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Venedig als Geschichtearbeit

Die Geschichte von Innsbruck, die Geschichte Tirols, die Geschichte der europäischen Handelsbeziehungen und des Transits sind eng verflochten mit der Geschichte Venedigs. Die Handelsbeziehungen der Fugger aus Augsburg liefen über Tirol. Sogar der Aufstieg von Jakob Fugger dem Reichen (siehe unten: Lesetipp!) begann in Tirol, als er Herzog Sigmund 1487 behilflich war, nach einem verlorenen Konflikt mit Venedig 100.000 Gulden Schadensersatz zu zahlen. Im Gegenzug ließ er sich Silber aus den Tiroler Minen überschreiben und übernahm auch die Oberaufsicht über die Förderung. Später kam zum Silberbergbau auch der Silberhandel und -transport hinzu. Genauere Informationen zur Geschichte des Handels über den Brenner finden Sie unter >> Prägende Faktoren für Innsbruck und seine Geschichte >>

Handel und Transit sind nach wie vor hochaktuell und neben unserer Venedigreise Grund genug, im Geschichteunterricht das Thema "Venedig" zu behandeln.

Die folgende Arbeit wurde von Daniel Herbst, einem Kursteilnehmer, im Rahmen des Geschichte Unterrichts verfasst. Es kann an dieser Stelle nicht gesagt werden, ob mit den Texten Rechte Dritter berührt werden. Sollte das der Fall sein, bitten wir um umgehende Meldung an uns. Eine Kontaktadresse finden Sie am Ende dieser Seite oder im Impressum. Ebenso am Ende dieser Seite finden Sie ein Bild des Verfassers.

Venedig heute

Ausgangssituation

Ist von Venedig und seiner Zukunft die Rede, denkt wohl jeder zuerst an die Bedrohung durch Hochwasser. Es besteht die Gefahr, dass Venedig in ein bis zwei Generationen als soziales Stadtgefüge gestorben sein wird. Die Hauptschuld an dieser dramatischen Aussicht trägt der Exodus der Venezianer aus dem historischen Zentrum auf das Festland. Die modernen Betonsilos in und um Mestre waren attraktiver als die uralten, modrigen kleinen Häuser. Gleichzeitig wanderten auch viele Handwerks - und Gewerbebetriebe ab. Banken, Versicherungen verlagerten ihre Aktivitäten auf die Terra Ferma. Seit den späten 70er Jahren des 20. Jahrhunderts treibt zusätzlich der Massentourismus die Menschen aus der Stadt. Die rund 10 Millionen Besucher jährlich verschaffen zwar mittlerweile jedem zweiten Venezianer eine Beschäftigung, schrauben aber die Preise in die Höhe. Seit Mitte der 70er Jahre ist die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte um fast die Hälfte gesunken. Im Gegenzug hat sich die Zahl der Glasgeschäfte im selben Zeitraum fast verdoppelt. Masken, die man in den 70er Jahren nirgendwo bekam, werden heute in über 80 Läden feilgeboten. Einerseits tätigen die Altstädter bereits 30 Prozent ihrer Einkäufe auf dem Festland. Anderseits kommt die Hälfte der insgesamt rund 60.000 im Centro Storico Beschäftigen täglich herein. Längst ist Venedig auch eine Stadt der Pendler. Ein Schlüssel zur Lösung wäre die Verbesserung der Verkehrssituation. Denn derzeit beträgt etwa die Fahrzeit von San Marco nach Mestre mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast eine Stunde.

Rettung oder Untergang

Der 4. November 1966 ist als Katastrophendatum in die Geschichte Venedigs eingegangen: An diesem Tag ließ eine Sturmflut das Wasser 1.94 m über den Normalpegel steigen - so hoch wie nie in der Geschichte der Stadt. Kirchen, Paläste und Geschäfte standen bis zum ersten Stock in einer Flut. Licht, Gas und Telefon fielen aus. Die UNESCO zog eine detaillierte Schadensbilanz. Der Staat zahlte über umgerechnet ca. 200 Millionen Euro. Ausländische Privatvereinigungen organisierten die Restaurierung von Kunstdenkmälern. Doch die Fluten kehrten wieder. Dreimal bisher: 1979, 1986 und 1991.

Filmfestspiele und Biennale

Das Spektakel wiederholt sich jedes Jahr im September: Über 100.000 Cineasten und Journalisten aus aller Welt geben sich zwölf Tage lang am Lido ein Stelldichein. Die Filmfestspiele von Venedig gipfeln in der Verleihung des Goldenen Löwen. Rasch erlangte Venedig Weltgeltung als ein Forum, auf dem die besten Regisseure der Gegenwart ihre besten Werke präsentieren.

