| 1933 | 1935 | 1937 | 1939 | 1941 | 1943 | 1945 | |||||||||||||||||||||||
| 1932 | 1934 | 1936 | 1938 | 1940 | 1942 | 1944 | |||||||||||||||||||||||
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| vor 1932 | ||
| 1918 | Ab Herbst 1918 erschienen jedoch zahlreiche deutsch-völkische Flugblätter, in denen behauptet wurde, die Juden hätten sich während des Kriegs um den Kampf an der Front gedrückt und sich statt dessen durch allerlei dubiose Geschäfte schamlos bereichert. An der Legende, die Juden trügen eine Hauptschuld an der Niederlage der "im Feld unbesiegten kaiserlichen Armee", wurde mit der Dolchstoßlegende auch in späteren Jahren weiter gestrickt. | |
| 03.07.1922 | Der jüdische Publizist Maximilian Harden wird in Berlin von Angehörigen einer rechtsradikalen und antisemitischen Organisation überfallen und schwer misshandelt. | |
| 04.02.1927 | Nach der Ernennung von zwei jüdischen Professoren kommt es an der Wiener Universität zu antisemitischen Ausschreitungen. | |
| 13.01.1928 | Österreichische Nationalsozialisten rufen zu einer Protestkundgebung gegen die "freche jüdisch-negerische Besudelung" der Wiener Staatsoper auf. Die Jazzoper "Jonny spielt auf" bleibt jedoch wegen des großen Publikumszuspruchs bis März auf dem Programm. | |
| 04.02.1928 | Die Wiener Nationalsozialisten fordern ein Auftrittsverbot für die amerikanische Tänzerin Josephine Baker (1906-1975). | |
| 04.08.1929 | Auf dem 4. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg führt ein Aufmarsch der SA zu schweren Straßenschlachten mit der Polizei. Mehrere Geschäfte von Juden werden zerstört. | |
| 06.08.1930 | Sigmund Freud wird von der Stadt Frankfurt/Main für die Entwicklung der Psychoanalyse mit dem Goethe-Preis ausgezeichnet. Antisemiten und Rechtsradikale protestieren gegen die Verleihung des Preises an Freud. | |
| 04.02.1931 | In Berlin verbietet der Polizeipräsident das NSDAP-Organ "Der Angriff". Immer wieder provoziert das von Joseph Goebbels herausgegebene Blatt mit der Rechtfertigung antisemitisch-nationalistischer Gewalttaten. | |
| 12.09.1931 | Am jüdischen Neujahrstag werden von Berliner SA-Männern Geschäfte demoliert. Passanten, die sie für Juden halten, werden angegriffen und verletzt. | |
| 10.11.1931 | Hindenburg und Reichskanzler Brüning empfangen Hitler zu einer Unterredung. Brüning hofft, durch eine Kooperation mit Hitler den politischen Druck der "Nationalen Opposition" zu schwächen; Hitler seinerseits sieht in einer Zusammenarbeit die Möglichkeit, dem legalen Zugang zur Macht näher zu kommen. | |
| 04.12.1931 | Hitler lässt auf einer Pressekonferenz vor Auslandsjournalisten in Berlin verlauten, die NSDAP wolle nur auf legalem Wege an die Macht gelangen. | |
| 31.12.1931 | Die Arbeitslosenzahl erreicht die Höhe von 5,6 Millionen. | |
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| 1932 | ||
| 19.01. | In Berlin hindern nationalsozialistische Studenten jüdische Kommilitonen am Betreten der Hörsäle. Vier jüdische Studenten werden verletzt. | |
| 29.01. | Bei Übergriffen nationalsozialistischer Uniformierter an der Wiener Universität werden mehrere jüdische Studierende verletzt. | |
| 14.06. | In der ersten Rundfunkrede eines Nationalsozialisten, die auf Anweisung der Reichsregierung übertragen wird, verkündet der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, Gregor Strasser: "Wir wollen keine Judenverfolgung, aber deutsche Führung ohne jüdischen Geist. (...) Wir scheuen den Krieg als letztes Mittel nicht und verlangen (...) die Wiederherstellung der deutschen Ehre." | |
| 19.08. | In Reaktion auf den zunehmenden Antisemitismus beschließen die Delegierten der in Genf tagenden jüdischen Weltkonferenz die Einrichtung eines ständigen jüdischen Weltkongresses. Das Gremium soll die Interessen der jüdischen Bevölkerung gegenüber den Regierungen wahrnehmen. | |
| 29.10. | Uraufführung der Oper "Der Schmied von Gent" von Franz Schreker (1878-1934) in Berlin. Die Vorstellung wird durch Zwischenrufe von Nationalsozialisten mehrmals gestört. Sie nehmen Anstoß an Schrekers engen Beziehungen zu jüdischen Komponisten und Musikern. | |
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| 1933 | ||
| 1933 | Nach der Ernennung Adolf Hitlers
zum Reichskanzler im Januar 1933 war für Juden in Deutschland kein Platz
mehr - sukzessive forcierten die Nationalsozialisten die Verdrängung aus dem
gesellschaftlichen Leben und die Vertreibung aus Deutschland. „Im Vollzug
dieser Bestrebungen wurde als einzige vorläufige Lösungsmöglichkeit die
Beschleunigung der Auswanderung der Juden aus dem Reichsgebiet verstärkt und
planmäßig in Angriff genommen“. Die antijüdischen Maßnahmen und Gesetze verfehlten ihre Wirkung nicht. Die erste Auswanderungswelle setzte 1933 ein und stand unter dem direkten Eindruck des Geschäftsboykotts im April des Jahres und der folgenden gesetzlichen Repressalien. Rund 37 000 Juden verließen infolge dessen 1933 Deutschland. |
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| 27.02. | Abends bricht im Reichstagsgebäude ein Brand aus, der fast den gesamten Mittelteil des Gebäudes und den Plenarsaal zerstört. Direkt nach dem Brand erklärt Göring, der festgenommene Niederländer Marinus van der Lubbe habe im Auftrag der KPD das Feuer gelegt. Es folgen zahlreiche politisch motivierte Verhaftungen. Vor allem Mitglieder der KPD und Juden werden verfolgt. | |
| 20.-21.03 | In Dachau und Sachsenhausen werden die ersten Konzentrationslager unter Aufsicht von Polizei und SA zur Internierung von politischen Gegnern der Nationalsozialisten eingerichtet. | |
| 23.03. | Der Reichstag billigt in namentlicher Abstimmung mit 441 Stimmen das Ermächtigungsgesetz und verzichtet damit auf seine Gesetzgebungskompetenz. Nur 94 Abgeordnete der SPD stimmen dagegen. | |
| 01.04. |
Boykott aller "nichtarischen" Geschäfte. "Deutsche! Wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden!"
