zum BFI Tirol.

1133 - 1717
JahrEreignisse
1133Herzog Heinrich der Stolze von Bayern (1102 - 1139) zerstört die Burg Ambras. In der Folgezeit legen die Andechser nördlich des Inn eine neue Siedlung an.
1138Papst Innozenz II. bestätigt die Übergabe des Weltpriester - Kollegiatsstifts durch Bischof Reginbert von Brixen an den Prämonstratenserorden. Zum Kloster gehört die Hofmark (geschlossene Grundherrschaft) Wilten.
vor 1180Entstehung eines Marktortes am linken Innufer (Anbruggen: die heutigen Stadtteile St. Nikolaus und Mariahilf) und Bau der ersten Innbrücke durch die bayrischen Grafen von Andechs. Die Innbrücke wurde oftmals durch Hochwasser zerstört und wiederaufgebaut. Bis 1870 wurde die Brücke immer als Holzkonstruktion errichtet. Ostseitig verlief ab 1485 die Trinkwasserleitung.
1180Mit einem
Tauschvertrag
beginnt die Geschichte der Innsbrucker Altstadt. 1180 bekommt Markgraf Berchtold III. (V.) von Andechs vom Kloster Wilten ein Stück Land südlich der Innbrücke, um den Marktplatz dorthin verlegen zu können.
1187In einer Urkunde wird "Insprucke" erwähnt.
1187 - 1204Stadterhebung und Verleihung der Stadtrechte - das genaue Jahr ist unbekannt. Voraussetzung dafür war die Errichtung einer Mauer, eines Grabens und einer Burg. Der
Stadtgraben
war bis 1764/65 mit Wasser gefüllt.
1239Bestätigung der Stadtrechte durch Herzog Otto II. von Andechs-Meranien.
1248Aussterben der Grafen von Andechs, Innsbruck kommt an die Grafen von Tirol.
1267Erstes Auftreten von Stadtsiegel und Stadtwappen, wobei die Innbrücke in Vogelsperspektive gezeigt wird.
1270Brand in der Stadt, die Zahl der Opfer ist unbekannt.
1281Erste Stadterweiterung urkundlich genannt: Neustadt (heutige Maria - Theresien - Straße) bis ungefähr zur heutigen Meranerstraße.
1292Brand in der Stadt, die Zahl der Opfer ist unbekannt.
um 1300Der von der Sill abgezweigte Mühlbach - der Sillkanal - dürfte spätestens um 1300 angelegt worden sein. Wilten besitzt jahrhundertelang ein
Mühlenmonopol
, alles Getreide muss in der Stiftsmühle oder den auf Wiltener Grund neu errichteten Mühlen gemahlen werden.
1315Ein Stadtrat wird erstmals urkundlich genannt.
1328Die Zahl von 12 Mitgliedern (Geschworenen) des Stadtrats wird urkundlich genannt. Diese Zahl verändert sich auch während der folgenden Jahrhunderte nicht.
1332 1333Brand in der Stadt, die Zahl der Opfer ist unbekannt.
1340Errichtung des Pickentors (abgetragen 1779) am Westende der Fleischgasse (heutige Seilergasse) zur besseren Verbindung der Altstadt zum Innrain. Brand in der Stadt.
1348Die große Pest wütet auch in Innsbruck, die Zahl der Opfer ist unbekannt.
1358Errichtung des
Alten Rathauses
in der Herzog - Friedrich - Straße. In den ebenerdigen Gewölben des Rathausgebäudes war bis ins 19. Jh. die Brotbank (reine Verkaufsstätte, gebacken wurde woanders) untergebracht. Mit der Zeit wurde das Brot aber auch an anderen Ständen verkauft. Im rückwärtigen Teil des Rathauses betrieben von der Stadt bezahlte Metzger die "Siedelküche", wo arme Leute ein billiges Essen erhielten.
1363Tirol kommt an die Habsburger.
1373Die ab 1340 zeitweilig überlassene Stadtsteuer gegenüber der landesfürstlichen Kammer wird ständig an die Stadt abgetreten. Damit sinkt auch das Interesse des Landesfürsten an der Besetzung des Richteramtes.
1374Mit Günther von Raut wird erstmals urkundlich ein Bürgermeister von Innsbruck genannt.