Geschichte Venedigs

Die Serenissima [1] - und ihre Gegner

Machtpolitisches Kräftemessen über Jahrhunderte

Im Gegensatz zu fast allen bedeutenden italienischen Städten war Venedig keine Gründung der Römer. [2] Zahllose Inselchen waren ohne Zweifel schon seit der Antike von Fischern und Salzproduzenten besiedelt. Die Geschichte Venedigs ist eine Geschichte des Handels. Sie ist auch eine Geschichte des Kulturtransfers zwischen Ost und West, später dann auch zwischen den Bereichen nördlich und südlich der Alpen. [3] Schon im 8. Jahrhundert entwickelte sich Venedig zur Drehscheibe im Handel zwischen West- beziehungsweise Mitteleuropa, byzantinischem Reich und islamischer Welt.

Venedig, die heutige Hauptstadt Venetiens, liegt inmitten einer Lagune, vier Kilometer vom Festland und zwei Kilometer vom Meer entfernt, auf einhundertachtzehn Inseln, die von einhundertsechzig Kanälen getrennt werden. Dank dieser Lage blühte die Stadt rasch auf. Besonders der intensive Mittelmeerhandel mit Byzanz und mit dem Orient machten es reich.

Nach der Unabhängigkeit von Byzanz um das Jahr 1000, nannte sich die Stadt stolz "Republik des Heiligen Markus", nach der legendären Reliquie des Apostels Markus, die eine venezianische Handelsflotte bereits 829 aus Alexandria mitgebracht hatte.

Das Tiersymbol des Evangelisten Markus ist der (geflügelte) Löwe. [4] Ein Beispiel ist der weltbekannte geflügelte Löwe der Basilika di San Marco in Venedig.

Zur Zeit des 4. Kreuzzuges (1202 - 1204) war Venedig bereits eine Großmacht, die überall im Mittelmeer Handelsniederlassungen gründete. So wurde es nach und nach zum eigentlichen Erben des byzantinischen Reiches. Die große Widersacherin um die Handelsmonopole war die Stadt Genua.

Erst nach 130 Jahren Auseinandersetzungen konnten die Venezianer ihre Rivalin Genua im Seesieg bei Chioggia (1379) endgültig ausschalten. Nun begann die glücklichste Periode in der Geschichte der Lagunenstadt. Handel und Gewerbe blühten, Wissenschaften und Künste wurden gepflegt. Aber mit dem Jahr 1453 wuchs die Bedrohung aus dem Osten: Die Osmanen hatten das byzantinische Reich mit der Eroberung Konstantinopels vernichtet, und nun nahmen sie Venedig nach und nach fast den ganzen Besitz wieder ab. Die Türkenherrschaft beeinträchtigte auch den Orienthandel. Zu diesem Rückgang der Geschäfte trug freilich mehr noch die Entdeckung Amerikas bei. Von seinem reichen Länderbesitz blieb Venedig schließlich nur noch Dalmatien, das westliche Korfu und Istrien. Napoleon nutzte diese Schwäche und erklärte Venedig den Krieg. Am 12. Mai 1797 dankte der letzte Doge, Ludovico Manin ab, aber die Tage Venetiens als Republik waren gezählt. Am 7. November 1866 hielt König Viktor Emanuel seinen feierlichen Einzug in Venedig.

Das erste Ghetto[5]

Über Venedigs jüdische Gemeinde

1516 verfügte der vezianische Senat, dass die Juden der Stadt fortan ausschließlich im Stadtteil Cannaregio leben sollten. Und zwar abgesondert von der übrigen Bevölkerung und ständig kontrolliert von christlichen Wächtern. Der zugeteilte Ort war ringsum von Kanälen umgeben. Er hieß, weil sich dort eine Gießerei (venezianisch: getto, von gettare = gießen) befand, Ghetto Nuovo. Begonnen hatte es im 10. Jahrhundert, mit dem Verbot, Juden und ihre Waren auf venezianischen Schiffen zu transportieren. Die jüdischen Kaufleute galten als gefährliche Konkurrenten. Auch die Einreise verwehrte der Senat den Juden bis weit ins 14. Jahrhundert. Die Juden betrieben in vielen norditalienischen Städten bereits die dem Christentum damals verpönten Geldgeschäfte.