- unter Parolen wie dieser begann am 1. April 1933 um 10 Uhr ein
reichsweiter Boykott jüdischer Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwälte.
Organisiert wurde diese antisemitische Kampagne vom "Zentral-Komitee zur
Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze" unter dem fränkischen
Gauleiter Julius Streicher. Dabei entlud sich am 1. April 1933 der gesammelte Hass auf alles Jüdische. So gerne die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) den "gesunden Instinkten" ihrer Anhänger freien Lauf ließ, so ungelegen kam ihr der Aufruf zum Boykott deutscher Waren, mit dem insbesondere amerikanische und englische Firmen auf den "Judenboykott" reagierten. "Nichtarische" Justizbeamte erhalten in Preußen Zwangsurlaub. |
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| 07.04. |
Zur Wiederherstellung eines nationalen
Berufsbeamtentums und zur Vereinfachung der Verwaltung können Beamte nach
Maßgabe der folgenden Bestimmungen aus dem Amt entlassen werden, auch wenn
die nach dem geltenden Recht hierfür erforderlichen Voraussetzungen nicht
vorliegen.
Beamte und öffentliche Angestellte mussten "arischer" Abstammung sein, um
weiterhin im Dienst bleiben zu können. Als "nichtarisch" galt, wer einen
jüdischen Eltern- oder Großelternteil besaß. Mit zusätzlichen Verordnungen
und Gesetzen waren im Verlauf des Frühlings 1933 unter anderem auch Ärzte
und Rechtsanwälte betroffen. Um ihre Berufe weiterhin ausüben zu können,
mussten die Betroffenen fortan einen Abstammungsnachweis (Ariernachweis)
erbringen. Juden dürfen kein Rechtsanwaltbüro eröffnen. |
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| 11.04. | Alle Beamten mit mindestens einem jüdischen Großelternteil werden aus dem Staatsdienst entlassen. | |
| 22.04. | Jüdische Ärzte dürfen nicht mehr für Krankenkassen tätig sein. Juden dürfen keine Patentanwälte mehr sein. | |
| 25.04. | So begrenzte das "Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen" vom 25. April 1933 die Neuzulassung jüdischer Schüler und Studenten entsprechend dem jüdischen Bevölkerungsanteil auf eineinhalb Prozent. | |
| 04.05 | Alle jüdische Arbeiter und Angestellten bei Behörden werden entlassen. | |
| 10.05. | Die Deutsche Studentenschaft organisiert Bücherverbrennungen von Werken oppositioneller und jüdischer Autoren. Wie in Berlin werden in den folgenden Tagen vor allem in den Universitätsstädten zahlreiche Bibliotheken "gesäubert". | |
| September | Mit Gründung der Reichskulturkammer im September 1933 wurden Juden aus der Presse sowie aus künstlerischen und freien Berufen ausgeschlossen. | |
| 04.08. | Als erste größere Stadt untersagt Nürnberg Juden die Benutzung öffentlicher Bäder. | |
| 25.08. | Die Exilleitung der SPD in Prag veröffentlicht Zahlen aus den deutschen Konzentrationslagern: Demnach sind in den 65 KZ etwa 45.000 Häftlinge interniert. | |
| 29.09. | Nach Verabschiedung des Erbhofgesetzes vom 29. September 1933 war auch der Besitz eines vererbbaren Bauernhofs an die "arische" Abstammung gebunden. | |
| 13.11. | Auf einer Kundgebung fordern die Deutschen Christen die strikte Durchsetzung der Arierbestimmungen im Deutschen Reich. | |
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| 1934 | ||
| 11.01. | Juden dürfen nur in Ausnahmefällen den Doktorgrad erwerben. | |
| 05.02. | Jüdische Medizinstudenten werden nicht mehr zur Staatsprüfung zugelassen. | |
| 12.03. | Minister Werner von Blomberg verkündet den Ausschluss von Juden aus der Reichswehr. | |
| 29.03. | Albert Einstein wird aus dem Deutschen Reich ausgebürgert. Aufgrund seiner Forschung und seiner jüdischen Herkunft wird Einstein in Deutschland angefeindet. | |
| 09.07. | Die Konzentrationslager (KZ) werden Himmler unterstellt und mit Schutzstaffel (SS)-Wachmannschaften besetzt. | |
| 08.12. | Jüdische Apotheker werden nicht mehr zur Prüfung zugelassen. | |
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| 1935 | ||
| 03.01. | Die neue Habilitationsordnung erfordert von Habilitanden und ihren Ehefrauen den "Ariernachweis" | |
| Mai |
Arische" Abstammung war ab Mai 1935 auch
Voraussetzung für den aktiven Wehrdienst in der Wehrmacht. Der Ariernachweis bestand aus Heirats-, Geburts- oder Sterbeurkunden, die von Pastoren, Standesamtbeamte und Archivaren offiziell beglaubigt werden mussten. Zusätzlich zu den Urkunden konnte der Nachweis auch in einem amtlich beglaubigten Ahnenpass oder in einer Ahnentafel festgelegt werden. Um eine "arische" Herkunft einwandfrei zu beweisen, mussten die Urkunden bis zu den Großeltern zurückreichen. Als "nichtarisch" galt, wer einen jüdischen Eltern- oder Großelternteil besaß. |
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| 08.06. | Im Zuge weiterer Ausbürgerungen verlieren auch Bertolt Brecht und Rudolf Hilferding die deutsche Staatsangehörigkeit. | |
| 05.07. | Mit der Änderung des Strafgesetzbuchs wird die Beliebigkeit von Strafurteilen festgesetzt, da diese nun auch ohne entsprechende Gesetze nach dem "gesunden Volksempfinden" gefällt werden können. | |
| 15.07. | Auf dem Berliner Kurfürstendamm kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen von SA-Mitgliedern gegen Juden. Am folgenden Tag verhängt das Polizeipräsidium ein Demonstrationsverbot gegen die SA. | |
| 10.08. | Die Standesämter in Deutschland dürfen keine Ehen mehr zwischen Juden und Nichtjuden schließen. | |
| 06.09. | Jüdische Zeitungen dürfen nicht mehr in Geschäften oder Kiosken verkauft werden. | |
| 10.09. |
Auf dem Reichsparteitag verkündet Hitler die
"Nürnberger Gesetze". Die Diskriminierung von Juden wird auf eine rechtliche
Grundlage nach biologistischen Kriterien gestellt. Die "Nürnberger Rassengesetze" - "§2. Reichsbürger ist nur der Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes, der durch sein Verhalten beweist, dass er gewillt ist, in Treue dem deutschen Volk zu dienen ... . Der Reichsbürger ist der alleinige Träger der vollen politischen Rechte." |
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| 15.09. |
Von 1933 bis 1935 wurden zahlreiche (über 50)
Rassen diskriminierende Gesetze beschlossen, die den Zweck hatten jüdische
Bürger von einflussreichen Positionen im Staat fern zu halten. Dies gipfelte
vorerst im September 1935 mit der Verabschiedung der Nürnberger Gesetze. Am 15. September wurden das
"Reichsbürgergesetz" und das "Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes
und der deutschen Ehre" verabschiedet. Beide "Nürnberger Gesetze" stempelten
