats ist das Schöneberger Rathaus. | |||||||||||||||||||||||||
| 09.12.1948 | Die Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet die 30 Artikel umfassende Deklaration der Menschenrechte. | |||||||||||||||||||||||||
| 21.12.1948 | Konstituierung der Drei-Mächte-Kommandantur der Westalliierten in West-Berlin. | |||||||||||||||||||||||||
| 28.12.1948 | Londoner Sechsmächteabkommen über die Einrichtung einer Internationalen Ruhrbehörde. Die Sowjetunion wird von der Ruhrkontrolle ausgeschlossen. | |||||||||||||||||||||||||
| 17.01.1949 | Einrichtung des Militärischen Sicherheitsamtes der Westalliierten zur Überwachung der Entmilitarisierung in Westdeutschland. Das Amt übernimmt auch die Aufgaben des nicht mehr funktionsfähigen Alliierten Kontrollrates für die westlichen Besatzungszonen. | |||||||||||||||||||||||||
| 25.01.1949 | Gründung des osteuropäischen Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW/COMECON) als Reaktion auf die Einrichtung der OEEC und des Marshallplanes. | |||||||||||||||||||||||||
| 03.02.1949 | Die Fünferkommission des Parlamentarischen Rats einigt sich in Bonn darauf, West-Berlin neben den elf Ländern der westlichen Besatzungszonen als zwölftes Bundesland in die Präambel des Grundgesetzes aufzunehmen. | |||||||||||||||||||||||||
| 19.03.1949 | Auch in der Sowjetischen Besatzungszone kommt die Gründung eines separaten Staates 1949 zum Abschluss. Aus der "Volkskongressbewegung für Einheit und gerechten Frieden" geht im März 1948 der 1. Deutsche Volksrat hervor, der die Verfassung einer Deutschen Demokratischen Republik ausarbeitet und am 19. März 1949 formell beschließt. | |||||||||||||||||||||||||
| 04.04.1949 | Gründung der Nordatlantischen Verteidigungsgemeinschaft (NATO) in Washington. | |||||||||||||||||||||||||
| 08.04.1949 | Deutschlandkonferenz der drei Westmächte in Washington: Die Außenminister Frankreichs, Großbritanniens und der USA beschließen eine endgültige Fassung des Besatzungsstatuts sowie, die Bizone durch Fusion mit dem französischen Besatzungsgebiet zur Trizone zu erweitern. Außerdem soll die Militärregierung beendet werden, indem Alliierte Hohe Kommissare politische Kontrollbefugnisse und die Oberbefehlshaber nur noch militärische Funktionen wahrnehmen. Des weiteren wird vereinbart, das Demontageprogramm zu reduzieren und die Industrieproduktion zu steigern. | |||||||||||||||||||||||||
| 10.05.1949 | Bonn wird vom Parlamentarischen Rat zur vorläufigen Bundeshauptstadt gewählt. Von 62 gültigen Stimmen entfallen 33 auf Bonn und 29 auf Frankfurt/Main. | |||||||||||||||||||||||||
| 12.05.1949 | Die Sowjetunion hebt die Berlin-Blockade auf. | |||||||||||||||||||||||||
| 24.05.1949 | Als Folge des Kalten Krieges schreitet nun auch die politische Teilung Deutschlands voran. Mit den "Frankfurter Dokumenten" fordern die Westmächte die Ministerpräsidenten der 1946/47 gegründeten Länder am 1. Juli 1948 auf, mit der Einberufung einer Verfassung gebenden Versammlung die Gründung eines westdeutschen Staates einzuleiten. Die Ministerpräsidenten wollen jedoch nur einen provisorischen Staat mit lediglich einem Grundgesetz statt einer Verfassung schaffen. Mit der Ausarbeitung dieses Grundgesetzes wird ein Parlamentarischer Rat beauftragt, der am 1.September 1948 in Bonn zusammentritt. Nach der Genehmigung durch die Militärgouverneure und der Zustimmung der Länderparlamente - mit Ausnahme des bayerischen- tritt das Grundgesetz dann am 24. Mai 1949 in Kraft. Die Bundesrepublik Deutschland ist gegründet. | |||||||||||||||||||||||||
| 14.08.1949 | Wahlen zum 1. Deutschen Bundestag. Die Wahlbeteiligung liegt bei 78,5 %. Die Stimmen für die Parteien verteilen sich wie folgt: SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) 29,2 %, CDU (Christlich Demokratische Union) 25,2 %, CSU (Christlich Soziale Union) 5,8 %, FDP (Freie Demokratische Partei) 11,9 %, BP (Bayernpartei) 4,2 %, DKP/DRP (Deutsche Konservative Partei/ Deutsche Reichspartei) 1,8 %, DP (Deutsche Partei) 4,0 %, Zentrum 3,1 %, EVD (Europäische Volksbewegung Deutschlands) 0,1 %, KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) 5,7 %, Parteilose 4,8 %, RSF (Radikal-Soziale Freiheitspartei) 0,9 %, RWVP (Rheinisch-Westfälische Volkspartei) 0,1 %, SSW (Südschleswigscher Wählerverband) 0,3 %, WAV (Wirtschaftliche Aufbauvereinigung) 2,9 %. | |||||||||||||||||||||||||
| 15.09.1949 | Wahl Konrad Adenauers (CDU) zum Bundeskanzler. | |||||||||||||||||||||||||
| 30.09.1949 | Die Alliierten stellen nach über 277.000 Hilfsflügen die Luftbrücke nach West-Berlin ein. | |||||||||||||||||||||||||
| 07.10.1949 | Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). | |||||||||||||||||||||||||
Quellen:
1.) www.nrw2000.de/koepfe/hitler.htm
2.) www.nrw2000.de/ns/machtergreifung.htm
3.) www.nrw2000.de/ns/ermaechtigungsgesetz.htm
4.) www.dhm.de/lemo/html/biografien
5.) www.dhm.de/lemo/html/weimar/innenpolitik/nsdap
6.) www.lexikon-der-wehrmacht.de/Chronik/INDEX.HTM
7.) www.wk-2.de
8.) www.dhm.de/lemo/home.html
9.) www.shoa.de/nationalsozialismus.html
10.) www.shoa.de