Erst als Venedig dringend Geld benötigte, wurde das Verbot gelockert. Juden mussten hohe Steuern zahlen und als äußere Erkennungszeichen erst einen gelben Kreis, später einen roten Hut tragen; sie durften weder angesehene Handwerke ausüben noch Grundstücke oder Häuser besitzen. Die Juden mussten sich zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang hinter den Außenmauern zurückziehen. Die frühesten Ghettobewohner bauten die ersten beiden Synagogen, die Scuola Tedesca und die Scuola Canton. Doch bald zogen immer mehr Juden aus ganz Europa auf der Flucht vor den Pogromen zu. Um 1500 hat die Inquisition viele Juden aus Spanien vertrieben, denn um 1492 hat Ferdinand der Katholische alle Juden Spaniens und später auch Portugals ausgewiesen. Die Bevölkerung des Viertels wuchs. 1541 siedelte man die meist reichen Juden aus dem östlichen Mittelmeer im Gebiet zwischen dem Ghetto Nuovo und dem Kanal von Cannaregio an. Man nannte es Ghetto Vecchio, 1633[6] fügte man noch einen dritten Teil, das Ghetto Nuovissimo, hinzu.

Die Ghettos waren ungesund, eng, und sie hatten nur begrenzten Platz. Der Platz wurde aufgeteilt und geschickt genutzt. Stockwerke wurden auf anderen Stockwerken errichtet, in Venedig erreichten diese «Wolkenkratzer» bis zu neun Etagen. Korridore und Treppen wurden in Zimmer umgewandelt. Trotz der beengten Wohnverhältnisse erlebte die jüdische Gemeinde im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert eine Blüte. Insbesondere der Handel mit kostbaren Stoffen und Juwelen verhalfen zu Wohlstand. In dieser Zeit entstanden auch die zwei schönsten Synagogen Venedigs: die Scuola Levantina und die Scuola Spagnola. Im Laufe des 18. Jahrhunderts verschlechterte sich, parallel zu jener der Seerepublik insgesamt, auch die wirtschaftliche Lage der jüdischen Gemeinde. Erlösung brachte erst Napoleon. Er verlieh den Bedrängten 1797 das freie Bürgerrecht. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte fühlten sich die Juden als gleichberechtigte Bürger.[7] Allerdings beschloss Napoleon, die Kriegsausgaben zwischen Adel, Klerus und Juden aufzuteilen. Nach der Niederlage Napoleons kam es in der darauf folgenden Restauration zu einer Unterbrechung der Emanzipierung: Die Juden wurden erneut in Ghettos getrieben und teilweise auch ihrer Gleichheitsrechte beraubt. Erkennungszeichen mussten sie allerdings keine mehr tragen. 1866 erhielten die Juden von König Vittorio Emanuele II. schließlich die völlige rechtliche Gleichstellung.

Der Faschismus verfolgte die Juden anfänglich nicht. Mussolini behielt lange eine ambivalente Haltung gegenüber der jüdischen Gruppe bei. Erst als im Jahr 1938 die Beziehungen zwischen Mussolini und Hitler enger wurden, ließ Mussolini das «Manifesto del razzismo italiano» (Manifest des italienischen Rassismus) drucken, das die Juden zu Bürgern zweiter Klasse degradiert. Am 1.12. 1943 ordnete Mussolini die Inhaftierung aller Juden und ihre Verbringung ins KZ an. Heute, 50 Jahre nachdem 200 Bewohner des Ghettos in den Konzentrationslagern der Nazis umgekommen sind, leben nur mehr etwas über 600 Juden in Venedig und gerade noch 15 Familien in ihrem angestammten Viertel. Ihrem Sinn für Gemeinschaft und Tradition ist es zu verdanken, dass sich der einst berüchtigte Sperrbezirk bis in die Gegenwart eine gewisse Eigenart bewahren konnte; dass die Bethäuser noch all sabbatlich besuchte Orte des Glaubens sind; dass das jüdische Altersheim, die Hebraica - Läden und das kleine koschere Restaurant noch existieren.

