
Seit Jänner 1985 existiert in Westendorf der „Westendorfer Bote“, eine monatlich erscheinende Dorfzeitung, die von der Pfarre Westendorf und der Erwachsenenschule Westendorf herausgegeben wird. Sie steht sowohl der Gemeinde als auch allen Vereinen und Institutionen zur Verfügung und wird gratis an alle Haushalte verteilt.
Redaktionsschluss ist jeweils eine Woche vor dem Monatsende (siehe linker Rahmen), der neue Bote erscheint dann spätestens am 10. eines Monats.
Berichte und Anfragen an: a.sieberer@tirol.com
Die auf den folgenden Seiten abgedruckten Texte aus den Ausgaben bis einschließlich April 2007 stellen nur einen Teil des Inhalts unserer Dorfzeitung dar. Seit Mai 2007 steht jeweils die komplette Zeitung zur Verfügung.
25 Jahre Westendorfer Bote
Vor 25 Jahren trafen Anfang Dezember die
ersten Berichte der örtlichen Vereine ein, die dann in der ersten Ausgabe des
Westendorfer Boten im Jänner 1985 erscheinen sollten.
Diese Berichte wurden dann auf einer elektrischen Schreibmaschine getippt und so
zusammengeklebt, dass die Seiten halbwegs voll wurden. Anschließend wurden im
Brixner Pfarrhof Druckplatten hergestellt und schließlich Seite für Seite
gedruckt. Jugendliche „klammerten“ die A-4-Seiten schließlich im Vereinshaus
zusammen.
Heute ist das alles längst Vergangenheit. Der Aufwand wurde immer größer und
verlangte eine professionellere Gestaltung. Nach und nach wurde auf
Computerarbeit umgestellt, Layoutprogramme sorgten für ein gefälligeres
Erscheinungsbild und schließlich wagten wir es auch, die Zeitung in einer echten
Druckerei (zum Teil färbig) zu drucken. Im heurigen Jahr wurde es durch ein
neues Programm möglich, die Zeitung vollkommen druckfertig in Hopfgarten
abzuliefern.
Seit ein paar Jahren kann der Westendorfer Bote auch im Internet gelesen werden.
Mittlerweile ist die Arbeit am Westendorfer Boten eine unentgeltliche
Nebenbeschäftigung, die eigentlich keine Ruhephasen kennt. Sobald eine Ausgabe
druckfertig ist, beginnen schon die Vorarbeiten für das nächste Monat.
Durchschnittlich treffen zwischen 200 und 300 Mails ein, die für eine Ausgabe
bedeutend sind. Hinzu kommen immer noch etliche Texte, die maschingeschrieben
abgegeben werden, und Fotos, die eingescannt werden müssen. In den nun
vollendeten 25 Jahren haben wir 300 Ausgaben mit insgesamt 11.638 Seiten
produziert. Während in den Anfangszeiten 16 bis 24 Seiten pro Ausgabe normal
waren, gelingt es uns schon seit Jahren nicht mehr, unter 40 Seiten zu bleiben.
Der dickste Bote hatte 76 Seiten!
Der Aufwand beträgt nun mehr als 50.000 Euro pro Jahr. Begonnen haben wir mit
einem jährlichen Budget von 20.000 Schilling!
Mit Sorge sehen wir die derzeitige Entwicklung. Die Werbeeinschaltungen werden
weniger, die Text- und Fotobeiträge laufend mehr. Trotz der Zuwendungen der
Gemeinde, des TVB, der Pfarre und der Erwachsenenschule sowie der freiwilligen
Spenden werden wir uns für die Zukunft wohl etwas überlegen müssen!
Mein Dank gilt in erster Linie den Mitarbeitern, der Salvendruck-Belegschaft für
die perfekte Zusammenarbeit, der Gemeinde für die wohlwollende Unterstützung,
den inserierenden Betrieben und allen, die durch freiwillige Druckkostenbeträge
ihre Wertschätzung kundtun. Nicht vergessen möchte ich meine Familie, die nicht
nur mithilft, sondern vor allem auch oft auf mich verzichten muss.
Solange die Zeitung so gut angenommen wird, denken wir nicht ans Aufhören, auch
wenn uns die Arbeit nicht selten über den Kopf wächst.
A.
Sieberer, Redakteur
In memoriam Josef Sieberer
In tiefer Trauer haben die Erwachsenenschule Westendorf und
das Team des Westendorfer Boten von Josef Sieberer Abschied genommen.
OSR Josef Sieberer war der erste Leiter der Erwachsenenschule Westendorf und
führte sie von 1973 bis 1992.
Im Herbst 1984 gründete er nach vielen Gesprächen und Überlegungen gemeinsam mit
Pfarrer Mag. Gustav Leitner den Westendorfer Boten.
Es hat ihn stets mit großer Freude erfüllt, zu sehen, wie sich die Dorfzeitung
entwickelt hat und wie gut sie von der Bevölkerung angenommen wird.
Sein Rat und seine Unterstützung werden uns fehlen.