1386Das der
Rodfuhr
dienende Ballhaus (von Warenballen) beim Inntor an der Ecke Herzog - Friedrich - Straße/ Kiebachgasse (1870 wurde es durch einen Neubau ersetzt, heute Pizzeria und Sporer) scheint erstmals in einer Urkunde auf.
1390Letzter großer Stadtbrand. In der Folge setzt in Innsbruck ein Wandel vom hölzernen Fachwerkbau zum Stein- und Ziegelbau ein.
1408Brand in der Stadt, die Zahl der Opfer ist unbekannt.
1420Innsbruck wird unter Herzog Friedrich IV. (mit der leeren Tasche) zur Residenzstadt. Hauptstadt bleibt bis 1848 Meran. Die Laubengänge entstehen. Im Osten der Stadt wird der Hofgarten angelegt.
1450Brand in der Stadt, die Zahl der Opfer ist unbekannt.
1450Der Innsbrucker Stadtturm wird an das bereits 1358 erbaute Alte Rathaus angebaut.
1450 - 1460Herzog Sigmund (der Münzreiche) lässt die Hofburg errichten, bis dahin war der "Neuhof" Sitz der Landesfürsten.
1453Durch einen Schiedsspruch von Kardinal Nikolaus von Cues, Bischof von Brixen, erhält der Vikar von St. Jakob alle pfarrlichen Befugnisse. Er ist nur noch formell dem Stift Wilten untergeordnet.
1460Innsbruck erhält einen Wochenmarkt. Dienstags und samstags wird fortan unter den Lauben der Altstadt der Markt abgehalten. Erst 200 Jahre später wird dieser Markt vor das Picken- oder Frauentor im Westen der Altstadt verlegt.
1473Brand in der Stadt, die Zahl der Opfer ist unbekannt.
1476Die Fleischbank befindet sich neben dem Inntor (wo heute die Wetterstation steht), so dass die Fleischabfälle direkt in den Inn entsorgt werden können.
um 1485Ausgelöst durch die Predigten des Inquisitors Heinrich Institoris kommt es in Innsbruck zu ca. 50 Hexenprozessen. Sie werde 1485 wegen schwerer Verfahrensmängel eingestellt.
1485Der Bürgermeister Johann Kern wird gleichzeitig als Stadtbaumeister beim Bau der ersten Trinkwasserleitung genannt (siehe unten). Baumeister ist damals keine Berufsbezeichnung sondern eine Amtsbezeichnung wie Stadtschreiber oder Stadtrichter. Zu den Aufgaben der Stadtbaumeister gehörte der Bau und die Instandhaltung der städtischen Bauten, der Wasserleitungen und der öffentlichen Brunnen sowie die Pflasterung der Straßen.
1485Bau der ersten
Trinkwasserleitung
von der Kesselbrunnenquelle. Vor dem Neuhof wird der erste
Platzbrunnen
mit Quellwasser Zuleitung aufgestellt. Säule und der Brunnentrog des ersten Brunnens bestehen aus Holz.
1486Bau der Hofmühle unter Erzherzog Sigmund am Sillkanal, das Wiltener Mühlenmonopol wird gebrochen.
1487Innsbruck hat 233
Vollbürger
.
1490Der Hof verlegt für seine Bedürfnisse eine eigene Wasserleitung, das Höttinger Brunnengeleit. Gut hundert Jahre später werden bereits 10 Hofbrunnenleitungen geführt.
1496Gründung des Badhauses ("Bad am Venusberg" ) am Fallbach. Es wird mit Trinkwasser aus dem Jägerbrunnen versorgt (Venusberger Brunnengeleit).
1499 - 1500Der "Neue Weg" (= der "Hohe Weg") nach Mühlau wird angelegt. Bis dahin führte der Weg Richtung Hall und Südbayern der heutigen Innstraße über die St. Nikolaus- und die Weiherburggasse bergauf, dann auf dem Richardsweg nach Mühlau.
um 1500Ein Holzbrunnen wird vor dem heutigen Trautsonhaus aufgestellt.
um 1500Der spätere Kaiser Maximilian I. lässt an den Neuhof einen spätgotischen Prunkerker, das Goldene Dachl, anbauen. Innsbruck hat insgesamt rund 5.000 Einwohner und Einwohnerinnen. Vollbürger sind es allerdings weit weniger.
ab 1500Gegen die Verpflichtung, diese im Kriegsfall auf eigene Kosten wieder zuzumauern, erhalten die Besitzer in der Stallgasse (=heutige Stiftgasse) und in der Plattnergasse (=heutige Schlossergasse) die Bewilligung, durch die Stadtmauer Fenster durchzubrechen.
nach 1500Der Friedhof an der Pfarrkirche St. Jakob innerhalb der Stadtmauer wird aufgehoben und neben das Spital verlegt.