Zeittafel Allmählicher Niedergang

Venedig seit dem Mittelalter mit Bezug zu Tirol
ZeitEreignisse
5./6.Jh.Flüchtlinge vor den Hunnen und Langobarden finden in der seit vorchristlicher Zeit bestehenden Siedlung Unterschlupf.
697Erwähnung eines ersten Dux. Aus dieser Funktion wurde ab dem Jahr 742 ein auf Lebenszeit gewählter Doge.
9./10.Jh.Venedig wird zum Haupthandelspartner von Byzanz und der Levante. Es fasst in Istrien und Dalmatien Fuß.
12.Jh.Die Kreuzzüge verhalfen Venedig zu einem wirtschaftlichen und politischen Aufschwung ohnegleichen.
1295Marco Polo kehrt von seiner 24 - jährigen Asienreise heim.
1340Baubeginn des heutigen Dogenpalastes.
1348Ein schweres Erdbeben erschüttert Venedig. Drei Viertel seiner Bewohner sterben an der Pest.
1363Übergabe Tirols an die Habsburger durch Margarethe Maultasch an Rudolf IV., den Stifter. Rudolf der Stifter schreibt hocherfreut an den Dogen von Venedig, dass alle Tiroler dem Vertrag zugestimmt haben. Dies ist die erstmalige Erwähnung des Namens "Landschaft" als zusammenfassender Begriff für die Vertreter des gesamten Tiroler Volkes.
1378Der Streit mit Genua um die Handelsvormacht im Mittelmeer entlädt sich im Chioggiakrieg. In langen Kämpfen siegen die Venezianer.
1381Nach fast 130 - jährigem Kampf Friedensschluss mit Genua.
15.Jh.In der Folge erweitert Venedig seinen Festlandbesitz um Verona und Padua, Udine und Friaul, Bergamo, Ravenna und Cremona.
1413-1414Der volkstümliche Tiroler Herzog Friedrich IV., "Friedl mit der leeren Tasche" erwirbt von Venedig die Gerichte Telvana, Castellalto, S. Pietro und Ivano in der Valsugana.
1420Anpezo - Die Soziale Kleinrepublik: Anpezo und Cadore gehören zum Patriarchat Aquileia und haben eine weitreichende Selbstverwaltung, die in eigenen Statuten fixiert ist. 1420 fällt Anpezo an Venedig (Ende des Patriarchats von Aquileia), 1511 wird es von Kaiser Maximilian erobert und Tirol einverleibt.
1487Tirols Krieg gegen Venedig. Die Tiroler erobern Rovereto und siegen bei Calliano südlich von Trient.
1498Vasco da Gama entdeckt den Seeweg nach Indien. In der Folge verlieren die alten, venezianischen Handelswege allmählich an Bedeutung.
1508-1516 Krieg Kaiser Maximilians I. gegen Venedig. Als Maximilian Kaiser wird, will er den Venetianern nicht nur Anpezo, sondern auch Cadore und das Friaul wegnehmen. Die Truppen Maximilians stoßen im Februar 1508 bis Pieve di Cadore vor; der Rückweg wird ihnen aber von den Venetianern, die einen Umweg über schneebedeckte Pässe gemacht haben, abgeschnitten. Die kaiserlichen Truppen werden vernichtend geschlagen. 1511 setzt Maximilian seine Artillerie, eine neue Waffengeneration, ein. So kann er Anpezo erobern. Anpezo beibt bis zum Ende des ersten Weltkrieges unter Tirol und Österreich (nur infolge der napoleonischen Kriege wird Anpezo gemeinsam mit Fodom und Fascia 1810 für drei Jahre zum Königreich Italien geschlagen).
1516Venedigs Juden werden gezwungen, im Ghetto zu wohnen.
1571Die Juden werden aus Venedig vertrieben.
1573Die verfassungswidrige Judenvertreibung wird widerrufen
1588Der Grundstein für die neue steinerne Rialto - Brücke wird gelegt.
1630Eine neuerliche Pestepidemie bricht aus.
1631Aus Dank für deren Ende wird mit dem Bau der Kirche Santa Maria Della Salute begonnen.
1718Durch den Frieden von Passarowitz zwischen Österreich und den Türken verliert Venedig den Großteil seiner restlichen auswärtigen Besitzungen.
1796-1797

Das Ende der Selbstständigkeit:

Napoleon besetzt venezianisches Gebiet.
1.07.1796Österreich besetzt Dalmatien und Istrien.
17.10.1796Österreich erhält Venedig. Mit dem Vertrag von Campoformio (1797) wurde Venedig von Napoleon an Österreich verkauft, das sein absoluter Herrscher wurde.
18.01.1797Abzug der Franzosen. Österreich besetzt die Stadt.
1805-1814Venedig gehört zum napoleonischen Königreich Italien.
1814Nach der Niederlage Napoleons gelangt Venedig im Zuge der Verhandlungen beim Wiener Kongress an Österreich.
1841-1846Bau der Eisenbahnbrücke zwischen Venedig und dem Festland.
1848Daniele Manin gründete nochmals eine Republik von San Marco, die sich aber dem österreichischen Feldmarschall Radetzky ergeben musste.
1866

