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Unterricht
hier: Medienkompetenz
Der Einsatz von Computern ist praktisch in allen Fächern selbstverständlich und der EDV Unterricht hat zu einem guten Teil einfach unterstützende Funktionen für alle anderen Fächer. Die Programme und ihre Möglichkeiten müssen erklärt und vor allem entdeckt und erlebt werden. Dieses Wissen ist natürlich auch Unterstützung bei der Lehrstellensuche. Aber selbstverständlich wird im EDV Unterricht, auch als Vorbereitung auf eine etwaige ECDL Prüfung, das Wissen um die effiziente PC Nutzung vertieft.
Die jeweiligen Lektionen sind in Wissensabschnitte, (interaktive) Übungsabschnitte, Selbsttests und weitere Informationen gegliedert. Auch über das Internet stellen wir Unterlagen, Aufgaben und Tests zur Verfügung.
Der EDV - Unterricht besteht nicht nur im Erlernen dieser Kulturtechnik, sondern er hat auch andere wichtige Funktionen:
Der EDV Unterricht soll das Arbeiten im Team, den möglichst selbstgesteuerten Wissenserwerb, Problem- und Konfliktlösung in kleinen Schritten erlebbar machen.
Laut einer Umfrage im Stern erwarten sich 96 Prozent der Unternehmen Schlüsselqualifikationen von ihren zukünftigen Angestellten: 'Arbeiten im Team, Probleme und Konflikte selbstständig lösen, Informationen recherchieren und präsentieren', da das reine Fachwissen einfach zu schnell veraltet. Das deckt sich durchaus mit dem, was wir an Feedback aus den Praktikumsbetrieben bekommen.
Auch z.B. im Verkauf muss man eine Produktbeschreibung lesen, verstehen und an die KundInnen weitergeben können. Die Fähigkeit, eine Arbeit in verschiedene konkrete Arbeitsschritte zu zerlegen, die zeitlich nacheinander abgearbeitet werden, ist in jedem Beruf hilfreich und wird auch in EDV eingeübt.
Stärker noch als in den anderen Fächern betrachten wir es im EDV - Unterricht als unsere Aufgabe, selbstgesteuertes, problemlösendes und kooperatives Lernen zu ermöglichen, da hier der Freiraum durch den Lehrplan am größten ist. Die Zielsetzung des Unterrichts soll von unseren TeilnehmerInnen als sinnvoll für ihr eigenes Leben begriffen und akzeptiert werden, sie soll 'Sinn' machen. Die Aufgaben der Unterrichtenden gehen da mehr in Richtung Moderation, Organisation, Lernberatung, Impulsgebung und Coaching. Unserer Überzeugung nach kann man Menschen nicht wirklich motivieren, es gilt, Demotivation durch Pedanterie, mangelnde Glaubwürdigkeit, Nicht - Zutrauen, Untergraben der Selbstständigkeit durch Infragestellen der Person zu vermeiden. Auch Unterforderung, Sinnlosigkeit der Arbeit und mangelnder Freiraum demotivieren.
Gerade im EDV - Unterricht ist direktives Unterrichten und rezeptives Lernen fehl am Platz. Die Eigenverantwortung und die Produktverantwortung stehen im Mittelpunkt, denn aus der Lernforschung ist klar, dass der Mensch das am besten behält, was er selbst erarbeitet und ausprobiert hat, und auch, dass der Mensch etwas gerne und gut macht, wenn die Arbeit einen Sinn, einen Nutzen für andere hat.
Der EDV Unterricht hat auch eine große demokratische Relevanz: Die Nutzung des Internet führt zu grundlegend neuen Möglichkeiten in den Geschäftsbeziehungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und braucht gerade in den Bereichen E - Government und Online - Banking einen sicheren Umgang mit dem Computer. In der gesamten öffentlichen Verwaltung aber auch in Softwarehäusern und Webshops kann über das Internet mittels elektronischer Überweisung bezahlt werden. Im Zusammenhang mit dem E-Government-Gesetz verweisen Österreichs Notare darauf, dass E-Government rechtsstaatliche Prinzipien und Abläufe nicht aufweichen dürfe. Der Präsident der Österreichischen Notariatskammer, Dr. Georg Weißmann:
"Die Bürger haben ein Recht auf höchste Sicherheit in wichtigen Lebens- und Daseinsfragen. Die Qualität des Rechtsstaates muss auch im E - Government bleiben". (Artikel im Kurier vom 15.09.2003).