1500 - 1506Bau des Maximilianischen Zeughauses an der Sill.
1509 - 1550Guss der "Schwarzen Mander" für das Grabmal Kaiser Maximilians I. Der Aufstellungsort war beim Tod des Kaisers noch unbekannt.
1517 - 1518Das Weiherburger Brunnengeleit wird errichtet. Es führt von der Tuffbachquelle nordöstlich der Weiherburg hinter dieser vorbei durch die Weiherburg- und St. Nikolaus - Gasse und durch die Innstraße zur Innbrücke und versorgt vor allem die heutigen Stadtteile St. Nikolaus und Mariahilf, aber auch die Häuser an der Maria - Theresien - Straße sowie einige in der Nähe des Marktgrabens gelegene Altstadthäuser.
1534Brand in der Stadt, ein Teil der Hofburg wird zerstört und der Wiederaufbau für das gleiche Jahr angeordnet.
1536Der "Vater" der Hutterischen Brüder (Wiedertäufer), Jakob Hutter (Huter), wird am 25. Februar 1536 am Stadtplatz vor dem Goldenen Dachl durch Verbrennen am Scheiterhaufen hingerichtet.
1538 - 1540An der Floßlände, dem späteren Waltherpark, ist ein öffentlicher Brunnen nachweisbar. Gespeist wird er aus der Weiherburger Hofbrunnenleitung.
1540Der erste Sarntheinbrunnen wird erwähnt. Gespeist wird er aus dem Höttinger Hofbrunnengeleit.
1540Die Hofbrunnenordnung wird erlassen. Erwähnung einer Wasserleitung zu einem Fischbrunnen im Höfl in Richtung des Neuhofs, sowie die Führung von Sillwasser in die Küche der Hofmühle. Im Hof der Plattnerei wird ein Säulen Brunnen mit drei Rohren genannt, ein Rohr führt auch hinauf in die Werkstatt. Das Wasser wird ebenfalls vom Sillkanal hergeführt. Das Haus des Postmeisters Joseph von Taxis neben der Plattnerei wird sowohl mit Sillwasser als auch mit Weiherburger Quellwasser versorgt.
1543Pest in der Stadt, die Regierung flieht nach Sterzing.
1546Brand in der Stadt, die Zahl der Opfer ist unbekannt.
um 1555Die Schmalzwaage befindet sich im Rathaus.
1553 - 1563Bau der Hofkirche.
1562Gründung des Gymnasiums durch Kaiser Ferdinand I.
1564Erneut wütet die Pest in Innsbruck.
1564 - 1584Schloss Ambras wird unter Erzherzog Ferdinand II. in ein Renaissanceschloss umgebaut. Zusammengerechnet über 2320 Tage arbeiten Frauen an diesem Umbau mit. Sie schleppen die Ziegel und den Mörtel zu den Maurern.
1566Überschwemmung.
1567Innsbruck hat über 5.000 EinwohnerInnen. Rund 1.800 Personen leben in der Altstadt, 1.480 in Anbruggen, in der Vorstadt leben rund 850 und in der Silbergasse 885 Menschen. Nur rund 200 davon sind Vollbürger, etwa ebenso viele sind Inwohner mit weniger Rechten aber den gleichen Pflichten wie die Bürger. Bei einem Haushaltsschnitt von 5 Personen gehören also rund 1.800 - 2.000 Personen dem Bürger- oder Inwohnerstand an.
1569Ankauf des ehemaligen Stadtpalais der Herren von Liechtenstein durch Erzherzog Ferdinand II. und Umgestaltung zum Regierungsgebäude. Der Südtrakt wurde nach dem Erdbeben von 1689 durch Johann Martin Gumpp d. Ä. als Barock - Palast neu aufgebaut.
1570 - 1571Das Georgentor im Süden der Vorstadt (Ecke Meranerstraße) wird abgetragen.