die jüdischen Mitbürger zu Menschen minderen Rechts. Im Gegensatz zu den mit
vollen Rechten versehenen "Reichsbürgern", die "deutschen oder artverwandten
Blutes" sein mussten, konnten Juden fortan nur noch "Staatsangehörige" des
Deutschen Reichs ohne politische Rechte sein. "Volljude" war, wer von
mindestens drei jüdischen Großeltern abstammte. Als Bürger minderen Rechts
galten auch "Mischlinge" mit einem oder zwei jüdischen Großeltern, die der
jüdischen Religionsgemeinschaft angehörten oder mit einem "Volljuden"
verheiratet waren. Alle anderen "jüdischen Mischlinge" erhielten das
"vorläufige Reichsbürgerrecht". Das "Blutschutzgesetz" verbot Eheschließungen zwischen Nichtjuden und Juden und stellte auch deren als "Rassenschande" bewerteten Geschlechtsverkehr unter Strafe. Strafbar war nun auch die Beschäftigung "arischer" Dienstmädchen unter 45 Jahren in jüdischen Haushalten oder das Hissen der Hakenkreuzfahne - die ebenfalls auf dem Parteitag 1935 zur Reichsflagge erklärt wurde - durch Juden. Mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 erweiterte sich der Ariernachweis auf alle Bürger des Deutschen Reichs. Der Ariernachweis wurde dadurch ein Bestandteil des Alltags der deutschen Bevölkerung. |
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| 07.11. | Die ersten willkürlichen Urteile gegen Juden wegen "Rassenschande" werden auf Grundlage der "Nürnberger Gesetze" verhängt. | |
| 14.11. | Juden verlieren das Wahlrecht. | |
| 19.12. | Die Hochschullehrer im NS-Juristenbund unter Leitung von Carl Schmitt fordern die Ersetzung des Rechtsbegriffs "Mensch" durch völkische Kategorien. | |
| 21.12. | Jüdische Notare, Ärzte, Professoren und Lehrer dürfen nicht mehr im Staatsdienst tätig sein. | |
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| 1936 | ||
| 03.08. | Mit dem Gewinn von vier Goldmedaillen wird Jesse Owens (1913-1980) zum überragenden Sportler der Olympischen Spiele. Um Glückwünsche an den farbigen Sportler zu vermeiden, verlässt Hitler das Stadion. | |
| 09.10. | Krankheitsatteste von jüdischen Ärzten sind für Beamte ungültig. | |
| 15.10. | Jüdische Lehrer dürfen keinen Privatunterricht mehr erteilen. | |
| 02.12. | Thomas Mann wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. | |
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| 1937 | ||
| 26.01. | Juden dürfen keine Viehhändler mehr sein. | |
| 05.02. | Juden dürfen keine Jäger mehr sein. | |
| 13.02. | Juden dürfen nicht mehr Notar werden. | |
| 15.04. | Juden werden im Deutschen Reich nicht mehr zur Promotion zugelassen. Juden dürfen den Doktorgrad nicht mehr erwerben. | |
| 02.07. | Die Zahl jüdischer Schüler an Schulen wird begrenzt. | |
| 06.07. | Eine britische Kommission legt für Palästina einen Teilungsplan vor, der sowohl von Juden als auch von Palästinensern abgelehnt wird. | |
| 19.07. | Die Errichtung des Konzentrationslagers (KZ) in Buchenwald beginnt. Damit wird zugleich eine Neuorganisation der Lager in Deutschland in Angriff genommen. | |
| 18.08. | In Berlin beginnt die Aufstellung von Straßenbänken mit dem Vermerk "Nur für Arier". | |
| 30.09. | Der Komponist Paul Hindemith legt sein Amt als Lehrer der Staatlichen Musikhochschule in Berlin wegen der ständigen Angriffe von Nationalsozialisten nieder. | |
| 08.11. | Goebbels eröffnet in München die Propagandaausstellung "Der ewige Jude". | |
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| 1938 | ||
| 12.01. | Mit neuen Zulassungsordnungen werden jüdische Zahnärzte aus den Krankenkassen ausgeschlossen. Die Zulassung kann auch Dentisten entzogen werden, die keine "Gewähr rückhaltlosen Eintretens für den nationalsozialistischen Staat" bieten. | |
| 25.01. | Im Deutschen Reich werden neue Schutzhaftbestimmungen eingeführt: "Alle volks- und staatsfeindlichen Personen" können sofort inhaftiert und in Konzentrationslager (KZ) verbracht werden. Dies ermöglicht die willkürliche Verhaftung von Personen durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo). | |
| März | Im März 1938 endete für alle jüdischen Gemeinden auf dem Gebiet der nunmehrigen "Ostmark", die Illusion der friedlichen Koexistenz. Jüdische Schülerinnen und Schüler wurden vom Unterricht ausgesperrt, Gewerbescheine eingezogen, Mietverträge unter Druck gekündigt und Geschäfte "arisiert". | |
| April | Ab April 1938 mussten Juden Vermögen über 5.000 Reichsmark anmelden, Grundlage der Enteignung, die u.a. in der am 12. November 1938 festgelegten "Sühneleistung" in Höhe von 1,127 Milliarden Reichsmark einen ersten absurden Höhepunkt fand. | |
| 01.04. | Durch ein Gesetz vom 1. April 1938 verloren die jüdischen Gemeinden ihre Rechtsform als Körperschaften öffentlichen Rechts und wurden zu rechtsfähigen Vereinen erklärt. | |
| 26.04. | Als Beauftragter für den Vierjahresplan ordnet Hermann Göring die Anmeldepflicht aller jüdischen Vermögen im In- und Ausland an. | |
| 26.04. | Juden, die mehr als 5000 Mark besitzen, müssen dies anmelden. | |
| 11.05. | In Rom verurteilt Papst Pius XI. (1857-1939) die Rassenlehre. Während des Hitler-Besuchs hat er Rom verlassen. | |
| 14.06. | Alle jüdischen Gewerbebetriebe werden erfasst. Kennzeichnungspflicht für jüdische Gewerbebetriebe. | |
| 26.06. | Juden dürfen keine Behörden betreten. | |
| 11.07. | Juden dürfen sich nicht an Kurorten aufhalten. | |
| 25.07. | Alle jüdischen Ärzte verlieren ihre Approbation und damit die Möglichkeit, weiter als zugelassene Ärzte zu arbeiten. Einigen wenigen bleibt lediglich die Versorgung jüdischer Patienten als "Krankenbehandler" gestattet. | |
| 27.07. | Alle nach Juden benannten Straßen müssen umbenannt werden. | |
| 08.08. | Im oberösterreichischen Mauthausen beginnt der Bau des ersten KZ in Österreich. | |
| 17.08. | Für Juden mit "nichtjüdischen" Vornamen wurde es Pflicht, die jüdischen Vornamen Israel und Sara zum eigenen Namen zuzufügen | |
| 18.08. |
Entsprechend dem Befehl vom 18. August 1939 verfügten die Nazis die
zwangsweise Registrierung aller Geburten von physisch und psychisch
behinderten Kindern. Bis zum Alter von drei Jahren sollten diese Kinder den
Gesundheitsämtern gemeldet werden. Die selektierten Kinder wurden nach
verschiedenen psychiatrischen Anstalten geschickt, wo sie durch tödliche
Medikamente oder Nahrungsentzug umgebracht wurden. Im Zuge dieser
Kinder-Euthanasie verloren bis zu 8000 Kinder ihr Leben. Auf der Grundlage
von Hitlers Euthanasie-Befehl vom Oktober 1939 wurde das Tötungsprogramm
auch auf Erwachsene ausgedehnt. Der Befehl wurde zurück datiert auf den 1.