Auch die entsprechende Medien - Bildung kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
Der Zugang zu Informationen, das Verarbeiten und Einbinden von Informationen in den eigenen Erfahrungshorizont sind Grundlagen für das Teilnehmen an gesellschaftspolitisch relevanten Fragen. Aus der Informationsfülle 'Wissen' zu erlangen, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen, wesentliche Informationen schnell zu finden sind in einer 'Informationsgesellschaft' entscheidende Fähigkeiten für ein selbst bestimmtes Leben. Dieses 'Wissensmanagement', die Fähigkeit aus Informationen Wissen und Bildung zu erlangen, halten wir für eine immer wichtiger werdende Schlüsselkompetenz.
Gerade das Internet fordert, etwa im Gegensatz zum Fernsehen, eigene Kompetenz. Zuerst muss man wissen, was man will und dann, wie man es findet. Medienkompetenz setzt nicht nur die Fähigkeit voraus, den Computer als Werkzeug zu bedienen, ganz entscheidend sind inhaltliche Fragestellungen. Wir halten das Erstellen eines Storyboards vor der Recherche für eine grundlegende Voraussetzung, es muss vor allem folgende Arbeitsschritte umfassen:
Ablaufplanung
Idealerweise wird das erworbene Wissen in der Wirklichkeit überprüft: vor allem geschieht das in den >> Projektarbeiten >>
Neben der Vorbereitung auf den Europäischen Computerführerschein haben
die KursteilnehmerInnen die Möglichkeit, selbst eine kleine
Homepage zu erstellen, auf der sie sich präsentieren. Wir halten dieses Angebot für
wichtig, es macht informations- und medienkritischer, wenn man selbst sieht,
wie leicht Informationen ins Internet kommen, unabhängig davon, ob sie
stimmen oder nicht. Die Aussage 'Bilder lügen nicht' hat zwar noch nie
gestimmt, im Zeitalter digitaler Bildbearbeitung muss sie aber noch
nachdrücklicher hinterfragt werden. Das geschieht am nachhaltigsten, wenn
man selbst Bilder bearbeitet, neu zusammenstellt, mit einer neuen Aussage
versieht.
Zwei Zitate mögen das auf dieser Seite Umrissene abrunden:
Medienkompetenz ist kein Allheilmittel, durch immer neue inhaltliche Merkmale wird der Begriff zudem überfrachtet. Klar ist, dass Kinder und Jugendliche heute in einer Welt aufwachsen, die stark von Medien geprägt ist. Damit bekommen Medien aller Art wichtige Funktionen für Erziehung, Sozialisation und Bildung, für Freizeit und Arbeitswelt sowie für Wirtschaft und Politik. Nutzung und Gestaltung von Medien wird für die berufliche Arbeit und die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben immer wichtiger. Die kommunikationstechnische Grundbildung und die Ausbildung von Fähigkeiten zur inhaltlichen und, erweitert gedacht, auch emotionalen, sozialen und psychischen Bewältigung der Informationsfülle des Internet, muss auch in den Berufskundlichen Hauptschulkursen stattfinden. Medienkompetenz wird gerne als "Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts" bezeichnet und in den Rang einer 'Kulturtechnik' erhoben. Schätzungen besagen, dass Vier Fünftel des Arbeitsalltags zukünftig mit dem Verarbeiten von Informationen zu tun haben werden.
Prof. Tulodziecki unterscheidet,
wie ich meine sehr sinnvoll,
5 verschiedene Fähigkeiten
die Medienkompetenz ausmachen:
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Letzte Änderung: Datum: 2009-12-26 © 1999 - onwards. Impressum.Berufskundliche Hauptschulkurse, Radetzkystraße 47, 6020 Innsbruck, Tel: 0512/39 46 83 - 20.
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