1571Baubeginn der Jesuitenkirche.
1572Starkes Erdbeben.
1573Erste Anlage der Mandelsberger/ Mentlberger Wasserleitung zur ehemaligen Hofplattnerei, die zur Stadtresidenz für die Söhne Erzherzog Ferdinands II. und der Philippine Welser umgebaut wird.
1578Erdbeben.
1578 - 1587Bau des Verbindungsbaues über den Burggraben zur Hofkirche, der "Silbernen Kapelle".
1580Die Hofstallung an der Stall- bzw. heutigen Stiftgasse mit einem weiträumigen Pferdestallgewölbe wird errichtet (heute Informationsstelle des Tourismusverbandes).
1581Bau der ersten Mühlauer Brücke, über die ab 1595 jetzt auch von Mühlau her eine Trinkwasserleitung in die Stadt geführt wird.
1584Durch ein Erdbeben versiegt die Quelle am Burgstadlhügel.
1585Verleihung der Weinstockquelle im Höttinger Graben durch Erzherzog Ferdinand II. an die Stadt. Sie entspricht der heutigen Weinstockquelle I im Höttinger Graben, einem 357 Meter tiefen ehemaligen Bergwerksstollen.
1585Durch die Innauen wird von Mühlau eine Straße nach Hall angelegt. Wegsäulen entlang der Bundesstraße sowie die Loretto Kirche bei Hall erinnern daran. Bis dahin führte der Weg über Arzl, Rum, Thaur und Absam.
1590Anlage der Landstraße durch die Höttinger Au.
1595Gründung des Kapuzinerklosters am südlichen Anfang der Saggengasse (heutige Kaiserjägerstraße), aus diesem Anlass wird auch die Straße bis dorhin gepflastert.
um 1600Ein geplasterter Fußweg wird von der Neustadt nach Wilten angelegt. Die Innsbrucker Altstadt besteht aus rund 80 Häusern.
1607Anna Katharina von Gonzaga-Mantua stiftet das Regelhaus und das Servitinnenkloster, das "Versperrte Kloster" mit der Klosterkirche zu Mariä Opferung (heutiges SOWI - Gelände). 7 Jahre später folgt die Stiftung des
Servitenklosters
in der Neustadt.
1608 1610Hanns Georg Ernstinger beschreibt die Stadt Innsbruck als eine Stadt mit fließenden Wasserbächen durch fast alle Gassen, die mit vielen Rohrbrunnen mit gutem Trinkwasser versehen ist. Er erwähnt auch einen Saal der Hofburg mit einem schönen Brunnen
1610Vor dem Jesuitenschülerhaus in der Silbergasse (benannt nach dem landesfürstlichen Silberschmelzwerk samt Köhlerei in der Kohlstatt am Sillkanal, heute Universitätsstraße) wird ein Ziehbrunnen erwähnt.
1611Eine pestartige Seuche (eigentlich eine Flecktyphusepidemie) grassiert in Innsbruck und Umgebung. Bau einer Kirche zu Ehren der sogenannten Pestheiligen Sebastian, Pirmin und Rochus beim Prestenhaus in den Jahren 1612/13. Namensgebend für den Stadtteil "Dreiheiligen".
1620Brand in der südlichen Vorstadt. Das neu gegründete Servitenkloster sowie die Hofplattnerei brennen.
1627Eine weitere "äußere" Fleischbank in der Nähe der heutigen Markthalle steht der Bevölkerung zur Verfügung.
1622 - 1630Caspar Gras schafft den Leopoldsbrunnen als Lustbrunnen für Leopold V.
1629 - 1630Errichtung des ersten festen Opern- und Theaterhauses im deutschen Sprachraum an der Stelle des heutigen Kongresshauses.
1633Christoph Gumpp (1600 - 1672) wird von Claudia von Medici zum Hofbaumeister ernannt. Die Familie Gumpp hat dieses Amt bis ins 18. Jahrhundert inne. Die Gumpps waren keine Handwerker mehr, sondern Ingenieure bzw. Architekten. Im Mittelalter war der Steinmetz sowohl planende wie ausführende Kraft bei Bauten.
1635Der vermutlich älteste erhaltene Innsbrucker Brunnen steht in der Sakristei der Jesuitenkirche. Er trägt die Jahreszahl 1635.