September 1939, den Tag des deutschen Angriffs auf Polen. Der Beginn des
2.Weltkrieges lenkte die Bevölkerung vom Euthanasie-Programm ab. So konnten
die Nazis "unnütze Esser" los werden, sparten Geld und Personal, und machten
Krankenhausbetten "frei". Schon 1924/25 schrieb Hitler: "Wenn da keine Kraft mehr ist, für die eigene Gesundheit zu kämpfen, endet das Recht zu leben." (Adolf Hitler, Mein Kampf, S.282). Der "Vorteil", etwa 70.000 Behinderte los zu werden, wurde von Hitler schon auf dem NSDAP Parteitag 1929 beschrieben. |
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| September |
Weitere Maßnahmen vom September 1938, die den Entzug der Zulassung jüdischer Ärztinnen und Ärzte, wenig später der wenigen noch zugelassenen jüdischen Anwälte vorsah, trieb die Verarmung der jüdischen Bevölkerung ebenso voran wie die sich seit Januar 1938 verschärfende Gesetzgebung über "jüdische Gewerbebetriebe". |
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| 01.09. |
Italien verbietet die Neuansiedlung von Juden und ordnet die Ausweisung von nach 1918 eingewanderten Juden an. In der Folgezeit werden weitere antijüdische Gesetze erlassen. |
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| 27.09. | Berufsverbot für jüdische Rechtsanwälte. Aberkennung der Zulassung jüdischer Rechtsanwälte | |
| 05.10. |
Juden müssen ihre Reisepässe abgeben. Neue Reisepässe werden nur beschränkt ausgestellt und erhalten den Aufdruck J (Jude). |
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| 28.10. | Die deutsche Regierung schiebt 15.000 Juden ab. Vom NS-Regime als "polnischstämmig" bezeichnet, werden sie gewaltsam nach Polen abgeschoben. Es handelt sich um staatenlose Juden und um Juden mit deutscher Staatsangehörigkeit. | |
| 07.11. |
Der Legationssekretärs an der deutschen Botschaft in Paris, Ernst vom Rath,
wird in Paris von dem 17jährigen Juden Herschel Grynszpan angeschossen.
Unmittelbar vor dem Attentat hatte Grynszpan in der deutschen Botschaft um
Ausreisepapiere nachgesucht. Grynszpan will mit dieser Tat gegen die
Zwangsdeportation seiner Eltern und weiterer 15.000 Juden aus Deutschland
protestieren. Der Attentäter stellt sich den französischen Behörden und wird
in das Jugendgefängnis Fresnes bei Paris überstellt. |
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| 09.11. |
Kampftruppen der Sturmabteilung (SA) und der SS veranstalten in der so genannten Reichskristallnacht am 9. zum 10. November 1938 ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung in ganz Deutschland. Dieser Angriff war wohl vorbereitet, die Trupps aus SA und SS arbeiteten sich nach vorbereiteten Listen vor. Zahlreiche Synagogen, Friedhöfe und jüdische Geschäfte werden zerstört. |
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| 10.11. |
Am 10. November wurden mehr als 30.000 männliche Juden in Konzentrationslager (KZ) verschleppt. |
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| 11.11. | Juden dürfen keine Waffen besitzen. | |
| 12.11. |
Die Reichsregierung beschließt die vollständige Verdrängung der Juden aus dem Wirtschaftsleben und weitere Beschränkungen ihres Alltagslebens. Außerdem werden sie zu einer so genannten Entschädigungszahlung in Höhe von 1 Milliarde Reichsmark für die Judenpogrome drei Tage zuvor verurteilt. |
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| 12.11. | Juden dürfen keine Kinos, keine Konzerte und keine Theater mehr besuchen. | |
| 15.11. | Jüdische Kinder dürfen keine öffentlichen Schulen mehr besuchen. | |
| 23.11. | In der Freien Stadt Danzig werden die "Nürnberger Gesetze" eingeführt. | |
| 29.11. | Juden dürfen keine Brieftauben mehr halten. | |
| 03.12. | Polizeichef Heinrich Himmler entzieht allen Juden den Führerschein. | |
| 06.12. | Jüdische Studenten werden von Hochschulen und Universitäten ausgeschlossen. | |
| 16.12. |
Das Mutterkreuz wurde nur an reichsdeutsche Mütter verliehen, die einen "Ariernachweis" vorlegen konnten und deren Kinder als "erbgesund" galten. Der Ausschluss von der Verleihung stigmatisierte "fremdrassige", "erbkranke" und "asoziale" Familien, deren Nachwuchs der NS-Vernichtungspolitik zum Opfer fiel. |
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| Dezember |
Als Großbritannien ab Dezember 1938 bis Ende August 1939 die Einreise unbegleiteter, minderjähriger jüdischer Kinder erlaubte, entschlossen sich manche, ihre Kinder diesen Weg gehen zu lassen. |
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| 1939 | ||
| 01.01. | Juden erhalten Kennkarten. Juden müssen einen Zwangsvornamen annehmen. Männliche Juden erhalten zu ihrem Vornamen den Namen "Israel", weibliche den Zusatz "Sara". | |
| 17.01. | Berufsverbot für jüdische Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker, Zahntechniker, Heilpraktiker und Krankenpfleger. | |
| 30.01. | Vor dem Reichstag erklärt Hitler im Falle eines Krieges die "Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa". | |
| 21.06. |
Im "Protektorat Böhmen und Mähren" wird mit einer "Verordnung über die Entjudung der Wirtschaft" die Verfolgung von Juden vorangetrieben. |
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| 04.07. | Alle Juden im Deutschen Reich werden mit einer Verordnung zum "Reichsbürgergesetz" zwangsweise zur "Reichsvereinigung der Juden in Deutschland" zusammengeschlossen. Die Reichsvereinigung soll Träger des jüdischen Schulwesens sowie der Wohlfahrtspflege sein. Zugleich soll so die Kontrolle über die Juden und ihre Auswanderung verstärkt werden. | |
| 01.09. | Im Deutschen Reich wird Juden das Verlassen ihres Wohnorts verboten. | |
| 01.09. | Hitler überfiel am 1.9.1939 Polen.
Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen. Hitler kam es in erster Linie auf die Vernichtung des polnischen Staates und auf dessen Eroberung an. Darüber hinaus wollte er die polnische Nation und vor allem das Judentum liquidieren oder aus seiner Heimat vertreiben, um "Lebensraum" für das deutsche Volk zu gewinnen. In diesen Gebieten verfolgten die Nazis eine brutale Germanisierungspolitik: Alle Polen und Juden, die hier wohnten, sollten weitgehend liquidiert oder nach Osten deportiert werden der Rest sollte zwangsweise germanisiert werden. |
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| 12.09. | Juden dürfen nur in besonderen Geschäften einkaufen. | |
| 13.09. | Juden dürfen keine öffentliche Verkehrsmittel mehr benutzen. | |
| 23.09. | Juden müssen ihre Rundfunkgeräte abliefern. | |
| 26.09. | Ab dem 26. Oktober 1939 wurden Juden, später auch Zigeuner und Polen, massenweise zur Zwangsarbeit im Dritten Reich im Rahmen der Deutschen Arbeitsfront unter Robert Ley und Fritz Sauckel eingesetzt. | |
| 28.09. | Die Sowjetunion und Deutschland einigen sich auf eine neue gemeinsame Grenze in Polen. Als Staat besteht Polen nicht mehr. Deutsche Verbände gehen zielgerichtet gegen den polnischen Klerus, die Bildungselite und vor allem gegen Juden vor. | |
| Oktober | Euthanasiebefehl Hitlers | |
| 18.11. | In Krakau wird das Tragen eines Judensterns für alle Juden zur Pflicht. Diese Regelung gilt bald im gesamten von Deutschland besetzten Polen. | |
| 23.11. | Einführung des Judensterns in den von deutschen Truppen besetzten polnischen Gebieten | |
| 28.11. | Der nationalsozialistische Propagandafilm «Der ewige Jude» ist, mit den Worten des Regisseurs, Fritz Hipplers, eine «Negation alles Humanen». Diese Bezeichnung verwendete Hippler allerdings erst nach dem Krieg. Bei der Uraufführung m 28. November 1940 sprach er hingegen von einer «Symphonie des Ekels und des Grauens». | |
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| 1940 | ||
| 23.01. | Juden in Deutschland wird der Bezug von Schuhen und Leder verboten. | |
| 12.02. | Zur Vorbereitung der "Endlösung der Judenfrage" sollten die Juden auf einem möglichst engen Bereich konzentriert werden, damit künftige Deportationen in KZ-Lager schneller durchgeführt werden können. Vorerst wurden die Juden aus den angegliederten Gebieten jedoch ins GG gebracht. Diese Deportationen begannen am 12. Februar 1940, und acht Monate später wohnte im Gau Danzig-Westpreußen kein einziger Jude mehr. | |
| 24.04. |
Am 24. April 1940 befahl Himmler den Bau eines großen KZ-Lagers auf dem Gelände einer alten Kaserne in Auschwitz (Gau Oberschlesien; poln. Oświęcim). Es war anfänglich als Durchgangslager gedacht, wurde aber bald zum größten Konzentrations- und Vernichtungslager des Dritten Reichs. Zum KZ Auschwitz gehörten neben dem Stammlager Auschwitz I auch das KZ Birkenau (das Frauenlager Auschwitz II) und das KZ Monowitz (Auschwitz III) in nächster Nähe. Darüber hinaus waren 39 Nebenlager zum KZ Auschwitz gehörig. |
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| 30.04. |
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In Lodz/Litzmannstadt wird ein bewachtes Ghetto für Juden eingerichtet. Bereits Mitte 1940 begannen die Nazis, sämtliche Juden in abgesperrten Zonen in polnischen Städten, den Gettos, anzusiedeln. Diese Gettos wurden ausschließlich in Orten auf ehemals polnischem Gebiet eingerichtet; das größte von ihnen entstand in Warschau. |
| Juni |
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Der Madagaskar-Plan sah vor, vier Millionen Juden auf der zu Frankreich gehörenden Insel Madagaskar anzusiedeln. Er entstand im Juni 1940 im Referat D III des Auswärtigen Amtes. Die detaillierte Planung erfolgte durch das Referat Adolf Eichmanns im Reichssicherheitshauptamt. Ein dem Reichsführer SS unterstehender Polizeigouverneur sollte das Gebiet verwalten. Durch die Planung des Krieges gegen die UdSSR entstand ein neuer Plan: die Jüdinnen in die eroberten Gebiete zu deportieren und zu vernichten. |
| 04.06. | Ankunft des ersten Häftlingstransportes (728 Polen) in Auschwitz | |
| 09.08. |
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Reichswirtschaftsminister Walther Funk verbietet Juden jeglichen Besitz von Vermögen. |
| 05.09. | Im Rahmen einer Filmwoche wird in Venedig der antisemitische Film "Jud Süß" von Veit Harlan uraufgeführt. | |
| 18.09. | Die Kunst- und Kulturwerke der jüdischen Bankiersfamilie Rothschild in Frankreich werden nach Deutschland transportiert. Teile davon kommen in den Privatbesitz von Göring und Rosenberg. | |
| 02.10. | In Warschau wird ein Ghetto für die jüdische Bevölkerung geschaffen. | |
| 15.11. | Die deutsche Polizei in Warschau riegelt das jüdische Ghetto mit 400.000 Juden von der Außenwelt ab. | |
| 28.11. | Der antisemitische Propagandafilm "Der ewige Jude" wird in Berlin vorgestellt. | |
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| 1941 | ||
| 22.02. | In Warschau wird der Verkauf von Lebensmitteln an Juden außerhalb des Ghettos mit Zwangsarbeit bestraft. | |
| 01.03. | Reichsführer-SS Heinrich Himmler inspiziert Auschwitz und befiehlt dem Lagerkommandanten Rudolf Höss den Ausbau des Lagers. Auschwitz I soll 30.000 Häftlinge fassen, Auschwitz II (Birkenau) 100.000 Häftlinge. Das ehemalige KZ Auschwitz, ca. 60 Kilometer von Krakau entfernt, liegt in einer Sumpflandschaft. Wegen der günstigen Verkehrslage wählte die SS eine ehemalige k.u.k. Kaserne als Standort für das Lager aus. Näheres über Auschwitz | |
| 25.03. | Der nationalsozialistische Chefideologe Alfred Rosenberg eröffnet in Frankfurt (Main) das "Institut für die Erforschung der Judenfrage". | |
| 27.03. | Mit antisemitischen Gesetzen ordnet Rumänien die Trennung der Juden von der übrigen Bevölkerung an. | |