Eine italienische Provinzstadt

Österreich verliert Venedig In einer Volksabstimmung schließt es sich dem savoyischen Königreich Italien an. Nach der Vereinigung Italiens wurde Venedig Provinzhauptstadt, mit größerer Bedeutung als unter der habsburgischen Monarchie.
1915-1918Während des ersten Weltkriegs bombardieren österreichisch - ungarische Flugzeuge mehrmals die Stadt.
1933Die Straßenbrücke zum Festland wird eingeweiht.
1979Der traditionsreiche venezianische Karneval wird wieder ins Leben gerufen.
1997-1998Nach über siebzig Jahren wird erstmals wieder die systematische Ausbaggerung und Reinigung der kleinen Wasserwege zwischen den Kanälen in Angriff genommen.
. Kursteilnehmer 2003/04.

Daniel Herbst



Literatur

[1] Vergleichen Sie dazu den Artikel auf einer externen Seite: >> Der Markuskult in Venedig. (26.12.2003) >>

[2] Vergleichen Sie dazu den Artikel auf einer externen Seite: >> Venedig 800 - 1600. Die Anfänge der Dogenrepublik >>

[3] Das betrifft z.B. den in Österreich so beliebten Polenta. Der Mais wird bei uns oft auch "Türken" genannt. Hier die Geschichte dieses Wortes:

"Und sie ließ sich ihrerseits auch gerne beeinflussen: als Menschen des Meeres und des Handels begriffen die Venezianer z. B., dass jenes goldgelbe Getreide, das Mitte des 16. Jh. von jenseits des Ozeans gekommen war, ideal war für die Zubereitung der Polenta, besser als die bisher verfügbaren Zutaten (Kichererbsen, Hirse oder Buchweizen). Sie verwendeten den Mais sofort und verbreiteten seinen Anbau in den fruchtbarsten Landstrichen der Republik. Da das gemeine Volk dieses Getreide "turco" (auf deutsch türkisch, um zu sagen, dass es fremd war) nannte, heißt es seither "granturco". Es wurde - und zum Teil ist es auch heute noch - Grundnahrungsmittel ganz Venetiens."

Quelle: >> Venetien. Venedig und Umgebung. >>

[4] Vergleichen Sie dazu den Artikel auf einer externen Seite: >> Der Löwe, Symbol des Evangelisten Markus. >>

[5] Viele Worterklärungen zum Thema finden Sie auf einer externen Seite: >> Worterklärungen auf Deutsch und Englisch >>

[6] Dieses Datum wurde auf Grund eines freundlichen Hinweises von Dipl.-Ing. Jan-Christoph Rößler korrigiert. Vgl. Sie dazu seine informativen Ausführungen auf: >> Das Ghetto >> sowie die Übersicht über seine Dissertation: >> "Mittelalterliche Paläste im Venedig des 19. Jahrhundert" >>

[7] Vgl. Sie dazu das hervorragende Buch von Christoph Schulte: "Die jüdische Aufklärung" C. H. Beck Verlag, München 2002. ISBN: 3406488803. Eine Zusammenfassung hat er am 08.07.2004 in "DIE ZEIT" Nr. 29 veröffentlicht, die Sie hier nachlesen können: >> Christoph Schulte: "Freiheit für die Juden" >>

Anmerkung: Diese Verweise zu weiterführender Literatur stammen von Oswald Zangerle. Wenn Sie die Autoren dieser Seiten sind, wenden Sie sich gegebenenfalls an ihn: E-Mail:>> E-Mail >>


Ein Wissenstest über Venedig

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Bilder von Venedig

Die Bilder von unserer Venedigreise im April 2004 können Sie hier sehen: >> zu den Venedig Bildern >>

Lesetipp

Thomas R. P. Mielke: "Gold für den Kaiser. Ein Fugger - Roman"
Verlag: Herbig, München 2004, ISBN: 3-7766-2365-9. 424 Seiten. Der faktenreiche Roman spielt in der Zeit von 1473 - 1510 und beschreibt sehr gut Verhältnisse und Handel in Venedig zu dieser Zeit. Außerordentlich genau werden die Handelsbedingungen im Fondaco dei Tedeschi dargestellt. Mielke schildert ausführlich den Einfluss und Reichtum von Jakob Fugger auf weltliche und kirchliche Herrscher, speziell sein Verhältnis zu Maximilian I. und dessen Enkel Karl V. Sie erfahren viel über das Alltagsleben, das Leben der Händler, die Einführung der modernen Buchhaltung und wie sich Jakob Fugger in das Schwazer Silberbergwerk eingekauft hat. Sein Einfluss auf die Geschichte Tirols wird oft noch unterschätzt.

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