1636Die landesfürstliche Pulvermühle am Sillkanal (an der Stelle des heutigen Hauses Boznerplatz 4) wird durch einen verheerenden Brand zerstört. Ruhelust und Löwenhaus werden ebenfalls ein Raub der Flammen.
1640Große Überschwemmung.
1643Erhebung Innsbrucks zur selbstständigen Pfarre.
1647 - 1649Bau der Mariahilfkirche auf Höttinger Boden an der "Oberen Innbrückenstraße" (= heutige Mariahilfstraße) durch die Tiroler Landständen als Dank dafür, dass Tirol vom Dreißigjährigen Krieg weitgehend verschont blieb.
1665Mit Erzherzog Sigmund Franz stirbt die Tiroler Linie der Habsburger aus, das ist das Ende Innsbrucks als Residenzstadt.
1669Gründung der Universität durch Kaiser Leopold I. Per Dekret bestimmt er, dass die Mittel zur Bezahlung der Professoren aus einem Zuschlag zum Salzpreis kommen. Innsbruck hat ansonsten vom 700 - jährigen Haller Salzabbau und Salzhandel wenig profitiert. Für den Hof allerdings war er eine konstante Einnahmequelle und ertragreicher als der Schwazer Silberbergbau.
1669Ein starkes Erdbeben, heftige Regenfälle und Überschwemmung in der Stadt verursachen große Schäden. Da das Erdbeben vom 22. - 24. Dezember andauert, fliehen viele Menschen aus der Stadt zur Holzlagerstätte des Hofbauamtes am Innrain im Bereich zwischen der heutigen Rechengasse im Westen und dem Finanzamt im Osten, wo man mit dem Abfallholz Feuer entzündet, um sich zu wärmen.
1670 - 1671Lang andauernde Erdbebenperiode, die Menschen übernachten im Hofgarten, der Gottesdienst wird in Zelten gehalten. Die Heilig - Grab - Kirche wird zerstört. Überschwemmung der Stadt durch Hochwasser. Die Jakobskirche wird ebenfalls beschädigt.
1679Neue Marktordnung.
1680Die Mandelsberger Wasser Leitung wird vom Hof an die "Mandelsberger - Brunnen - Interessentschaft" übereignet.
1683 -1688Regulierung der Vorstadt. An der Stelle, wo heute die Annasäule steht, wird der
Pranger
entfernt und ein sechseckiger, aus Marmor verfertigter Zierbrunnen mit einem Marienbildnis errichtet. Der Pranger wird vor das Picken- oder Frauentor an den Marktplatz verlegt. Zu Beginn des 19. Jhs. wird er ganz abgeschafft.
1689Schwere Erdbeben, viele Häuser werden beschädigt, auch Jakobskirche, die Hofkirche und ihr Turm.
1690 - 1692Bei der Reparatur/ dem teilweisen Neubau des alten Regierungsgebäudes wird es mit einem Brunnenhaus mit Trinkwasserbrunnen und Fischbehälter sowie einem kleinen Garten versehen.
1692Johann Martin Gumpp d. Ä. (1643 - 1729) wird am 30. April zum Hofbaumeister mit Sold ernannt.
1703Abwehr des bayerischen Einfalles im Spanischen Erbfolgekrieg.
1704Gelöbnis der Tiroler Landstände zur Errichtung der
Annasäule
.
1706Zur Errichtung der Annasäule wird der Marienbrunnen entfernt, wobei die marmorne Hauptsäule in Trümmer geht. Die Stadt verlangt eine Entschädigung von den Landständen.
1709Mit der Entschädigungssumme der Landstände wird der
Joachimsbrunnen
errichtet. Ebenso wird in diesem Jahr der
Josefsbrunnen
gegenüber der Spitalskirche errichtet.
1711Georg Anton Gumpp (1682 - 1754) wird Hofbaumeister.
1717Ausbau des Innrains, allmähliche Ausweitung der Stadt nach Westen.
1717 - 1724Barocker Neubau der Jakobskirche (Erdbebenschäden) anstelle der gotischen Vorgängerkirche nach Plänen von Johann Jakob Herkomer. Das Innsbrucker Bauhandwerk blüht wieder auf, Handwerker von auswärts werden in größerer Zahl beschäftigt. Auch in Innsbruck kommt es zu Unruhen der Wandergesellen, der Stadtrat schlichtet.
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