| 13.05. | Hitler sichert völlige Straffreiheit für völkerrechtswidrige Terrormaßnahmen gegen die sowjetische Bevölkerung zu. | |
| 15.06. | Die " Nürnberger Gesetze" werden auch auf die besetzten Gebiete in Osteuropa ausgedehnt. | |
| 22.06. | Die deutsche Wehrmacht beginnt das Unternehmen "Barbarossa" gegen die Sowjetunion. Im Gefolge der Wehrmacht befinden sich "Einsatzgruppen" des Sicherheitsdienstes der SS (SD), um Juden und "unerwünschte Elemente" im rückwärtigen Frontgebiet ermorden sollen. | |
| 31.07. | Der SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich wird beauftragt, die Vernichtung der Juden in West- und Mitteleuropa vorzubereiten. In Kischinjow ermorden SS-Einheiten 12.000 Juden. | |
| 22.08. | Alle niederländischen Kinos werden zur Aufführung des antisemitischen Propagandafilms "Der ewige Jude" verpflichtet. | |
| 24.08. | Am 24. August 1941 stoppte Hitler das T4-Programm offiziell. Die veranschlagte Anzahl zu tötender Behinderter war erreicht. Trotzdem ging das Morden in einer zweiten Phase weiter bis 1945. Nun waren auch Insassen von KZs ("Aktion 14f 13") und Behinderte in den besetzten Gebieten im Osten betroffen. | |
| 02.09. | Seit dem 23.11.1939 mussten über sechs Jahre alte Juden im deutsch besetzten Polen und vom 2.9.1941 an auch die im Deutschen Reich als Erkennungszeichen ein gelben, aus zwei schwarzumrandeten Dreiecken bestehenden Stern auf der linken Brustseite tragen. Mit diesem Judenstern knüpften die NS-Behörden an die mittelalterliche Kennzeichnungspflicht für Juden an, wobei als Zeichen absichtlich das nationale und religiöse Symbol des Judentums, das Hexagramm des Davidsterns, gewählt wurde. | |
| 03.09. | Im KZ Auschwitz werden erstmals Juden mit dem Gift Zyklon B in einem Bunker vergast. Im KZ Sachsenhausen werden sowjetische Kriegsgefangene mittels einer Genickschussanlage systematisch ermordet. | |
| 19.09. | Die Polizeiverordnung zum Tragen eines "Judensterns" tritt in Kraft. Fortan müssen alle Juden über sechs Jahre in der Öffentlichkeit auf der linken Brustseite der Kleidung einen gelben Stern tragen. | |
| 19.09. |
Doch auch gegenüber den nichtjüdischen Polen waren die polnischen Juden benachteiligt: Sie wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet, und ihre Lebensmittelrationen waren viel kleiner. Der »Judenstern« machte Schule: Am 19. September 1941 wurde er im gesamten Machtbereich Hitlers Pflicht. |
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| 21.09. |
Beginn der Aktionen und Gewaltmaßnahmen
gegen die jüdischen Bewohner in den von deutschen Truppen besetzten Gebieten |
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| 22.09. | Der Reichskommissar Seyß-Inquart ordnet die Übernahme aller deutschen Judenbestimmungen für die Niederlande an. | |
| 28.09. | In Babi Jar bei Kiew kommt es nach der deutschen Besetzung zu Massakern an Juden, bei denen 33.000 Menschen ermordet werden. | |
| Oktober | Bis zum endgültigen Auswanderungsverbot im Oktober 1941 gelang es annähernd der Hälfte der 1933 etwa 525.000 in Deutschland lebenden Juden, das Land zu verlassen. Von den 206.000 österreichischen Juden flohen nach dem "Anschluss" Österreichs im März 1938 innerhalb weniger Monate rund 130.000 vor den neuen Machthabern. | |
| 10.10. | Wenn Juden ihren Wohnsitz verlassen wollen, müssen sie eine besondere Erlaubnis haben. | |
| 14.10. | Die ersten Anordnungen zur Deportation deutscher Juden nach Osteuropa werden erteilt. | |
| 20.10. | Das in der Ukraine operierende Einsatzkommando 5 meldet bis zu diesem Datum die Exekution von insgesamt 15.110 Menschen [Ereignismeldung Nr. 132 v. 12.11.1941]. | |
| 23.10. | Juden wird die Auswanderung aus dem Deutschen Reich verboten. | |
| 24.11. | In Theresienstadt wird ein KZ eingerichtet. | |
| 25.11. | Mit einer Gesetzesverordnung wird in Deutschland die Ausbürgerung und Enteignung von zur Deportation bestimmten Juden ermöglicht. | |
| 04.12. | Für die dem Deutschen Reich eingegliederten Ostgebiete wird ein Sonderstrafrecht für Polen und Juden mit der Möglichkeit von Standgerichten eingeführt. | |
| 05.12. | In der Nähe von Bromberg (heute: Bydgoszcz) beginnen SS-Einheiten planmäßig, Juden in Lkw mit Vergasungsanlagen zu ermorden. | |
| 12.12. | Juden wird die Benutzung öffentlicher Telefone untersagt. | |
| 16.12. | Trotz der
hoffnungslosen Überfüllung wurden die Juden zu Tausenden in die Gettos
deportiert, und ab dem 16. Dezember 1941 wurde jeder Jude, der im General
Gouvernement außerhalb eines Gettos von den deutschen Behörden angehalten
wurde, auf der Stelle getötet. "Das Warschauer Getto ist das erste, das mit einer großen Sperrmauer versehen wird... Im Warschauer Getto, in dem sich jetzt [Ende April 1941; J. R.] rund 1 500 000 Menschen befinden, herrschen Epidemien und Hungersnot. Vor der Auflösung des Gettos beträgt die Monatsration 1 Kilogramm Brot, 250 Gramm Zucker, 100 Gramm Marmelade und 50 Gramm Fett pro Person." |
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| Dezember | Bis Ende 1941 waren der Großteil der KZ-Insassen politische Gefangene; das waren meistens Mitglieder der Widerstandsbewegung, Personen, die Geheimunterricht erteilten, Geistliche und Literaten. Zahlreich war auch die Gruppe derjenigen, die bei einer Großrazzia gefangen genommen oder aus einem Gefängnis überstellt worden waren. Im Zuge der "Endlösung der Judenfrage" kamen massenhaft Juden und (ab dem 1. April 1942) Sinti und Roma. | |
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| 1942 | ||
| 20.01. | Auf der Wannsee-Konferenz wird die
"Endlösung der Judenfrage" erörtert und die Grundlagen für den Mord an
Millionen Menschen gelegt. Auf der Wannsee-Konferenz beabsichtigte Heydrich, die Organisation und die Form der Durchführung der Endlösung der Judenfrage mit allen daran zu beteiligenden Ämtern und Dienststellen aufeinander abzustimmen. SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann führte das Protokoll der Sitzung, dessen Sprache mit Worten wie Endlösung für Vernichtung und Evakuierung für Verschleppung den tatsächlichen Gesprächsinhalt der Konferenz für Uneingeweihte weitgehend verschleierte. Nach den weiteren Ausführungen sollte es sich um 11 Millionen für die Endlösung in Frage kommende Juden handeln, wobei in diese Zahl auch Juden aus Ländern einbezogen wurden, mit denen das Deutsche Reich sich nicht im Kriegszustand befand, wie z.B. Schweden, Spanien und die Schweiz. Juden aus dem Reichsgebiet und dem Protektorat Böhmen und Mähren sollten vorweggenommen und zunächst in Durchgangsgettos gebracht werden, um sie dann weiter nach Osten zu transportieren. |
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| 17.03. | Mit dem ersten Deportationszug nach Belzec beginnt in Polen die systematische Ermordung der Juden ("Aktion Reinhard"). | |
| 26.03. | Mit Ankunft der ersten Deportationszüge beginnt im Vernichtungslager Auschwitz die massenweise Ermordung von Juden aus ganz Europa. | |
| April | Beginn der Massendeportationen von Juden aus dem Deutschen Reich, später auch aus den von deutschen Truppen besetzten Ländern Westeuropas. Das bei der Deportation beschlagnahmte Eigentum wird unter anderem "Ausgebombten" und "Bombengeschädigten" in Deutschland zur Verfügung gestellt. | |
| 24.04. | Juden wird im Deutschen Reich die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel untersagt. | |
| 12.05. | Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau werden 1.500 Juden vergast. Es ist dort die erste datierte Massenvergasung. | |
| 15.07. | In Amsterdam beginnt die Deportation von Juden in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. | |
| 16.07. | In Paris werden 12.000 Juden zur Deportation verhaftet. | |
| 22.07. | Die Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto in das Vernichtungslager Treblinka beginnt. | |
| 27.09. | Thomas Mann klagt in einer BBC-Rundfunkansprache an die deutsche Bevölkerung die systematische Massenvernichtung der Juden an. | |
| 01.10. | Die jüdischen Häftlinge in deutschen KZ werden zur Ermordung nach Auschwitz deportiert. | |
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| 1943 | ||
| 19.04. | Im Warschauer Ghetto, aus dem bereits 300.000 Juden deportiert worden sind, beginnt ein Aufstand, der bis zur kompletten Auflösung des Ghettos am 16. Mai andauert. 1 Kilogramm Brot, 250 Gramm Zucker, 100 Gramm Marmelade und 50 Gramm Fett beträgt zum Schluss in Warschau die Monatsration. Oft werden verdorbene Nahrungsmittel geliefert, die von der Wehrmacht zurück gewiesen worden sind. | |
| 19.04. |
Im Januar 1943 begannen die Juden im Warschauer Getto, ihrem Abtransport durch organisierten Widerstand entgegen zu wirken. Mordechaj Anielewicz gründete die ŻOB (Żydowska Organizacja Bojowa = jüdische Wehrorganisation), die am 19. April 1943 den Aufstand eröffnete. Über die Kanalisation erhielten die kämpfenden Juden Hilfe von der Untergrundarmee AK (Armia Krajowa=)poln. Untergrundarmee). Am 8. Mai brach der Aufstand zusammen. Anielewicz beging Selbstmord, die noch im Getto befindlichen Juden wurden in Vernichtungslager abtransportiert, und das Getto selbst wurde von den Nazis völlig nieder gebrannt. |
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| 21.04. | Reichsjustizminister Otto Georg Thierack ordnet die Deportation von polnischen und jüdischen Häftlingen aus den Gefängnissen in Konzentrationslager an. | |
| 16.05. | Mit der Zerstörung der Synagoge ist der Aufstand im Warschauer Ghetto endgültig niedergeschlagen. Mehr als 50.000 Juden sind dabei ums Leben gekommen. | |
| 05.06. | Aus den Niederlanden werden 1.250 Kinder unter sechzehn Jahren deportiert und im KZ Sobibor vergast. Anne Frank berichtet in ihrem Tagebuch darüber. | |
| 21.06. | Himmler befiehlt die Auflösung aller jüdischen Ghettos in Polen. Der Weg der Juden führt über die Vernichtungslager in den Tod. | |
| 01.07. | Die Juden im Deutschen Reich verlieren sämtlichen Rechtsschutz und werden unter Polizeirecht gestellt. | |
| 16.08. | Auch in den übrigen Gettos revoltierten die Juden gegen ihr Schicksal: Am 16. August 1943 brach im Getto von Białystok ein Aufstand aus, und im Getto von Wilno erhoben sich die Juden am 23. September. | |
| 01.10. | Die deutschen Besatzungstruppen wollen die über 8.000 in Dänemark lebenden Juden für die Deportation verhaften. Die meisten Juden können sich jedoch durch eine rechtzeitig organisierte Flucht nach Schweden retten. | |
| 18.10. | In Rom beginnt die Deportation von 1000 Juden in das KZ Auschwitz. | |
| 03.11. | Auf Befehl Himmlers werden nach der Schließung von fünf SS-Betrieben in Lublin 17.000 jüdische Zwangsarbeiter ermordet. | |
| 22.11. | Die Kommandanten der KZ erhalten die Weisung, die tägliche Arbeitszeit der Häftlinge von elf Stunden auch im Winter beizubehalten. | |
| 01.12. | Mussolini ordnet die Inhaftierung aller Juden und ihre Verbringung in KZ an. | |
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| 1944 | ||
| 15.03. | Als Leiter des "Judenreferats" im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) ordnet Adolf Eichmann die systematische Erfassung der griechischen Juden zur Deportation an. | |
| 19.03. | Einheiten der Wehrmacht und der Schutzstaffel (SS) besetzen Ungarn. Damit beginnt auch dort die Verfolgung und Deportation der Juden. Als im März 1944 Ungarn unter Aufrechterhaltung einer ungarischen Scheinsouveränität von den Deutschen besetzt wurde, nahm der nach Budapest gereiste Adolf Eichmann die Organisation der "Endlösung" sogleich in Angriff. Anfang Mai bis Anfang Juli rollten Deportationszüge mit rund 437.000 Menschen aus der ungarischen Provinz und den Vorstädten Budapests nach Auschwitz. | |
| 01.04. | In Ungarn führt die deutsche Besatzungsmacht Rassegesetze zur Ausschaltung der Juden aus dem öffentlichen Leben ein. | |
| 28.04. | Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau treffen die ersten aus Ungarn deportierten Juden ein. | |
| 02.05. | Vernichtung der ungarischen Juden. Alleine vom 2. Mai bis bis 9. Juli 1944 werden 437.402 Juden aus Ungarn nach Auschwitz deportiert. | |
| 05.07. | Der britische Außenminister Robert Anthony Eden berichtet dem Parlament über die Deportation und Vernichtung der europäischen Juden durch die Deutschen. | |
| 23.07. | Die Rote Armee befreit das Vernichtungslager Majdanek bei Lublin, in dem über eineinhalb Millionen Menschen ermordet wurden. | |
| 03.08. | Innerhalb von drei Tagen sind in Auschwitz-Birkenau 6.000 Sinti und Roma vergast worden. | |
| 05.09. | Am 5. September 1944 räumte die SS das letzte Getto in Lódź. | |
| 28.09. | Im KZ Theresienstadt beginnt die Deportation von 18.000 Juden in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. | |
| 06.11. | Am 26. November befahl Himmler die Zerstörung des Lagers Auschwitz, und zwei Tage später fand dort die letzte Vergasung statt. Als am 26. Januar 1945 die Rote Armee das Lager befreite, lebten nur noch 7.500 Häftlinge. | |
| 13.11. | Den Juden im Deutschen Reich wird der Aufenthalt in Wärmehallen verboten. | |
| 26.11. | Himmler ordnet die Einstellung der Vergasung und deren Spurenbeseitigung in Auschwitz an. Die Häftlinge sollen in die KZ Dachau und Bergen-Belsen gebracht werden. | |
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Im Konzentrationslager Treblinka wurden von 1942-1944 über 900000 Menschen (meist Juden) getötet, darunter 323000 Juden aus dem Warschauer Ghetto. |
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| 1945 | ||
| 17.01. | Die Evakuierung von Auschwitz und allen Nebenlagern beginnt. Die gehfähigen Häftlinge werden auf einen Todesmarsch nach Westen geschickt. Beim letzten Appell werden im KZ Auschwitz mit allen Nebenlagern 66.020 Häftlinge gezählt. | |
| 27.01. | Die Rote Armee befreit das Vernichtungslager Auschwitz, in dem noch 7.600 Häftlinge sind. | |
| 07.04. | Befreiung des Konzentrationslagers (KZ) Vaihingen durch französische Truppen. | |
| 11.04. | Amerikanische Einheiten befreien das KZ Buchenwald. Einheiten der Schutzstaffel (SS) versuchten kurz zuvor noch, die jüdischen Häftlinge nach Flossenbürg zu deportieren. | |
| 15.04. | 50.000 Häftlinge aus den KZ Ravensbrück und Sachsenhausen werden von der SS zu einem Todesmarsch nach Westen gezwungen. | |
| 03.05. | Die deutschen Passagierdampfer "Cap Arcona" und "Thielbeck", auf denen sich evakuierte Häftlinge aus dem KZ Neuengamme befinden, werden von britischen Bombern versenkt. Von den 7.000 Häftlingen können sich nur 200 retten. | |
| 05.05. | Das KZ Mauthausen in Österreich wird von den Amerikanern befreit. | |
| 18.10. | Das Internationale Militärgericht beginnt in Berlin mit dem Prozess gegen 24 Hauptkriegsverbrecher (ab 20. November 1945 nach Nürnberg verlegt). | |
| 18.10. | 1,75 Millionen deutsche Kriegsgefangene sollen gemäß amerikanisch-französischen Abkommen aus amerikanischem Gewahrsam zur Arbeit nach Frankreich überführt werden. | |
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| nach 1945 | ||
| 05.04.1946 |
Ich befehligte Auschwitz [vom 1. Mai 1940] bis zum 1. Dezember 1943 und schätze, dass mindestens 2.500.000 Opfer dort durch Vergasung und Verbrennung hingerichtet wurden; mindestens eine weitere halbe Million starben durch Hunger und Krankheit ... Ungefähr 400000 ungarische Juden wurden allein in Auschwitz im Sommer 1944 von uns hingerichtet." Eidesstattliche Erklärung von R. Höß vom 5. 4. 1946. |
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| 01.10.1946 | Urteilsverkündung in den Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozessen. Für die 24 Hauptangeklagten wurden 12 Todesstrafen, 7 lebenslängliche und begrenzte Freiheitsstrafen verhängt und es gab 3 Freisprüche. Die Hinrichtungen fanden 16.10.1946 in der Sporthalle des Gefängnisses statt, die Toten wurden in einem Münchener Krematorium eingeäschert, die Asche wurde später in einen Nebenfluss der Isar geschüttet. Die zu Gefängnisstrafen verurteilt waren, kamen ins Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau. Der letzte von ihnen verübte 1987 Selbstmord (Heß). | |
| 08.01.1947 | Der Reeducation-Film "Todesmühlen" wird erstmals in den drei westlichen Besatzungszonen öffentlich gezeigt. Er wurde von den Alliierten in den Konzentrationslagern Buchenwald, Dachau und Bergen-Belsen gedreht. | |
| 16.04.1947 | Der am 2. April in Warschau zum Tode verurteilte ehemalige Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz, Rudolf Höß, wird hingerichtet. | |
| 23.07.1947 | Das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz wird von den polnischen Behörden in eine Gedenkstätte umgewandelt. | |
| 08.09.1947 | In Hamburg werden 4.500 jüdische Flüchtlinge, die sich auf dem Schiff "Exodus" befinden, auf Anweisung der britischen Behörden zwangsweise an Land gebracht. | |
| 29.11.1947 | Die UNO-Vollversammlung beschließt die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat. | |
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Quellen:
1.) www.judenpogrom.at,
2.) www.tibs.at/projekte/turteltaub,
3.) www.nrw2000.de/ns/pogrom1.htm
4.) www.geocities.com/uv_centcom/index.html
5.) www.wk-2.de
6.) www.dhm.de/lemo/home.html
7.) www.dhm.de/lemo/html/weimar/antisemitismus/index.html
8.) www.der-ewige-jude.de
9.) www.shoa.de
10.) www.lettertothestars.at/die_holocaust_dokumentation/doew/Index.html